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Dark Effect - 2

von Servala
GeschichteAllgemein / P18 / MaleSlash
Aria T'Loak Commander Shepard Liara T'Soni Morinth Samara Tali'Zorah vas Normandy
02.06.2012
12.12.2012
67
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02.06.2012 1.903
 
Shepard saß im Shuttle und blickte hinunter auf die explodierende Basis von der sie im Begriff waren zu fliehen. „Hätte nicht gedacht, das der Broker sie wirklich opfert“, meinte der Soldat den sie und die andere Frau unterwegs aufgegriffen hatten. Bis jetzt war keine Zeit für Erklärungen gewesen und Shepard hatte genug damit zu tun gehabt zu überleben. Solche Wesen hatte sie noch nicht gesehen. Ihre Köpfe wirkten seltsam, insgesamt erinnerten sie Jane an Insekten. Nur diese vielen, scharfen Zähne. Sie schauderte innerlich. „Der Broker?“ Die junge Frau nickte. „Unser Boss. Sie erfahren alles nötige, wenn wir an Bord der Normandy sind.“ Shepard nickte. Die Normandy, vielleicht war es ja doch alles nicht so verwirrend. „Verraten sie mir bis dahin wenigstens ihre Namen?“, sie schaute auf das große Schiff, das vor ihnen auftauchte. Das war nicht ihre Normandy. Sie war moderner, schnittiger und leuchtete im Schein der Sonne und sie kannte das Zeichen nicht, dass auf dem Bug thronte. Es war nicht das Zeichen der Allianz.
„Miranda Lawson. Ich habe sie in den letzten Monaten wieder zusammengeflickt“, begann die Frau, der sie ihr Leben verdankte. Shepard nahm sich die Zeit sie zu mustern. Sie trug einen enganliegenden, schwarzen Anzug mit dem selben Emblem wie auf der Normandy über der rechten Brust. Ihre langen schwarzen Haare wellten sich und intelligente, warme blaue Augen leuchten ihr entgegen. Sie nickte ihr zu. „Jacob Taylor“, stellte sich der junge schwarze Mann vor. Er hatte Shepard und Miranda den Rücken in mehr als einer brenzligen Situation freigehalten, als Miranda eine Weile brauchte, um sich durch die Sicherheitstüren zu hacken. Er trug kurze schwarze Haare und eine typische militärische Uniform die gut ausgeformte Muskeln überspannte. „Ich war beim Sicherheitsdienst“, fügte er noch hinzu. Shepard schlug mit ihrer Faust gegen seine und er grinste.
„Schön das sie wieder da sind.“ Shepard antwortete nicht, sie schaute hinaus in die Sterne. Wenn das stimmte, was sie bis jetzt erfahren hatte, dann war sie nach ihrem Absturz fast zwei Jahre im Koma gewesen. Sie versuchte sich an die Momente vor dem Zusammentreffen mit dem Shuttle zu erinnern, aber es blitzen immer nur Fragmente auf, die keinen Sinn ergaben. Vielleicht würde es mit der Zeit so kommen.
Das Shuttle dockte an und Shepard verließ es als letzte. Sie schaute sich um. „Die Normandy wurde bei dem Angriff auf die Citadel beinahe zerstört. Wir haben sie neu aufgebaut“, grinste Miranda. „Mit einigen Extras.“ Sie zeigte in eine Richtung und Shepard ging schweigend vor zum Fahrstuhl. Sie merkte nicht, wie beide hinter ihrem Rücken einen besorgten Blick tauschten. „Wollen sie erst das Schiff sehen? Der Broker hat uns noch keine Bestätigung gegeben, dass er sie sprechen will.“ Shepard seufzte enttäuscht, sie hatte sich Antworten erhofft. „Gut, dann zeigen sie mir alles.“
Miranda führte sie zuerst in den Fracht- und Maschinenraum. Dort traf sie auf zwei neue Maschinisten: Kenneth Donnelly und Gabriella Daniels. Im Anschluss ging es nach Deck 3. Dort hatte nicht nur Miranda ihr Quartier und Büro, sondern dort befand sich der Hauptwaffenstand, die Krankenstation und die Messe. Der Koch und ´Mädchen für scheinbar alles´ Rupert Gardner gefiel ihr. Sie fragte ihn, ob er was bräuchte und nach einigem hin und her, verriet er, dass er ein wenig bessere Zutaten gebrauchen könnte. Vor dem überstürztem Aufbruch des Schiffes, war kaum etwas eingelagert worden. Sie stimmte zu, sollte sich die Gelegenheit ergeben, war aber nicht mit dem Herzen dabei.
Auf der Krankenstation erlebte sie die erste schöne Überraschung seit Betreten des Schiffes. Dr. Chakwas war an Bord und begrüßte sie in einer stürmischen Umarmung. Die Frau wirkte immer noch tough, aber man sah ihr die Sorgen der letzten Jahre an. Shepard versprach sie bald einmal zu besuchen.
