2 (3) Hochzeiten

von Nakita
GeschichteRomanze / P16
Lilly Rush Scotty Valens
02.05.2012
23.08.2012
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Aaalso, gleich zu Anfang entschuldige ich mich für Rechtschreibfehler und falsche Zeichesetzung und ich muss sagen, dass ich selbst finde, dass es etwas OoC ist aber so hätte ich die beiden halt gerne sieben Staffeln lang gehabt :D
Ich freue mich trotzdem über alle Reviews und hoffe mal, dass sich doch noch ein paar Leser finden...

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Cold Case – Kein Opfer ist je vergessen

2 (3) Hochzeiten

Der große Saal war mittlerweile fast leer.
Auf dem Boden lagen Teile des Blumenschmucks und hier und da fanden sich Flecken von verschütteten Getränken.
Vor einigen Stunden war das Hochzeitspaar in die Flitterwochen aufgebrochen und hatte seine Gäste zurück gelassen, die darauf hin noch lange weiter feierten.
Doch nach und nach hatte sich auch die Gäste verabschiedet, sodass jetzt nur noch zwei Leute an der Bar saßen.
Es waren ein Mann mittleren Alters und Lilly Rush.
Der Mann starrte in seinen Wisky und sah ziemlich mitgenommen aus.
Lilly hätte sich zu ihm setzen können aber sie wollte allein sein.
Hochzeiten waren doch eine bescheuerte Sache.
Pausenlos wurde einem das Glück anderer unter die Nase gerieben und für die meisten endete es mit einem Onenightstand, den sie am nächsten Tag mehr als bereuten.
Aber so jemand war sie nicht.
Sie saß allein an der bar und hatte sich den ganzen Abend auf keinen Flirt eingelassen.
Es war an sich ein ganz lustiges Fest gewesen aber dann hatte ja ausgerechnet sie den Brautstrauß fangen müssen.
Um die Stichelein war sie natürlich nicht drumrum gekommenn und so hatte sie sich den Rest des Abends dumme Kommentare anhören müssen.
Und jetzt saß sie allein an der Bar und wusste schon nicht mehr der wievielte Drink vor ihr stand.
Wo war denn der Mann, den sie heiraten sollte?
Diese ganze Strauß-Werf-Tradition war doch eh nur Unsinn aber trotzdem hatte es sie daran erinnert, dass sie nie eine richtige Beziehung geführt hatte und so wie es aussah demnächst auch keine in Sicht war.
Als Lilly gerade wieder einen großen Schluck aus dem halbvollem Glas nahm kam Scotty gerade aus det Herrentoilette.
Er hatte sich eigentlich ein Taxi nach Hause rufen wollen aber dann sah er seine Partnerin allein an der Bar sitzen und beschloss zu ihr rüber zu gehen.
Seufzend ließ er sich auf den Hocker neben Lilly fallen.
„Auch noch hier?“, fragte er und gab dabei den Barkeaper ein handzeichen, dass er ihm ebenfalls einen Drink bringen sollte.
„Ich dachte sie wären schon vor Stunden nach Haus.“
Lilly schüttelte den Kopf.
„Wissen Sie was Scotty?“
Der Barmann stellte ein Glas vor Scotty ab, welcher sofort einen Schluck nahm.
„Ja?“
„Ich verstehe nicht warum die Leute heiraten. Sich für immer an ein und den selben Menschen binden? Das ist doch nichts!“
Man merkte Lilly an, dass sie schon einige Drinks gehabt hatte aber Scotty tat es in diesem Moment nicht, da es ihm genauso ging.
„Also wäre heiraten nichts für Sie?“, fragte Scotty und nahm noch einen Schluck.
„Wenns der Richtige wär! Aber so wies aussieht werd ich das hier,“
Sie nahm den Blumenstrauß, der neben ihr auf der Theke lag ein Stück hoch.
„Das hier vorerst nicht brauchen.“
„Aber es könnte doch jeden Tag jemand kommen.“, sagte Scotty.
„Aber ich bin kein Heiratsmaterial.“, entgegnete Lilly.
„Warum nicht?“, ahkte Scotty nach.
Er bekam kaum noch mit, was er sagte, so betrunken war er mittlerweile und Lilly ebenso.
„Irgendetwas scheine ich an mir zu haben, was die Männer auf Abstand hält. Zumindest die letzten Jahre.“
„Was war davor?“
Lilly kicherte leise.
„Da gab es jemanden. Der wollte mich heiraten aber dann wollte ich nicht.“
„Kalte Füße bekommen?“
„Ja, so in etwa und jetzt sitze ich hier. Nach einer Hochzeit an der Bar und wahrscheinlich werde ich auch bei der nächsten so enden.“
„Und was wenn die nächste schon die eigene ist?“
„Unmöglich. Es gibt niemanden, der mich heiraten würde!“
Scotty sah sie it ernstem Blick an.
„Wenn Sie mich fragten würde ich auf der Stelle ja sagen.“
Lilly schaute ihn an.
„Was?“
In diesem Moment kam Nick in den Saal.
Er hatte den Abend bei der Trauzeugin in ihrem Zimmer verbracht und suchte jetzt jemanden mit dem er sich ein Taxi teilen könnte.
Gähnend kam er von hinten an seine Kollegen heran, als er hörte was Scotty sagte:
„Ich würde Sie heiraten Lil. Hier und jetzt, was spricht dagegen?“
