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Ein One Night Stand mit Folgen

von Rkler
Kurzbeschreibung
KurzgeschichteAngst, Freundschaft / P16 / Gen
Ed Lane Julianna "Jules" Callaghan Kevin "Wordy" Wordsworth Mike "Spike" Scarletti Sam Braddock Sergeant Gregory Parker
18.05.2012
18.05.2012
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Ein One Night Stand mit Folgen

Es war dunkel und feucht. Langsam öffnete Sam die Augen. Was war passiert? Sein Kopf dröhnte und als er sich aufrichten wollte, merkte er dass er an Händen und Füßen gefesselt war. Er versuchte sich zu erinnern, wie er hier her gekommen war. Es dauerte ein paar Minuten, bis sich seine Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatten. Ihm war kalt und langsam kam die Erinnerung. Er war joggen, wie er es immer machte, wenn der Dienst später begann. Er lief die gewöhnte Strecke durch den Park und dann war da plötzlich dieser Wagen. Ein dunkler Van, der im Park nichts verloren hatte. Noch eher sich richtig darüber wundern konnte, sprangen zwei maskierte Männer aus dem Van und packten ihn. Er spürte einen Stich im Oberarm und schon wenig später war es dunkel.

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„Komm schon Sam! Heb ab!“ Jules versuchte schon zum 10ten Mal, Sam anzurufen. „Er sollte schon längst zurück sein von seiner Runde.“ Sagte sie zu Spike, der zuerst Jules und dann Sam zum Dienst abholte. „Weißt du welche Runde er immer läuft?“ „Er läuft immer zum Park, dort dreht er eine Runde und dann kommt er zurück. Er ist maximal eine halbe Stunde unterwegs…und er hat mich noch angerufen bevor er los gelaufen ist. Das war vor 11/2 Stunden.“  Jules kannte seine Gewohnheiten von der Zeit als sie heimlich zusammenwaren.
„Wir werden ihn finden, Jules! Er kann sich ja nicht in Luft aufgelöst haben. Wir fahren jetzt zur SRU und informieren die anderen und dann werden wir Sams Handy orten und schon wissen wir was los ist!“ Spike nickte Jules aufmunternd zu. Sie stiegen wieder in den SUV und fuhren los.
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Sein Erwachen wurde über eine Kamera beobachtet. „Er kommt zu sich, Boss!“ „Gut, dann wisst ihr ja was zu tun ist!“ Einer der Männer die Sam entführt hatten, zog sich eine Ski-Maske über und verließ das Überwachungszimmer.
Wieder versuchte Sam sich aufzurichten, doch je mehr er an den Fesseln zerrte, desto Enger wurden diese, darum versuchte er sich zu entspannen.
„Na! Bist du wieder wach?“ die Stimme kam plötzlich aus dem Nichts. Er hatte keine Tür gehört und auch keine Schritte wahrgenommen. „Ja! Was wollt ihr von mir?“ „Komm schon Braddock! Denk nach!“ Der Mann näherte sich Sam und mit ein paar schnellen Griffen wurde er in eine Sitzende Position gebracht. „Was ist heute für ein Tag?“  Sam sah den Maskenmann mit einem fragenden Blick an. Ein Schlag ins Gesicht und ein Tritt in die Seite waren die Folge. Sam versuchte nicht wieder zu Seite zu kippen. In seinem Mund spürte er den Geschmack von Blut. „Ich hab dich was gefragt! Was ist heute für ein Tag?“ „Der 30.November!“ antwortete Sam langsam. „Bingo!“ sagte der Kerl und richtete Sam an den Haaren gerade. „Und was war am 30.November vor 8 Jahren?“ Sam schloss die Augen, als der nächste Tritt ihn traf. Er versuchte sich zu Erinnern. 8 Jahre waren eine Lange Zeit. „Soll ich dir auf die Sprünge helfen!“ schrie ihn der Maskenmann regelrecht an und verpasste ihm wieder einen Schlag ins Gesicht. Die Faust traf ihn so hart, dass es ihm wieder schwarz vor den Augen wurde.

