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Turbulence from the Abyss - Return

Kurzbeschreibung
GeschichteHumor, Mystery / P12 / Gen
Alice Oz Vessalius Raven (Gilbert Nightray) Sharon Rainsworth Vincent Nightray Xerxes Break
12.05.2012
14.10.2020
48
47.014
2
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12.05.2012 1.072
 
"Vielleicht ist sie nur nach draußen gegangen, nachdem sie aufgewacht ist." Break unterdrückt ein Gähnen. "Sie fühlt sich schuldig wegen Faes Zustand und dem, was geschehen ist. Wahrscheinlich will sie einfach allein sein."
"Das könnte sein, aber ich mache mir Sorgen um sie. Du hast sie nicht gesehen letzte Nacht, sie hat geweint. Sie ist gar nicht mehr so, wie sie eigentlich ist. Und sie wollte auch nicht mit mir reden, sie hat nur kurz mit diesem Mann gesprochen, der bei uns war."
"Ich verstehe. Aber ich will Fae nicht allein lassen."
"Bitte geh zu ihr, Break. Rheena braucht dich jetzt mehr als ich. Du kannst verstehen, was in ihr vorgeht - du hast auch jemanden nicht beschützen können, der dir wichtig war. Ich bitte dich, hilf ihr bei ihren Schuldgefühlen."
"Fae..."
"Sie schläft unverändert, Mad Hatter. Und es tut mir leid, ich hätte dich nicht fragen dürfen. Du machst dir um sie ebensolche Sorgen, wie ich mir um Rheena mache. Kannst du mich denn wenigstens in die Gärten hinauslassen? Vielleicht kann ich sie dort finden."
"Sicher. Viel Glück."
Break wartet, während Rayearth auf das Fensterbrett hüpft und die Flügel ausbreitet. Doch als er sich abstößt, segelt er abwärts und landet raschelnd zwischen den Büschen.
"Upps. Er hätte wohl mit seinem verletzten Flügel noch nicht versuchen sollen, zu fliegen." Break schließt die Fenster wieder und kehrt zum Bett zurück. "Ich habe deine Stimme gehört, Fae..." Er streicht mit den Fingern über ihr Gesicht. "Wenn es dein Wunsch ist, werde ich Rheena folgen. Aber ich komme so schnell ich kann zu dir zurück."
Er zieht sich rasch an und geht auf den Flur hinaus, wendet sich nach links. Vor einer anderen Tür bleibt er stehen und klopft. "Ojou-sama, seid ihr wach?"
Einige Minuten vergehen, bis er eine Antwort hört. "Komm herein."
"Guten Morgen", grüßt er Sharon beim Eintreten. "Würdest du mich mit Eques zum Bahnhof schicken? Dort befindet sich eine kleine Ausreißerin."
"Wie? Wer?"
"Rheena. Ich habe so eine Ahnung, dass sie weglaufen will. Ray-chan hat mir erzählt, dass sie kurz mit Robin gesprochen hat - womöglich hat sie ihn gebeten, sie von diesem Anwesen wegzubringen. Ich werde mit ihr reden, bevor sie in einen Zug steigen kann."
"Willst du sie denn nicht hierher zurückholen? Break, du könntest es wenigstens versuchen, wenn ich dich zu ihr schicke. Ich werde währenddessen auf Fae-san aufpassen, und wenn du zurückkommen willst, ruf mich einfach. Jetzt mach dich auf den Weg. Eques."

