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~ My complicated Lovestory ~

von JessyMaxx
Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P12 / Gen
Gunther Rocky Blue
01.05.2012
01.11.2012
28
63.903
 
Alle Kapitel
85 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
01.05.2012 2.434
 
Soo, Kapitel 23 ist's dann wohl!
Da ich ja, wie bereits erwähnt, gerade an einer andren Geschichte " vorschreibe ",  wird es wahrscheinlich nurnoch einmal pro Woche ein Update geben :( Dafür gibt's aber bald dann die neue Story und wenn alles sauber läuft, kann ich diese und die Neue gleichzeitig fortführen! :)
Dieses Kapitel ist mein großer Liebling :D Und zwar weil ich es Liebe, unsere Rocky in peinliche Situationen zu stecken und dann auch noch in der folgenden Thematik.. ach, lest's einfach selbst, ich find's auf jeden Fall selbst amüsant :D

Dann möchte ich mich noch so nebenbei bedanken, bzw. meine Freude darüber verkünden, dass ich wohl einen neuen Leser bekommen habe! Vielen Dank, du hast mir echt ein wenig Kraft gegeben ;)

Nun aber, viel Spaß beim Lesen, meine lieben RuntheRockerZ!

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~ Rockys POV ~

Die nächsten Sekunden vergingen wie in Zeitlupe.
Ich schaute wieder hinauf zu Gunther und erhielt kurzen Augenkontakt, als Annes Kopf diesen aber unterbrach. Ihre Gesichter waren gefährlich nah beeinander, doch ehe es zu einem widerwertigen Kuss kam, sprang David wie in einem Wrestlingkampf auf Gunther und drückte diesen zu Boden.
Zuerst stieg in mir Bewunderung auf, ich hätte nicht gedacht, dass David zu so einer Aktion fähig war. Dann wurde ich von einer Welle der Besorgnis überrascht, da Gunther und David ein paar Gläser mit zu Boden rissen und somit in einem Haufen Scherben lagen.
Und schlussendlich umhüllte mich die vollkommende aufbrodelnde Wut auf meinen Freund, der soeben beinahe meine schlimmsten Befürchtungen bestätigt hatte. Ich stand zielstrebig auf und rannte aus der Pizzeria hinaus in die dunkle Nacht. Hinter mir hörte ich Schritte, doch meine Beine bewegten sich wie von selbst weiter und mein Gehirn stellte sich nurnoch auf die inneren Schmerzen ein.
" Rocky, jetzt warte doch! Rocky, bleib bei mir!", erklangen die flehenden Worte in meine Ohren.
Als ich an einer Bank im Park ankam verlangsamte sich mein Schritttempo und ich setzte mich erschöpft auf diese. Er war mir wohl nicht weiter gefolgt, also konnte ich entspannt meine Gedanken sortieren.
Wie konnte er bloß bei unserem ersten Wiedersehen so sehr auf Anne fixieren? Er war nicht wirklich sehr betrunken, wahrscheinlich noch nicht einmal angetrunken, dass wusste ich. Also kam alles aus seinem wahren Verstand. Was war im Flugzeug passiert? Anne würde nie und nimmer versuchen ihn mir auszuspannen aber ich glaube sie würde ihn nehmen würde er sich ihr zuwenden.
Hinter mir hörte ich ein gefährliches Rascheln. Ich versuchte mich klein zu machen, doch die Angst ließ meine Glieder erstarren. Ich traute mich nicht, mich umzusehen. Das Rascheln und die dazugehöreren Schritte kamen mir näher.
Das war's. Gunther kommt von seiner Entführung zurück und ich gleite selbst in die Nächste. Oder ich werde auf der Stelle umgebracht. Ich weiß nicht, was mir lieber wäre..
" Rocky.."
Ich hörte mich selbst laut Kreischen und versteckte meinen Kopf krampfhaft zwischen meine Händen, mit einer Todesangst versetzt. Innerlich stellte ich mich auf den stechenden Schmerz ein, der mir jeden Moment wiederfahren wird. Doch stattdessen gleitete eine große Hand meinen Rücken hinauf und hinab. Vorsichtig schaute ich hinauf, neben mich, in die tiefblauen Augen. Er war mir also doch gefolgt.
" Was fällt dir ein, mich zu Tode zuerschrecken!", knurrte ich aufgebracht und schubste ihn unsanft zu Seite, sodass er beinahe von der Bank fiel.
" Was fällt dir ein, diesen David kennenzulernen?"
" Was fällt dir ein, Anne beinahe zu küssen?"
" Was fällt dir ein, diesen David kennenzulernen?"
" Was fällt dir ein, diese Stella so sehr zu mögen?"
" Was fällt dir ein, diesen David kennenzulernen?"
" Was fällt dir ein, mir ständig die selbe Frage zu stellen?"
" Was fällt dir ein, mir ständig auf die Lippen zu starren, ohne mich zu küssen?"
Ich schnappte seinen Kragen und zog ihn zu mir, sodass ich meine Lippen auf seine legen konnte. Oh wie sehr ich dieses Gefühl vermisst habe! Es war nur ein kurzer Kuss, doch er genügte, um meine Stimmung wieder komplett in Freude umzuwandeln. Ich ließ meinen Kopf und eine meiner Hände auf seiner Brust ruhen und horchte still seinen Worten. Seine Erzählung, seine Erlebnisse der letzten Tage.