Auf die Brücke kamen sie nicht mehr, auch wenn sie auf den neuen Piloten neugierig war, denn ein blinken des Kommunikationssystems zeigte an, dass der Broker jetzt mit ihr sprechen wollte. Miranda brachte sie in den Besprechungsraum und ließ sie alleine. Shepard drehte sich suchend um, aber dann zog sich der Tisch zurück und eine Plattform erschien. Als sie diese betrat, änderte sich die Darstellung des Raumes um sie herum.

Jane schaute sich um. Sie befand sich in einem großen Raum, vor einer gigantischen Wand aus Monitoren. Im Hintergrund brannte eine ihr unbekannte Sonne. Vor den Monitoren befand sich ein Schreibtisch und dahinter saß ein weiteres sehr hässliches Alien. Soweit Shepard das sagen konnte, war es sehr groß. Es hatte zwei Hörner auf dem Kopf, der von einem großen, dreieckigem Maul mit unzähligen Zähnen beherrscht wurde. Am Kopf schien es Kiemen zu besitzen, die bei jedem Atemzug flatterten.
„Commander Shepard, eine Freude, sie wohl auf zu sehen.“ Shepard verschränkte die Arme hinter dem Rücken. „Sind sie der Shadow Broker?“ Die Kiemen des Wesens bewegten sich, was wohl eine Zustimmung bedeuten sollte. „Warum bin ich hier?“, stellte Shepard die Frage, die sie am dringendsten beschäftigte. Das Wesen lehnte sich in dem großen Sessel zurück. „Haben sie das Schiff gesehen, dass meine Basis angegriffen hat?“ Shepard nickte. „Dieses Schiff hat in den letzten Monaten unzählige Kolonien der Menschen angegriffen. Von den dortigen Bewohnern ist nichts aufzufinden. Sie verschwinden einfach.“ Shepard fuhr sich mit einer Hand über die Stirn. „Ja, aber was soll ich tun?“ Das Wesen klickte. „Sie sollen die Sache für mich untersuchen. Ich habe viel in sie investiert Shepard und deswegen werden sie mir diese kleine Bitte nicht abschlagen.“ Jane fuhr sich durch die Haare. „Und wenn ich Nein sage?“ - „Dann werden sie ersetzt werden und ich habe eine Fehlinvestition getroffen. Aber man kommt nicht als kleiner Schmuggler, der sie waren, so weit wenn man kein persönliches Interesse an der Menschheit hat. Die Allianz kümmert sich nicht um die Kolonien. Der Rat schickt keine Hilfe.“ Der Broker stoppte kurz. „Wenn sie sich jetzt auch abwenden, wer rettet dann die Menschen?“
Jane seufzte tief. „Zwingen sie mich gerade dazu?“ Der Broker lachte. „Ich biete ihnen eine Zusammenarbeit an. Ein Schiff, eine Crew, ein neues Leben. Finden sie einfach die Verantwortlichen und halten sie sie auf.“ Shepard überlegte. „Was springt für sie dabei heraus?“ Jetzt wurde das Lachen bellend. „Rache. Fürs erste. Die letzte Kolonie die angegriffen wurde ist Freedoms Progress. Warum schauen sie es sich nicht erst einmal an und dann treffen sie ihre Entscheidung?“ Er machte eine Pause. „Mrs. Lawson hat alle Informationen die sie benötigen werden. Wir sprechen uns, wenn sie zurück sind.“ Damit endete das Bild und ließ Shepard im Besprechungsraum der Normandy zurück.

Liara lehnte sich im Sessel ihres Appartements auf Illium zurück und schaltete die Projektion eines Yaghs und der Umgebung aus. Sie streckte sich wohlig und nahm einen Schluck Noveria Rum. „Du vertraust ihr?“ Aria lehnte mit dem Rücken gegen eine Vitrine in der ein protheanisches Artefakt ausgestellt war und schaute sich in der Wohnung um. Sie war groß. Mit einem traumhaften Ausblick auf Nos Astra. Eine Freitreppe führte hinauf in den ersten Stock, wo ein großes bequemes Bett vor einem riesigem Aquarium stand. Überall waren teure Artefakte aufgestellt und auch der Rest der Einrichtung sprach nicht für Sparsamkeit. „Sie wird ihren Zweck erfüllen.“ Liara schenkte sich nach und musterte Aria. „Wann geht dein Flug?“
Sie waren erst vor einer Stunde auf Nos Astra eingetroffen und Liara war sofort in ihr hiesiges Appartement geflogen. Morinth und Rila hatte sie nach Hagalaz geschickt. Die Ardat-Yakshi hatten ihr die Treue geschworen, nachdem sie beide nicht zum Sterben zurück gelassen hatte. Die Vorbereitungen auf ihrem Schiff über Hagalaz war ein erster Test, doch sie war sich sicher, sie würden sie nicht enttäuschen.