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Schon am Weg ins Hauptquartier rief Jules Greg an und informierte ihn über das Verschwinden von Sam. Und als Spike und Sie ankamen, wartete der Rest der Mannschaft schon auf die Beiden. Spike setzte sich sofort an den Computer um Sams GPS zu aktivieren. Doch es tat sich nichts. „Jules welche Runde läuft Sam gewöhnlich?“ Greg fragte Jules direkt, alle wussten, dass die Beiden zusammen waren. „Er läuft immer zum Trinity Bellwoods Park, dort läuft er eine Runde und ist meistens in einer halben Stunde zurück. Sein Handy hat er eigentlich auch immer dabei.“ Jules versuchte ruhig zu bleiben, sie hatte immer noch Gefühle für Sam, sie konnte diese einfach nicht abstellen.
„OK wir fahren zum Park und suchen alles ab. Wordy und Ed, Ich mit Jules, Spike wird mit dem Truck in unsere Nähe bleiben.“ Ein ‚Verstanden‘ kam gleichzeitig von allen Team1 Mitgliedern.
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Sam wurde unsanft aus seiner Bewusstlosigkeit gerissen, indem ihm ein Schwall eiskaltes Wasser über den Kopf gegossen wurde. Er schnappte nach Luft und fing zu Husten an. Vor ihm standen nun 3 Maskierte Männer. „Ist es dir nun eingefallen?“ sagte einer der drei und es war definitiv nicht der, der vorhin mit ihm geredet hatte. Da Sam immer noch nichts sagte, wurde er von zwei Typen gepackt und hochgezogen. Während der Dritte nur dastand und ihn anstarrte, bevor er zum Schlag ausholte und Sam die Faust in den Bauch rammte.  
„Da … war ich … in Afghanistan!“ brachte er mit schmerzverzerrtem Gesicht hervor. Der Maskierte kam nun von hinten und riss Sams Kopf zurück. „An dem Tag hat sich meine Schwester wegen dir das Leben genommen!“

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Die Ausrüstung wurde zusammengepackt und schon ging es los. Durch den Park ging es dann zu Fuß. Als Unterstützung hatte Greg einen Suchhund angefordert, der zusammen, mit seinem Officer, mit Ed und Wordy, den Park absuchte. Jules und Greg trafen auf zwei Jungs, die sich über ein gefundenes Handy unterhielten. Sie sahen sofort, dass es sich um Sams Handy handelte. Als sie die Beiden Beamten sahen erschraken sie. „Hallo ihr zwei!“ Jules sprach die Jungs ruhig an. „Könnt ihr uns sagen, wo ihr das Handy gefunden habt? Es gehört vermutlich einen unserer Kollegen, der Vermisst wird!“ „Wir wollten es nicht behalten!“ einer der Beiden streckte Greg das Handy entgegen.“ „Ihr braucht keine Angst haben. Wir wollen nur wissen wo ihr es genau gefunden habt?“ „Dort vorne. Kommen sie ich zeig es ihnen!“ sagte der zweite und führte Jules und Greg an die Stelle.
„Ed! Wordy! Wir haben vermutlich die Stelle von der Sam entführt wurde, sein Handy wurde dort gefunden.“
Spike versuchte in der Zwischenzeit  über die Überwachungskameras, verdächtige Fahrzeuge auszumachen. Er holte sich den Zugriff auf die Aufzeichnungen der Überwachungskameras aus der näheren Umgebung.
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Sams Blick wurde starr. Er versuchte sich noch genauer an die Zeit um den 30.Nov vor acht Jahren zu erinnern. Damals hatte er immer wieder mehrere kurze Beziehungen, nie wirklich etwas Ernstes.  Dass sich eine seiner Bekanntschaften umgebracht hatte, davon wusste er nichts.  „Wer?“ würgte er hervor. „Catherine! Catherine Sanderson! Sie hat es nicht überwunden, dass du sie Sitzen gelassen hast. Du bist ohne ein Wort zu sagen einfach verschwunden.“  „Ich …“ Sams Gehirnzellen arbeiteten auf Hochtouren. „Ich kenne keine Catherine Sanderson!“ ein erneuter Schlag ins Gesicht folgte diesem Satz. Aus Sams Nase rannte Blut, sein Kopf dröhnte und Übelkeit stieg ihn im hoch. Wenn ihn die zwei nicht festgehalten hätten, wäre er schon längst zusammengesackt. „Hier! Vielleicht kennst du sie jetzt!“ Der Maskierte hielt ihm ein Foto vor die Augen. Ein hübsches blondes Mädchen war auf dem Foto zu sehen und langsam kam die Erinnerung. „Das ist Cat. Sie war an dem Abend bevor wir nach Afghanistan geflogen sind in der Bar. … Ich hab sie vorher noch nie gesehen…“  „Lüge!“

