How to annoy a Poof

von Toth
GeschichteAbenteuer, Humor / P12
Anakin Skywalker / Darth Vader Obi-Wan Kenobi
27.04.2012
20.04.2016
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Ich fasse es nicht, dass ich das hier tatsächlich hochlade. Das war nämlich eigentlich so ein Must-Write für mich, seit ich die Robot-Chicken-Episoden über diesen Jedi-Meister gesehen habe. Darum auch eine kleine Warnung: Falls ihr mehr über diesen Kerl gelesen/gesehen habt als die 6 Sekunden Screentime in Episode I, dann... solltet ihr das besser nicht allzu ernst nehmen oder was anderes lesen. Denn er wird völlig OOC agieren...
Dann bin ich mal gespannt, welchen Weg diese Story noch einschlagen wird...
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„Meister? Meister?“, die Stimme von Fimo Arana wirkte schon fast verzweifelt. „Das ist nicht mehr witzig, Meister, wir müssen wirklich los!“

Der Padawan schwankte noch irgendwo zwischen Besorgnis und ärgerlichem Unverständnis.

„Ich will heute nicht… Sag dem Rat, dass ich krank bin!“, grummelte Yarael und vergrub seinen Kopf noch tiefer ins Kissen.

Es war nicht sein Tag, das wusste er bereits. Normalerweise behauptete er immer, ein sehr engagierter und gewissenhafter Jedi zu sein, doch während der letzten Nacht hatte ihn die Macht in Form einer beunruhigenden Vision vor einer schweren Geduldsprüfung gewarnt. Und Yarael hatte noch nie eine Prüfung der Macht erlebt, die ihm nicht furchtbar auf den Geist ging.

„Meister, ich kann doch den Rat nicht ernsthaft belügen…“, bettelte sein verflixter Padawan. „Die können in meinem Geist lesen wie in einem Buch!“

Erst nach einer weiteren Drehung um seine Achse öffnete Yarael seine Augen an diesem vermaledeiten Tag. Sein Blick wanderte zunächst an die Decke, dann aber sah er sich hilfesuchend im Raum um. Yarael war nie jemand, der sich groß um die Inneneinrichtung scherte, auch wenn man eigentlich seinem Quartier im Tempel eine persönliche Note verleihen sollte.

Er begnügte sich mit einem Ort für Meditationen, ein paar Schränke für seine übergroßen Roben und einen Haufen alter Bücher und Holocrons, die wild im Raum verstreut waren. Zum Glück hatte er am Vortag in weiser Voraussicht die Tür verriegelt, sodass der Padawan auf der anderen Seite ziemlich dumm aus der Wäsche guckte. Wobei, eigentlich machte er das, damit Fimo nicht auf die Idee kommen wüde, ihm sein Quartier unterm Hintern aufzuräumen. Der Jedi-Meister würde dann ja nie wieder was finden...

„Kommt schon Meister, Ihr seid spät genug dran…“

Nun erhob sich der Quermianer und schlurfte zur Tür. Der Junge würde ihn ja doch nicht in Ruhe lassen… außerdem musste er zugeben, dass sein Padawan bei der Sache mit dem Gedankenlesen durchaus recht hatte. Den armen Jungen per Gedankentricks auszuhorchen würde er diesen Leuten in der Tat zutrauen.

Er öffnete die Tür und zeigte dem Padawan seinen Ist-mir-völlig-egal-dass-du-recht-hast-denn-ich-werde-dir-nachher-trotzdem-deinen-viel-zu-kurzen-Hals-umdrehen-Blick.

„Endlich…“, seufzte Fimo und mit einem Mal konnte Yarael ihm nicht mehr wirklich böse sein.

Das war ja das Verzwickte an seiner Situation. Er hatte bereits vier Padawane ausgebildet und hielt als Ratsmitglied häufig den Unterricht für die Jünglinge, darum war er der Meinung, seine Schuldigkeit für den Orden getan zu haben und keinen weiteren Padawan annehmen zu müssen. Aber nein, er wurde quasi dazu gezwungen, diesen absolut vorbildlichen Studenten von Alderaan bei sich aufzunehmen, damit dieser ihn jeden Tag an seine Verantwortung erinnern konnte.

Es war wirklich nicht Fimos Schuld, dass er in diesen kalten Krieg zwischen ihm und gewissen anderen Ratsmitgliedern reingezogen wurde, daher versuchte Yarael ihm gegenüber stets fair zu bleiben.

„Na schön, ich werde hingehen… dir zuliebe…“, brummte er und marschierte auf direktem Wege zum Bad, wobei er Fimo erneut die Tür vor der Nase zuschlug.

„Meister, wo wollt Ihr denn jetzt hin?“
„Na unter die Dusche, was glaubst du denn?“, erwiderte Yarael ruhig, während er sich seiner Nachtrobe entledigte.
„Aber der Rat wartet doch!“
„Noch 20 Minuten mehr werden keinen umbringen…“

Dann hörte der Padawan bereits das Rauschen des Wassers in der Duschkabine.

„Das darf doch nicht…“, begann er entsetzt, zügelte aber schnell seine Frustration.

Nicht nur Yarael kostete ihre Zusammenarbeit viele Nerven. Auch Fimo war mehr als regelmäßig verwirrt vom unerklärbar störrischen Verhalten des Jedi-Meisters. Manchmal kam ihm der beängstigende Gedanke, dass Meister Poof senil wurde. Meist drängte sich ihm das auch noch in den Situationen auf, in denen Fimo betete, dass seine geistige Abschirmung halbwegs hielt, was gegen das übermächtige Ratsmitglied reichlich zwecklos ist.


Etwa eine halbe Stunde nach Ablauf der angestrebten zwanzig Minuten hatte der Quermianer seine Körperpflege abgeschlossen und trat mit kaum verbesserter Laune aus dem Bad heraus.

„Ich denke, ich bin fast bereit.“
„Fast?“, harkte Fimo schicksalsergeben nach.

Er hatte sich mittlerweile in einen Stuhl im Eingangsbereich fallen gelassen und meditierte über die Heimtücke des Schicksals, welches ihn zum Padawan des Quermianers gemacht hatte.

Yarael blieb ihm derweil eine Antwort schuldig, als er wortlos zurück in sein Schlafgemach glitt und vor dem Kleiderschrank eine Robe mit einem dem Anlass entsprechenden Braunton auswählte. Nachdem das weitere fünfzehn Minuten in Anspruch nahm, baute sich Yarael vor seinem Padawan auf, als ob nichts gewesen wäre.

„Kommst du jetzt?“, fragte der Meister betont langsam.

Fimo konnte sich ein Augenrollen nicht verkneifen, bevor er sich erhob, doch Yarael konnte es ihm nicht verübeln.

Aber weiter ließ es sich einfach nicht hinauszögern, Yarael Poof würde sich noch heute seinem Schicksal stellen müssen.


to be continued...
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