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Turbulence from the Abyss - Return

Kurzbeschreibung
GeschichteHumor, Mystery / P12 / Gen
Alice Oz Vessalius Raven (Gilbert Nightray) Sharon Rainsworth Vincent Nightray Xerxes Break
12.05.2012
14.10.2020
48
47.014
2
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12.05.2012 903
 
Nach ihrer kurzen Begegnung mit Break hat Rheena das Anwesen verlassen.
Sie folgt dem lautlosen Ruf, den sie schon einmal vernommen hat.
Während sie eine Straße entlang läuft, entdeckt sie ein kleines Kätzchen, das mit einer Pfote in einem Abflussgitter feststeckt. Langsam, um das Tier nicht zu verschrecken, lässt sie sich auf die Knie sinken und befreit es behutsam. Unter ihren Fingern fühlt sie etwas warmes und klebriges. Da das Mondlicht zu schwach ist, erschafft sie weder eine Feuerkugel und betrachtet die blutig gescheuerte Pfote. "Was hast du denn nur gemacht, Kleines?"
Als Antwort gibt das Kätzchen ein klägliches Wimmern von sich.
Unschlüssig schaut Rheena zum Ende der Straße, dann auf das Kätzchen und seufzt. "Ich kann dich nicht einfach hier lassen." Vorsichtig nimmt sie das zitternde Fellbündel auf den Arm.
Als sie sich umdreht, steht sie einem Chain gegenüber. Er ähnelt Raven, hat aber doppelte Schwingen auf jeder Seite. Seine Augen glühen in einem eisigen Blau.
Instinktiv will Rheena nach ihrer Waffe greifen, muss aber feststellen, dass sie es nicht kann.
"Er hat eine sehr interessante Fähigkeit, meinst du nicht auch?" Der Mann in der roten Robe taucht neben dem Chain auf. "Dieser Chain, Craven kann Dinge und Menschen einfrieren. Du bist absolut bewegungsunfähig, ich könnte jetzt alles mit dir machen, was ich will."
Rheena beisst die Zähne zusammen, als er die Hand nach ihr ausstreckt. Er zieht sie aber sofort wieder zurück und senkt den Kopf. Das kleine Kätzchen hat sich in seinen Arm verbissen. "Blödes Vieh." Er packt das Tier grob im Nacken und schleudert es gegen eine Hauswand.
"Neko-chan!" Rheena spürt, wie heiße Wut in ihr aufsteigt und die lähmende Kälte vertreibt. "Du verdammter Mistkerl!" Sie verpasst ihm einen heftigen Schlag, der seinen Kopf zur Seite fliegen lässt. "Das war nur ein harmloses, kleines Kätzchen!"
"Das wirst du bereuen." Jede Freundlichkeit ist aus seiner Stimme verschwunden, als er sich ihr wieder zuwendet. "Craven, diese Frau ist mir ein Ärgernis. Kümmere dich um sie und schick sie in den Abyss."
Der Chain reißt seinen Schnabel auf und krächzt, während er mit den Flügeln schlägt. Durch den starken Wind, den er verursacht, wird sie von den Füßen gerissen. Dann spürt sie, wie er mit seinem Krallenfuß über ihren Rücken fährt und eine blutige Spur hinterlässt. Der brennende Schmerz löst eine Vision bei ihr aus.
Einige Minuten später kann sie allmählich ihre Umgebung wieder wahrnehmen.
"Rheena." Fae kniet neben ihr, hält sie vorsichtig an den Schultern aufrecht. "Warum hast du nur allein das Anwesen verlassen? Dieser Chain hätte dir wirklich etwas schlimmes antun können."
"Es tut mir leid, Fae." Rheena zieht sie in eine Umarmung. "Ich werde aufpassen, dass ich nicht wieder in eine solche Situation gerate."
"Dann sollte ich mich wohl besser mal um dieses Federvieh kümmern." Break öffnet den Verschluss und zieht sein Schwert. Als Craven wild mit den Flügeln zu schlagen beginnt und verschwindet.
"Er wollte wohl nicht, dass du Craven vernichtest", murmelt Rheena. "Deshalb hat er ihn zurückgerufen."
"Wer?"
"Dieser merkwürdige Kerl, den wir heute morgen gesehen haben. Er war hier, er hat ganz plötzlich direkt hinter mir gestanden. Ich war unaufmerksam, weil ich mich um ein verletztes Kätzchen gekümmert habe...Oh nein! Neko-chan!"
"Mach dir keine Sorgen, es geht ihr gut." Fae schiebt ihren Mantel zur Seite und zeigt ihr das kleine Fellknäuel, das zusammengerollt auf ihrem Schoß liegt. "Sie war neben dir und hat dich immer wieder angestupst, als wir dich fanden. Du hattest wieder eine Vision, nicht wahr? Erzählst du mir, was du gesehen hast?"
Rheena zögert kurz, dann schüttelt sie den Kopf. "Ich möchte jetzt nur zurück zum Anwesen."
"Ich werde dich tragen", bietet Break an. "Du scheinst jetzt nicht mehr in der Lage zu sein, den ganzen Weg zu laufen."

Als sie im Anwesen ankommen, läuft Sharon gleich los, um Verbandszeug zu holen. Break setzt Rheena auf ihrem Bett ab und tritt dann zurück. "Sharon wird sicher etwas dagegen haben, wenn ich hier bleibe. Ich gehe besser, bevor sie zurückkommt und wieder mit mir schimpft."
"Fae, kann ich dich mal etwas fragen?" Rheena blickt ihre Freundin ernst an, nachdem sie allein mit ihr ist. "Stimmt mit Break irgendetwas nicht?"
"Warum glaubst du das?"
Rheena erzählt ihr, wie Break sie früher am Abend völlig ignoriert hatte. "Es war wirklich merkwürdig, dass er mich nicht angesehen und kein Wort zu mir gesagt hat. Das beschäftigt mich jetzt schon eine ganze Weile."
"Nein, ich kann dir versichern, mit ihm ist alles in Ordnung."
"Ja, wirklich." Sharon hat das Zimmer betreten, mit dem Arm voller Verbandszeug. "Du kannst beruhigt aufhören, dir über ihn Gedanken zu machen. Lass dir jetzt von Fae deine Verletzungen versorgen. Und ich werde mich um das Kätzchen kümmern, dass ihr mitgebracht habt."
"In Ordnung." Rheena zieht ihr Hemd aus. Während Fae behutsam die Wunden säubert und einen Verband anlegt, fängt sie wieder an zu grübeln. "Ich bin ziemlich sicher, dass sie etwas vor mir verheimlichen, was Break betrifft. Sogar Fae will es mir nicht sagen. Aber ich werde es schon noch herausbekommen."
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