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Eine Elster auf abwegen

von Theojan
GeschichteAbenteuer / P12 / Gen
Cooro Husky Igneous Nana Rose Senri
26.05.2012
09.05.2013
8
9.178
 
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26.05.2012 1.723
 
Hey Leute! Schön, dass ihr wieder da seit.
Ich hoffe diesen Chap ist mir gelungen. Ich habe ziemlich lange gebraucht.
Nehmt mir die Rechtschriebfehler nicht so übel. Ich arbeite dran.
Denkt an die Reviews.^^
Euer Cooro


Cooros Wunderanima

"Guten Mooooorgeeeen!" Kasumi schreckt aus einem Traum auf. Sie hatte von ihrem Vater geträumt. Noch ganz benebelt von den schönen Erinnerungen ließ sie sich zurück ins Bett fallen. "Hey!" schrie da eine Stimme, die ihr ziemlich bekannt vorkam. "Aufstehen du Faulpelz!" Kasumi wollte aufstehen, doch irgendwie war ihr Körper noch nicht so wach wie ihr Gehirn, sodass sie Kopfüber aus dem Bett fiel.
"Uuuaahhh!" dann gab es ein lautes 'Rums' als sie auf dem Boden aufschlug.
"Uhhhh. Mann tut das weh." sagte sie und sah dann auch, wer so eine furchtbar rabiate Art zu wecken hatte.
Es war ausgerechnet Cooro, der über ihr stand und sie angrinste. "Hallo Kasu! Hast du gut geschlafen? Ich darf dich doch Kasu nennen, oder?" fragte er.
"Ja hab ich und ja darfst du." antwortete Kasumi gähnend. "Sag mal musstest du mich denn so erschrecken? Jetzt tut mir mein Po weh."
"Hättest ja nicht aus dem Bett fallen müssen." konterte dagegen Cooro, worauf Kasu ihn nur fassungslos anstarrte. Dann stand sie auf, was ihr heute erstaunlich leicht fiel, da es dem Fuß wieder besser ging und lief an der Nervensäge vorbei ins Esszimmer.
Die anderen waren schon wach und frühstückten gerade. Zu 'die anderen' zählte auch Harden, der Kasu ein "Guten Morgen" zubrummte, was Sie allerdings strickt ignorierte. Diesem Mann durfte sie nicht trauen.
Margaret kam furchtbar gut gelaunt und ausgeschlafen und brachte Kasu eine Schüssel Gemüsesuppe. "Na du Morgenmuffel? Möchtest du denn mit Husky und Cooro Beeren sammeln gehen? Senri hackt mit Harden Holz und Nana hilft mir, die Kleider zu reparieren. Du kannst dich natürlich auch zu Nana und mir gesellen. Hauptsache du hilfst irgendwo mit."
"Nein Nein! Ich gehe gerne mit Beeren sammeln. Socken stopfen ist nicht so mein Ding." antwortete Kasu schnell, worauf Harden ein tiefen und donnerndes Lachen von sich gab. Kasu musterte ihn misstrauisch. Lachte er sie aus, weil sie als Mädchen nicht nähen konnte? Aber als Kasumi merkte, dass auch die anderen sich ein Lachen verkneifen mussten, grinste auch sie.
"Komm Kasumi. leg mal einen Zahn zu!" rief Cooro und stürmte aus dem Haus. Die angesprochene sah fragend zu Husky, doch der hatte sich schon den für die Beeren vorgesehenen Korb geschnappt und war hinter Cooro her gestürmt. Kasumi sprang auf, wobei sie ihre Suppe umstieß und sie sich auf dem ganzen Tisch verteilte.
Kasumi drehte sich um und wollte es gerade aufwischen, als plötzlich Harden vor ihr stand und sagte: "Geh du nur und kümmere dich um die beiden Jungs. Ich mach das hier schon. Ach und pass auf, dass sie auch wirklich Beeren mitbringen."
Wie festgefroren stand Kasumi immer noch an Ort und stelle. Als sie aus ihrer Starre erwachte, nickte sie gehorsam und rannte hinter Husky her.
Dieser war schon an einem Busch mit Brombeeren stehengeblieben und pflückte nun die dunklen Beeren. Kasumi gesellte sich zu ihm und steckte sich eine Handvoll Beeren in den Mund. "Hey!" beschwerte sich Husky. "So bekommen wir den Korb nie voll.
