Wie K-Pop mein Leben ins Positive verändert hat!

KurzgeschichteAllgemein / P6
28.04.2012
28.04.2012
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Beim Schreiben dieses Dokuments habe ich dieses Lied gehört: http://www.youtube.com/watch?v=B1FTLdVew_k

Bevor ich den Begriff K-Pop überhaupt kannte, war mein Leben nicht gerade das schönste. Schon seit der 1. Klasse bin ich Mobbingopfer gewesen. Natürlich war es nicht sooo extrem gewesen und ich hatte damals auch noch Freunde gehabt die zu mir standen und mich unterstütz gehabt haben. Von der 1-4 klasse ging es auf meiner Grundschule noch. Die Schule hieß Emscherschule, Oberhausen.

Als ich dann mit meinen Eltern und meiner Schwester nach Hannover zu meinem Großvater gezogen sind und ich dort auf die Schule kam, hab ich mich am Anfang noch mit meinen Mitschülern verstanden und hatte, wie blind ich doch gewesen bin, freunde. Die Unterschiede der Menschen zwischen Oberhausen und Hannover bekam ich bald zu spüren. Die Menschen in Hannover waren zwar freundlich, kümmerten sich aber nicht wirklich um Kinder, die Mobbingopfer gewesen sind. So wie mich zum Beispiel. Man hat mir immer die Schuld gegeben wenn irgendetwas passierte. Man hat mir immer wieder vorgeworfen wie ‘FRIEDLICH‘ es doch immer gewesen ist auf der Schule, bevor ich kam. Man hat mich immer auf dem Kica gehabt. Man hat mich sogar dazu gezwungen die 4. Klasse zu wiederholen, OBWOHL ich 7 zweier, 2 dreier und 1 vier auf dem Zeugnis gehabt hatte.

Als ich dann in die 5. Klasse auf die Hauptschule in Ronnenberg gekommen bin, hab ich damals schon ziemlich zurück in meiner Welt gelebt. Ich habe es im Kauf genommen vielleicht hier wieder ausgenutzt zu werden, weil ich Freunde haben wollte. Glaubt mir, ich bereue es bis heute noch. Auf dieser Schule wurde ich ziemlich schikaniert und war nur die ‘Freundin‘ für zwischen durch, wenn andere Mal keine Zeit hatten. Ich war IMMER nur die 2. Wahl gewesen. Weil es schlimmer auch mit dem Mobbing wurde, hab ich die Schule gewechselt zur der Hauptschule Gehrden. Da hab ich mich schon aus Erfahrungen verletzt zu werden, zurück gehalten. Aber das hat mir auch nicht wirklich etwas gebracht. Wegen meiner Schüchternheit und gerade WEIL ich so zurückhaltend gewesen war, haben die angefangen mich zu Mobben. Ich habe versucht das zu ignorieren und habe auch die Lehrer mehrmals drauf hingewiesen, aber ohne Erfolg. Dadurch WEIL ich sie verpetzt habe, wurde es noch schlimmer als ohne hin Schon.

Dazu kommen noch meine beiden Ex-Freunde. An die will ich erst gar nicht denken. Mein erster Freund hat mich nur benutzt um an ein anderes Mädchen ranzukommen. Das hat mich ziemlich gekrängt und SEHR Wütend auf IHM gemacht. Glaubt mir, wenn meine Schwester mich nicht aufgehalten hätte, hätte ich den Kerl vielleicht Krankenhaus reif geprügelt. So Wütend war ich gewesen.

Und mein zweiter? DAS war ein Riesenarschloch. Meine Schwester hatte mich Ihm vorgestellt. Am Anfang war ich sehr zurück haltend muss ich gestehen, allerdings wiederum auch Neugierig. Nach narr Zeit gab ich sein werben nach und dachte mir: ,,Ok, gib ihn eine Changs.‘‘ Aber er war auch nicht besser. Als ich dann herausgefunden gehabt habe, dass er mich nur ins Bett bekommen wollte, habe ich sofort Schluss gemacht. Das fand er natürlich nicht sonderlich witzig und ja. Mehr sag ich nicht. Er hat mir auch ca. 1 Woche aufgelauert, doch niemand hatte mir geglaubt. Ich bin darauf ohne das Wissen meiner Eltern zur Polizei gegangen und habe Anzeige wegen Belästigung erstattet und wegen der anderen Sache, die ich nicht hier hinschreiben möchte (Wer wissen möchte was es war, kann mich gerne anschreiben).

Und ab diesem Zeitpunkt war ich vollkommen fertig. Ich habe sogar, kaum zu glauben, das vertrauen an meinen Eltern und meiner Schwester für eine Zeit verloren gehabt. Es kam nur sehr langsam wieder zurück.

Als wir dann Entschlossen gehabt haben nach Norwegen Auszuwandern, weil mein Dad hier ein Job als LKW-Fahrer hatte, musste ich erst überlegen ob ich mitkommen will, hab mich dann aber dafür entschieden, weil mir der Gedanke eines Neuanfangs, all weg von den Menschen die mir wehgetan gehabt haben, recht kam, stimmte ich dem zu.