„Gleich morgen früh.“ Liara lächelte und räkelte sich. „Dann solltest du dir ein … Hotel suchen? Wobei Aethyta hat hier auch irgendwo eine Wohnung.“ Aria musterte sie nur schweigend. „Was wenn Shepard beschließt lieber abzuhauen? Wenn man sich ihre Lebenslauf ansieht. Den der Frau nicht den des Commanders“, sie grinste „spricht nicht viel dafür, dass sie sich diese Last aufbürdet.“ Liaras Augen schimmerten wie zwei Saphire im Sonnenlicht. „Sie weiß es noch nicht, aber es ist in ihr. Sie kann die Menschen nicht ihrem Schicksal überlassen.“ Sie nippte an ihrem Glas und genoss das milde Brennen des Rums. „Wenn du das sagst?“ Liara nickte. „Ich habe es gesehen.“ Sie goss beinahe unabsichtlich Öl ins Feuer und musste lächeln, als sie die Kälte in Arias Augen aufblitzen sah. Sie erhob sich geschmeidig und ging auf die andere Asari zu.
„Es stört dich immer noch?“, schnurrte sie ihr zu, bevor sie dicht an ihr vorbei in Richtung der Treppe schritt. Aria schaute ihr hinterher, bewegte aber nur die Augen. „Wenn du hier bleiben willst, musst du dich schon ein wenig“, Liara warf ihr einen lasziven Blick über die Schulter zu, „anstrengen.“ Sie blieb auf dem obersten Treppenabschnitt stehen. Ihr Körper in dem knappen schwarzen Kleid wurde von dem hellen blauen Leuchten des Aquariums beschienen. Durch die hohen Absätze schien sie zu schweben. Ihre Blicke trafen sich und Aria schüttelte lächelnd den Kopf über sich. Benezia hatte sie wortwörtlich an die Kette gelegt. Das Halsband war mit ihrem Nervensystem verbunden gewesen und jeder Ruck an der Kette hatte unendliche Schmerzen erzeugt. Jedes Aufbegehren hatte sie mit Qualen bezahlt. Wer hätte gedacht, das die Fesseln die ihre Tochter um Aria band, wesentlich effektiver, wesentlich bindender sein würden?
Sie folgte ihr langsam die Treppe hinauf und schmunzelte ob des triumphierenden Lächeln in Liaras Augen. „Sollte sie den Auftrag weiter ausführen wollen, verrätst du mir deine Pläne?“ Liara zog sie zu sich und öffnete die Schnallen des Brustpanzers. „Seit wann verrate ich meine Pläne?“, schnurrte sie. Aria runzelte die Stirn und Liara lachte Glocken hell auf. „Ich schicke sie natürlich zu dir!“ Das überraschte Aria nun doch. „Und du wirst ihr helfen?“ Sie küsste Arias Unterlippe und fuhr mit der Spitze ihres Zeigefingers das eintätowierte Omega-Embleme auf Arias Oberarm nach. „So, werde ich?“ knurrte diese leise und Liara nickte begeistert. „Weil ich dich darum bitte.“
Arias Magen krampfte sich bei dem Blick zusammen. Es erinnerte sie zu sehr an Liara, bevor Benezia mit ihrer “Schule“ begonnen hatte. „Und das soll... mich überzeugen?“ Der Broker nickte nur. „Ich könnte es dir auch befehlen“, ihre Stimme klang rauchig, sexy, mehr nach ihr, „aber dass muss ich doch gar nicht, oder?“ Sie drehte sich um und ging in Richtung des Bettes. Im Gehen öffnete sie die Träger des Kleides und ließ es von den Schultern auf den Boden gleiten.
Arias Blick wanderte über Liaras Körper. Der Broker wusste wirklich zu überzeugen, dachte sie. „Und was soll ich dann mit ihr anstellen?“, sie grinste, als sie den ungeduldigen Blick bemerkte. „Muss ich dir denn alles erklären?“ Aria nickte amüsiert. „Sie wird ein Team brauchen. Sie soll sich um Archangel kümmern. Entweder töten oder rekrutieren. Und sie wird Mordin Solus Hilfe brauchen.“ Aria blinzelte nicht einmal, auch wenn sie überrascht war. „Sorg einfach dafür, dass sie die Informationen bekommt und an ihr Ziel gelangen kann.“ Sie stemmte sich eine Hand an die Hüfte. „Das schaffst du doch, oder?“ Ihr Ton war dreist herausfordernd und Aria grinste nur erneut. „Wenn ich mir Mühe gebe?“ Sie ging auf Liara zu, „Dann bekomme ich das vielleicht hin.“ Liara fasste sie an der Hüfte und zog sie zu sich. „Gut“, sie leckte über Arias Lippen. „Ich würde dich nur ungern“, ihre Augen leuchteten beinahe, „bestrafen müssen.“ Sie küsste Aria und diese seufzte unter ihren Lippen. „Und jetzt solltest du dich anstrengen, damit du die Nacht bleiben kannst.“ Aria schüttelte nur lachend den Kopf und schubste sie aufs Bett.
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