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Pavel

Kurzbeschreibung
GeschichteThriller / P16 / Gen
30.05.2012
21.01.2014
6
6.220
 
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30.05.2012 1.111
 
Für Bacille, die mich aufs Schreiben gebracht hat.

Prolog

Mit ihren schwarzen Sturmmasken und Mänteln sahen sie aus wie Terroristen und die Paintballmarker, die sie dabei hatten verstärkten diesen Eindruck nur noch. Sie hatten sich in einer alten Fabrik abseits der Stadt versammelt, einer der vielen Startpunkte die sie für ihre Missionen benutzten, niemals einen zweimal direkt hintereinander. Hier hatten sie sich das letzte Mal vor drei Monaten getroffen, damals hatten sie einen ihrer besten Männer  verloren. Die Polizei hatte ihn erschossen.
"Diesmal dürfen wir keine Fehler machen! Wir fahren hin, machen unsern Job, und dann nix wie weg! Verstanden?"
Die jungen Männer und Frauen nickten.
"Also dann, los gehts"
Sie standen auf, kontrollierten ihre Marker und verließen gemeinsam die Fabrik. Draußen standen einige schwarze Vans ohne Nummernschild, in welche die Männer und Frauen einstiegen. Die Motoren wurden angelassen, die Scheinwerfer blieben aus. Schnell näherten sie sich der Stadt, bis sie schließlich auf einen finsteren Hinterhof fuhren und ausstiegen. Ohne ein Wort rannten sie in zwei Teams geteilt los, die Marker im Anschlag. Als das erste Team um die Ecke kam, gaben einige aus dem Team ein paar gezielte Schüsse auf Kameras oben an den Hauswänden ab. Kurz danach zogen einige von ihnen Astscheren aus flachen und unauffälligen Rucksäcken und schnitten daraufhin die Kabel der Kameras durch. Jedes mal gab es ein leises Klick. Als sie fertig waren, schlichen sie weiter. Diese Prozedur wiederholte sich eine ganze Zeit, bis es ohne Warnung sehr hell wurde. Plötzlich brach große Hektik aus, laute Stimmen riefen umher und in der Nähe wurden Polizeisirenen laut. Aus den Lautsprechern eines herannahenden Polizeihubschraubers tönte eine laute Stimme.
"Legen sie die Waffen auf den Boden und heben sie ihre Hände so dass wir sie sehen können!"
Diesem Befehl kamen die maskierten Männer und Frauen jedoch nicht nach. Wie auf Kommando stürmten sie zuerst zueinander, nur um dann sofort wieder auseinander zu fahren und in entgegengesetzte Richtungen zu fliehen. manche von ihnen rannten an den niedrigeren Fassaden empor, andere rannten einfach nur zwischen den Polizisten hindurch und dann in das Labyrinth der Gassen. Einer der Männer blieb am Efeu hängen während er versuchte, die Häuserwand zu erklimmen, fiel hintenüber und knallte mit dem Kopf direkt vor einem der staunenden Polizisten aufs Pflaster. Der Mann blieb reglos liegen. Während der Hubschrauber die Verfolgung derer, die auf den Dächern unterwegs waren aufnahm, rannten die meisten Polizisten zu ihren wagen oder schossen den fliehenden hinterher. Eine Frau wurde am Kopf gestreift, stolperte noch eine Weile weiter, und kippte dann zur Seite weg, während sich an ihrem Kopf immer mehr Blut sammelte. Die verfolgenden Polizisten beachteten sie gar nicht, sondern rannten einfach mit erhobenen Waffen an ihr vorbei. Die übrigen Flüchtlinge hatten ihr Tempo erhöht und waren jetzt alle auf den Dächern unterwegs,  während der Hubschrauber ihnen dicht auf den Fersen war. Kurze Zeit später kamen zwei weitere Hubschrauber mit anmontierten Scheinwerfern. Als sie in Reichweite der Flüchtenden kamen, öffneten sie die  Seitentüren woraus kurz darauf Scharfschützen das Feuer eröffneten. Einer der Maskierten schrie etwas und er und die anderen sprangen von den Dächern herunter in die engen Gassen die sich wie ein Labyrinth durch die Stadt wanden. Die