Broken Hearts - U fixed me

von herbii
KurzgeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
Dr.Addison Montgomery Dr.Charlotte King
31.05.2012
21.09.2012
3
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31.05.2012 1.629
 
"Versbhwinde aus meinem Büro!" um ihre Worte zu verdeutlichen schmiss Charlotte ihren Schuh nach Coop, der rechtzeitig die Tür hinter sich ins Schloss fallen ließ. Frustriert sackte die blonde Frau in ihrem. Bürostuhl zusammen. Sie vergrub ihr Gesicht in ihren Händen und fluchte lautstark in ihrem stark südländischem Akzent, als sich die Tür erneut öffnete. Schon im Begriff den anderen Schuh auch noch zu werfen, hielt sie in der Bewegung inne, als sie die roten Haare wahr nahm. Addison hielt schützend die Hände vor ihr Gesicht und schob sich vorsichtig ins Innere des Büros. "Montgomery, was gibt's?" fast erleichtert lehnte Charlotte sich zurück und bedeutete Addison, sich zu setzen. Die rothaarige zog die Tür hinter sich zu und setzte sich gegenüber von Charlotte. "Was hat es denn wieder angestellt?" fragen deutete sie zur Tür, durch ein Cooper nur Sekunden vorher verschwunden war. "Ich wüsste nicht, was dich das angeht." antwortete die blonde kühl. "Charlotte, Du weist, dass Du mir vertrauen kannst. Ich dachte dass auch du langsam eingesehen hast, dass wir so etwas wie Freunde sind." mit gespielter Beleidigung verschränkte Addison die Arme vor der Brust. Charlotte seufzte. Immerhin war die Neonatalchirugin in den letzten Wochen stets für sie da gewesen. Auch jetzt, in der endgültigen Trennungsphase würde Addison für sie da sein. Auf ihre Art und Weise. Auf die Weise, die Charlotte an sich ran ließ. Denn eins wusste Addison mit hundert prozentiger Gewissheit, nämlich dass Dr. King kein Mensch war, der andere so einfach an sich heran ließ, geschweige denn ihre Gefühlswelt offenbarte.