"Aber ob wir die Beeren jetzt essen oder erst in den Korb packen und dann später essen macht doch keinen Unterschied. Denk dir den Korb doch einfach voll." antwortete Kasumi mit vollen Mund.
Husky sah sie fassungslos an. "Aber die anderen wollen doch auch noch etwas haben. Alleine von der Vorstellung der Beeren werden sie nicht satt." konterte er. Kasumi hielt inne, als sie sich gerade erneut ein paar Beeren in den Mund schieben wollte. Sie überlegte kurz. Dann beschloss sie ein guter Mensch zu sein und legte die Beeren in den Korb. Husky lächelte zufrieden.
Als der Korb bis zum Rand mit Blaubeeren gefüllt war, was ziemlich lange gedauert hatte, da Kasumi einfach nicht auf einen Snack für zwischendurch verzichten konnte, machten sich die beiden auf die Suche nach Cooro. Sie liefen durch den Wald und riefen seinen Namen doch niemand antwortete. Kasumi war sogar hoch über den Wald geflogen, hatte jedoch nichts entdecken können.
"Lass uns zurück gehen. Vielleicht ist er ja schon wieder da." hoffte Husky, also machten sie sich auf den Rückweg. Die Sonne stand hoch am Himmel als die beiden bei Hardens Hütte ankamen und Husky hatte tatsächlich recht. Cooro saß mit ausgebreiteten Flügeln vor seinem Apfelbaum und schien nachzudenken.
Kasumi stürmte auf ihn zu. "Cooro! Wo warst du denn? Wir haben dich gesucht!" Doch bevor sie ihn erreichen konnte wehrte er sie mit einem Flügel ab und Kasumi starrte seine pechschwarzen Federn an. "Lass mich. Ich muss nachdenken." sagte er und schien ziemlich betrübt. Kasumi traute sich nicht zu fragen worüber er sich Gedanken machte also gingen sie und Husky ins Haus um Margaret die Beeren zu bringen.
Als Margaret den Korb sah war sie sehr erfreut. Anscheinend kam er nicht immer so prall gefüllt zurück wie jetzt. "Daraus mache ich einen schönen Kuchen und für heute Mittag habe ich frisch vom Markt ein gerupftes Huhn mitgebracht." sagte sie und Kasumi ärgerte sich, dass sie nicht hier geblieben war. Sie wäre sehr gerne mit auf den Markt gekommen, doch dazu war es jetzt zu spät.
"Wo ist denn Cooro?" fragte Harden, der gerade mit Senri ins Haus gekommen war. Bei dem Klang seiner tiefen Stimme zuckte Kasumi zusammen. "Der ist draußen und beobachtet wie sein Apfelbaum wächst." antwortete Husky schnell und machte mit der Hand eine wegwerfende Handbewegung. "Ach so." antwortete Harden, doch zufrieden schien er mit dieser Antwort nicht zu sein. Bis zum essen beschäftigte Nana Kasumi mit Nähen. Sie brachte ihr bei wie man Socken stopfte und Flicken aufnähte. Nähte auftrennte um sie dann wieder neu zu nähen. Am interessantesten jedoch fand Kasu das Gespräch, welches sie mit Nana führte. So erfuhr sie zum Beispiel, dass die vier Freunde, Nana, Senri, Husky und Cooro, schon viel gemeinsam erlebt hatten. Auch erfuhr sie die verschiedenen Geschichten wie die vier Freunde ihre Anima bekommen hatten und von ihrem größten Abenteuer.
Cooro hatte für einen Forscher Namens Minister Fly andere +Anima gesucht und zu ihm gebracht. Er wollte ihnen die Anima wegoperieren um sie dann bei jemand anderem wieder einzusetzen. Die Bedingung war jedoch, dass jemand sein Anima freiwillig abgab. Kasumi hörte gebannt zu als Nana erzählte, dass man Cooro sein Anima wegoperiert hatte. Minister Fly höchstpersönlich hatte es sich eingepflanzt um mit einem Engel in das Himmelreich fliegen zu können. Der Name des Engels lautete Branka und Fly war sehr in sie verliebt gewesen.
