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...pretend that airplanes in the night sky are like shooting stars? I can really use a wish right now...

GeschichteAllgemein / P12
Amerika England Preussen Russland Spanien Süd-Italien
24.04.2012
06.09.2013
17
23.590
 
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Dieses Kapitel
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24.04.2012 1.564
 
McFunFan gewidmet, ich hoffe, dass es deinen Erwartungen entspricht:D
Naja es spielt im 15.Jahrhundert in Italien. Zu dieser Zeit war ganz Italien in viele kleine Staaten unterteilt und Europa war ein ganzes Pulverfass, es gab Kriege, die Großmächte wollten Italien einnehmen und in dieser Zeit schaffte es die Borgiafamilie an die MAcht in der Kirche zu gelangen.
 Papst Alexander VI. hatte viele uneheliche Kinder und versuchte vor allem mithilfe seines Sohnes Cesare  die Macht auszuweiten. Unter diesen Umständen wurden die Kinder verheiratet, Bunde mit anderen Ländern wurden geknüpft.
Dennoch waren einige Staaten gegen den Papst, die Macht wurde mit Gewalt ausgeweitet ein Wettlauf gegen die Zeit. Cesare wurde zum Kardinal gelangt, wollte aber kämpfen und gab deshalb die Ehre des Kardinals ab, da Kampf mit dieser nicht zu vereinen war, im Manga "Cantarella" (ein sehr süßes, aber tödliches Gift) wird Cesare als wunderschöner Dämon gezeigt, da Alexander VI. ihn an den Teufel verkauft hat. ( BItte nehmt es nicht allzu genau, ich hatte nicht genug Zeit, um mir alles noch dazu durchzulesen;))

Songtipp: Burn it Down - Linkin Park

Als nächstes wird Snowbunny kommen:D
Viel Spaß beim Lesen <3

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Lovino Vargas, wie er ihn manchmal doch hasste! Wie enttäuscht er von ihm war, ihm, seinem älteren Bruder, ihm, der ihn immer geholfen mit ihm zusammengearbeitet hatte! Schnell drehte er sich um, wandte den Blick von dem Süditaliener ab, der versuchte ganz Italien zu vereinen, unter der Herrschaft des Vatikans, egal, wie viel Blut er dabei vergießen musste,  mit wehendem Umhang eilte er den Flur hinunter.

Schwer schlugen seine Schritte auf dem Marmor des Vatikans auf, das Rascheln seiner schweren Händlerkleidung wurde vom in den Ohren klingenden Echo übertönt, es war wie ein Gewitter, Feliciano war wütend, obwohl er nie gedacht hätte, dass er dies jemals ihm gegenüber empfinden würde. Jetzt jedoch hatte Lovino erreicht, was er die ganze Zeit beabsichtigt hatte, ein Krieg, in den ganzen Italien gerissen würde.

Natürlich, natürlich hatte Veneziano dies verhindern wollte, er hatte nie gewollt, dass sie so verwundbar, so zerstritten würden, aber jetzt war dieses Risiko nicht mehr abzuwenden, der Vatikan ging zu weit, er wagte sich zu sehr in die Wellen der zornigen See, in der alle Länder um Gebiet und Macht kämpften, und dies war der Schlag, um den Papst, die Marionette Cesare Borgias, in seine Schranken zu weisen.

Als er das Portal aufstieß und in die von Hitze schwangere Abendluft eintauchte, schlug ihm der Geruch von Blut, Kanonen und Tod in die Nase, der Geruch von verbranntem Fleisch war ihm von früheren Kriegen in Erinnerung geblieben und jetzt wusste er, dass es nicht mehr weit entfernt war, der Sturm tobte und sie standen in dessen Auge, im Zentrum des Grauens. Bemerkte Lovino nicht, was geschah? Wie er sich veränderte? Wie sehr er bereits in eine Marionette Cesares verwandelt worden war?

Vergeblich versuchte der junge Italiener sich zu beruhigen, aber es viel ihm schwer, viel zu schwer, sein Körper zitterte vor Zorn, vor Verzweiflung und Angst, sie erfüllten ihn, umklammerten mit ihren kräftigen festen Griffen, wollten ihn nicht mehr verlassen, drei Engel, die ihn zukünftig begleiten würden.

Ohne, dass er es bemerkte, lief er weiter, der weite Himmel, der sonst so blau war, erschien ihm rot und wolkenverhangen, erdrückend, obwohl Freiheit doch anders war, sie sollte ihm doch ermöglichen sich vom Zwang zu befreien, aber Feliciano war sich seiner Pflichten bewusst, er würde sich dieser nicht entziehen können.

Er war in Ketten gelegt, gefangen und musste dem Befehl seines Herrschers gehorchen – er wusste, dass er an der Front mit all seiner Kraft und Motivation kämpfen musste. Er musste so viele Staaten wie möglich von den Zielen der Vatikangegner überzeugen, denn diese waren zu diesen Zeiten häufig, aber es würde schwierig.



“Lovino?” Erschrocken blickte er auf, als er die Stimme Cesares wahrnahm, die unvermittelt hinter ihm erklang, dennoch bewahrte er seine Maske, erhielt den mürrischen Gesichtsausdruck  und drehte sich steif um.