" Ich musste im Waffenlager arbeiten. Am Tresen, die Bestellungen annehmen und dann dem Burschen im Lager einreichen, aber nur unter der Bedingung, dass mir der Waffenschein vorgezeigt wird. Ein Kerl konnte mir keinen vorweisen und bekam deshalb keine Waffen. Er schickte aus Rache seine Tochter, um mich zu einen Treffen einzuladen u-"
" War das Stella?", unterbrach ich ihn vorsichtig.
" Ja. Wir wollten uns am Sonntag treffen und am Treffpunkt wurde ich niedergeschlagen..".
Er schluckte schwer und ich spürte, wie sein Herz schneller zu Schlagen begann. Die Erinnerung daran tat ihm weh. Sehr weh.
" Du brauchst nicht weitererzählen..", sagte ich, doch er ignorierte meinen Vorschlag.
" Ich wachte mir gefesselten Armen und Beinen in dem Kellerraum auf. Stella kam mich besuchen, doch ich stellte bei ihren freundlichen Gesten auf stur. Schließlich wurde ich ja indirekt auch von ihr entführt. Aber Tag für Tag verstanden wir uns besser. Sie machte meine Entführung um einiges leichter und erklärte mir die Gründe, die Vorgeschichte und so viel über sie... sie war wie eine Freundin. Sie versorgte mich, vertrieb meine Langeweile und brachte mich trotz meiner Todesangst zum Lachen.."
Ein tiefer Schmerz durchfuhr durch jede meiner Nervenzellen. Sein Herz schlug immernoch unregelmäßig und schnell. Er war aufgeregt.
" Hast du dich in sie verliebt?", kamen die Worte ungesteuert.
" Sie hat sich in mich verliebt. Ich habe sie auch gemocht, sehr sogar. Sie hat mir das Leben leichter gemacht, sie hat mir geholfen, sie hat mir vertraut. Sie war diejenige, die mich aus meinem Leid befreit hat. Ja, ich habe sie geliebt. Aber nicht so wie ich dich liebe. Rocky, du bist diejenige, die mir den Kopf verdreht, wenn du mich anlächelst. Die mein Herz nicht schneller schlägen lässt, sondern es zum Stillstand bringen kann. Vergiss dass ni-"
Und wieder unterbrach ich ihn. Aber nicht mit meinen eigenen Worten, sondern mit einem weiteren Kuss, einem Kuss, indem all meine erwiederte Liebe steckte. Ich schlang meine Arme um seinen Hals, er steigerte den Körperkontakt indem er mich an den Hüften zu sich zog. Der Kuss wurde intensiver und leidenschaftlicher.
Bis ich seine Zunge an meiner Unterlippe spürte.
Aprupt stieß ich mich von ihm ab und knallte rückwärts unsanft auf den Boden. Ich stöhnte schmerzerregt auf und murmelte irgendwelche Laute.
Gunther starrte geschockt zu mir herunter. Wir wussten beide nicht, wie wir reagieren sollten.
Und dann bin ich einfach aufgestanden und weggerannt. Weggerannt vor der Erklärung, weshalb ich abbgeblockt hatte.

" Du hast was?!", fragte meine Rothaarige Freundin geschockt.
An dem Abend musste ich sie noch von der Party abholen und dann entschloss ich sie bei mir Schlafen zu lassen. Sie lag neben mir in meinem Bett und hörte sich meine Erzählung vom Abend an.
" Ja. Ich weiß nicht, ich wollte das einfach nicht.."
" Aber das ist so ein tolles Gefühl! Wirklich, da brauchst du keine Angst haben!"
" Aber ich kann das nicht!", rechtfertigte ich mich verzweifelt.
Sie schwieg. Sie schwieg zu lange, um noch einmal auf das Thema einzugehen. Wir drehten uns um und schliefen ohne ein weiteres Wort ein.

