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Dark Effect - 2

von Servala
GeschichteAllgemein / P18 / MaleSlash
Aria T'Loak Commander Shepard Liara T'Soni Morinth Samara Tali'Zorah vas Normandy
02.06.2012
12.12.2012
67
137.491
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02.06.2012 2.285
 
As much as I would like to own them, all the characters and the main plot belong to BIOWARE - I own nothing. No copyright infringement intended. This is purely for entertainment purposes. All writing is my own.

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Liara erwachte durch den schrillen Ton eines Alarms. Sie sprang auf und ging zu ihrem Terminal, um sich auf dem taktischen Schirm einen Überblick zu verschaffen. Über der Station hing ein gewaltiges Schiff im Orbit. Liara kannte diese Form nicht, aber ein Blick auf die Energiesignatur beunruhigte sie. Das war das selbe Schiff, welches bereits mehrere Kolonien der Menschen angegriffen und entvölkert hatte. Das Schiff feuerte im dreißig Sekunden Takt auf die Oberfläche des Planeten und traf dabei fast punktgenau ihre Basis. Zu genau um ein Zufall zu sein zu können. Zudem gab es von überall Sicherheitsverstöße, die auf Eindringlinge hindeuteten. Sie wurden einfach überrannt.
Aria stand hinter ihr und bewunderte trotz der Situation den nackten Körper vor sich, während sie sich erst ihre Hose anzog, um dann in ihre Stiefel zu schlüpfen. Liara knurrte, „Wir müssen hier raus.“ Sie zog sich ebenfalls an und dann einen enganliegenden, weiß blauen Kampfanzug über. „Was?“, fragte sie, als sie Arias Blick bemerkte. Und schloss die Jacke vor der Brust „Das Material verstärkt die Schilde. Nicht jeder kämpft gerne halb nackt.“ Aria schüttelte den Kopf und schloss ihren Brustpanzer. „Ja, aber die Farbe...“ Liara blickte an sich hinab, aber dann erzitterte die gesamte Basis. „Wir müssen zu den Andockbuchten.“ Sie aktivierte ihr Intercomsystem und nahm Kontakt zu Miranda auf.
„Lawson?“ Es rauschte, doch dann konnte sie eine stabile Verbindung aufbauen. „Bringen sie Shepard an Bord der SR 2 und verschwinden sie!“ Sie schüttelte den Kopf. „Wecken sie sie auf und bringen sie Shepard raus, dass ist ein Befehl!“ Sie kappte die Verbindung und überließ den Rest Miranda. Deren Ebene war schon beinahe überrannt, aber wenn die Frau nicht sterben wollte, würde sie einen Weg finden sich und Shepard zu evakuieren. „Fertig?“, fragte Aria sie und warf ihr eine schwere Pistole zu. Liara fing sie auf und nickte. „Zu den Andockbuchten ist es aber ein Stückchen.“ Aria schnaubte. „Dann solltest du vielleicht nicht immer nur in diesen Stöckelschuhen laufen!“ Liaras Antwort ging im Zischen der Tür unter. Sie blickten sich vorsichtig um, sahen aber auf dieser Ebene noch niemanden.
„Wir müssen zu Samaras Töchtern!“, Aria hielt sie an der Schulter fest. „Wir können sie nicht hier lassen. Sie sind betäubt und wehrlos!“ Liara fiel wieder ein, dass eine Maßnahme zur Sicherheit aller war, dass die Ardat-Yakshi bei einem Angriff betäubt wurden. „Wer hat denn diese dämliche Sicherheitsmaßnahme beschlossen?“, fragte sie nur kopfschüttelnd. Aria grinste, sagte aber nichts.
Sie machten sich auf den Weg die zwei Ebenen hinab, als sie vor sich endlich auf Gegner trafen.
