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~ My complicated Lovestory ~

von JessyMaxx
Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P12 / Gen
Gunther Rocky Blue
01.05.2012
01.11.2012
28
63.903
 
Alle Kapitel
85 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
01.05.2012 1.599
 
So, endlich das vorletze Kapitel dieser Geschichte hochgeladen. Viel Spaß!

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~ Rockys POV ~

" Leute, lasst mich ein paar Regeln aufstellen", erklärte David und stand von der Couch auf.
Er, ich, Anne und Gunther trafen uns wie besprochen noch einmal und übten für den bevorstehenden Spotlighttanz. Ich freute mich unglaublich sehr für David, dafür dass Anne zugestimmt hatte. Und wenn ich ehrlich bin, ein Funken Fröhlichkeit konnte ich in Anne's Stimme erkennen als ich ihr die Aufgabe gab MIT David auf uns Streithähne aufzupassen. Vielleicht weiß sie es noch nicht, aber sie wird schon tiefe Gefühle für den Brünetten entwickeln können. Und so kommt sie ja auch von Gunther los.
Wir sind nun also bei mir zuhause und ja, wie er bereits verkündete will David uns erstmal etwas erzählen. Bin gespannt welche Regeln er denn meint.
" Erstens: Kein Streit!", fing er geheuer ernst und mit aufgeplusteter Brust an, als würde er uns demonstrieren, dass er die Macht über uns hat.
" Ja.. und das war's eigentlich ", beendete er schließlich mit normalbetonter Stimme.
Gunther und ich seufzten übertrieben laut, während Anne einfach nur zustimmte. Ich beobachtete sie ein wenig, unauffällig natürlich. Sie schaute oft zu David, suchte Augenkontakt. Gunther erblickte sie hin und wieder auch, aber ihr Blick war nie so intensiv und verträumt wie bei dem Brünetten. Ob es sie tatsächlich erwischt hatte? Ich fragte mich aber auch, ob ich damals auch so gestarrt hatte,Gunther bewundert. Ich glaube schon. Junge Liebe halt, oder?
" Okay.. wie viel habt ihr denn nun schon einstudiert?", fragte David nach und schaute zwischen mir und Gunther hin und her.
Beschämte schaute auch ich Gunther an, sein genervter Gesichtsausdruck war ebenfalls auf mich gerichtet. Beim ersten Treffen waren wir beide ja nicht gerade in bester Laune und hatten somit so gut wie nichts geschafft.
" Garnichts..", stöhnte der einzige Blonde im Raum und stand ebenfalls auf.
Er ging geradewegs zur Küche und schnappte sich schnell eine der Bananen, welche im Kühlschrank lagen.
" Hey! Was erlaubst du dir einfach eine Banane zu nehmen? ", meckerte ich ihn provozierend an, stand auf und riss ihm das Obst aus der Hand.
Er hatte dieses Eingreifen nicht von mir erwartet und schaute mich zuerst erschrocken an. Ich konnte mir ein fieses Grinsen nicht unterdrücken.
" Steht hier irgendwo, dass es verboten ist?", erwiderte er einfach und klaute mir nun die Banane.
Ich versuchte noch einmal nach ihr zu greifen aber er zog sie schnell nach hinten weg und somit griff ich stattdessen nach seinem Arm. Diesmal war er es mit dem bösen Grinsen und ehe ich meine Tat selbst realisieren konnte führte ich eine meiner im Karateunterricht gelernten Schritte durch. Letztendlich lag Gunther mit dem Bauch auf dem Boden, ich hatte eine seiner Hände auf seinen Rücken gepresst und saß selbst auf ihm.
" Siehst du, Hessenheffer?", lachte ich und nahm ihm ein letztes Mal die Banane aus der Hand.
" Leute?! Das war doch jetzt gerade nicht wirklich euer ernst, oder?", fragte David aufgebracht und stemmte die Hände an die Hüften. Anne konnte wieder nur zustimmen.
" Wir sind hier doch nicht im Kindergarten!", beschwerte sie sich auch.
Ich stand augenblicklich auf und legte die Banane an die Seite. Sie war total verbeult und ausgequetscht, niemand würde sie mehr essen wollen. Gunther kam auch wieder hoch und streifte über seine Klamotten.
" Entschuldigung..", murmelten wir im Einklang.
Diesmal mussten wir uns wirklich zusammenreißen.