Am nächsten Morgen war wieder Zeit für Shake It Up. Gunther war wieder dabei, doch ich sprach nicht viel mit ihm. Hallo, Tschüss, Gute Moves. Ein paar Mal schüchtern Lächeln. Ich konzentrierte mich hauptsächlich aufs Tanzen, also war ich nicht allzu sehr von der Kommunikationsstörung bedrückt.
Nach dem ganzen Trubel rund um's Tanzen ging ich mit zu CeCe nach Hause. Wir holten uns ein paar Knabbereien und machten es uns auf der Couch bequem. CeCe war unüblich still. Sie überlegte, und das hieß schon etwas. Es musste also etwas Wichtiges sein.
" CeCe? Worüber denkst du nach?", fragte ich schließlich.
" Über dein Problem mit Gunther", gab sie ohne zu zögern zu.
" Scheint wohl alles so zu kommen, wie ich schon immer gesagt hatte..", flüsterte ich mehr mir selbst als ihr zu.
Ja, so langsam entwickelte sich das alles genau in die Richtung, die ich immer befürchtet hatte. Die ersten Wochen waren wundervoll, auch wenn es ein paar Strapazen gab. Aber jetzt folgt ein Problem nach dem Anderen und aus jeder noch so kleinen Fliege wird rasch ein Elefant gemacht.
" Rocky. Eure Beziehung war noch nie wie eine Normale, sie war schon immer kompliziert. ", kicherte CeCe.
Ich gab ihr einen " Wirklich?!"-Blick und kramte in der Chipstüte herum. Sie wurde wieder still. Zu still.
" Und schon eine Idee ?", hakte ich nach knapp zwei weiteren stillen Minuten nach.
" Nein. Wenn es nur eine Möglichkeit geben würde, wie wir deine Angst abschaffen können. Vielleicht durch Übung od-"
Sie stoppte aprupt und ließ ein so riesiges Lächeln auf ihrem Gesicht erscheinen, dass ihre Mundwinkel zu Reißen drohten. Doch so schnell dieses Grinsen entstand, so schnell verschwand es auch schon wieder. Verwunderung breitete sich in mir aus.
" CeCe? Was ist die eingefallen?". Sie lächelte schüchtern und schaute durch den Raum.
Irgendwas stimmte hier nicht.
" Nichts, nichts. War nichts wichtiges..", zwitscherte sie ein wenig unbeholfen.
Durch dieses Verhalten steigerte sich meine Neugier enorm. CeCe's Ideen sind zwar verrückt, aber dennoch in gewisser Weise hilfreich und garantieren oft zu einem Erfolg.
" Sag schon CeCe, du bist sonst nicht so komisch drauf. Was für eine Idee?", bettelte ich.
" Weißt du.. DU bräuchtest ja vielleicht etwas Übung, um keine Angst mehr davor zu bekommen...", fing sie an und zog jedes Wort in eine unendliche Länge.
".. und... und.."
"Und WAS?", schrie ich förmlich vor Neugier.
"..UND ICH HABE JA ÜBUNG!", schrie sie mir entgegen.
Ich blickte sie ungläubig an doch dann begriff ich, dass sie das tatsächlich ernst meinte. Eigentlich sollte ich von der Idee ja komplett angewidert sein, aber.. es wäre wirklich nicht vom Nachteil, mit einer vertrauten Person zu.. naja, üben.
" Öhm ", sagte ich monoton und schaute auf den angebissenen Keks in meiner Hand.
Wieder erschien ein unglaublich großes Grinsen im Gesicht meiner Freundin. Mit langsamen Bewegung kam sie auf mich zu und setzte sich schließlich auf meine Schoß. Ich schluckte schwer. Ja, sie saß schon oft auf meinem Schoß und wir knuddelten auch nicht gerade selten. Aber nicht in diesem Bezug, in diesem Moment war es mir einfach mehr als unangenehm, wo wir doch zuvor so ein Gespräch hatten.
" Also..?", flüsterte sie, die Mundwinkel immernoch in die Höhe gezogen.
Sie machte sich einen Spaß daraus, mich in so eine Unsicherheit zu bringen. Wir wussten ja beide, dass er nur zu meinem Besten dient und nichts mit Gefühlen zu tun hat. Nein, auf gar keinen Fall! Und jaaaaa, ich liebe CeCe. Aber das geht dann doch um Längen zu weit. Aber trotzdem..
" Ich weiß ja nicht..", gab ich kleinlaut.
