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Turbulence from the Abyss - Return

Kurzbeschreibung
GeschichteHumor, Mystery / P12 / Gen
Alice Oz Vessalius Raven (Gilbert Nightray) Sharon Rainsworth Vincent Nightray Xerxes Break
12.05.2012
14.10.2020
48
47.014
2
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12.05.2012 920
 
"Fühlst du dich jetzt etwas besser? Du hast ziemlich verunsichert gewirkt, als du den Saal betreten hast."
Nach dem Tanz mit Oz war Rheena zu den langgestreckten Tischen gegangen, auf denen reichhaltig Speisen angerichtet sind. Während sie unschlüssig davorsteht, landet Rayearth wieder auf ihrer Schulter.
"Das hier ist einfach nicht meine Welt, Ray-chan. Zwischen all diesen eleganten Leuten habe ich nichts verloren."
"Aber du hast doch genauso ein Kleid an wie alle Frauen hier."
"Es liegt nicht an meinem Kleid."
"Woran denn sonst?"
Rheena seufzt. "Das kann ich dir nicht so einfach erklären. Ich will jetzt erst einmal etwas essen." Sie nimmt ein gefülltes Brötchen und beißt hinein. "Mmhh, lecker."
"Wirklich?" Rayearth flattert auf ihren Arm und pickt mit dem Schnabel in den Teig.
"Hey, das ist meins."
"Dein Chain hat ja eine richtig niedliche Gestalt." Eine Frau mit rosafarbenen Haaren ist neben sie getreten, in einem roten Kleid mit rosa Schleifen und Spitze. Sie streckt die Hand nach Rayearth aus.
Als sie seine Federn berührt, löst sich ungewollt seine spezielle Fähigkeit aus.

Der blonde Mann streckt auffordernd die Hand aus. "So, Hatter-san. Wie wäre es, wenn du mir deine Waffe gibst?"
"Tu das nicht, Break. Lass dich nicht dazu zwingen."
"Sei still." Lotti drückt ihren Dolch fester gegen Fae´s Hals, ritzt die Haut ein wenig auf.
Langsam löst Break seine Finger von seinem Stock.
Der Blonde hebt ihn auf, dreht ihn nachdenklich zwischen seinen Fingern. Nach einer Weile lässt er ihn achtlos fallen. "Ich bin überrascht, dass du so einfach deine Waffe aus der Hand gegegen hast."
"Lass Fae jetzt gehen", verlangt Break.
"Du bist nicht in der Position, Forderungen zu stellen. Um sicher zu sein, dass du nicht auf die Idee kommst, Mad Hatter zu rufen, wird Lotti noch eine Weile auf sie aufpassen."
"Du verdammter Mistkerl!"
"Nun mach doch nicht so ein finsteres Gesicht, Hatter-san. Weißt du, ich habe nachgedacht. Gil wird nicht zu mir zurückkommen, solange es Oz Bezarius gibt. Deshalb wäre es doch nur vernünftig, diesen Jungen aus dem Weg zu räumen. Danach wird mein Bruder endlich zur Vernunft kommen."
Break stößt ein lautes Lachen aus. "Wenn du Oz-kun etwas antust, wird Gilbert-kun dir das niemals verzeihen. Aber mit deinem verdrehten Hirn kapierst du das einfach nicht. Du bildest dir ein, du könntest ihn mit deinen verrückten Taten glücklich machen. Aber damit erreichst du nur das Gegenteil. Und das würdest du auch einsehen, wenn du nicht schon vor Jahren den Verstand verloren hätttest."
"Halt den Mund!" Der Blonde verpasst Break einen heftigen Schlag ins Gesicht, der seinen Kopf zur Seite fliegen lässt. Blut läuft aus seinem Mundwinkel. "Das alles ist deine Schuld! Du hetzt Gilbert seit fünfzehn Jahren gegen mich auf! Aber ab heute ist damit Schluss! Oz, Alice, Sharon und du, ich werde euch alle endgültig aus dem Weg räumen!" Er verpasst Break einen weiteren Schlag, diesmal in den Magen. Während Break keuchend in die Knie geht, holt er eine lange, spitze Schere aus seiner Tasche. Das Metall blitzt gefährlich im Mondlicht.
"Was für eine feige und hinterhältige Art, jemanden zu beseitigen." Break verzieht den Mund zu einem spöttischen Grinsen. "Hast du solche Angst, dass du einen ehrlichen Kampf gegen mich nicht gewinnen könntest?"
Der Blonde krallt schweigend seine Finger in Break´s Haare und reißt seinen Kopf nach hinten. Mit hasserfülltem Blick drückt er die Spitze der Schere in Break´s Kehle, bis Blut aus der Wunde läuft.


"Nein! Dazu darf es niemals kommen, das lasse ich nicht zu!" Vor Wut zitternd blickt Rheena Lotti an. "Ihr werdet das Break und Fae nicht antun!"
"Was? Ich habe keine Ahnung, wovon du redest."
"Ich kann Visionen empfangen, aus der Zukunft! Ich habe gesehen, dass du mit dem blonden Mann mit den goldenen und roten Augen gemeinsame Sache machst!" Rheena ballt die Hände zu Fäusten. Die Kerzen in den Leuchtern auf den Tischen schmelzen zischend zu unförmigen Wachshaufen zusammen. Der Wein in dem Glas in Lotti´s Hand beginnt zu sprudeln.
"Rheena, nicht." Fae hat gespürt, wie ihre magische Kraft brodelt und kurz vor dem Ausbruch steht. Sie ist zu ihr geeilt und legt ihr die Arme um die Schultern, drückt sie an sich. "Hör auf, beruhige dich. Komm, wir gehen nach draußen."

"Was ist denn passiert?" Fae hat Rheena auf einen kleinen Balkon geführt.
"Ich hatte eine Vision, wie diese Frau dir einen Dolch an die Kehle hält. Das zu sehen, hat mich einfach unglaublich wütend gemacht."
"Das war aber nicht alles, oder?" Break ist an der Tür stehen geblieben. "Du hast doch noch mehr gesehen."
"Das stimmt." Rheena dreht sich zu ihm um. "Dieser Mann mit den verschiedenfarbigen Augen wird dann auch da sein. Und er wird wieder versuchen, dich zu töten. Diesmal mit einer Schere."
"Was du gesehen hast, ist bereits geschehen. Vor sieben Jahren."
"Aber das ist unmöglich, Fae", wiederspricht Rheena. "Ich kann nicht in die Vergangenheit blicken."
"Aber ich kann es. Das ist meine besondere Fähigkeit, ich kann in die Vergangenheit eines Menschen sehen. Und vorhin, als Lotti Baskerville mich berührte, wurde dir eine Erinnerung von ihr gezeigt."
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