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A Mass Effect Carol

von Deemonef
GedichtPoesie, Freundschaft / P6 / Gen
Commander Shepard David Anderson Liara T'Soni Tali'Zorah vas Normandy Yeoman Kelly Chambers
15.05.2012
15.05.2012
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I Strophe:

Kaidan ist tot!

An Weihnachten, knapp vor der Feier,
verstarb der arme auf Virmire.
Sein Freund und Partner in allen Dingen,
musste es nun allein’ gelingen.
Und der, der übrig war geblieben,
über den wird nun geschrieben.

Es ist nun wirklich reichlich spät,
doch dort fliegt ein Schiff von Planet zu Planet.
Im Stile, und zwar im Großen,
ergattert es Ressourcen.
Gase und Metalle,
Erze in jedem Falle.
Die Crew, Sie ist erschöpft und müde,
vom Commander behandelt wirklich rüde.
Und da kommt er. Dieser,
ein ganz fieser,
Ebenezer.
Gehüllt in Mantel, galant mit Stock,
für die Mannschaft, sein Anblick ein Schock.
Glühend rot, wie ein Netz von Spinnen,
schreckliche Narben wie aus des Teufels Sinnen.
Durchziehen sein Gesicht,
diese Bosheit stört ihn nicht.

Die Arbeit ist getan,
da kommt schon Tali an.
Tali’Zorah vas Cratchit,
mit müde und erschöpften Schritt.

Tali: Mr. Shepard? Die Sammlung ist vollendet. Dürfen wir heute früher Feierabend machen?
Ebenezer: Was?! Warum sollte ich so etwas tun?!
Tali: Aber heute ist Weihnachten.
Ebenezer: Weihnachten? Humbug! Wir fliegen noch zum Weltraumhafen und verkaufen alles!
Tali: Aber…
Ebenezer: Danach könnt ihr gehen! Doch wehe dem einer kommt Morgen zu spät!
Tali: Aber morgen ist doch erster Weihnachtsfeiertag!
Ebenezer: Wer zu spät kommt darf sich gerne neue Arbeit suchen!

Seine Miene die blieb hart,
so ist es seine Art.
Und als er von der Brücke ging,
geschah wie jedes Jahr das gleiche Ding.
Wut und Trauer umfing die Crew,
Hoffnung erstarb überall im Nu.

Im Raumhafen angekommen,
wurden alle Waren entnommen.
Stund um Stund, geschunden die Gebeine,
denn Hilfe bekamen Sie keine.
Alle hatten nämlich schon frei,
kein Gedrängel, kein Marktgeschrei.
Als die Nacht nun schon am Himmel stand,
warteten Sie alle gebannt.
Grunt trug die letzte Kiste raus,
die Arbeit war nun aus.
Voll Freude rannten alle los,
zu Shuttles, Schiffen, ob klein ob Groß.
Doch bevor alle gingen, brüllte es: „Halt!“,
der Schauer auf den Rücken wurde kalt.
Ebenezer am Fenster von seinem Revier stand,
den Gehstock gefasst in seiner Hand.

Ebenezer: Noch einmal für alle! Wer morgen zu spät kommt, wird fristlos gekündigt!

So zerstörte er auch diesen Moment,
den man voller Freude kennt.
Geknickt gingen alle von dannen,
um diesen Ort zu bannen.
Sei es auch nur für eine Nacht,
unter diesem Tyrannen hat das was gebracht.

Ebenezer schritt aus dem Schiff, sah sich die Waren an,
ob auch kein Schaden ist daran.
Von hinten traten heran,
zwei ärmlich angezogne Mann.

Ebenezer: Verzieht euch! Ihr Armen habt lange Finger!
Mann: Herr? Wir hörten ihr besitzt viele Credits! Herr, die Armen hungern und frieren, überall in der Milchstraße! Bitte spendet etwas, alles was ihr uns geben könnt hilft!
Ebenezer: Alles? Dann gebe ich euch etwas. Einen Rat: Lasst doch all die Armen, die Bettler, die hungernden, die Krüppel und frierenden sterben. Auf die Art und Weise gibt es keine Armut mehr und das Problem der Überbevölkerung wäre auch erledigt! Und die die nicht den Anstand haben zu sterben sollten ins Zuchthaus! Guten Tag!