Nick bliebt wie angewurzelt stehen und ein fettes Grinsen breitete sich auf seinem Gesicht aus.
Er hatte zu wenig getrunken um so abzudriften wie seine Kollegen aner genug um auf dumme Ideen zu kommen und hier tat sich gerade eine wunderbare Möglichkeit für die Umsetzung einer diese Ideen auf.
Leise entfernte er sich von der Theke und verschwand aus dem Saal in den Laden des Hotels, der vierundzwanzig Stunden am Tag geöffnet hatte.
Keuchend kam er am Tresen an und ein junger Mann schaute ihn fragend an.
„Ich brauche Ringe!“, rief Nick völlig außer Atem von seinem Sprint durch die Lobby.
„Entschldigen Sie Sir, aber ich glaube nicht, dass ich ihnen helfen kann. Wir verkaufen keine Ringe.“
„Dann wenigstens einen. Sie werden doch irgendwo in diesem Laden einen Ring auftreiben können!“
Der Mann war ein wenig eingeschüchtert von seinem rauen Ton und kam hinter den Tresen hervor.
„Vielleicht können wir in der Fundstelle nachsehen.“, sagte er zögernd.
„Ja.“
Der Mann schloss eine Tür auf und Nick folgte ihm in den Raum.
Nach kurzem Suchen zog er eine Schachtel aus dem Regal und stellte sie vor Nick auf einen Tisch.
„Wenn Sie hier drin etwas passendes finden, können sie es mitnehmen.“
Nick wühlte in den Katon zwischen veralteten Uhren und anderen Schmuckstücken.
Er musste einen Ring finden, der Lilly passte.
In einem Armband verhakt fand er schließlich etwas.
Einen schmalen, goldenen Ring mit einem kleinem Stein darauf und so wie er es abschätzen konnte genau Lillys Größen.
Er steckte das Schmuckstück in die Tasche.
„Danke, ich bin ihnen was schuldig!“, rief er noch während er den Laden schon verließ.
So schnell er konnte hechtete er zurück in den Saal und hoffte, das Lilly und Scotty noch nicht weg waren.
Aber er hatte Glück.
Lilly saß neben Scotty auf den barhockern und lehnte sich kichernd gegen seine Schulter.
Perfekt.
Nick ging zu ihnen herüber, jetzt durfte er keinen Fehler machen.
Als er näher kam konnte er ihr Gespräch hören.
„Also tun wirs?“, fragte Scotty.
„Ich hab ja nen Strauß, warum nicht?“, sagte Lilly und sah Scotty in die Augen.
Das war Nicks Signal.
„Hey Leute!“, rief er und kam an die Bar heran.
„Nick!“, rief Lilly und lehte sich wieder an Scottys Brust.
„Weißt Du was, Scotty und ich heiraten!“
„Nein, wirklich? Was für ein Zufall, schaut mal was ich gerade gefunden habe!“
Er zog den Ring aus seiner Tasche und streckte ihn Lilly hin.
Sie nahm ihn entgegen und schaute Scotty an.
„Das ist Schicksal.“, flüsterte sie und begann wieder zu kichern.
Scotty legte die Arme um sie und lachte ebenfalls.
Nick konnte gar nicht beschreiben, wie glücklich er in diesem Moment war.
So eine Gelegenheit würde sich nie wieder ergeben.
„Na dann. Ich glaub der Pfarrer ist noch da.“
Scotty und Lilly torkelten hinter ihm her in die anliegende Kapelle.
„Nick, das ist so süß von Dir, dass Du uns hilfst.“, säuselte Lilly.
„Ist doch selbstverständlich!“, antwortete Nick und konnte sich ein leises Lachen nicht verkneifen.
Zu seiner Enttäuschung musste er erkennen, dass der Pfarrer nicht mehr da war aber egal.
Morgen früh würden sich die beiden eh an nichts mehr erinnern können und wenn er ihnen sagte, dass sie geheiratet hatte würden sie das auch glauben.
„Okay Leute, stellt euch mal hier hin.“
Er stellte die beiden nabeneinander am Ende des Ganges auf.
„Also Scotty, willst Du Lilly zu deiner Frau nehmen?“, übernahm er kurzerhand die Rolle des Pfarrers.
Scotty sah kurz zu Lilly und antwortete dann mit einem Lächeln, dass für die Situation eigentlich zu ehrlich aussah:
„Ja.“
Nick ignorierte das.
„Und Du Lilly, willst Du Scotty zu deinem Man nehmen?“
Auch Lilly sah kurz neben sich und nickte.
„Ja.“
„Dann seit ihr jetzt verheiratet. Hier Kumpel.“
Er nahm Lilly den Ring aus der Hand und reichte ihn Scotty, welcher ihn auf Lillys Ringfinger schob.
Nick erklärte sich innerlich zum lustigsten Menschen der Welt, als Lilly sich auf den Weg ur Tü machte und Scotty an der Hand hinter sich her zog.
Grinsend begleitete Nick das glückliche Paar durch den Saal und die Lobby bis an die Straße.
Er winkte ein Taxi zu sich und drückte dem Fahrer zwanzig Dollar in die Hand, während Lilly und Scotty sich auf den Rücksitz verzogen.
Lachend nannte er Scottys Adresse und sah dem Taxi noch nach, bis es um die Ecke war.
Das würde ganz bestimmt noch lustig werden.

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Okay, das war das erste Kap.
Ich hoffe mal es hat euch gefallen und ihr schreibt Reviews

GLG
Luisa :)
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