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Turbulence from the Abyss - Return

Kurzbeschreibung
GeschichteHumor, Mystery / P12 / Gen
Alice Oz Vessalius Raven (Gilbert Nightray) Sharon Rainsworth Vincent Nightray Xerxes Break
12.05.2012
14.10.2020
48
47.014
2
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12.05.2012 961
 
"Fae, du hast dich jetzt genug um mich gekümmert. Du solltest schlafen gehen."
"Genau das gleiche wollte ich auch vorschlagen."
"He, was fällt dir ein?" Rheena reißt hastig das Nachtgewand, das Fae ihr gegeben hat, vor ihre Brust. "Sieh bloß zu, dass du wieder rausgehst!"
"Was?" Break macht ein verwirrtes Gesicht. "Warum denn?"
"Stell dich doch nicht so blöd! Du bist einfach hier hereingekommen und hast mich angestarrt!" Sie greift das Kissen und holt aus.
"Warte, Rheena", versucht Fae sie aufzuhalten. "Reg dich nicht so auf. Er hat doch gar nichts..." Sie zuckt zusammen, als Break von dem Kissen mitten im Gesicht getroffen wird. Er stolpert zurück und landet unsanft auf seinem Hintern.
Gegen ihren Willen beginnt Rheena zu kichern. "Oh, ich dachte nicht, dass ich dich wirklich treffen würde."
Auch Break fängt an zu lachen. "Du hast mir ja einen richtig herzlichen Empfang bereitet. Dabei wollte ich dir nur sagen, dass Sharon deinem Kätzchen im Salon einen Korb zurecht gemacht hat. Und sie hat ihr auch etwas zu fressen gegeben."
"Es geht Neko-chan also gut?" Rheena seufzt erleichtert. "Ich möchte gern noch einmal nach ihr sehen. Also dreh dich gefälligst um, damit ich mich anziehen kann!"

Am nächsten Tag wird Rheena geweckt, weil etwas warmes und feuchtes über ihr Gesicht fährt. Als sie die Augen öffnet und den Kopf zur Seite dreht, blickt sie in ein paar große, grüne Augen. "Guten Morgen, Neko-chan."
Das Kätzchen miaut zur Antwort, stupst sie noch einmal mit der Nase an und tapst auf den Bettrand zu. Als sie versucht, auf den Boden hinunter zu springen, verfängt sie sich mit ihrer bandagierten Pfote in der Bettdecke und purzelt über die Kante.
"Neko-chan!" Rheena setzt sich hastig auf und beugt sich vor, aber das Kätzchen putzt sich ungerührt mit der gesunden Pfote über ihr silbernes Fell und tapst dann ein wenig unbeholfen auf die Zimmertür zu.
Direkt davor bleibt sie stehen und schaut zu ihr zurück.
"Du hast wohl Hunger, was?" Rheena steht auf und holt frische Kleidung aus dem Schrank. Während sie sich anzieht, beginnt das Kätzchen ungeduldig an der Tür zu kratzen.
"Ist ja gut, ich komme schon."

Als sie sich dem Salon nähert, hört sie eine laute, aufgebrachte Stimme. "Das kommt überhaupt nicht in Frage! Sei wenigstens einmal vernünftig, Break! Du kannst nicht einfach so ins Hauptquartier marschieren! Hast du etwa schon vergessen, was gestern passiert ist?!"
"Oh nein. Hört der denn niemals auf zu meckern oder sich zu beschweren?" Rheena streicht dem Kätzchen über das Fell. "Na, was hältst du davon, wenn wir ihn mal ein bisschen erschrecken?"
Möglichst leise schleicht sie sich durch die offene Tür auf Gil zu, der ihr den Rücken zugewandt hat. Direkt hinter ihm bleibt sie stehen und tippt ihm auf die Schulter. Als er sich zu ihr umdreht, drückt sie ihm das Kätzchen direkt ins Gesicht. "Sag doch mal Hallo zu dem Angsthasen."
Das Kätzchen miaut und stupst ihn mit ihrer Nase ans Kinn.
"Neko!" Gil sackt zitternd zu Boden.
"So, jetzt ist er wohl erstmal eine Weile ruhiggestellt." Fröhlich lächelnd setzt Rheena das Kätzchen auf den Boden und geht dann zur Couch, nimmt neben Sharon Platz.
"Das war jetzt aber ziemlich gemein", bemerkt Break, grinst aber bei seinen Worten.
"Ach, er wird sich schon wieder davon erholen." Sharon nimmt einen Schluck von ihrem Tee. "Nun, warum erzählen sie nicht von dem Chain, der sie gestern angegriffen hat, Rheena-san?"
Rheena lässt den Keks, in den sie gerade beißen wollte, sinken und schaut Sharon verblüfft an. "Haben Break und Fae nicht bereits davon berichtet?"
"Wir kennen leider nur seinen Namen, Craven", erklärt Break. "Was passiert ist, bevor wir dich fanden, wissen wir nicht. Aber wir möchten es sehr gern erfahren."
"Also gut. Dieser Chain hat - aus meiner Sicht - eine ziemlich gefährliche Fähigkeit. Er hat mich erstarren lassen, ich konnte mich nicht mehr bewegen."
"Aber er scheint das nicht länger als ein paar Minuten tun zu können." Break schiebt sich einen Keks in den Mund. "Als wir dort ankamen, hast du dich ja wieder bewegt."
"Weil ich wütend wurde, als dieser Mann Neko-chan weggeschleudert hat", erklärt Rheena. "Durch die Kraft des Feuers in mir habe ich die Lähmung irgendwie überwunden. Und ich habe ihn geschlagen. Erst danach hat sein Chain mich angegriffen und verletzt."
"Das finde ich wirklich sehr interessant. Du bist also in der Lage, seine Fähigkeit auszuschalten. Wenn wir diesem Chain also das nächste Mal gegenüberstehen..." Break verstummt, als er eine Berührung an seiner Hand spürt. Das Kätzchen ist auf die Lehne seines Sessels geklettert und schnuppert an seiner Teetasse. Als sie sich weiter reckt, rutscht sie mit ihrer bandagierten Pfote auf dem glatten Bezug aus und taucht mit der Nase in die heiße Flüssigkeit. Vor Schreck zuckt sie zurück, niest und schüttelt sich. Dabei stößt sie gegen die Tasse, der Inhalt schwappt über den Rand und ergießt sich über sie und auf Breaks Hose.
Als sie dann auch noch quer über den Tisch flitzt, um sich in Rheenas Schoß zu flüchten. Und dabei mit ihren Krallen die Decke mitreißt und Teller und Tassen auf den Boden fallen und zerbrechen, seufzt Sharon. "Meine Güte, dieses Tier verursacht ja ein ganz schönes Chaos."
"Chaos", wiederholt Rheena, während sie das zitternde Fellknäuel beruhigend streichelt. "Ja, genau, das ist es. So werde ich sie nennen. Chaos."
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