„Was sind das denn für Viecher?“, fragte Aria sie leise und Liara antwortete nicht minder leise. „Das sind Kollektoren, aber was tun sie hier?“ Aria schoss in einem Sturmangriff nach vorne und die Gegner fielen in einer biotischen Explosion. Liaras Singularität hing ein wenig sinnlos in der Luft, bevor sie sich auflöste. „Angeberin,“ grummelte sie und schloss erneut auf. „Neidisch? Ich bin so gut, ich staune immer wieder über mich selbst“, lautete die Antwort und Aria grinste zufrieden wie eine Katze vor einer Schale Sahne. Sie befanden sich vor dem Gang eine weitere Ebene hinunter, als auf sie geschossen wurde. Aria erzeugte eine kleine Barriere und schützte Liara, die sich zu weit nach vorne gewagt hatte. „Deine Mutter hat dir vor sechzig Jahren schon gesagt, du musst an deinen Barrieren arbeiten.“ Liara funkelte sie wütend an , doch Aria schoss erneut vor und zog im Anschluss einige weitere Gegner von den Füßen. Sie fand sie hässlich, auch im Vergleich zu den Vorcha, die sie fast täglich auf Omega sah.
Das Geräusch mehrerer Drohnen lenke ihre Aufmerksamkeit für einige Augenblicke ab und dann war es an ihr sich zu erschrecken, als plötzlich einige Gegner über ihr wehrlos in der Luft hingen. Liara kämpfte gerne mit Kyromuniton und als sie auf dem Boden aufschlugen zersprangen sie und hunderte kleiner Eissplitter. Aria wurde von einigen erwischt und fröstelte „Das musste ja nun nicht sein, oder?“ Liara warf ihr ein unschuldiges Lächeln zu und Aria schüttelte den Kopf. „Ja deine Singularität ist auch sinnvoll, hab´s verstanden.“
Liara grinste zufrieden. Sie arbeiteten sich weiter nach vorne. „Ob Benezia etwas damit zu tun hat?“ Aria zuckte nur mit den Schultern. „Nur warum sollte sie die Basis zerstören wollen?“ Immer noch erfolgten fast alle dreißig Sekunden Einschläge. Die Beleuchtung flackerte und einige Paneele fielen zu Boden. „Vorsichtig vermutet, um dich zu töten?“ Aria zog das letzte Wort sehr in die Länge. „Wäre es nicht einfach sinnvoller sie blockieren die Ausgänge und nehmen uns gefangen? Dieses uns töten wollen ist doch.. wenig effektiv.“Aria hätte sich, wenn sie nicht gerade einen Kollektor am Wickel gehabt hätte, gerne die Hand vor die Stirn geschlagen. So knurrte sie nur gepresst. „Gib ihnen noch taktische Tipps!“ Sie warf ihren Gegner zu Boden und trat ihm biotisch verstärkt seinen Schädel ein. Seine vier Augen kippten nach hinten ins Leere und als sich sein Mund öffnete, zeigten sich viele scharfe Zähne. „Igitt,“ murmelte sie und verschnaufte kurz.
Liara machte sich an einer Tür zu schaffen. „Sie überschreiben meine Sicherheitsprotokolle.“ Aria lehnte sich mit dem Rücken an die Wand und schaute skeptisch zu beiden Seiten des langen Flurs. „Du meinst, damit wir nur einen Weg haben und sie uns am Ende lebend fangen können?“ Sie fing sich einen giftigen Blick. „Du musstest ihnen ja Tipps geben.“ Sie schoss schnell, als um die Ecke einige Drohnen auftauchten. „Jetzt wäre übrigens ein guter Zeitpunkt zum öffnen der Tür.“ Der große Schatten einer Maschine erschien an der Wand und Aria schaute auf ihre Pistole. Sie änderte die Munitionsart von Brand- zu Panzerbrechender Munition schluckte aber als aus dem Schatten eine große fliegende Machine mit starker Bewaffnung wurde. „Liara, ich will dich nicht nerven, aber jetzt wäre es dringend!“
Liara stürmte nach vorne, als die Tür sich öffnete und zog Aria biotisch zu sich. Keine Sekunde zu früh, denn Sekunden später schlugen an der Stelle Raketen ein. Die Tür schloss sich und beide schauten sich grinsend in die Augen. Sie standen dicht voreinander und pumpten. Es war Liara die vorschoss und Aria hart küsste, was diese nicht minder heftig erwiderte. „Okay, das war ein wenig knapper als mir lieb ist.“ Liara unterbrach sich seufzend und schaute sich um. Sie müssten noch durch eine Sicherheitstür und dann wären sie auf der Ebene der Ardat-Yakshi.
