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Turbulence from the Abyss - Return

Kurzbeschreibung
GeschichteHumor, Mystery / P12 / Gen
Alice Oz Vessalius Raven (Gilbert Nightray) Sharon Rainsworth Vincent Nightray Xerxes Break
12.05.2012
14.10.2020
48
47.014
2
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12.05.2012 1.138
 
Eine junge Frau mit langen Haaren geht auf einen runden Turm zu, der hoch in der Finsternis aufragt. Vor dem Eingang bleibt sie stehen und blickt über die Schulter, ehe sie im Inneren des Gebäudes verschwindet...
Das Bild verändert sich, zeigt nun ein leeres Zimmer, in dessen Mitte sich das Mädchen neben eine am Boden liegende Person setzt...

"Fae."
"Rheena-sama." Robins Gesicht taucht über ihr auf, in seinen Augen spiegelt sich Besorgnis und noch etwas anderes. "Bin ich froh, dass ihr wieder aufgewacht seid."
"Was ist passiert?" Sie setzt sich langsam auf. "Ich bin doch gestürzt und dann... dieses Mädchen und der Turm..."
"Wovon redest du da?" Gil rutscht von Ravens Rücken, der Chain war etwa einen Meter neben ihnen gelandet. "Hattest du wieder eine von deinen Visionen?"
"Ich glaube, ja. Es war aber anders als sonst... irgendwie..."
"Erzählt uns, was ihr gesehen habt." Robin nimmt ihre Hand. "Ihr habt den Namen von Fae-sama genannt, wisst ihr wo sie ist?"
"Ich bin mir nicht sicher. Dieser Turm kam mir so unwirklich vor, als würde er nicht in den Abyss gehören - aber wenn Fae wirklich dort ist, müssen wir auch dorthin."
"Auf keinen Fall." Gil verschränkt entschieden die Arme. "Wir konzentrieren uns weiter auf die Suche nach Vincent und Break. Ich wette, dass die beiden am gleichen Ort sind und wer weiß, was sie gerade anstellen."
"Ich will Break ja auch helfen, aber Fae ist mir im Augenblick wichtiger. Also ein Vorschlag, ich mache mich allein auf den Weg zu ihr und du und Robin setzt eure Suche fort."
"Wäre es nicht besser, wenn ich euch begleite, Rheena-sama? Dann kann ich uns zu Gilbert-sama bringen, wenn wir Fae-sama gefunden haben."
"Also gut, so machen wir es", stimmt Gil Robins Vorschlag zu. "Viel Glück, ich hoffe ihr schafft es." Während er sich mit seinem Chain in die Luft erhebt, schlagen Rheena und Robin eine andere Richtung ein.