Es klappte tatsächlich. Aber nur weil David und Anne sich geschickt dazwischendrängten. Ich machte Anne Vorschläge für bestimmte Tanzschritte und wenn sie ihr gefielen sagte sie David diese. Und er erklärte es dann Gunther. Genauso war es auch andersherum. Nun hatten wir den Tanz also getrennt aber gleichzeitig zusammen einstudiert. Lief doch perfekt!
" Okay, und jetzt tanzt nur mal ihr beide!", rief David und spielte das Lied auf Anfang ab.
Ich schluckte und stellte mich im Wohnzimmer auf meine Position, rechts neben Gunther. Hauptsächlich tanzten wir Synchron, manchmal mussten wir aber auch miteinander agieren. Diese Teile des Tanzes gefielen mir garnicht, aber ohne würde der Tanz zu getrennt wirken, was zu unserem ausgewählten Lied garnicht passte.
Okay, die ersten Schritte waren einfach, sie waren ja auch von ihm. Dann kamen meine. Und dann kam der Part an dem er mich hochheben musste, wir uns die Hände gaben und uns ständig anstarren mussten. Es war schwer, aber machbar. Ich fixierte mich nur auf den Tanz und tat so als wäre Gunther ein Fremder. Nicht mein Freund oder Exfreund, nicht der Junge mit dem ich eigentlich mein Leben verbringen wollte, nicht der Junge der mich in jeder Situation zum Lächeln bringen kann, der mein ganzen Leben durcheinander gebracht hatte.
Nicht der Junge den ich liebte.
" Rocky..?", flüsterte Anne und setzte sich neben mich auf den Boden.
Ich hatte mit dem Tanzen aufgehört, mich auf den Boden gesetzt und die Knie an meine Brust gezogen, sodass ich mein Gesicht verstecken konnte während ich unbemerkt schluchzte. Gunther hatte sich auch auf den Boden gesetzt, aber in einem genügenden Abstand. Er schaute aus dem Fenster, sein Blick war enttäuscht und verzweifelt. Er wusste weshalb ich weinte. Weil ich mit der Situation zwischen uns nicht umgehen konnte und weil es einfach zu viel für mich war. Für ihn war es genauso schwer, dass sah man ihm an. Auch ihm war bewusst, dass es mit der ganzen Streiterei kaum weitergehen konnte.
" Anne und ich holen mal kurz etwas.. in der Küche ", sagte David auffällig und verschwand mit ihr.
Mein Schluchzen fand einfach kein Ende und sein trauriger Blick veränderte sich auch kein Stück. Wir waren beide am Überlegen.
" Wir brauchen eine Lösung..", sagte er langsam und wendete seinen Blick mir zu.
Ich nickte und wischte mit den Daumen unter meinen Augen entlang. Ich musste schrecklich aussehen, mit der verlaufenen Wimperntusche und den geröteten Augen und Wangen.
" Glaubst du es gibt noch eine?", äußerte ich meine Gedanken.
Er seufzte und rückte ein Stück zu mir. Noch immer war ungefähr ein Meter zwischen uns aber er meinte mit seiner Geste nur, dass er bereit ist etwas zu ändern.
" Irgendwo. Aber wir finden sie einfach nicht.."
Ich nickte wieder. Die Minuten vergingen und unsere Ratlosigkeit vergrößerte sich von Sekunde zu Sekunde. Bis er schließlich weitersprach.
" Denkst du es wäre besser, wenn wir erstmal.. Pause machen?", fragte er vorsichtig.
Dieser Gedanke sollte eigentlich mein Herz zerreißen. Aber stattdessen war ich mit diesem Vorschlag vorerst komplett einverstanden. Schlimmer als die momentane Beziehung zwischen uns konnte es ja nicht werden.
" Ja, finde ich ", antwortete ich deshalb.
" Dann.. bis dann..", murmelte er, stand auf und verließ das Apartment.
Diese Aktion kam total unerwartet. Aber sie erzeugte so viele plötzliche Emotionen in mir. Ich fing an zu Schluchzen, ein weiteres Mal. Aber nun viel stärker und schmerzvoller und da war der Moment, in dem mein Herz in tausende Teile zerfiel. Ich habe ihn verloren, wir haben uns verloren. Diese Pause wird der Anfang vom Ende. Der Anfang von dem Ende, welches ich schon seit Beginn der Beziehung vermeiden wollte. Jetzt erwartet mich Liebeskummer. Ja, ich gab die Hoffnung auf Besserung auf weil es offensichtlich war, dass wir keine andere Lösung finden werden. Es wurde vom Schicksal deutlich genug gemacht, dass es einfach nicht funktionierte und nicht funktionieren konnte. Es war alles umsonst, ich hätte damals nicht einwilligen sollen. Jetzt muss ich dafür bezahlen, mit meinen Gefühlen, mit meinem gebrochenen Herzen.

~ Gunthers POV ~

Ich schloss die Haustür hinter mir und schaute hinauf in den rötlichen Himmel. Es war abends, sieben Uhr ungefähr. Ein Junge weint nicht, sage ich mir selbst doch meine Worte halfen nicht. Eine kleine Träne entwich meinen Augen. In mir herrschte kaum Hoffnung auf Besserung. Unsere Beziehung würde nach dieser " Pause " nicht mehr zu retten sein. Rocky wird den Abstand akzeptieren und sich dann entlieben, sie wird darüber hinwegsehen. Aber ich kann das nicht. Ich liebe sie zu sehr um sie jemals vergessen zu können. Wieso ich diese Pause vorgeschlagen habe? Damit wir endlich den ersten Schritt in die Trennung gehen können. Die Ungewissheit der letzten Tage war eine unaushaltbare Situation und ich konnte es nicht länger so ertragen. Ich wusste ja auch garnicht richtig ob wir überhaupt noch zusammen waren.
Während ich nach Hause lief begegnete ich einigen Pärchen, Jugendliche und ältere Paare. Sie hatten alle sicherlich mehrere Versuche gebraucht, bis sie sich gefunden haben. Vielleicht sollte ich ja auch einfach weitersuchen und nicht gleich bei Rocky verzweifelt aufhören nach vorne zu schauen. Aber wenn ich nach vorne schaue.. dann will ich nur sie sehen, niemand anderes. Wieso ist es denn tatsächlich so passiert wie sie es vorrausgesagt hatte?
Ich sollte aufhören zu meckern, schließlich hatte sie mich ja gewarnt. Dass es niemals so sein wird wie in einem Film oder Buch, dass Liebe mehr schmerzt als schön ist. Aber ich hatte mit ihr doch auch viele schöne Momente erlebt.. wo sind diese Erinnerungen denn hin? Wieso denken wir beide denn nur an die schlechten Seiten unserer Beziehung?
Vielleicht.. vielleicht finden wir doch noch die Lösung für eine gemeinsame Zukunft.

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