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Konsequenzen

von olischulu
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Tragödie / P16 / Gen
Cameron John Connor
20.05.2012
10.06.2012
4
4.256
 
Alle Kapitel
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20.05.2012 1.421
 
Kapitel 3

John war Sarah und Derek nach draußen gefolgt. Nun stand er hinter Sarah, die beobachtete, wie Derek Reese das Rad wechselte.
Sarah hatte John trösten wollen, er aber hatte sie nur emotionslos angesehen.

'Mein Gott, hoffentlich verliere ich ihn nicht', dachte Sarah entsetzt. 'Wenn sich seine Liebe zu......Cameron in Hass verwandelt kann das Ganze in einer Katastrophe enden’.

Als Derek fertig war und das defekte Rad auf die Ladefläche des Pick Up warf setzte sich John in Bewegung.

Sarah wollte zuerst nicht wahrhaben, was ihr Sohn tat. Er stieg in Dereks Wagen und verriegelte die Türen. Dann startete er und fuhr los.

Weder Sarah noch Derek waren reaktionsschnell genug, sich noch auf die Ladefläche zu schwingen.

xxxxx

Wie auf Autopilot fuhr Cameron durch. Allerdings nicht nach Mexiko, nein sie fuhr zu dem Einzigen Ort, der noch eine Bedeutung für sie besaß.

xxxxx

John war wie in Trance. Eine Stimme in seinem Inneren sagte ihm ständig, dass er an den einzigen Ort fahren müsse, den Cameron aufsuchen würde. Den sie aufsuchen würde, wenn sie ihn wirklich liebt.

Als John auf den Parkplatz fuhr fuhr er bis zum hinteren Ende. Er stieg aus und ging zur Rückseite des Gebäudes, wo sich die spärliche Grünanlage der Schule befand.

Der Wagen seiner Mom stand auf dem Parkplatz. Er hatte also Recht gehabt.

In der Abenddämmerung sah er sie schließlich. Sie saß unter dem Baum, unter dem sie sich das erste Mal geküsst hatten, unter dem sie sich gegenseitig das erste Mal ihrer Liebe bekannt hatten und unter dem Er ihr den ersten Heiratsantrag gemacht hatte.

Sie saß unter >ihrem< Baum und starrte in die Wüste.

„Bist Du hier um mich zu töten John?“ Fragte sie ohne den Kopf zu drehen.

John stand noch zwei Meter von ihr weg. „War Alles eine Lüge? Das Küssen, die Worte? Der .........Sex? War das Alles gelogen?“ Fragte er statt einer Antwort.

Langsam schüttelte Cameron den Kopf. „Ich habe das Alles genossen“, sagte sie leise.

John ging an ihr vorbei, blieb ein paar Schritte schräg vor ihr stehen und starrte dann in die selbe Richtung. Hinaus in die Wüste, bei sternenklarem Himmel.

„Wie kann ich das glauben?“, fragte er ohne sie anzusehen.
Sie sah zu ihm und lachte leise. „Warum glaubst Du lebst Du noch?“

Er fuhr herum. „Wie meinst Du das?“ Er dachte nach. „Warum hat Future John Dich geschickt, was ist Deine Mission?“

Cameron sah zu ihm auf. „Meine Mission...?“
Cameron sah ihn lange an. „Setz Dich bitte zu mir, damit ich nicht ständig zu Dir hoch sehen muss. Keine Angst, ich tu Dir nichts“, fügte sie hinzu.

John überlegte zwei Sekunden, dann trat vor und lies sich im Schneidersitz neben ihren gestreckten Beinen nieder.

„Meine Mission....“, wiederholte Cameron sinnierend. Dann sah sie ihm in die Augen.

„Meine primäre Mission war es Cyberdyne davor zu schützen, von Euch zerstört zu werden“, sagte sie und beobachtete jede Regung in Johns Gesicht.

John brauchte einige Sekunden um zu realisieren, was Cameron gerade gesagt hatte. Schließlich weiteten sich seine Augen. „Heißt das.....heißt das....?“ Ihm fehlten die Worte.

Cameron nickte. „Meine sekundäre Mission war es dem T eintausend bei der Terminierung von John Connor zu assistieren.

Panik kam jäh in ihm auf. John fing an zu strampeln und wollte aufspringen und weglaufen.

Cameron jedoch hatte blitzschnell sein Fußgelenk ergriffen und brachte ihn wieder zu Fall.

Noch bevor John versuchen konnte irgendetwas zu unternehmen war die tödliche Maschine über ihm.


Kapitel 4

John wand sich und versuchte sich aus dem Griff der Maschine zu befreien. Aber er merkte sehr schnell, dass er nichts tun konnte, so ergab er sich schließlich in sein Schicksal. Als er in das Gesicht über ihm blickte, sah er in zwei leuchtend blaue Augen.

„Worauf wartest Du?“ Fragte er gepresst. „Bring es endlich hinter Dich“. Eine Träne lief aus seinem Augenwinkel als er die Augen zusammenkniff.

Dann spürte Er , wie sie sein Gesicht berührte. Er rechnete mit dem tödlichen Griff aber anstatt seine Kehle zu ergreifen wischte sie ihm die Träne von der Schläfe.

Plötzlich verschwand das Gewicht von seinen Armen und dem Körper. Als er aufblickte saß Cameron wieder an den Baum gelehnt.