Die Männer vor Schock ganz stumm,
drehten sich betroffen um.
Gingen fort von diesem Mann,
der wohl niemals nett sein kann.
Für Stunden,
tat er seine Ware umrunden.
Erst als alles war geseh’n,
konnte er wieder zum Schiffe geh’n.
Mit dem Fahrstuhl will er rein,
dann kann er endlich alleine sein.
Doch auf dem Fahrknopf; sah er’s, sah er’s nicht?
erschien für eine Sekunde Kaidans Gesicht.

Alleine in seinem Zimmer,
erlebte er die Nacht wie immer.
Grimmig und ganz früh ins Bett,
und nicht feiern, das ist nett!
Ein Signal dem Interkomm entschwand,
seiner Mutter Hannah erschien dann auf der Wand.

Hannah: Mein Sohn! Komm doch morgen zur Feier zu uns! Heute Nacht wirst du es wohl nicht schaffen! Feier mit uns Weihnachten!
Ebenezer: Ach! Humbug! Wer soll das Geld verdienen? Wer soll arbeiten? Geht und verschwendet eure Zeit beim sinnlosen Beieinandersein!

Er schloss das Komm,
und schlich sich davon.
Er begab sich zur Ruh,
doch etwas geschah im Nu.

Kaidan: Ebenezer! Ebenezer?

Vor Schreck erhob er sich,
„Nein… das glaub ich nich’!“
Brüllte er ganz bleich,
an Angst war er nun reich.
Ein Geist erhob sich vor ihm,
mit furchteinflößendem Gestöhn!
Kaidan war’s! Ebenezer Wortlos quasselte,
eine Kette war’s die an Kaidan rasselte.

Kaidan: Ebenezer! Du gehst den falschen Weg! Siehst du diese Kette? Es ist meine Schmach, da ich Arbeit vor alles andere stellte! Und deine, so höre: Ist drei Mal so lang!
Ebenezer: Du bist tot!
Kaidan: Das bin ich! Und wenn dein Tod angenehmer werden soll, musst du dich ändern! Drei weitere Geister werden dich heut Nacht besuchen! Ändere dich! Ändere dich!

Kaidan verschwand,
einfach durch die Wand.
Ebenezer, nicht klar ob Schlaf oder wach,
vor Müdigkeit zusammenbrach.

II Strophe:

Ein grollen durchzog die Nacht,
Ebenezer wart schnell aufgewacht.
Erschrocken hatte er erkannt,
das ein Geist vor seinem Bette stand.
Eine Asari, teils alt, teils jung,
stand ätherisch im Nebel der Umgebung.
Ebenezer, im Kiefer einen Krampf,
da sprach die Asari sanft:

1. Geist: Ich bin der Geist der vergangenen Weihnacht und werde dir deine schon geschehenen Weihnachten zeigen!

Sie nahm ihn an die Hand,
und die Welt um beide entschwand.
Alles wurde zu Schnee,
dann zu Wasser, wie im See.
Ein neue Wirklichkeit war zu seh’n,
Beide konnten wahrhaftig in einem Zimmer steh’n.
Am Tisch saß Ebenezer als Kind,
der Reisende schien, er wäre nicht besinnt!

Ebenezer: Das bin ja ich!
1. Geist: Er kann dich nicht sehen, niemand kann dich sehen! Das bist du zu Weihnachten! Wo ist deinen Familie?
Ebenezer: Im Krieg, im All! Sie arbeiteten auch!
1. Geist: Sie hatten keine Wahl! Sie haben alles sicherer für dich gemacht! Das ist nicht was du daraus lernen solltest!

Sie reisten weiter, nach vorn,
ein Lachen kam ihnen zu Ohr’n!
Anderson, Shepard alter Boss,
redete vor einem gewaltigem Tross.
Freudig mit Glühwein in der Hand,
er redend vor der Menge stand.
Er wünschte allen ein Frohes Fest,
mit Familie, Freunden… in Choras Nest.