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„Hier sind Reifenspuren und Schleifspuren! … Winnie wir brauchen die Spurensicherung im Trinity Bellwoods Park!“ „Verstanden Sarge, ich werde sie gleich verständigen!“
„Spike! Haben die Bilder der Überwachungskameras schon etwas gebracht.“
„Noch nicht, Boss. Ich könnte auch noch ein paar Augen gebrauchen!“
„Ich komme zu dir!“ Jules blickte den Sarge an und der nickte ihr zu. „Wordy! Ed! Ihr befragt die Leute im Park, vielleicht ist jemand schon länger unterwegs hier und hat irgendwer was gesehen.“ „Verstanden, Boss“ kam es von den Beiden.

Jules kam zum Truck und setzte sich zu Spike. Gemeinsam sahen sie sich die Aufnahmen an. Zeitraum 7 Uhr bis 8 Uhr. Sam hatte Jules um kurz vor 7 angerufen, dass er noch Joggen gehen würde vor dem Dienst, er wollte eigentlich, dass sie mitkommt jedoch wollte Jules noch die Wäsche machen. „Warum bin ich nicht mit ihm gelaufen?“ „Dann wärst du jetzt auch nicht hier! Also mach dir keine Vorwürfe.“ Spike blickte sie mitfühlend an. Er konnte ihr ansehen, dass sie sich große Sorgen um Sam machte.  „Wir wollen alle, dass er heil wieder auftaucht.“

„Hey Spike! Hier ein schwarzer Van kommt aus dem Park. Das könnte das Auto sein!“
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„Lüge!“ brüllte der Maskierte wieder, dass es durch die ganzen Räume hallte. „Es ist die Wahrheit. Sie hat sich zu mir gesetzt. Mir vorgeschwärmt, dass sie die Arbeit der Soldaten toll findet … sie hat sich mir regelrecht an den Hals geworfen.“ Sam hörte auf zu reden. Er kämpfte gegen die Übelkeit an, die in ihm hoch stieg. Immer wieder sagte er zu sich selbst. ‚ganz ruhig – tief durchatmen‘ Jedoch ließ es sich nicht vermeiden, dass er die Reste seines Abendessens wieder sah. Die beiden Männer, die ihn festhielten zerrten ihn in eine Ecke, dort setzten sie ihn unsanft nieder.
Das Atmen viel ihm schwer, Alles drehte sich und trotzdem versuchte er einen klaren Kopf zu behalten.
„In ihrem Tagebuch steht aber etwas ganz anderes! Sie schreibt, dass sie mit dem Jungen blonden Soldaten eine tolle Zeit hatte, sie liebte ihn und dann hat er sich einfach nicht mehr gemeldet.“
„Ich hab ihr gesagt, dass wir am nächsten Morgen nach Afghanistan fliegen werden. … Dass der Einsatz zwei Monate dauern würde …Es war ihr egal …Sie hat mich regelrecht verführt!“
Ein erneuter Schlag ins Gesicht knockte ihn wieder aus.

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Gemeinsam versuchten sie den Truck auf den Verkehrskameras zu verfolgen. „Boss! Der Van ist in das Industriegebiet gefahren. Dort haben wir ihn verloren.“ „Verstanden. Wir machen uns auf den Weg.“ Sofort sprangen Ed und Wordy wieder ihr Auto und Greg traf sich mit Jules, die den Wagen schon gestartet hatte. Spike setzte sich wieder hinter das Steuer des Trucks und fuhr ebenfalls los.
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Wieder ergoss sich ein Schwall kaltem Wasser über Sam. Völlig durchnässt lag er auf dem Kalten Boden.  Er blickte auf die drei Maskierten Männer. „Bitte … ich wusste ja nicht einmal, dass sie sich umgebracht hat …“ Die Fesseln schnürten das Hände ab. „ich spür meine Finger fast nicht mehr …“ „Die wirst du auch nicht mehr brauchen.“ Der Bruder von Catherine nahm ein Messer aus seiner Tasche  „Wo fangen wir an?“ er ließ die Klingel aufklappen und fing an mit dem Messer knapp an Sams Körper auf und ab zu fahren. Sam beobachtete jede Bewegung so gut es ging. Am linken Oberarm  spürte er dann wie die Klinge die Haut aufschlitzte und das Blut hinunterzulaufen begann.  