Hubschrauber flogen jetzt schneller. Sie hielten auf eine große Straßenkreuzung zu, an welcher einige der Gassen zusammenliefen. Als sie dort angekommen waren flogen Seile aus dem Cockpit und kurz danach rutschten aus jedem der drei Hubschrauber vier schwer gepanzerte Männer an den Seilen herab, dicht gefolgt von jeweils einem kaum gepanzerten, verhältnismäßig kleinen Mann mit einem Bmx-Helm auf dem Kopf. Während die gepanzerten Stellung bezogen trafen sich die drei weniger gepanzerten Männer und begannen sich aufzuwärmen. Sie waren offensichtlich sehr sportlich, sie schlugen Saltos, traten in die luft und machten andere ziemlich kompliziert aussehende Bewegungen die sehr nach Capoeira und anderen Kampfsporten aussahen. Jetzt gingen sie auseinander und bezogen Stellung an den Eingängen der Gassen, offensichtlich bereit, jederzeit loszustürmen. Kurze Zeit später kam der erste maskierte aus einer der Gassen herausgestürmt. Er sah die gepanzerten Soldaten und wusste, was auf ihn zukam. Er warf den Paintballmarker weg und hob die Hände. In genau dem Augenblick eröffneten die Soldaten das Feuer und er wurde im Kugelhagel zerfetzt. Jetzt kamen weitere maskierte aus den Gassen, sahen die Soldaten und versuchten zurück zu rennen, doch die meisten wurden vom Kugelhagel erfasst und endeten als blutiger Breihaufen. Einige schafften es noch gerade rechtzeitig, sich umzudrehen und zurück in die Gassen zu flüchten. Sofort nahmen die weniger gepanzerten Männer die Verfolgung auf. Mit unglaublicher Geschwindigkeit verfolgten sie die übrigen Fliehenden, auch als diese wieder auf die Dächer flohen waren sie keine zwei Sekunden später auch dort. Einer der Flüchtigen kam in die Nähe eines der Soldaten, welcher sich von hinten auf ihn drauf warf und ihn so zu Boden zwang. Der Soldat stand sofort wieder auf, zog eine Glock 20 aus einem versteckten Halfter und schoss dem Maskierten damit in den Kopf, während er schon wieder die Verfolgung der übrigen Flüchtenden aufnahm. Jetzt waren es nur noch vier Maskierte gegen drei Soldaten. Einer der Soldaten blieb plötzlich stehen und sagte etwas in sein Mikro, sofort stoben die beiden anderen Soldaten auseinander und gaben ihm so freies Schussfeld. Er zog seine Ruger P97, zielte und schoss. Sofort kippte einer der vier Maskierten zur Seite weg, stolperte, überschlug sich mehrmals und rutschte schließlich kopfüber in eine der Gassen hinein. Einer der übrigen Maskierten sah sich kurz um nach seinem Kameraden und stolperte.
"Scheiße!" War das letzte was er sagte bevor ihn die Faust eines Verfolgers ins Gesicht traf und ihn umwarf. Ein Schuss ertönte und es waren nur noch zwei gegen drei. Sie schrien sich etwas zu und hielten auf eine etwas höher gelegene Hauswand zu. Als sie sie erreicht hatten, waren ihre Verfolger sehr dicht hinter ihnen. Sie rannten an der Wand hoch, stießen sich davon ab, um jetzt hinter ihren Verfolgern zu stehen, welche auch an der Wand hoch liefen. Der linke Maskierte warf sich nach vorne und griff nach dem Fuß eines der Soldaten und zog daran. Ein hässliches Krachen ertönte als er mit dem Kopf nach unten auf dem Boden aufkam und sich das Genick brach. Der rechte Maskierte war etwas zu spät. Er bekam zwar den Fuß des Soldaten zu fassen, doch war dieser scheinbar schon darauf vorbereitet. Im Sprung zog er seine Pistole aus dem Halfter und schoss damit in Richtung des Maskierten. Blut spritzte als er in die Brust getroffen wurde und zu Boden ging. Der letzte Maskierte schrie wutentbrannt auf und hechtete nach dem toten Soldaten, um seine Waffe zu kriegen. Die beiden Soldaten grinsten sich an und schossen.
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