Aria gab ihr eine Atemmaske, setzte sich ebenfalls eine auf und öffnete die Tür. Sie schauten sich um. Das Betäubungsgas waberte in dicken Nebelschwaden über dem Boden. Alles wurde nur spärlich durch die rote Notbeleuchtung erhellt. Die Geräusche wirkten gedämpft, beinahe unheimlich erklang das Signal des Alarms. Sie gingen langsam den Bereich ab und suchten nach den beiden. Rila fanden sie auf einem Sofa zusammen gesackt. Liara deutete auf Rila und dann auf Aria. Diese stemmte eine Hand in die Hüfte. Ihre Blicke trafen sich, aber nach einigen Sekunden nickte sie und hob die Asari auf und trug sie Liara hinter her.
Morinth fanden sie in ihrem Zimmer. Sie war einfach im Stehen auf den Boden gesackt. Liara seufzte und hob sie hoch. „Toll, wie sollen wir so die Andockbuchten erreichen?“, Arias Stimme klang dumpf durch Maske. „Wir müssen eine von beiden aufwecken. Ich habe nur ein MediGel und auf dieser Ebene werden wir auch keines finden.“ Aria grummelte und folgte Liara nach draußen. Die erste Sicherheitstür war kein Problem. Sie lehnte Morinth im sicheren Bereich vorsichtig gegen die Wand und nahm, als das Gas abgepumpt war, die Maske ab. Dann griff sie nach dem MediGel und wollte es Morinth geben. „Ich muss einfach fragen, bist du dir sicher?“ Liara nickte. „Sie wird ihre Schwester beschützen und Morinth hat eigene Maßnahmen getroffen, um sich zu kontrollieren.“ Aria schaute auf die bewusstlose Ardat-Yakshi und beschloss nichts zu sagen. Ihr ganzes Vertrauen setzte also auf eine freiwillige Selbstkontrolle bei dem gefährlichsten Wesen in der Galaxie, das eben einfach betäubt und wehrlos zurück gelassen worden war.
Liara schaute Morinth in die Augen, als diese langsam erwachte und wartete, bis sich deren Blick klärte. Eine Hand hielt sie vorsichtshalber an der Pistole. „Morinth?“, fragte sie leise und die Asari schaute sich um. Sie glühte kurz auf, als sie ihre Schwester ohne Bewusstsein in Arias Armen sah, beruhigte sich aber schnell. „Die Basis wird angegriffen?“ Liara nickte. „Danke, dass du uns nicht liegen gelassen hast.“ Meinte sie, bevor sie aufstand. Dann griff sie an das Lederband, welches um ihr Bein geschlungen war. „Morinth?“ Ich bin nützlicher, wenn ich ein wenig mitkämpfen kann. Sie nahm das Band ab und zischte als sich die scharfen Nägel auf der Innenseite schmatzend aus ihrem Bein lösten. Blut lief ihr in Strömen aus den Wunden. „Da hat sie recht.“ Aria drängte Liara dazu Rila zu nehmen. „Ähm...“, der Broker war ein wenig überrascht. „Bei einem Sturmangriff kann ich sie nicht tragen und deine Singularität kannst du mit einer Hand auslösen, sagst du doch immer.“ Sie grinste Liara herausfordernd an und diese schluckte ihren Kommentar, während sie den beiden in den Gang folgte, Rila vorsichtig auf der Schulter balancierend.
Bis zu den Andockbuchten und den Shuttles mussten sie sich noch durch einige Gegnerschaften kämpfen, aber mit Morinths Hilfe, war es ein Leichtes. Die Ardat-Yakshi verfügte über einen speziellen Angriff. Sie konnte humanoide Wesen dominieren und tat dies mit einer ausgesprochenen Begeisterung, die schon beängstigend war. Die Gegner waren jedes Mal aufs neue verwirrt, wenn sich einer der ihren plötzlich gegen sie wandte. Aria und sie wirbelten durch die Gegner und Liara musste zugeben, dass sie losgelassen recht effektiv waren. Sie konzentrierte sich deswegen darauf, ihnen den Weg zu öffnen und Rila zu beschützen.
