Drake Bell live in Concert

von Saphy89
GeschichteRomanze, Freundschaft / P12
06.05.2012
06.05.2012
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Endlich war es soweit. Seit Monaten – nein seit Jahren – wartete ich auf diesen Moment und nun war er wirklich da. Nervös saß ich im Flugzeug nach London. Doch ich wollte nicht nur in die britische Hauptstadt, um mir 'The London Eye' und Madam Tussauds anzusehen. Es war endlich mal wieder einer der begehrten Auftritte von Drake Bell angesagt. Auf diesen Augenblick, Drake endlich mal in die warmen Augen zu blicken und seine Nähe zu spüren, habe ich so lange gewartet. „Wir haben soeben unsere Reiseflughöhe verlassen und beginnen mit dem Anflug auf unseren Zielflughafen. Bitte vergewissern Sie sich, dass Ihr Handgepäck wieder sicher verstaut ist. Schnallen Sie sich wieder an und bringen in Vorbereitung zur Landung Ihre Rückenlehne wieder in die Senkrechte und klappen Ihren Tisch hoch. Vielen Dank.“ ertönte es plötzlich aus den Lautsprechern und ließ mich aufschrecken. Ich war zuvor noch nie geflogen – geschweige denn alleine, also überprüfte ich alles einige Male, bis ich mir wirklich sicher war, dass alles passte. Also setzte ich  mich zurück auf meinen Sitz, schnallte mich an und sah schon, wie sich das Flugzeug in Richtung Boden neigte, durch die Wolken hindurch. Der Ausblick den ich dann nun hatte, war einfach atemberaubend. Doch kaum hatte ich es etwas realisiert, wo ich mich gerade befand, sah ich schon London im Anflug. Von so weit oben sah ich schon, dass diese Stadt etwas anderes hatte, wahrscheinlich lag es daran, dass ich auf dem Land groß geworden bin und so eine Großstadt nicht kenne.

Langsam setzte das Flugzeug zur Landung an. Aus den Lautsprechern ertönte wieder die Stimme des Piloten. „Herzlich Willkommen in London. Bitte bleiben Sie noch so lange sitzen, bis wir unsere endgültige Parkpostion erreicht haben und die Anschnallzeichen gemeinsam mit den Triebwerken ausgeschaltet wurden. Wir hoffen der Flug mit uns hat Ihnen gefallen und wir würden uns freuen, Sie recht bald schon wieder bei Lufthansa begrüßen zu dürfen. Wir wünschen Ihnen einen schönen verbleibenden Tag hier oder eine angenehme Weiterreise.“ So, nun musste ich mich darauf einstellen, nur noch Englisch zu reden. Denn hier würde niemand mein deutsch, geschweige denn meinen bayrischen Dialekt, verstehen.

Nachdem das Flugzeug endlich zum Stehen gekommen war, löste ich mich von dem Sitz und schon drängten sich die ersten Fahrgäste durch die enge Gasse, um nur schnell wie es geht, hier raus zu kommen. Ich konnte jedoch ruhig Zeit verlieren, denn ich musste erst gegen Mittag ins Hotel einchecken, zu dem ich auch erstmal hinkommen musste. Aber dafür würde ich mir ein Taxi holen, ich war nicht so blöd und würde einfach so versuchen, zu dem Hotel zu finden.

Langsam lief ich mit meinem Rücksack durch den Flughafen, auf der Suche nach meinem Koffer, welcher jeden Moment beim Band ankommen müsste. Da sah ich ihn schon langsam heranrollen in einem knalligen orange – ja es war Drake's Lieblingsfarbe, ein weiterer Grund für diese Farbe – mit schwarzem Rand. Kurz wartete ich bis der Koffer direkt vor meiner Nase war, dann schnappte ich ihn mir und stellte ihn gleich wieder auf den Boden, damit ich ihn locker durch den Flughafen schieben konnte. Von nun an hatte ich wirklich alle Zeit der Welt, denn ich durfte erst ab 14 Uhr ins Hotel einchecken. So schlenderte ich langsam in Richtung Ausgang.

