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Turbulence from the Abyss - Return

Kurzbeschreibung
GeschichteHumor, Mystery / P12 / Gen
Alice Oz Vessalius Raven (Gilbert Nightray) Sharon Rainsworth Vincent Nightray Xerxes Break
12.05.2012
14.10.2020
48
47.014
2
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12.05.2012 943
 
"Du liebe Güte, Break." Sharon macht ein verblüfftes Gesicht. "So demütig habe ich dich ja noch nie erlebt. Liegt das vielleicht daran, dass ihr den Mann in der roten Robe im Abyss getroffen habt? Was hat er denn von euch gewollt?"
Break hebt die Schultern. "Er wollte uns einfach töten."
"Ja, das stimmt", fügt Rheena hinzu. "Er hatte eine Pistole, aber ich habe ihn dazu gebracht, sie fallenzulassen. Und dann hat er Craven auf uns hetzen wollen. Nur mit der Hilfe von Rayearth konnten wir ihm entkommen."
"Rayearth? Ist das der Chain, mit dem du einen Vertrag geschlossen hast?" Gil macht ein nachdenkliches Gesicht. "Diesen Namen habe ich noch nie gehört."
"Ich auch nicht." Sharon wendet sich wieder an Rheena. "Ist es möglich, dass wir ihn einmal sehen können?"
"Ich weiß nicht. Rayearth, kannst du dich einmal zeigen?"
Einige Minuten vergehen, dann erscheint über Rheena´s Kopf ein kleiner Vogel. Mit rot-orangem Gefieder und blauen Federspitzen. Seine Augen sind kobaltblau. "Hier bin ich."
Rheena schaut nach oben und blinzelt verwundert. "Äh, im Abyss warst du aber doch viel größer."
"Ja, ich habe meine Gestalt verändert, um nicht zuviel von deiner Kraft zu gebrauchen." Rayearth landet auf ihrer Schulter. "Und wenn ich so klein bleibe, kann ich mich auch frei in dieser Welt bewegen."
"Das ist aber eher ungewöhnlich", bemerkt Break. "Mir ist noch nie ein Chain begegnet, der sich freiwillig eine solche Einschränkung auferlegt hat."
"Kommen wir doch jetzt noch mal auf den Kerl in Rot zurück", schlägt Gil vor. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass er dich einfach so töten will, Break. Er muss einen Grund dafür haben. Hast du vielleicht eine Ahnung, welchen?"
Break schüttelt den Kopf. "Keine Ahnung."
"Und du, Rheena?"
"Woher soll ich das denn wissen? Ich kenne ihn ja nicht einmal."
"Was soll das denn jetzt heißen, du kennst ihn nicht?", hakt Gil sofort nach. "Verschweigst du uns etwas?"
"Was? Nein. Ich habe gemeint, ich weiß nicht, wer er ist."
"Natürlich nicht", mischt Fae sich ein. "Falls sie es vergessen haben, Gilbert-san, Rheena ist erst seit kurzer Zeit in dieser Stadt. Sie kennt hier niemanden außer uns."
"Lassen wir das doch jetzt. Ich habe in den drei Monaten im Abyss und die letzten drei Tage hier nichts gegessen. Und es ist doch jetzt Zeit für Tee und Kuchen, oder nicht?"
"Typisch", kommt eine Stimme von der Tür. "Kaum ist der verfressene Clown wieder da, denkt er schon wieder nur ans Essen."
"Ach, Alice-kun. Es ist doch immer wieder schön, so nette Worte von dir zu hören. Sag, hast du mich denn auch vermisst?"
"Nie im Leben. Ich war froh, dass du nicht da warst und mir auf die Nerven gehen konntest."
"Ich hab dich vermisst, Xerx Ojii-san." Selena stürmt durch das Zimmer auf ihn zu. "Ich freu mich, dass du wieder da bist. Krieg ich ein Bonbon?"
Lachend hebt Break das kleine Mädchen hoch und setzt sie auf seinen Schoß. "Aber natürlich. Dir kann ich doch nichts abschlagen." Er nimmt die buntgestreifte Dose vom Nachtschränkchen und öffnet den Deckel.
"Alice-san, ist Oz-sama auch hier?", wendet sich Sharon an sie.
"Ja, er und sein Onkel. Die beiden sind schon in den Salon gegangen, zu Ada und Reim. Oscar wollte unbedingt die kleine Hana sehen."
"Wer ist Hana?"
"Oh, stimmt, das wisst ihr ja gar nicht. Hana ist Ada´s Tochter, sie ist vor fünf Wochen auf die Welt gekommen", erklärt Sharon. "Zu ihrer Taufe in zwei Tagen hat Oscar-sama ein großes Fest organisiert. Ich habe auch bereits ein Kleid für sie, Rheena-san."
"Ein Kleid?" Rheena runzelt die Stirn. "Muss ich dafür ein Kleid anziehen?"

Zwei Tage später läuft Sharon mit einem großen, länglichen Karton in den Armen den Flur entlang, zu Rheena´s Zimmer. Ohne anzuklopfen öffnet sie die Tür. "Es wird Zeit, dass sie sich fertig machen. Und ich werde ihnen mit ihren Haaren helfen." Sie legt den Karton auf das Bett, nimmt den Deckel ab und holt das Kleid heraus. "Kommen sie, ziehen sie es an."
"Äh..." Wenig begeistert schaut Rheena auf das Stoffbündel in ihren Händen. "Ich habe wohl keine andere Wahl, als das hier zu tragen?" Ein Blick in Sharon´s entschlossenes Gesicht beantwortet ihre Frage. Resignierend beginnt sie, die Knöpfe ihres Hemdes zu öffnen.
Eine halbe Stunde später gehen die beiden die Treppe zur Eingangshalle hinunter. Gil klappt vor Staunen der Mund offen, als er Rheena in ihrem schulterfreien Kleid sieht. Es ist mitternachtsblau, silberne Fäden ziehen sich durch den Stoff und der Saum ist mit silberner Spitze eingefasst. Dazu trägt sie gleichfarbige, lange Handschuhe, die bis über ihre Ellenbogen reichen. Die Haare hat Sharon raffiniert hochgesteckt, nur einzelne Locken fallen auf ihre Schultern.
"Was starrst du mich so an, Angsthase?" Rheena bleibt neben ihm stehen. "Sehe ich etwa so komisch aus?"
"Sie sehen atemberaubend aus", strahlt Sharon. "Ich wusste, das Kleid würde ihnen wunderbar stehen. Gilbert-sama findet das auch. Nicht wahr?"
"Es ist ungewohnt, sie so zu sehen", murmelt Gil ausweichend. "Sonst trägt sie ja immer eine Hose, ein Hemd und ihre hohen Stiefel."
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