"Seid ihr sicher, dass ihr unsere Stadt verlassen wollt?"
"Mir bleibt keine Wahl." Rheena hält ihr Gesicht in den strömenden Regen. "Ich habe nicht mehr das Recht, an Faes Seite zu sein. Ich konnte mein Versprechen nicht halten und so bleibt mir nur, aus ihrem Leben zu verschwinden."
"Und du willst dich nicht einmal verabschieden?"
Rheena zuckt zusammen, als sie die Stimme hört. Doch sie dreht sich nicht zu ihm um. "Du hättest nicht kommen sollen, Break."
"Hast du Angst, ich könnte durch deine Magie verletzt werden?" Break geht langsam auf sie zu. "Das wird nicht passieren. Ich weiß nicht, was die Ratte mit dir gemacht hat, doch jetzt kannst du deine Kräfte wieder selbst kontrollieren."
"Nein, du verstehst das nicht." Rheena zieht ihren Mantel enger um die Schultern. "Er hat nur hervorgebracht, was tief in mir steckt. Mein altes, finsteres Ich, aus der Zeit, bevor ich Fae traf."
"Das glaube ich nicht. Ihr seid kein schlechter Mensch, Rheena-sama."
"Doch, das war ich, Robin!" Sie dreht sich nun doch um. "Du hast keine Ahnung, was für furchtbare Dinge ich früher getan habe!"
"Das spielt keine Rolle. Lass mich dir sagen, dass man die Vergangenheit einfach vergessen sollte. Man kann sie nicht verändern und auch nicht die Fehler ungeschehen machen, die man begangen hat."
"Xerxes Break...du sprichst jetzt von dir selbst, nicht wahr?" Robin schaut ihn an. "Ich kenne deinen richtigen Namen und weiß..."
"Wie ich bereits sagte, die Vergangenheit spielt keine Rolle mehr", unterbricht Break ihn. "Es ist unnötig, davon zu sprechen."
"Du hast unrecht. Wenn man seine eigene Vergangenheit ignoriert - das ist, als würde man davor weglaufen. Ich tu alles, was ich kann, um meine begangenen Untaten wieder gutzumachen. Und das ist der Grund, weshalb ich weggehe - weil ich euch alle beschützen will. Denn ich spüre auch jetzt noch meine dunkle Seite, die versucht an die Oberfläche zu gelangen. Obwohl Fae mir geholfen hat, sie zurückzudrängen..."
"Das war all die Zeit ein Fehler. Du hast sie zu lange unterdrückt, doch du musst dich mit ihr vereinen. Nur so kannst du verhindern, dass sie Macht über dich gewinnt."
"Fae...?" Rheena spürt eine Berührung an ihrem Rücken, von der eine wohltuende Wärme ausgeht. Langsam dreht sie sich um und blickt in die leuchtenden hellblauen Augen der weißhaarigen Magierin. "Du bist hier..."
"Nur ein Teil von mir. Ich schlafe noch in meinem Zimmer im Anwesen der Familie Bezarius. Aber ich kann dich nicht abreisen lassen, ohne dir Lebwohl zu sagen." Fae hebt ihre beiden durchscheinenden Hände und legt sie an Rheenas Wangen. "Ich danke dir, dass du so lange an meiner Seite gestanden hast. Und ich werde dich vermissen, doch ich...Was? Nein..." Ein erschrockener Ausdruck erscheint auf Fae´s Gesicht, dann verschwindet sie einfach.
"Fae!" Rheena blickt zu Break. "Etwas muss passiert sein! Wir müssen zu ihr und nachsehen!"
"Ich weiß. Sharon!" Break senkt den Kopf. "Hol uns zurück!"
Doch es öffnet sich kein Weg von Eques.
"Sharon!"
"Ich kann uns teleportieren." Robin ruft seinen Chain. "Shion."
Das fuchsähnliche Wesen erscheint und streift mit seinem Schwanz die Beine der drei. Und nacheinander werden sie in Fae´s Zimmer befördert.
Dort bietet sich ihnen ein chaotischer Anblick. Die Vorhänge sind halb heruntergerissen und die Scheiben am Fenster zerbrochen. Die Kissen auf dem Bett sind zerfetzt, Federn bedecken den Boden. Und in einer Ecke, halb unter den Decken verborgen, liegt Sharon. Bewusstlos, mit einer blutigen Wunde an der Stirnseite.
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