Ebenezer: Ich erinnere mich! Anderson feierte für sein Leben gerne die Festtage!
1. Geist: Und das tut er heute noch! Obwohl es viel zu tun gibt!

Sie reisten fort,
an einen anderen Ort.
Ein Unterstand, im Sturm,
drinnen, alle in Uniform.

1. Geist: Siehst du! Ihr wart im Einsatz, du und viele andere. Doch trotzdem habt ihr etwas gefeiert!

Ebenezer sah den Soldaten zu,
ein Wandel geschah in ihm, im nu!

Toombs: Frohe Weihnachten, Shepard!
Ebenezer: …und auch dir!

Ebenezer sah dieses Bild,
der Geist sprach mild.

1. Geist: Siehst du! Das Weihnachtswunder gibt es selbst im Schützengraben
Ebenezer: Das ist die Weihnachtsfeier auf Akuze! Dir ist schon klar was drei tage später passiert ist?
1. Geist: Ist das die Schuld von deiner jetzigen Crew?

Ein letztes Mal ging die Reise los,
doch wohin nun? Wohin bloß?
Ebenezer sah sich wandern,
angelehnt an einen and’ren.
Im kalten Wald spazierten Sie,
Ebenezer sah das, und ging in die Knie.
Voll Liebe genossen sie ihr Glück,
ihre Lippen nährten sich Stück für Stück.
Ein Kuss voller Gefühl und Verlangen,
Ebenezer sah dies: so lang schon vergangen.

Liara: Ich liebe dich.
Ebenezer: Und ich liebe dich.
Liara: Ich wünsche dir schöne Weihnachten.
Ebenezer: Mit dir ist es immer schön.

Ebenezers Gesicht grausam vor Zorn,
presste die Hände an die Ohren.
Er sah all das,
und seinen Augen wurden nass.

Ebenezer: Aufhören! Ich will das nicht sehen!

Der Raum verschwand,
er wieder in seiner Kajüte stand.

Ebenezer: Verschwinde Geist! Warum musstest du mir das zeigen!?“

Den Geist entschwand ohne ein Wort,
der Griesgram war allein vor Ort.
Tränen flossen aus seinen Augen,
dieses Gefühl konnte er kaum glauben.

III Strophe

Er blickte von seinen Händen auf,
da saß was auf seinem Bette drauf.
Ein Kroganer, groß selbst für seine Art,
und an Tand hat er nicht gespart.
Ein Olivenkranz auf seinem Haupt,
Früchte und Wein in einem Horn verstaut.
Ein Mantel offen, alles konnte man seh’n,
so sollte man nicht vor Kindern steh’n.
Er lachte froh und laut,
und hat auf einem Stück Fleisch gekaut.

2. Geist: Ich bin der Geist der gegenwärtigen Weihnacht! Vor mir gab es schon 2185 Geister wie mich, jedes Jahr einen neuen! Hahaha! Ich zeige dir nun das diesjährige Weihnachten!

Der Geist, so gut gelaunt,
hat den Griesgram gar erstaunt.
Mit der Kraft vom goldnen Schein,
konnten Sie woanders sein.
Sie kamen auf der Erde an,
von überall kam froher Klang.
Ein Weihnachtsmarkt mit großem Treiben,
in der Mitte erstaunt die Beiden.
Zwei Menschen stritten wild umher,
Den Geist verstörte das gar sehr.
Mit Wasser aus dem Horn spritzte er sie voll,
auf einmal verstanden sie sich toll.
An einem Stande mit vielen Speisen,
stoppten die Beiden… die waren auf Reisen.
Der Geist spritzte Wasser auf diese Gaben,
voll Geschmacksekstase sich alle dran laben.

Ebenezer: Was hast du getan?
2. Geist: Hahaha! Ich bin Herr der Lust und Freude! Mein Wasser macht Freude und Freunde, Genuss und Verlangen! Doch genug! Ich wollte dir nur die große Pracht der Weihnacht zeigen! Doch sehen wir uns einmal an, was du Jahr für Jahr verschmähst!