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„Da vorne steht der Van!“ ohne Folgetonhorn fuhren die drei Fahrzeuge der SRU an das Gebäude heran, vor dem der Schwarze Van stand. Langsam stiegen Ed, Wordy, Greg und Jules  aus. Mit den Schildern in der Einen und den Waffen in der anderen Hand. Spike suchte gleich nach dem Besitzer des Autos und versuchte die Pläne des Gebäudes zu bekommen. „Ich sende euch die Pläne auf eure PDAs. Ich empfange auch Signale von Kameras, die werde ich gleich mal versuchen anzuzapfen. Sobald ich Bilder habe sage ich euch Bescheid.“ „Danke Spike!“ sagte Greg.

Es dauerte nicht lange und Spike konnte Sam und die 3 Maskierten auf einer Kameraeinstellung sehen. „Leute! Sam ist im hinteren Bereich der Halle, 3 Maskierte Männer stehen um ihn herum. Einer hat ein Messer und…“  Spike musste schlucken.  „Er sieht ziemlich mitgenommen aus!“

Das Team betrat das Gebäude und näherte sich langsam dem Raum in dem Sam festgehalten wurde. Das erste was sie hörten war Sams Stimme „Es tut mir leid! Sie müssen mir glauben, ich hab sie nicht einfach verlassen … wir hatten keine Beziehung.“  

„Mr. Sanderson!“ Spike hatte Greg den Namen des Fahzeughalters durchgeben. „Sie sind doch Mr. Sanderson? Mein Name ist Sergeant Greg Parker von der SRU. Sie haben da einen meiner Officer, können sie mir sagen warum?“ Sam atmete tief durch, als er Gregs Stimme hörte.

„Er ist schuld daran, dass sich meine Schwester das Leben genommen hat. Er hat sie einfach verlassen. Sie hat ihn so geliebt.“

Spike suchte sofort, ob er etwas über den Fall finden konnte. „Boss! Das ist acht Jahre her! Heute vor 8 Jahren hat sich eine Catherine Sanderson vor eine U-Bahn geworfen.“

„Wann war das?“ fragte Greg nach. „Vor acht Jahren! Sie hat sich vor acht Jahren umgebracht. Es hat mich diese acht Jahre lang beschäftigt und nun hab ich ihn endlich gefunden.“  Sam schüttelte langsam den Kopf und wollte etwas sagen, doch die Übelkeit und die Kopfschmerzen hielten ihn davon ab.

Einer der beiden anderen Maskierten wich langsam zurück und entfernte sich von Mr. Sanderson, als der es bermerkte drehte er sich von Sam weg und wollte auf den Partner einstechen.  Ein Schuss stoppte ihn.  Mr. Sanderson sackte zusammen  und gleichzeitig hoben die beiden anderen Maskierten die Hände.  Ed schnappte sich den einen und Wordy  verhaftet den zweiten. Greg ging zu Sam und löste ihm die Fesseln. „Spike wir brauchen sofort die Sanis hier. Sam wie geht es ihnen?“ „Danke“ mehr brachte er nicht heraus. Er wurde wieder bewusstlos.

Jules sah alles vom Eingang aus an. Sie hatte Sanderson ausgeschaltet und wusste, dass sie nun zur Befragung  der SIU musste.
Sam wurde von den Sanitätern Vorort erstversorgt und mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht, Die Verhafteten wurden von Streifenpolizisten abgeführt und die Teammitglieder machten sich auf den Weg ins Krankenhaus.

Jules kam ins Krankenhaus, als Sam auf die Intensivstation gebracht wurde. „Wie geht es ihm?“ „Greg redet gerade mit den Ärzten. Er wurde zusammengeflickt und gerade auf die Intensivstation gebracht.“ Sagte Ed  „Wir lief es bei der SIU?“ „Wie immer!“

Greg kam zu den Teammitgliedern. „Er hat zwei gebrochene Rippen, eine Gehirnerschütterung, jede Menge Prellungen am ganzen Körper und im Gesicht. Der Schnitt am Oberarm war zum Glück nicht tief und musste nicht genäht werden. Er wird noch bis Morgen Vormittag schlafen.“

„Er fällt zwar sicher für ein paar Wochen aus, aber er wird wieder. Lasst uns nun nach Hause fahren.“

Die Teammitglieder nickten.

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diesmal einfach eine Kurzgeschichte - hoffe sie gefällt euch.
 
 
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