Als sie endlich das Shuttle erreichten, war ihnen der weitere Weg durch eine gewaltige Maschine versperrt. Diese flog auf sie zu und feuerte unentwegt dabei. Liara brachte sich und Rila in Sicherheit und verschanzte sich hinter einer Deckung aus mehreren brusthohen Kisten. Die anderen beiden konnte sie aus diesem Winkel nicht sehen, aber als sie über den Rand der Barriere schaute, sah es nicht gut aus. Fast fünfzig Kollektoren griffen sie an, dazu diese fliegende Höllenmaschine. Liara suchte die anderen beiden. Als sie einen gewaltigen Knall hörte, blickte sie in die Masse der auseinander fliegenden Körper. Aria war mitten unter sie gesprungen und zerriss sie biotisch. Liara schützte sie von ihrem Platz aus so gut es ging mit einer Barriere. Sie bekam aber selbst genug zu tun, als einige der Kollektoren sie entdeckten und direkt auf sie zukamen. Sie stellte sich vor Rila und erzeugte eine große Singularität. Die Gegner wurden in die Luft gewirbelt und von mehreren, schnell aufeinanderfolgenden Warpdetonationen zerfetzt. Sie blickte sich um, Aria war immer noch dabei die Kollektoren auszuschalten, aber von Morinth sah sie nichts. Sie hörte aber das Starten einer Maschine, sah zum Shuttle und sah die Asari unheimlich grinsend am Kontrollpult. Sie drehte das Shuttle in die Richtung der Gegner. Liara zog Aria zu sich und erzeugte einen Schild über sich, als Morinth zu feuern begann und nicht nur die Maschine, sondern auch alles andere im Hangar zerfetzte.
Als das Feuern aufhörte, lebte von den Kollektoren keiner mehr und die Maschine lag brennend am anderen Ende der Halle. Liara wartete einen Moment, nahm dann aber wieder Rila in die Arme. Egal wie abgedreht Morinth auch wäre, ihrer Schwester würde sie nie etwas tun. Sie war ihre Lebensversicherung.
Das Shuttle landete und die Tür öffnete sich. Morinth war von einem kalten blauen Leuchten umgeben und ihre Augen waren schwarz. Liara sah zu Aria, die ihre Waffe nicht gesenkt hatte. Morinth kam auf sie zu. Sie kämpfte sichtlich darum, ihre Selbstbeherrschung nicht zu verlieren. „Wir müssen hier weg!“, knurrte sie. „Schnell.“ Liara nickte und folgte ihr mit Rila in das Innere, aber Aria zögerte. Sie wollte zu ihrem Shuttle und nach Omega. Liara legte Rila auf einen Sitz und schnallte sie fest. „Aria?“ fragte sie, während sie im Medibestand nach einem Betäubungsmittel suchte. Sie fand es und drehte sich zu Morinth um. Ihre Blicke trafen sich, aber dann nickte die Asari. Setzte sich und ließ sich von Liara erneut betäuben. Diese atmete beruhigt auf. Eine Gefahr weniger, denn auf eine Amoklaufende Ardat-Yakshi in einem engen Shuttle hatte sie keine Lust. „Aria!“, die Asari schaute sie an und zögerte. „Komm sofort an Bord!“ Sie aktivierte ihr Omnitool und erhielt die Nachricht, dass außer ihnen alle evakuiert worden waren. Zumindest alle, die wichtig genug waren für eine Evakuierung. „Ich fliehe mit meinem Shuttle, verschwinde.“ Liara hatte keine Lust sich mit ihr zu streiten. Hier würde in wenigen Augenblicken alles in die Luft fliegen. Sie zog Aria biotisch in das Shuttle, schloss die Tür und funkelte sie an. „Hinsetzen!“ Sie verriegelte die Tür, startete und als sie außerhalb der Station waren, wendete sie. Sie sah das Schiff, das immer noch feuerte und wünschte sich einen großen Kreuzer. So ein Schiff hatte sie noch nie gesehen.
Es war gigantisch. Die Destiny Ascension war schon groß, aber selbst diese würde an die vier Mal in die Masse dieses Kolosses passen. „Bei der Göttin,“ flüsterte sie. Dann sah sie ein letztes Mal zu der Basis, drückte einen roten Knopf und zählte langsam von zehn auf null. Bei Null angekommen, zerstörte eine gewaltige nukleare Explosion die Basis und die Ausläufer schossen so weit ins All, dass das fremde Schiff aus dem Orbit geworfen wurde. Sie lehnte sich an die Hand, die sich auf ihre Schulter schob. Dann wendete sie das Shuttle und startete den Überlichtantrieb, bevor die Zielerfassung der Kollektoren sie erwischen konnte. Ihr Ziel war Illium, denn die Basis war bei weiten nicht ihr einziger Stützpunkt.
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