Ebenezer kurz schockiert,
hatte es nicht gleich kapiert.
Der Markt und alles, das war fort,
sie waren an einem andren Ort.
Mitten in einem Saal,
stand an Menschen eine beeindruckende Zahl.
Allen voran seine Frau Mama,
und von Verwandten waren alle da.
Sie aßen, lachten, sangen froh,
und spielen taten sie sowieso.

Ebenezer: Mutter?
2. Geist: Hahaha! Du Tölpel! Auch Sie kann dich nicht sehen! Siehst du wie alle feiern? Alle froh! Trotz Kampf und Krieg, trotz Entfernung. Jeder findet Zeit für Freude!

Hannah: Ebenezer hat es nicht geschafft.
Cousin: Zu Schade! Wäre doch ein Spaß wenn er geduckt in der Ecke säße und ständig „Humbug“ sagen würde!

Alle lachten aus voller Kehle,
lachen und Spaß ist Balsam für jede Seele.

Hannah: Ja, ja. „Humbug“ ein Wort, dass durch ihn alle Bedeutung verliert!
Neffe: Lasst uns etwas spielen!
Großvater: Ja. Was denn?
Neffe: „Was bin ich?“ Ich fange an: Ich bin wie ein Tier! Ich lache nie, ich rede kaum, bin störrig und hart, kenne weder Liebe noch Freude und gehe meist auf drei Beinen!
Tante: Ha! Das kann nur der gute Ebenezer sein!

Und wieder lachten alle zusammen,
in Ebenezer Änderung’ begannen.
Denn statt zu grollen über den Jokus,
lächelte er, ganz ohne Hokuspokus.
Der Geist das sah und grinsen tat,
sein Werk wohl erste Früchte hat.

Hannah: Trinken wir auf meinen Sohn! Er wird wohl schon schlafen und wieder nicht feiern! Wenn wir nicht indirekt mit ihm feiern, wer dann?
Cousine: Auf Ebenezer! Humbug!
Alle: Humbug!

Zu Boden starrend stand er da,
der Geist kam plötzlich viel zu nah.

2. Geist: Ja, die haben Spaß! Wie wäre es wenn wir mal bei einem deiner Crewmitglieder vorbeischauen. Oder sollte ich sagen… Crewuntergebene?

Der Geist schwang das Horn und beiden flogen weg,
sie standen auf einem seltsamen Fleck.
Viel Metall und gedungen,
wo war er hier bloß eingedrungen.

2. Geist: Hier! Hinter dem Vorhang!

Ebenezer staunte aller Hand,
ging er problemlos durch Vorhang, Tür und Wand.
Der Raum war zum erschrecken klein,
wer konnte hier nur drinne’ sein.
Ebenezer sah viele Leute,
zum Feste, wie es geziemt für heute.

Ebenezer: Diese Quarianer da! Wir sind auf der Cratchit! Das ist Talis Familie!
2. Geist: In der Tat! Sieh nur hin! 10 Leute hier auf engstem Raum! Sie haben wenig, sehr wenig und teilen trotzdem!
Ebenezer: Kaum Essen, kaum Trinken! Doch alle sind glücklich!
2. Geist: Vielleicht gibt es Wesen, denen Credits nicht das wichtigste sind!

Kal: Okay! Lasst uns reinhauen!
Tali: Wartet, Tim ist noch nicht da!

Aus einer winzige Kammer,
kam ein kaum klägliches Gejammer.
Ein winziger Quarianer, auf kaputten Krücken,
machte japsend einen krummen Rücken.

Tali: Tim wollte heute ganz allein zum Tisch kommen!
Ale: Bravo Timmy!

