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Turbulence from the Abyss - Return

Kurzbeschreibung
GeschichteHumor, Mystery / P12 / Gen
Alice Oz Vessalius Raven (Gilbert Nightray) Sharon Rainsworth Vincent Nightray Xerxes Break
12.05.2012
14.10.2020
48
47.014
2
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12.05.2012 1.005
 
Kaum hält die Kutsche vor dem Anwesen, steigt Break aus und geht hinein. Als Rheena die Eingangstüren hinter sich schließt, ist er bereits auf dem mittleren Absatz der Treppe. "He, warte doch. Warum hast du es denn so eilig?"
"Ich will mich umziehen. Geh ruhig schon in den Salon, Sharon-sama und Fae sind sicher jetzt dort."
Auf dem Weg den Flur entlang öffnet Break die Knöpfe an seiner Uniform. Als er an seinem Zimmer ankommt, steht die Tür offen und drinnen ist Fae dabei, seine Kleidungsstücke zurück in den Schrank zu räumen.
"Dafür sind doch die Dienstboten zuständig."
"Break." Mit seinem Mantel in den Händen dreht sie sich zu ihm um. "Geht es dir gut? Du hattest doch keine Schwierigkeiten im Hauptquartier, oder?"
"Warum sollte ich denn dort Schwierigkeiten haben?" Break streift seine Uniform ab, lässt sie auf den Boden fallen.
"Sharon hat es mir erzählt." Fae hängt den Mantel in den Schrank und schließt die Türen. "Dass einige von Pandora dich für den Tod von Rufus Barma verantwortlich mache
"Und deshalb hast du dir Sorgen gemacht? Das brauchst du nicht, es ist alles in Ordnung."
"Wird Rheena das auch sagen, wenn ich sie frage? Oder Gilbert-san?"
Seufzend geht er zum Bett und setzt sich. "Na gut, es gab einen kleinen Zwischenfall", gibt er zu, während er die beiden obersten Knöpfe seines Hemdes öffnet.
"Was ist passiert?" Sie rutscht neben ihm auf die Bettdecke.
"Ach, nichts, was dich beunruhigen müsste."
"Wirklich nicht, Break?" Fae umfasst seine Schultern und zieht ihn nach hinten, bis sein Kopf auf ihrem Schoß liegt. "Erzähl es mir."

"Ist das wahr, Gil? Dieser verdächtige Typ in der roten Robe ist auch bei euch erschienen?"
"Das habe ich doch gerade gesagt, Oz." Gil lehnt an dem Fenster in Reim´s Büro. Nachdem Break und Rheena abgefahren sind, hat Reim die beiden hierher gebeten. Oscar und Alice sind mit Selena in die Gartenanlagen gegangen.
"Dieser Mann ist also für das Auftauchen der Chains bei ihnen, Oz-sama, und im Anwesen von Sharon-sama verantwortlich." Reim sitzt an seinem Schreibtisch und macht sich Notizen. "Wir müssen unbedingt herausfinden, wer er ist. Und wie er es geschafft hat, die Chains dazu zu bringen, euch anzugreifen."
"Ach, das ist ja sehr interessant." Leo hat die Tür geöffnet und das Büro betreten. "Ihr habt doch nichts dagegen, wenn ich mich an eurem Gespräch beteilige?"
"Leo Baskerville." Vor Überraschung lässt Reim den Stift fallen.
"In Ordnung." Oz geht einen Schritt auf Leo zu. "Sag uns, was du weißt."
"Dieser Mann, von dem ihr gesprochen habt. Er hat auch bei Lotti einen Besuch gemacht. Allerdings hat er sie nicht von einem Chain angreifen lassen."
"Und warum war er dann bei ihr?" Gil verschränkt die Arme vor der Brust.
"Er wollte sie um ihre Unterstützung bitten. Und mich. Er sagte, er könnte unsere Hilfe brauchen, um seine Pläne umzusetzen."
"Was für Pläne? Hat der Kerl euch darüber etwas erzählt?"
"Nein, das hat er leider nicht. Er wollte Lotti nichts verraten, bis wir unsere Entscheidung getroffen haben und uns ihm anschließen."
"Also weißt du eigentlich nichts, was uns weiterhilft. Und du hättest dir es sparen können, hierher zu kommen."
"Gil, beruhige dich. Leo hat uns schon einige neue Informationen geliefert. Die Angriffe heute waren erst der Anfang. Dieser Mann - wer auch immer er ist - muss irgendetwas vorhaben, was mit den Chains und dem Abyss zu tun hat."
"Oz." Alice und Oscar sind in der offenen Tür erschienen. Oscar trägt Selena auf dem Arm, die Kleine reibt sich müde die Augen und gähnt. "Wir sollten langsam heimfahren."
"Ist es schon so spät?" Oz wirft einen Blick durch das Fenster, auf die bereits tief am Himmel stehende Sonne. "Oh, ich habe gar nicht auf die Zeit geachtet."
"Himmel, ich auch nicht." Reim beginnt hektisch, seine Unterlagen zusammenzuschieben. "Ich wollte Ada doch gar nicht so lang allein lassen heute. Entschuldigen sie mich bitte. Auf Wiedersehen." Er scheucht die anderen aus seinem Büro, verschließt die Tür und stürmt beinahe fluchtähnlich den Flur hinunter.
"Oh je. Je näher die Geburt rückt, desto nervöser scheint er zu werden. Vielleicht sollten wir Ada bis zu ihrer Entbindung zu uns holen. Was meinst du, Ojii-san?"
"Das ist gar keine schlechte Idee. Ada würde es sicher gut tun. Und Reim könnte sich ein bisschen entspannen."

Rheena schreckt aus einem unruhigen Traum. Sie braucht einen Moment, bis ihr bewusst wird, dass sie auf der Couch im Salon eingeschlafen ist. "Mist." Mit einem Ruck schiebt sie die Decke zurück, die jemand über sie gebreitet hat und steht auf. Im schwachen Mondlicht, dass durch die Terassentüren hereinscheint, versucht sie sich vorwärts zu tasten. Und stößt mit den Knien gegen die Tischkante. "Autsch. Verdammt. Hätten die mir nicht eine Kerze hier hinstellen können? Jetzt muss ich es so machen." Seufzend erschafft sie eine kleine flammende Kugel, die wie ein Irrlicht vor ihr herschwebt.
Mit dieser Lichtquelle gelangt sie bis zu ihrem Zimmer. Vor der Tür bleibt sie kurz stehen und geht dann weiter den Flur entlang. Als sie zur Treppe kommt, hört sie Schritte und sieht einen flackernden Schein, der sich von rechts nähert. Rasch weicht sie zurück und lässt ihre Feuerkugel erlöschen. Kaum eine Minute später kommt Break um die Ecke, auf seinem Kopf balanciert er einen Kerzenständer.
Rheena seufzt innerlich, als der Schein der Kerzenflammen auf sie fällt.
Aber obwohl er nicht mehr als ein paar Schritte von ihr entfernt ist, beachtet er sie nicht und geht einfach weiter.
Verwirrt schaut Rheena ihm nach. "Was ist denn mit ihm los? Er hätte mich doch sehen müssen."
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