Ich wurde auf der Neuen Schule in Randaberg zwar auch gemobbt, aber wiederum war es nicht so extrem wie in Deutschland. Ich muss aber zugeben dass einer mich besonders auf dem Kica hatte. Als ich Ihn an einem Tag zur Rede stellen wollte, warum er mich immer ärgert, ist er abgehauen, ich natürlich sofort hinterher. Um mich allerdings abzuschütten fand er es besonders witzig beim vorbei gehen der Tische die Stühle umzuschmeißen. Ich bin über eins der Stühle gestolpert und habe mir an einer Schrankkannte ca. eine 10cm große Narbe auf der rechten Seite Anfang der Augenbraue zugezogen. Ich stand so dermaßen unter Schock. Als auch meine Schwester das gesehen hatte, wäre die beinahe auf meinen Mitschüler losgegangen. Ich habe ihm bis heute die Sache nicht verziehen, weil ich seinetwegen jetzt mit einer Narbe gezeichnet bin. Aber mit den Mädchen aus meiner Klasse verstand ich mich prima, auch wenn wir Privat nichts unternommen haben.

Als wir dann nach Vigrestad gezogen sind fiel es mir trotz alldem nach wie vor schwer Kontakte zu knüpfen. Ich bin dennoch über meinem Schatten gesprungen und habe Mitschülerinnen aus meiner Klasse gefragt ob sie mir vielleicht die Gegend zeigen könnten. Allerdings hieß es immer sie hätten etwas vor oder haben keine Zeit. Und ein gewisser Meik Dreher (Ihr findet ihn hier auch auf FB) hat es mir auch nicht einfach gemacht. Er ist auch deutscher. Er hat immer die Jungs aus meiner Klasse Schimpfwörter auf Deutsch gesagt wie: ,,Fick deine Mutter.‘‘ oder ,,Du bist eine Hure.‘‘ Solche Sachen halt. Die Jungs haben mich auch immer wieder geärgert. Haben mein Fahrrad zum Bespiel immer Kaput gemacht. Ich habe es den Lehrern natürlich mitgeteilt und die haben sofort was unternommen, nur aufgehört haben sie trotzdem nicht wirklich. Sie haben sogar angefangen Privat mäßig mich zu schikanieren und fertig zu machen. Ich bin sogar einen Tag so dermaßen fertig gewesen, das ich fast heulend zu Hause zusammen gebrochen bin. Die einzige Lehrerin die sich RICHTIG für mich eingesetzt gehabt hatte war Anne Britt. Sie ist Norwegerin, kann aber Deutsch. Sie hatte es dann so geregelt das mich dann die Jungs in der Schule und auch nach der Schule in Ruhe Liesen. Einige haben ziemlichen ärger mit dem Rektor UND sogar mit den Eltern bekommen.

Zu dieser Zeit habe ich auch K-pop kennen und lieben gelernt. Ich war und bin immer noch so überwältigt von der Musik und den ganzen Künstlern das ich dafür echt keine richtigen Worte finde. Und ab da an, habe ich auch angefangen mich richtig zu verändern. Ich habe mich so Angezogen und gestylt wie es mir gefiel. Ich scheiste auf die Kommentare der anderen. Ich habe mir meine Haare kurz geschnitten gehabt (ok das hatte ich auch schon in Randaberg, aber egal xD), habe sie mir gefärbt etc.

Ich finde das K-pop mein Leben ziemlich umgekrempelt hatte. Ich habe durch die Musik Selbstvertrauen bekommen, was ich mir niemals hätte vorstellen könne. Die Texte der Lieder haben mir die Augen geöffnet und mir zu verstehen gegeben das man so sein soll wie man sich wohl fühlt und auf die Meinung andere nicht hören soll, sondern einfach sein Ding durch ziehen. Ich bin heute zwar immer noch schüchtern und auch noch misstrauisch was Freundschaft angeht etc., aber mir fällt es nicht sonderlich schwer auf Menschen zuzugehen. Ich bin seit letztem Jahr Ende August in der Ausbildung. Hier auf dieser Schule werde ich NICHT gemobbt und habe hier sogar Freunde gefunden die mich so akzeptieren wie ich bin. Und sie lästern nicht über mich oder meinen Hobbys, wie es auf den anderen Schulen gewesen ist.

Es gibt zwar Momente wo ich mich einsam fühle, aber dann gucke ich immer irgendwelche Parodien oder andere Koreanischen TV Auftritte unseres Idols. Wie zum Bespiel: Idol Army, Sesame Player, Hello Baby, Idol Show, ShinPD etc. Wenn ich das immer gucke, habe ich das Gefühl das unsere Idols das teils machen um traurige Menschen zum Lachen zu bringen, was sie auch wirklich Schafen. Man hat immer das Gefühl denn Idols nahe zu sein, obwohl wir Tausende von Kilometern voneinander entfernt sind. Wir Fans lachen und weinen mit ihnen. Wir leiden und freuen uns mit ihnen, obwohl wir sie und sie uns nicht kennen. Eine weitere Sache die ich so toll finde.

Ich habe hier auf FB sogar tolle K-Pop Fans kennen gelernt und einige sind mir sehr ans Herz gewachsen.

Durch K-Pop bin ich wieder bergauf gestiegen, worüber ich wirklich sehr froh bin. Ich werde mal gucken ob ich bei der nächst bester Gelegenheit ein Brief an ein paar Bands schicke die besonders Einfluss auf die Veränderung hatten. Ich weiß zwar nicht ob meine Idols die Briefe je lesen werden, aber ein versuch ist es immerhin wert.

Es mag vielleicht welche geben die denken ich hätte einen an der klatsche weil ausgerechnet Koreanische Musik mir mein Selbstvertrauen gegeben hat, aber so ist das nun mal. K-Pop hat mir mein Leben, was sich schon fast aufgegeben habe, wieder gegeben. Hat mir aus meinen Depressionen herausgeholt, worüber ich sehr froh bin.
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