Wie es für London gehörte, regnete es und mit einem geschicktem Handgriff hatte ich meinen Regenschirm aus dem Rucksack genommen und aufgespannt. So lief ich nun über den Vorplatz des Flughafens. Kurz überlegte ich, doch schon zum Hotel zu gehen. In mein Zimmer darf ich sowieso noch nicht, doch mein Gepäck dürfte ich wohl schon einmal abgeben, um mich dann in der Stadt umsehen zu dürfen. Also hatte ich mich doch umentschieden und stieg in das nächste freie Taxi, welches mich zum Georgian House brachte. Ja, es ist ein 4-Sterne Hotel, aber man leistet sich ja sonst nichts. So genoss ich die Fahrt und sah mir schon einige Highlights der Stadt an. Doch das richtige Highlight kam ja dann noch, um ehrlich zu sagen gab es mehrere. Ich wollte nicht alleine zu diesem Konzert, deswegen hatte ich in meinem Drake-Forum, welches ich betreue, einen Aufruf gestartet, alle mitzukommen. Leider wollten nur zwei weitere mitkommen. Ein Mädchen aus Österreich und mein Mitadministrator Jared, auf den ich mich speziell freute. Wir hatten uns noch nie gesehen und durch ein anderes Drake-Forum kennengelernt. Beide wollte ich im Georgian House treffen und dann mit ihnen ein bisschen die Stadt unsicher machen, bevor wir zu Drake's Auftritt gehen, der natürlich wieder im Borderline stattfand. Wir wollten auch schon etwas früher vor Ort sein, vielleicht trafen wir ja noch auch Drake oder jemandem aus seiner Band.

Der Fahrer, der mich dann noch in ein kleines Gespräch verwickelt hatte, hielt direkt vor dem wundervollen Hotel. Ich gab ihm, weil er so nett zu mir war, etwas Trinkgeld und verabschiedete mich dann von ihm. Ich sah mir das Haus an und es hielt, was es versprach. „Hey Jessy!“ hörte ich einmal eine männliche Stimme und drehte mich deswegen um. Nicht weit von mir sah ich Jared schon, der mir zulächelte. Er kam anscheinend gerade aus der Stadt. „Hi! Du bist schon da?“ fragte ich ihn und bekam ein Nicken als Bestätigung. „Schon seit gestern. Ich konnte es einfach nicht abwarten, diese wundervolle Stadt zu erkunden. Doch die richtigen Highlight, die wir geplant hatten, mache ich doch lieber mit dir und Lisa.“ Er zwinkerte mir kurz zu. „Cool. Gehen wir dann schon mal rein? Ich darf zwar noch nicht einchecken, doch ich kann sicher mein Gepäck bei dir unterbringen, oder?“ fragte ich und sah Jared an. Er nickte erneut und antwortete: „Klar, aber wieso darfst du noch nicht einchecken? Ich war gestern schon um 11 Uhr hier und habe gleich mein Zimmer bekommen?“ Etwas verwirrt sah ich ihn an. „Ach weißt du was? Dann frage ich einfach mal.“ entschied ich einfach und ging voraus ins Hotel. Es war wirklich gemütlich und wie in einem Hotel, wie ich es mir vorgestellt hatte. Eine große Lounge und direkt, wenn man reinkam und gerade aus lief, die Rezeption. Ich ging schnurstracks dort hin und behielt den Koffer bei mir. Auf Englisch fragte ich dann, ob mein Zimmer schon soweit sei. Die junge Dame, sah kurz in den Computer und nickte, gab mir einen Schlüssel und wünschte mir einen schönen Aufenthalt. Den werde ich sicherlich haben. Ich hatte nun eine ganze Woche Zeit um ihn zu genießen.