"So kann es nicht weitergehen." Break presst seine Hand auf sein Bein, wo er von einem Peitschenhieb erwischt wurde. Die Hose ist aufgerissen und die Haut darunter deutlich gerötet. "Jedesmal, wenn er mich trifft, verbrennt er meine Kleidung und mich selbst. Und Ray-chan hat auch schon zu viele Schläge abbekommen. Ich muss mir etwas einfallen lassen, wie ich an ihn herankomme, ohne noch einmal mit seiner merkwürdigen Waffe in Berührung zu kommen."
"Was ist denn los?" Vincent schaut grinsend zu dem geschwächt auf der Seite liegendem Chain. Rayearth´s Gefieder ist an vielen Stellen versengt und zerrupft. "Du warst doch so sicher, dass ihr mich besiegen könntet. Aber wie es jetzt aussieht, hast du dich wohl geirrt."
"Nein, ich glaube das immer noch", krächzt Rayearth heiser. "Der Kampf ist schließlich noch nicht entschieden."
"Das wird er aber bald sein - und ich freue mich schon auf den Moment, wenn ihr eure Niederlage eingestehen müsst."
"Darauf kannst du ewig warten." Break lächelt grimmig. "Dir ist doch klar, wenn ich die Macht von Mad Hatter freisetze, ist sie für dich ebenso schädlich wie für alle deiner Art."
"Ich werde dir keine Gelegenheit geben, sie einzusetzen." Vincent lässt seine Ranke rechts und links von Break auf den Boden knallen.
"Was zum Teufel geht denn hier vor?" Mit einem schrillen Laut landet Raven und Gil springt vom Rücken seines Chain. "Vincent, was ist das für ein Ding?"
"Dafür gibt es eine ganz einfache Erklärung, Nii-san - ich bin gestorben und als Chain wiedergeboren worden."
"Ich verstehe nicht..." Gil schaut seinen Bruder verwirrt an. "Wie... Wann..."
"Durch jemanden, den wir beide kennen. Ihm habe ich dieses wunderbare Geschenk zu verdanken - und nun will ich mich herzlich dafür revanchieren."
"Warte, Vin..." Gil zuckt zusammen, als die Ranke dicht an ihm vorbeizischt - sie wickelt sich eng um Breaks Körper und zerrt ihn mit einem Ruck nach vorn. Der Stoff seines Hemdes beginnt sich unter der Schlinge leise zischend aufzulösen.
"Break!" Gil überwindet die kurze Distanz zu seinem Freund und fällt neben ihm auf die Knie, beginnt an der Schlinge zu ziehen. Doch sie gibt nicht nach, als einziges Ergebnis verbrennt er sich die Handflächen.
"Das bringt nichts, du kannst sie nicht lösen." Vincent war nähergetreten. "Ich verstehe auch nicht, warum du ihm - den Mann, der mich getötet hat - helfen willst. Wie kannst du dich gegen mich und auf seine Seite stellen?"
"Das tu ich nicht." Gil hebt den Kopf. "Aber dieser Wahnsinn muss endlich aufhören."
"Es wird enden, sobald du zur Seite gegangen bist." Eine zweite Ranke wächst aus Vincents Hand. "Sei bitte so gut, Nii-san. Ich will dich nicht verletzen."
"Du solltest seinen Rat annehmen, Gilbert-kun. Auch wenn er so aussieht, er ist nicht mehr dein Bruder und..."
"Hör auf zu reden, du kannst mir später alles vernünftig erklären. Jetzt bring ich dich erst einmal von hier weg." Gil greift nach Breaks Schwert, um damit die Fesseln zu zerschneiden. Doch die zweite Ranke wickelt sich um seinen Arm.
"Ich fürchte, das kann ich nicht erlauben, Gilbert." Vincent hatte den Kopf gesenkt, seine Augen werden von seinen Haaren verdeckt. "Du lässt mir leider keine andere Wahl."

"Rheena-sama, bitte wartet einen Moment." Robin stützt sich auf einen Felsbrocken. "Lasst mich kurz ausruhen."
"Jetzt schon? Wir sind doch noch gar nicht so weit gelaufen." Die rothaarige Magierin blickt über die Schulter zu ihrem Begleiter und bemerkt, dass seine rechte Hand auf seine Seite presst. "Hey, bist du etwa verletzt? Warum hast du nichts gesagt?"
"Ich wollte euch nicht zur Last fallen... Ihr habt es doch so eilig, zu eurer Freundin zu kommen."
"Das stimmt, aber es ist mir auch nicht egal, wenn es dir schlecht geht. Komm, setzen wir uns - es ist in Ordnung, wenn wir eine Weile hier bleiben."
"Für ein paar Minuten, dann können wir weitergehen." Er sinkt neben ihr auf den Boden. "Erzählt mir von dem Mädchen, dass ihr in dem Turm gesehen habt. Ihr scheint euch keine Sorgen zu machen, ob sie eine Gefahr für Fae-sama sein könnte, obwohl ihr sie doch nicht kennt, oder?"
"Nein, du hast Recht - darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht." Rheena zieht ihre Beine an und legt ihre Arme um die Knie. "Vielleicht spüre ich ja instinktiv, dass wir ihr vertrauen können."
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