Ebenezer: Wer ist das denn?
2. Geist: Das ist Tim’Zorah vas Cratchit. Er leidet an Unterernährung und ist verkrüppelt und schwer krank… wer weiß schon wie viele Tage ihm noch bleiben!
Ebenezer: Wird er nächstes Weihnachten noch erleben?
2. Geist: Wird er Neujahr noch erleben? Du wirkst schockiert… ist es nicht das was du wolltest? Wenn solche wie der kleine Timmy sterben hilft das der Überbevölkerung, nicht war?
Ebenezer: …

Tali: Einen Tost noch! Auf meinen Commander Ebenezer Shepard!
Shala: Auf diesen Despoten? Nein!
Tali: Aber er bringt das Geld!
Kal: Aber nicht viel!
Tali: Aber…
Tim: Auf Mr. Ebenezer Shepard! Ihm auch ein frohes Fest!
Alle: Auf Shepard!

Ebenezer fiel zu Grund,
eine Sperre hatte er im Mund.

2. Geist: Ja diese Krüppel! Besser wär’s sie wären alle tot!
Ebenezer: …

Der Geist weihte noch ihre Speisen,
dann gingen er und Shepard wieder auf reisen.

Ebenezer: Du zeigtest mir… deine Schuppen sind faltig und porös! Du wirkst alt… fast tot!
2. Geist: Ich bin der Geist der gegenwärtigen Weihnacht! Geht diese zu Ende, geht es auch mit mir zu Ende! Doch ich habe noch etwas, bevor ich dahinscheide!

Seinen Mantel riss er sich herunter,
und da war etwas darunter.
Zwei Menschenkinder, nackt und dünn,
waren die ganze Zeit über drin.

Ebenezer: Wer ist das!
2. Geist: Dies sind die Kinder der Menschheit! „Unwissenheit“ und „Mangel“! Nimm sie doch auf…
Ebenezer: Nein… die werde ich nicht aufnehmen! Haben die denn keine Bleibe?
2. Geist: Wie wäre es denn mit einem Zuchthaus? Nicht war, Ebenezer? Haha…

Sein letztes Lachen erstarb, er fiel zu Boden,
kein Gesang mehr, keine Oden.
Er war tot, die Kinder weg,
Ebenezer lag in seinem Bett.

IV Strophe:

Ebenezer war geschafft,
er fühlte sich dahingerafft.
Doch etwas Neues kam heran,
die Gedanken bildeten eine Bahn.
Kaidans Worte wurden frei,
er sprach ja von der Geister drei.
Dunkles Licht erstrahlte nun,
das konnte nichts mit rechten Dingen tun.
Vor dem Bett da stand alsbald,
eine hochgewachsene Horrorgestalt.
Im Mantel düster und ohne Gesicht,
und gesprochen hat er bisher nicht.

Ebenezer: Bist du der dritte Geist? Wenn ich in Vergangenheit und Gegenwart war… wirst du mich in die Zukunft führen, oder?

Er nickte nur und mit einem Mal,
standen sie in einem kleinen Saal.
Ein Schwarzmarkt wohl, man konnt’ es seh’n,
kein Wachpersonal schien hier zu steh’n

Frau: Ich geb’ dir das Betttuch hier für 100 Credits.
Mann: Gehörte auch dem miesen Kerl, was?
Frau: Klar! Da lag sogar seine blöde Leiche drauf!
Mann: Im ernst? Dann muss ich wohl noch Bonus drauf zahlen! Haha!
Ebenezer: Oh mein Gott! Wessen Tod kann die Leute so glücklich machen?
3. Geist: …

Der Geist bewegte kurz das Bein,
dann schienen sie woanders zu sein.

Bettler: Hast du’s schon gehört?
Landstreicher: Klar! Wer nicht? Endlich ist der Kerl tot! Da geht’s dem Universum gleich besser!
Bettler: Stimmt! Dann ja lieber die Reaper als dieser Mistkerl!
Ebenezer: Sagt schon! Wer ist es? …sie hören mich nicht. Wie immer… Sag mir Geist! Gibt es keine Emotionen darüber! Zeig mir etwas! Bitte!

Der Ort wandelte sich erneut,
da war auch einer, der hat sich gefreut.

Trinker: Er ist tot! Wie schön das ist! Ich schuldete ihm noch 400 Credits! Die kann ich ja wohl behalten! Trinken wir auf den Typen!
Ebenezer: Das soll es sein? Ich meine Trauer! Zeig mir Trauer die der Tod verursacht! Ich flehe dich an!