Alles began vor wenigen Wochen, als Cooper Charlotte für die Mutter einer Patientin verließ. Die beiden hatten heftige Reibereien, über die er sich in einem Ausrutscher hinwegtröstete doch am Ende wurde mehr daraus.
Charlotte saß völlig außer sich und aufgelöst am Strand, als Addison auf ihrer Jogging-Tour vorbeikam. Sie setzte sich einfach z ihr und betrachtete mit ihr das Meer. Charlotte war ihr unendlich dankbar dafür, auch wenn sie es nie ausgesprochen hätte. Nach und nach erzählte sie der Rothaarigen dann doch, was passiert war und Addison behielt es für sich. Sie machte Charlotte mit kleinen Gesten verständlich, dass sie für sie da war, wann immer sie Addison brauchte. Sie brachte ihr starken Kaffee mit ins Büro, wenn die Blonde mal wieder eine schlaflose Nacht im St. Ambrose hinter sich hatte.
So wie heute.
Addison schob den Kaffe langsam über den Tisch und sah Charlotte fragend an. "Gehts Du überhaupt noch nach Hause?" die Ringe unter Charlottes Augen sprachen ihre eigene Sprache. Sie seufzte und griff dankend nach dem Heißgetränk. "Ich hasse es dort." flüsterte sie. Addison schwieg um ihr die Möglichkeit zu geben, weiter zu sprechen. "Sieh mich nicht so an! Das hier ist nicht Dein Haus und der hier ist kein Wein, der meine Zunge lockert!" Charlotte schubste den Kaffee von sich. Addison seufzte und war im Begriff aufzustehen, als Charlotte doch wieder das Wort ergriff. "Es ist einsam. Ich bekomme kein Auge zu und fühle mich verdammt nochmal verlassen!" der blonden Frau stiegen die Tränen in die Augen. Addison stand auf und ging um den Tisch. "Was hast Du vor, Montgomery?!" Charlotte wich zurück. "Ich werde Dich jetzt umarmen, Charlotte. Weil Freunde das so machen, wenn sie sich trösten. Also halt den Mund und lass mich machen." mit diesen Worten schlang Addison ihre Arme um die dürre Frau und Charlotte ließ sie gewähren. Die Umarmung tat gut, viel mehr, als sie sich selbst eingestehen würde, aber sie genoss es. Genauso sehr, wie sie die Nähe der größeren Frau genoss. Addisons Nähe tat ihr gut und nahm ihr den Schmerz für eine Weile. Das wurde ihr schlagrtig bewusst. Ihr Kopf lehnte an Addisons Brust, in der sie ihr Herz schlagen hörte. Charlotte schloss ihre Augen und lauschte Addisons Atmen und dem Schlagrhythmus ihres Herzens, als ihr auffiel, dass sich ihr eigener plötzlich verschnellerte. Ruckartig löste sie sich von der Umarmung und rollte in ihrem Stuhl zurück. Addison lächelte. "War das wirklich so schlimm?" "Ich muss Dich eher fragen, ob das notwendig war!" Addison schüttelte den Kopf und seufzte. "Heute Abend drehen wir das Ganze einfach mal um und treffen uns bei Dir. Ich bringe auch Wein mit. Also, ich bin gegen 9 bei Dir - und gnade Dir Gott Du bist hier im Krankenhaus!" "Wir werden sehen..." kopfschüttelnd verließ Addison das Büro und ließ eine unsichere Charlotte zurück. Aus unerfindlichen Gründen freute sie sich tierisch auf den Abend.

"Charlotte, alles ok?" Violet stand plötzlich fragend neben der blonden Frau. Diese zuckte zusammen. "Was soll denn sein?! Himmel ihr seid doch alle unterfordert mit eurem eigenem Leben!" Violet sah sie verdattert an. "Du schaust ständig auf die Uhr - hast Du eine Verabredung?" Charlotte musste an Addison denken, die in einer Stunde mit Wein vor ihrer Tür stehen würde. Die sich zu ihr setzen und sie mit größter Wahrscheinlichkeit wieder umarmen würde. Als ihr ein Bild von ihr in Addisons Armen durch den Kopf schoss spührte sie, wie ihr die Röte ins Gesicht stieg. "Ah, also ein Date." "Wie bitte? Ich habe keine Dates. Und jetzt lass mich durch, ich muss noch einigen Papierkram machen." Bevor Addison kommt. dachte sie sich und verschwand in ihr Büro.