Cooros Anima hingegen war zu ihm zurückgekehrt und von Fly fehlte bis heute jede Spur.
"Cooros Anima ist zurückgekommen, weil er es eigentlich gar nicht abgeben wollte." beendete Nana ihre Geschichte.
"Das glaube ich nicht" meinte Kasumi. "Cooro hat aus freiem Willen gehandelt. Auch wenn er ein Versprechen gegeben hat, so wurde er doch nicht gezwungen. Cooros Anima ist aus einem anderen Grund zurückgekehrt."
Nana sah sie fragend an, doch Kasumi antwortete nicht mehr. Als Cooro auch beim essen nicht auftauchte wollte Husky ihn holen gehen, doch Kasumi kam ihm zuvor. "Lass mich gehen. Ich rede mal mit ihm." "Na gut. Wenn du meinst." sagte Husky, schien jedoch nicht sehr begeistert. Kasumi schnappte sich einen Apfel und ging hinaus. Es war immer noch wunderschönes Wetter, doch Cooro hatte sich nicht von der Stelle gerührt. Er saß mit ausgebreiteten Flügeln im Schneidersitz vor dem kleinen Baum. Kasumi warf ihm den Apfel zu und er fing ihn auf. "Cooro, Nana hat mir eben
von Minister Fly und deinem Anima erzählt." sagte sie und setzte sich zu ihm. Cooro zuckte nur mit der Flügelspitze, aß nun aber den Apfel. "Du denkst an deine Mutter, nicht war? Fragst dich, warum du nicht hinterher konntest."
Cooro sah sie nicht an, sagte nun aber: "Ich habe eben ein kleines Mädchen getroffen, das ihre Mutter verloren hatte. Ich habe ihr suchen geholfen und wir haben sie dann auch gefunden. Die Frau hat das Mädchen in die Arme genommen und die kleine war so glücklich. Ich werde niemals so glücklich sein. Nie!" Bei den letzten Wörtern war die Trauer in Cooros Stimme der Wut gewichen und er sah Kasumi jetzt an. Den Apfel hatte er wütend auf den Boden geworfen und in seinen Augen lag Schmerz.
"Weißt du Cooro, ich hatte auch nie eine Mutter. Sie.... konnte sich nicht um mich kümmern. Ich habe bei meinem Vater gelebt und du hattest das Kloster. Dein Anima ist nicht ohne Grund zu dir gekommen. Jedes Anima erfüllt eine Aufgabe. Es beschützt uns und rettet vielen von uns das Leben, doch bei dir ist es etwas anderes. Du hast dein Anima seit deiner Geburt und seine Aufgabe ist es, dich deiner Mutter näher zu bringen. Wenn du fliegst, dann fühlst du dich sicher, habe ich recht? Die Anima verschwinden wieder, wenn sie ihre Aufgabe erfüllt haben. Meistens dann, wenn man anfängt erwachsen zu werden. Doch dein Anima; Cooro, wird immer bei dir bleiben, denn es hat eine Lebensaufgabe. Dich deiner Mutter näher zu bringen und das wird es tun solange dein Herz schlägt. Die Anima sind etwas besonderes und darum sind auch so viele auf der Jagt nach ihnen. Die Leuten fürchten sich, weil du fliegen kannst wie ein Vogel. Für sie bist du ein Raubvogel der von oben herab stürzt und sie niederdrückt. Doch für dich ist dein Anima etwas besonderes. Es gibt dir die Kraft, die du brauchst um zu überleben. Diese Kraft wird dich immer begleiten. egal wo und wann also hör auf zu weinen und habe Vertrauen. Deine Mutter ist immer bei dir. In Form deiner Flügel." Kasumi nahm den weinenden Jungen in die Arme und spürte seinen Herzschlag, die Kraft und die Impulse seines Anima. Ohne es könnte er nicht lange überleben, doch zum Glück wachte Suta über sein Anima und sorgte dafür, dass es ihn nie verließ. "Danke Mama." murmelte Kasumi kaum hörbar.
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