Gesprungen

GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P12
13.05.2012
13.05.2012
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Virgin und Bruno




Vor der Show:

Als er jetzt vor mir stand wurde mir alles klar. Mir war klar warum ich vorhin so geschockt auf das Foto, das Maik mir zeigte reagiert hatte.  Mir wurde klar warum ich am Telefon zu ihm gesagt hatte: „ Ich kann dir mehr bieten, etwas was Karl dir nicht bieten kann.“ Mir wurde klar warum ich immer noch an ihn dachte. Weil ich ihn auch liebte. Mir war es nur nie aufgefallen. Virgin war immer an meiner Seite, immer für mich dar gewesen wenn ich ihn brauchte. Warum habe ich nur je gedacht, ich liebe ich liebe ihn wie einen Sohn. Warum war ich nur so blind gewesen. Ich hatte Virgin zu tiefst verletzt und trotzdem war er bereit mir zu helfen, nach all dem was ich ihm angetan hatte. Mir blieb der Mund offen stehen und ich vergas zu atmen als er nun dort stand. Zum ersten Mal viel mir auf wie hübsch er war, mit den blinden Haaren, den großen blauen Augen und seinem schüchternem Blick der ihn so zerbrechlich wirken lies. schlagartick wusste ich dass ich ihn überall erkennen würde und ich musste mir eingestehen dass ich von Anfang an gewusst hatte das Jürgen, Virgin gewesen war. Und das ich nur so zu ihm gewesen war, weil ich meine Gefühle nicht verstanden hatte. Doch nun verstand ich und eine warme Flutwelle strömte durch meinen Körper. Ich fing wieder an zu leben, alles bunter, klarer zu sehn. Ich war wieder inspiriert, aber erst durch ihn. „ Virgin !“ „Ja“. „ Danke“, ein schüchternes Lächeln erschien auf seinem Gesicht.



Nach der Show:

Die Aftershowparty war schon voll im Gange, doch Virgin fehlte. „ Maik, weißt du wo Virgin ist?“ „ Vielleicht in seiner Garderobe “. Als ich in Virgins Garderobe ankam packte er gerade seine letzten Sachen zusammen. „ Wo willst du hin?“ Virgin drehte sich erschrocken um und ich sah die Tränen in seinen Augen. Ich trat zu ihm hin und wollte ich seine Augen sehen, doch er sah weck. „ Ich habe dir nur für heute geholfen, ab morgen werde ich für Karl arbeiten “, er sah mich immer noch nicht an. „ Aber warum ?“, brachte ich nach langer Zeit hervor. „ Bruno, ich schaff das nicht mehr “, als er das sagte blickte er mich traurig an und einzelne Tränen liefen ihm über das blasse Gesicht. „ Warum willst du weck, du hast hier doch alles, ich kann dir alles bieten. “ „Und was?“, seine Stimme war brüchig und leise. „Ich kann dir meine Liebe bieten“, wie selbstverständlich Verliesen diese Worte meinen Mund und es fühlte sich so verdammt richtig an.

Virgin sah mich erstaunt an, dann rannte er an mir vorbei, so plötzlich das ich ihn gerade noch an seinem Arm erwischte und er blieb stehen. „ Virgin sieh mich an “, verlangte ich. Langsam drehte er sich um als ich auf ihn zu ging. „ Ich biete dir meine Liebe an und das meine ich ernst.“ „ Ich habe dich immer schon geliebt, doch erst jetzt habe ich es erkannt “. „ Ich brauch   dich “, als Bekräftigung das ich es wirklich ernst meinte nahm ich ihn in meine Arme. So standen wir eine Weile da, er sein Gesicht an meiner Brust vergraben und ich ihm durch die Haare streichen. Als wir uns lösten waren seine Tränen versiegt, die Trauer aus seinem Gesicht gewichen und ein unsicheres Lächeln darauf aufgetaucht. „ Ich lieb dich “, flüsterte er leise so als glaubte er das Ganze noch nicht recht. „ Und ich lieb dich “, antwortete ich bevor ich mich zu ihm hinunter beugte und wir uns sampft küssten. Seine Lippen waren so zart und weich, seine Erwiderung zögerlich als hätte er Angst das als dies nicht wahr war. Doch es war wahr, wir waren hier, gemeinsam. „ Sollten wir nicht zu den anderen gehen “, fragte er als wir den Kuss lösten. „ Die werden uns schon nicht vermissen“. „ Vertraust du mir “, fragte ich ihn. Ohne zögern kam seine Antwort:„ Ich vertraue dir “. „ Gut, ich verbinde dir jetzt die Augen, ich hab eine Überraschung für dich “. „Natürlich nur, wenn du möchtest “. Sein zarter Kuss war Antwort genug. So Liesen wir uns von der Firmen Limousine abholen und fuhren zu meiner Loft. Auf der Fahrt dorthin musterte ich Virgin. Er sah etwas ängstlich aus, so dass ich seine Hand nahm und langsam beruhigte er sich. Als wir ankamen half ich ihm aus der Limo und wir stiegen in den Aufzug der uns noch ober brachte. Oben angekommen lies ich ihn eine Weile im Flur stehe. „ Warte hier, ich bin gleich wieder zurück “. Schnell dimmte ich alle Lampen und zündete die Kerzen an die ich zusammen mit Maik vorbereitet hatte an. Ich hatte Maik gebeten mir zu helfen, er kannte Virgin ja am besten. Daher wusste er natürlich auch wie ich mich mit Virgin wieder gut stellen konnte. Beinahe wäre ich beim zurückgehen über den Teppich gestolpert, was Virgin erschreckt. „ Bruno “, ertönte es ängstlich. „ Ich bin dar, alles gut “, beruhigte ich ihn. Langsam nahm ich ihm die Augenbinde ab. „ Mach die Augen auf “, hauchte ich ihm ins Ohr. Ein erstaunter Laut entwich Virgin, als er sich um sah. „ Das hast du alles für mich gemacht?“, fragte er erstaunt. „ Ja, ich habe so vieles gut zu machen bei dir “, ich schlang meine Arme von hinten um ihn, so dass er sich an mich lehnen konnte. Langsam schob ich ihn vor mir zum Sofa, wo schon zwei Gläser Schampania bereit standen. Erst saßen wir beide wie früher dar, dann legte ich einen Arm um ihn und bereitwillig folgte er dieser Aufforderung und kuschelte sich an mich. So betrachteten wir die Lichter von Berlin lange, bis ich merkte das Virgin eingeschlafen war. Vorsichtig hob ich ihn hoch und legte ich auf mein Bett zog ihm noch Stiefel, Hemd und Hose aus und deckte ihn zu. Selber ausgezogen legte ich mich anschließen zu ihm und gleich kuschelte er sich wieder an mich. „ Ich lieb dich, mein Prinz“. „ Schlaf gut“, flüsterte ich leise bevor ich mit Virgin in meinen Armen einschlief. Und seit langen wurde mir klar das ich wieder glücklich war, dank Virgin.
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