"Na da schau an, ich dachte schon Du kneifst!" lachend stand Addison vor ihrer Tür, in der Hand eine Tüte vom Chinesen und eine Flasche ihres guten Weines. Charlotte musste lächeln. "Nein, im Krankenhaus war die Hölle los. Egal, komm rein." mit zittrigen Händen öffnete sie die Tür und Addison folgte ihr in die Wohnung. "Wow, wann warst Du das letzte mal hier?" die Rolladen waren hinter gelassen, es war stickig und - nennen wir es unaufgeräumt. "Vor einer Woche." gab Charlotte zurück, als ob es das normalste der Welt wäre, eine Woche im Krankenhaus zu wohnen. "Himmel. Warte, zieh Du Dich um. Ich mach das schon." mit diesen Worten begann Addison einen Rundumschlag in der Wohnung zu machen. Charlotte wiederstand der Versuchung, der rothaarigen, langbeinigen Frau dabei zu zusehen, wie sie in ihrem knappen Kleid durch ihre Wohnung wuselte und verschwand im Schlafzimmer. Als sie wenige Minuten später in einer bequemen Hose und einen simplen Top wieder hinaus kam war es, als ob sie sich in einer völlig anderen Wohnung befand. Addison saß mit zerzausten Haaren auf dem Sofa und zappte durch die Kanale, während sie ab und an an ihrem Wein nippte. "Was hast Du gemacht?!" völlig erstaunt ließ Charlotte sich neben ihr fallen. "Aufgeräumt. Oder kennt man das Wort im Süden nicht?" stichelte Addison und erntete ein Kissen im Gesicht. "Das nennt man bei uns Halt den Mund." entgegnete Charlotte  sarkastisch und griff ebenfalls nach einem Glas Wein. Eine Weile saßen beide Frauen schweigen nebeneinander, bis Charlotte irgendwann seufzte. "Cooper wollte sich heute entschuldigen." Addison hob eine Augenbraue. "Sieh mich nicht so an. Ich hab ihn gar nicht erst dazu kommen lassen." "Was der fliegende Schuh mir bewiesen hat." Charlotte lächelte. Wie schaffte Addison es nur immer wieder aus solchen Gesprächen etwas positives zu machen? "Was ist los? Du grinst wie ein Honigkuchenpferd." Charlotte schüttelte kaum merklich den Kopf, um die Bilder von ihr und Addison zu verdrängen.
Addison musterte die dünne blonde Frau neben sich. Sie lächelte bezaubernd und in diesem Momemt fragte sie sich, wie jemand so ein Wesen betrügen und verlassen konnte. Als ihr die grünen Augen in ihre grauen sahen, setzte ihr Herzschlag für einen Moment aus.
"Und Du bist in einer anderen Sphäre." bemerkte Charlotte spitz. Addison lachte auf. "Das liegt am Wein. Möchtest Du auch noch?" fragend beugte sich Addison vor, um sich neu einzugießen. Chrlotte nickte und reichte ihr ihr eigenes Glas. Als Addison danach griff berührten sich die Hände der beiden Frauen. Charlottes Herz raste und ihre Augen weiteten sich leicht, als Addison ihr Hand umfasste. Die Blicke der beiden trafen sich. "Du kleckerst." bemerkte Charlotte fast beiläufig, als Wein ihre Hand entlang ran. Erschrocken löste Addison ihren Blick und stellte sie Flasche ab. "Oh das tut mir leid." Charlotte zuckte mit den Schultern und leckte sich den Wein von der Hand. "Der ist allerdings einfach zu gut, um ihn zu verschütten." Addison reichte ihr ein Taschentuch und ihr aufgefülltes Glas. Charlotte nahm beides an. Nach 3 weiteren Gläsern lockterten sich Zungen und beide Frauen wurden heiterer.
"Du kommst über ihn hinweg Charlotte, das wird schon." "Ach, so wie Du über Sam?" stichelte die Blonde. "Das ist eine ganz andere Sache!" Addison drehte sich zu ihr und verschränkte beleidigt die Arme vor der Brust. "Sam ist genauso eine Arsch wie Coop!" "Weswegen Du ihn immer noch bei seinem Spitznamen nennst." setzte Addison einen drauf und grinste triumphierend. Charlotte musste lachen. "Wir sind schon verkorkst." bemerkte sie und seufzte, als wieder einmal Tränen ihre Ankunft androhten. "Hey..." Addison rutschte näher zu ihr und nahm sie in den Arm. Charlotte ließ es zu, da sie sich im Moment nichts mehr wünschte, als dieser Frau nah zu sein. Sie lehnte ihren Kopf gegen ihre Schulter und Addison ließ ihren Kopf auf Charlottes ruhen. Sacht streichelte sie den Kopf der Blonden und spielte ab und an mit einer Strähne. Addisons Herzschlag verschnellerte sich und sie schloss die Augen, als sie den Duft der kleineren Frau einatmete. Langsam drehte Charlotte ihren Kopf, sodass ihre Gesichter nur weniger Zentimeter voneinander entfernt waren.