Die Taverne war weg, nur noch Metall,
es traf Ebenezer wie ein Knall.
Es war die Cratchit, jede Wette,
warum er ihn wohl hergebracht hätte?
Ein Grab, von Quarianern umringt,
ein Totenlied in der Nacht erklingt.
Zudem Grabe durchgekrochen,
sah Shepard jemanden zusammengebrochen.
Tali vor Trauer nicht mehr zu trösten,
schien Ebenezer Mitleid einzuflößen.
Vor Trauer jammernd, in sich eingezogen,
legte sie eine Krücke auf den frischen Boden.
Ebenezer stockte die Luft,
wusste er nun, wer es war in der Gruft.
Recht waren vom 2. Geist die Sorgen,
Timmy war nun doch gestorben!

Ebenezer: Nein! Der kleine Timmy! Geist? Ist dies wahr? Oder ist es das was sein könnte?

Ohne Antwort und Bewegung kaum.
Änderte sich erneut der Raum.
Wieder ein Friedhof, von Menschen aber gemacht,
kurzatmig und verzweifelt, hat der Griesgram gelacht.

Ebenezer: Was willst du mir zeigen? Wieder ein Friedhof! Ha… warum?
3. Geist: …

Totengräber: Schon witzig! Ich habe Löcher für Despoten geschaufelt und da waren wenigstens Verwandte! Aber ich sah noch nie eine Beerdigung ohne einen Einzigen Gast!
Sargträger: Allerdings! Gehen wir was trinken! Ist sowieso egal wie das Grab aussieht… das wird nie einer besuchen!
Ebenezer: Wer liegt dort! Zeig nicht nur drauf! Sprich mit mir!

Ahnungen durchschlichen seine Gedanken,
Grausame Ideen ihn umrankten.

Ebenezer: Liegt da das Wesen, dessen Tod alle so glücklich machte! Nick nicht nur, sag es einfach! Wenn ich den Namen erblicke… muss diese Zeit so werden? Oder kann man etwas dagegen tun… sag doch etwas! Bitte!

Ungeduldig zeigte der Geist,
Ebenezer wusste was das heißt.
Schritt für Schritt auf Grabe zu,
Herzschlag und Puls stiegen im Nu.
Er wischte Erde vom Grabstein weg,
wer lag nur an diesem verfluchten Fleck?
Ebenezer las und stürzte dahin,
diese Worte ergaben in allen Belangen Sinn.
Auf diesem Stein, die Wahrheit war hart,
stand: tot! Ebenezer Shepard!
Der Mann stand auf und rannte zur Gestalt,
seinen Flehen und Bitten in die Nacht gehallt.
Nach dem Wesen greifend,
lag er da plötzlich begreifend.
Kein Friedhof, kein Grab,
nur ein Bett, was es hier gab.
Das Geisterwesen, er verstand nicht komplett,
denn er berührte nur den Pfosten vom Bett.

V Strophe:

Ebenezer auf den Wecker starrt,
die Erkenntnis traf ihn hart.
Es war ja morgen,
Geister weg und keine Sorgen.
Der Schalter öffnete das Fenster,
nur Sonnenschein keine Gespenster.
Ein Junge über den Marktplatz lief,
als Ebenezer zu ihm rief.

Ebenezer: Hey Junge!? Welcher Tag ist heute?
Junge: Wollen sie mich auf den Arm nehmen? Es ist Weihnachtsmorgen!
Ebenezer: Alles geschah in einer Nacht! Ach wie schön wie wunderbar… war es echt oder ein Traum! Wie auch immer es ist eine zweite Chance!

Er tanzte in den Fahrstuhl, runter zur Brücke,
ohne Gehstock, Glück braucht keine Krücke.
Kelly war so früh schon da,
doch was sah sie plötzlich da?
Der Commander lachend froh,
griff nach Kelly und zwar so:
Tanzend: Walzer, Tango und mehr,
er wirbelte sie fröhlich umher.