„Ich habe Dir gesagt, dass Dir nichts tun werde“, sagte Sie ohne ihn anzusehen.

John richtete sich auf. Mit gemischten Gefühlen sah er zu der Maschine, von der er geglaubt hatte sie wäre eine Frau, die ihn liebt.

Dann tat er Etwas, das selbst Cameron nicht erwartet hatte. Er erhob sich und mit einer Selbstsicherheit, die allenfalls General John Connor haben sollte, ging er zu ihr und setzte sich neben sie.

„Erzähl weiter“, bat er sie und legte seinen Kopf gegen den Stamm des Baumes. Er war müde, schließlich war er seit fast 36 Stunden auf den Beinen. Nur das Adrenalin würde ihn noch einige Zeit wach halten.

Cameron legte ihren Kopf neben seinen an den Stamm. Fast berührten sie sich......fast.

„Als ich in dieser Zeit ankam merkte ich sehr schnell, dass Skynet ein Fehler unterlaufen war. Ich war Tage zu spät und als ich bei Cyberdyne anlangte fand ich nur noch rauchende Trümmer vor“.

„Ich folgte Eurer Spur bis zu dem Stahlwerk. Ich kam gerade rechtzeitig die Vernichtung des T eintausend mitanzusehen“.

„Ich wollte zu Euch, um sein Werk zu vollenden. Immerhin wart ihr Alle nicht mehr in bester Verfassung und der T achthundert war kein Gegner mehr für mich. Außerdem wäre das Überraschungsmoment auf meiner Seite gewesen“.

John öffnete die Augen und sah neben sich. Cameron sah mit ihren großen schokobraunen Augen zu ihm auf.

„Was ist passiert? Was hat Dich abgehalten?“

Cameron legte den Kopf an Johns Schulter. „Die Art, wie Du um das Leben des T achthundert gekämpft hast. Du warst am Boden zerstört als du merktest, dass es sinnlos war“.

John nickte langsam. „Ich war jung und hatte keinen Vater. Er war bereit zu lernen. Schließlich war er mehr als nur eine Maschine für mich. Er war mein Freund.“

„Ich dachte, ich könnte auch mehr als eine Maschine für Dich sein“, sagte Cameron leise.

John antwortete lange nicht. „Das warst Du“, sagte er schließlich.

Die Maschine blickte zu ihm. „War?“ Fragte sie mit traurigem Unterton.

John nickte. „Wenn Du es gleich gesagt hättest, hätte sich vielleicht zwischen Uns etwas entwickeln können aber so.......“.

Cameron blickte wieder in die Wüste. „Ich verstehe. Ihr Menschen habt dafür ein Sprichwort: >Wie mans macht ists verkehrt“ sagte sie mit erneut angelehntem Kopf.

„Was ist dann passiert?“ Fragte er ohne auf das Sprichwort einzugehen.

„Ich wollte warten, bis Du alt genug bist, mir die Aufmerksamkeit entgegen zu bringen, die meinem Äußeren gerecht wird. Also habe ich bis kurz vor Deinem sechzehnten Geburtstag gewartet“.

„Und dann dein Spielchen mit mir gespielt“, sagte er traurig.

Sie senkte und schüttelte den Kopf. „Nein, ich habe Dich niemals belogen. Mein Chip und mein Körper sind dazu fähig, Emotionen und Körperliche Empfindungen entsprechend zu verarbeiten. Zwar empfinde ich nicht so wie Du und meine Emotionen sind nicht hormonell sondern elektronisch bedingt aber ich habe immer so reagiert, wie ich es ….empfunden habe“, erklärte sie ihm.

„Ich bin Müde“, sagte er plötzlich. „Können wir nach Hause fahren und später weiter darüber reden?“

Lange sah sie ihn an. „Wie Du möchtest“, entgegnete sie und ihre Worte ließen ihn aus einem kurzen Schlummer hochschrecken.

Cameron erhob sich und half ihm auf die Beine. Sie gingen zu Sarahs Wagen, den von Derek ließen sie einfach stehen. Cameron musste John quasi in den Wagen setzen, da er schon halb schlief.

Unterwegs dachte sie noch einmal über Alles nach. Erinnerte sich an die vergangenen acht Jahre. Während John schlief versuchte sich Cameron darüber klar zu werden, was nun geschehen sollte.
Immerhin hatte sie einen offenen Terminierungsbefehl für John Connor und irgendwas musste geschehen. Fakt war, sie hatte ihre primäre und sekundäre Mission nicht erfüllen können. Skynet hätte sie sicherlich wegen ihres Versagens zerstört.

Andererseits konnte sie nicht mehr zu dem Leben zurück, dass sie die letzten acht Jahre geführt hatte. Sarah und Derek Reese würden dies niemals zulassen und wenn sie sie terminierte hatte sie auch John gegen sich. An diesem Punkt schloss sich der Kreis und ihre Gedanken kehrten zur Terminierung John Connors zurück.

xxxxx

Als sie nach einigen Stunden Fahrt zum Haus der Connors zurückkehrte, hielt sie an und stellte den Motor ab. Sie sah zur Seite auf den regungslosen John. Schließlich, nach einigen Sekunden beugte sie sich zu ihm hinüber. „Tut mir Leid John Connor“, sagte sie leise und hauchte ihm einen Kuss auf die Wange.

Dann stieg sie aus.
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