Ich merkte wie sie mit ihrem Blick in meine Augen bohrte doch ich schaffte es nicht den Blick zu erwidern. Ich starrte auf das Sofa, auf die Wand hinter ihr, auf ihre Ohrringe. Aber nicht in ihr Gesicht.
" Man, Rocky, guck mich doch mal an!", befahl sie und hebte mit ihren Zeigefinger mein Kinn in ihre Richtung, somit schlussendlich auch meinen Blick.
" Na guuuut..", krächzte ich und bereute die Zusage sofort wieder.
Sie kicherte kurz, dann wurde sie schlagartig ernst. Ich beobachtete sie still und wusste nicht, wie fortzufahren war.
' Einfach hinter mich bringen' dachte ich.
Wir hatten einfachen Augenkontakt. Ich schaute von einem Auge hin zum Anderen, dann zu ihren Lippen, dann wieder hoch. Mein Magen drehte sich unwohl um. Die Situation war total... komisch.
Ich war so sehr verkrampft, dass ich die ersten Sekunden des Kusses garnicht mitbekam. Sie hatte sich zu mir hinuntergebeugt und ihre Lippen einfach auf meine gelegt. Ich schloss die Augen, doch entspannen konnte ich mich kein Stück. Noch bevor es zu DEM Schritt kam, zog sie ihren Kopf zurück.
" Man, Rocky! Bleib mal locker..", beschwerte sie sich und rüttelte leicht an meinen Schultern.
Ich nickte hastig. Ihr Blick war misstrauisch. Ein tiefer Atemzug entwich meinen Lippen, ich schloss kurz die Augen um klaren Kopf zu bekommen. Es war alles nur zu meinem Besten, damit die Sache mit Gunther dann einfacher werden würde.
" Okay, ich bin bereit!", sagte ich voller Elan, soweit man das so nennen konnte.
Wieder kam sie mir langsam näher, doch diesmal beseitigte ich den restlichen Abstand zwischen uns beiden. Zuerst lagen unsere Lippen still aufeinander und ich wurde wieder von Sekunde zu Sekunde unsicherer, ob das richtig war. Aber dann ließ ich es einfach geschehen. Langsam kam eine gleichmäßige Bewegung dazu. Ich wusste nichts mit meinen Händen anzufangen, also legte ich sie ihr einfach um den Hals. Sie hatte ihre hinter mir an der Couchlehne, um sich etwas abzustützen. Das Gefühl war ungewohnt. Nein, nicht eklig oder schlecht, so wie ich es mir vorgestellt hatte, aber auch nicht so schön wie mit Gunther. Aber ich muss sagen, sie hatte reichlich Übung in dieser Angelegenheit.
Sie stoppte kurz um uns eine kleine Atempause zu gönnen. Ihre Stirn ruhte auf meiner, unser Atem war schnell und unregelmäßig.
" Bereit?", formten ihre Lippen ohne Ton.
Ich nickte gelassen. Wieder vereinten sich unsere Lippen. Aber diesmal schneller und stürmischer. Bereits dieser Schritt war Neuland für mich. Mit Gunther hatte ich immer süße, langsame Küsse. Aber dieser war energischer. Schließlich kamen wir zum entscheidenden Punkt. Der Kuss verlor ein wenig an Geschwindigkeit und ihre Zunge berührte zaghaft meine Unterlippe. Ich stockte und wollte gerade zurückziehen, als ich mich wieder daran erinnerte, wofür diese Situation eigentlich stand. Ich musste mein Gehirn abschalten und die Dinge nicht an ihrem Lauf hinden. Also öffnete ich meinen Mund langsam und gewährte ihr Einlass. Es war ein unbeschreibliches Gefühl. Und ja, es lief alles garnicht so schlimm ab, wie ich dachte. Nein, es war eigentlich recht schön. Die Bewegungen kamen wie von selbst, nicht so krampfhaft wie ich erwartete. Nach einer Weile lösten wir uns voneinander. CeCe grinste schon wieder so übertrieben. Ihre Haare waren komplett durchwühlt, sodass mir die hitzige Röte in die Wangen stieg.
" Du warst garnicht so schlecht!", kicherte sie zwinkernd.
" Es war auch garnicht so schlimm..", erwiederte ich.
" Also Ich finde es schlimm.."
Ich schaute erschrocken zur Eingangstür des Apartements.
In die tiefblauen Augen meines Freundes.
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