Kelly: Alles in Ordnung, Commander?
Ebenezer: Nenn mich doch bitte Ebenezer! Was tust du hier es ist Weihnachten und bald Neujahr. Sage allen Crewmitglieder… und zwar schnell, bevor sie herkommen! Das Sie alle erst wieder am 2. Erdenjanuar wieder hier sein müssen! Und alle kriegen Weihnachtsgeld und eine Lohnerhöhung… eine große Lohnerhöhung!
Kelly: Ist alles in Ordnung?
Ebenezer: Es ging mir nie besser! Machen sie die Meldung! Und dann gehen sie Heim und feiern Weihnachten! Das ist ein Befehl!
Kelly: Aye, Sir… Ebenezer!

Durch das Schiff schlenderte er,
Zeit für Spaß und auch Feier.
Umziehen schnell im eigen Zimmer,
aber mit einem Lächeln, nicht so wie immer.
Auch am Spiegel ging er vorbei,
er stoppte, weil was anders sei.
Seine Narben rot, Zeichen von Wut und Sorgen,
waren seltsamer Weise weniger geworden.

Kelly: Ich habe… wow! Sie sehen gut aus! Ich habe alle erreicht, alle hielten es für einen Witz! Doch sie kapierten und bedankten sich in allen Belangen! Und segnen sie mit Glückwünschen! Nur Tali habe ich nicht erreicht… es ist schwer der Flottille was zu senden!
Ebenezer: Nicht so schlimm, ich mache das nachher! Und gehen sie endlich Heim! Frohe Weihnacht!

Er stolzierte aus dem Schiff,
Frohsinn für ihn nun ein Begriff.
Der Stock war keine Stütze mehr,
er lupfte und schwang ihn mehr.
Dann war da wieder dieser Junge,
Ebenezer schrie aus voller Lunge!

Ebenezer: Du da? Von eben! Kennst du den Fleischgroßhandel?
Junge: Klar! Der hat heute aber nur kurz auf!
Ebenezer: Wenn du mir einen ganz viele große Braten, essbar für Quarianer holst, wäre ich dir sehr dankbar! Halt dein Allzweckwerkzeug hoch, ich gebe dir die Credits!
Junge: Mo… Moment! Das ist zuviel…
Ebenezer: Na dann behalte den Rest, als Dank!
Junge: Wow! Danke, ich beeile mich!

Er ging noch in den Laden für gut Betuchte,
weil er noch etwas suchte.
Schnell ging er zu der Shuttlestation,
da sah er jemanden von weiten schon.
Die Männer von der Spende waren da,
er dachte sich etwas… ganz wunderbar.

Mann: M… Mr. Shepard! Ist schon gut… wir belästigen sie nicht!
Ebenezer: Nein, nein! Erst einmal frohe Weihnachten! Und nun will ich etwas spenden. Ich habe gestern nicht gut geschlafen… verzeihen sie mir, bitte. Hier ich spende etwas frohe Weihnachten!
Man: Danke Mr. Shepard. Mh…? Er hat gar nichts gespendet!
Mann: Doch… nur unsere Spendenanzeiger zeigen nicht so viele Stellen an… ich glaube ich werde ohnmächtig!

Junge: Mr. Shepard! Hier das Essen, habe mich extra beeilt!
Ebenezer: Gut gemacht mein Junge! Nun geh schnell nach Hause und feiere schön! Ich danke dir und frohes Fest!
Junge: Ihnen auch, wiedersehen!

Schnell ins Shuttle und  dann weg,
mit Geschenken im Gepäck.
Nach zwei Portalen und kurzer Zeit,
war er auch schon bereit,
auszusteigen und schnell zu geh’n,
vor dem Haus seiner Mutter zu steh’n.

Hannah: Wer ist… Ebenezer?
Ebenezer: Mama! Frohe Weihnachten! Euch allen!
Alle: …
Ebenezer: Ich wollte nur fragen ob ich nachher mit euch feiern kann, ich muss aber vorher noch jemanden besuchen!
Hannah: Aber… natürlich!
Ebenezer: Warte kurz… hier in diesem Sack sind Geschenke für alle! Öffnet sie ruhig schon mal! Frohe Weihnacht! Bis nachher!
Neffe: War das… Ebenezer? Er hat nicht einmal Humbug gesagt! Und überhaupt: Er war hier!

Tänzelnd ging er und flog davon,
seine verwandten vor Schock noch benomm’.

Drei Portale und noch ein Stück,
blieb nur noch wenig Strecke zurück.
Die Flottille groß und schön,
hier wollte er schnell hingeh’n.
Durch Tali kannte er das Losungswort,
und war aufgrund dessen schnell vor Ort.
Gereinigt, mit ei’m Umweltanzug an,
konnte er aufs Schiff gelang’.

Kal: Tali, es ist grad eine Nachricht auf deinem Schirm angekommen… von deinem Boss!
Tali: Oh nein! Ich vergaß vor Feierlaune glatt die Arbeit ich muss weg!

Angst vor Kündigung und Pein,
rannte sie… direkt in Ebenezer rein.

Tali: Entschuldigung… oh mein… Mr. Shepard? Was machen Sie…
Ebenezer: Hier? Was machen sie hier? Seid Sieben Stunden sollten sie auf Arbeit sein! Wissen sie was das bedeutet?
Tali: Aber… aber… warten sie! Bitte nicht vor meiner Familie!
Ebenezer: Oh doch! Ich muss etwas tun, was ich schon lange tun sollte! Sie bekommen eine immense Gehaltserhöhung, die Feiertag und bis Neujahr frei!
Alle: …
Ebenezer: Und ich habe die besten Köstlichkeiten mitgebracht, für euch! Hier.
Shala: Das ist… großartig, ich habe noch nie so tolles Essen gesehen, wir teilen mit dem Rest der Station!
Kal: Und das, soll der herzlose Bastard sein der dir das Leben zur Hölle macht?
Tali: Kal!
Ebenezer: Hahaha! Genau der bin ich!
Tali: Ich würde sie gerne zum bleiben überreden… aber sie haben sicher anderes zu tun… und Essen für Sie haben wir leider auch nicht!
Ebenezer: Ach Schnickschnack! Ich bleibe ein bisschen, da können wir Spaß haben und ich verhungere schon nicht, nachher gibt’s Essen bei meiner Familie!
Shala: Wir haben leider keinen Stuhl für sie… aber ich kann einen holen!
Ebenezer: Nicht nötig. Ich nehme den kleinen Timmy hier auf den Schoß! Und nun haut rein und frohe Weihnachten!
Tali: Danke Mr. Shepard.
Ebenezer: Nein! Ebenezer.
Shala: Danke für alles und ein frohes Weihnachtsfest!
Tim: Keelah se'lai. Keelah se'lai, für uns alle!

So genossen alle Speis und Trunk,
feierten Stund um Stund.
Ebenezer saß nur glücklich da,
und genoss das Fest endlich einmal.
Nach ein paar Stunden ging er fort,
immer willkommen an diesem Ort.

Später bei den Verwandten,
alle beieinander standen.
Sangen, lachen, freuten sich sehr,
vom alten Shepard, keine Spur mehr.
Er holte Punsch, schaute in die Schale,
er erstaunte alle Male.
Sein Gesicht, sich spiegelnd im Punsch,
war als wäre wahr geworden ein Wunsch.
Sein Gesicht das war fast glatt,
nur noch kleine rote Kratzer er hat.
Und er feierte bis zum nächsten Tag,
solange wie man durchzuhalten vermag.

So änderte sich der böse Mann,
den man nun nicht mehr so nennen kann.
Doch eine Sache noch zum guten Schluss,
damit er nichts bereuen muss.
So flog er zu einer Raumstation,
und man erwartete ihn schon.
Mit einem Lächeln auf den Lippen,
musste man ihn nicht lange bitten.

Ebenezer: Es ist lange her ich habe dich vermisst! Frohe Weihnachten!
Liara: Wünsche ich dir auch!
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