Er fühlt sich wirklich wie dieser bescheuerte Österreicher, aber ihm war das egal, er wollte die Macht, die er verdiente, auch wenn es schwierig war Feliciano so etwas anzutun, er wollte es, egal, was es kosten möge.

“Jawohl, Herr?”, hörte er seine Stimme ruhig aus seinem Mund – er klang so fremd.

Unauffällig strich er das Gewand der Kardinäle glatt, das was er immer zur Tarnung trug, um nicht aufzufallen, wenn er hier erschien, das Kreuz hielt er wie das Gebetsbuch und den Rosenkranz fest in der Hand, blickte seinen Gegenüber jedoch aufmerksam an, heftete seinen Blick an das Gesicht Cesares.

Er war war wirklich der Sohn des Teufels, für einen Moment hatte Lovino vermutet einen goldenen Glanz in den Augen des Sohnes des Papstes zu erkennen, aber er war sich sicher, dass es nur ein Trugbild gewesen war, das ihm seine Müdigkeit vorgegaukelt hatte, dennoch spürte er diese dunkle Aura, die Zungen des Todes, die den schwarzhaarigen Cesare umgaben und Lovino einlullten, Cesare war wie Cantarella, so verführerisch und überzeugend durch sein engelsgleiches Äußeres und doch tödlich.  

„Lovino, ich möchte, dass du mir genau zuhörst, begann er bestimmt und freundlich lächelnd, aber dennoch blitzte dieser goldfarbene Schimmer wieder auf. Der junge Italiener nickte wie in Trance, konnte sich nicht mehr von ihm loslösen, er hatte das Gefühl, dass er zuhören wollte, musste, gar keine Wahl hatte es anders zu tun.  

„Du weißt, dass dein Bruder und dessen Vorgesetzte versuchen werden sich dem Vatikan, dem Papst entgegen zu stemmen, egal, wie stark ihr Glaube auch sein möge, sie werden nichts unversucht lassen, um die Menschen aufzuhetzen, sich zu verbünden – wenn nötig werden sie sich auch mit Frankreich verbünden. Unsere Gegner sind gerissen, aber wir werden ihnen immer einen Schritt voraus sein. Italia Romano, ich will, dass du mit mir zusammen an der Front kämpfst und dem Papst wie deinem Land deine Liebe zeigst, dass du hilfst die Ehre und Stärke zu festigen, die wir verdient haben.“

Ernst hatte er ihm zugehört, während das Feuer in ihm entflammt worden war, Lovino war entschlossen, zu helfen und zu unterstützen, wo er nur konnte. Jederzeit.




Schüsse von Kanonen hallten über das Schlachtfeld, Schreie ertönten, das Kreischen von metallischen Klingen, die immer wieder aufeinander trafen und Funken sprühten, krachendes Holz und regnende Erde. Rauch hing wie Nebel über dem Schlachtfeld, rot, züngelnde Flammen, Asche, Schmerz und der letzte Lebensatem, verbranntes Fleisch, Blut, Leichen, verstümmelt und unkenntlich.

Der Kampf tobte unerbittlich, keine Gnade durfte gewährt werden, durfte nicht zugelassen werden, sie balancierten auf einem schmalen Weg zwischen Tod und Leben, elendem Mitleid und gnadenloser Brutalität – sie waren verloren, wenn sie nicht hart blieben. Animalisch brüllten die Männer, schlugen, fochten, kämpften wie Löwen, wie Tiere, es war die Macht, die sie nährte und trunken machte.

„Feliciano!“, brüllte Lovino mit voller Inbrunst, rannte, so weit es die schwere Metallrüstung zuließ, auf ihn zu, mit erhobenen Schwert. Er konnte nur gewinnen, Gott hatte gewollt ihn als Sieger zu sehen und den Willen der Kirche zu verdeutlichen und den Ketzern zu zeigen, wo ihre Grenzen lagen!

Nichts hörte er mehr, alles schien still zu stehen, nur sein Atem, sein Herzschlag waren zu hören, das Blut rauschte durch seine Adern vermischt mit purem Adrenalin, so giftig wie jene Worte, die er immer gehört hatte. Schnell wirbelte sein jüngerer Bruder herum, gerade rechtzeitig, um die Hiebe des scharfen Schwertes abzuwehren, die Überraschung war ihm ins Gesicht geschrieben, Angst vermischte sich mit Zorn, verzerrte sein Gesicht zu einer grässlichen Grimasse.

Dunkle Schatten von Schlaflosigkeit, Blut, Schmutz zeichneten dieses, er sah so alt aus, aber dennoch hielt Lovino nicht an, pausierte, zögerte nicht, er sollte lernen, was es hieß sich dem Vatikan entgegen zu stellen. Aus den Augenwinkeln sah er Frankreich wie er versuchte Italien zu Hilfe zu kommen, jedoch daran gehindert wurde, als jemand ihn angriff.

Fest biss Lovino seine Zähne zusammen, dass er schon fürchtete, dass sein Kiefer brechen würde, die Anstrengung wuchs, Müdigkeit keimte auf, aber er ignorierte sie, egal wie groß der Schmerz auch werden würde, er würde so lange kämpfen bis er gewonnen hatte!

„Lovino Vargas! Fratello grande!“, quetschte Feliciano unter seiner Anstrengung hervor, sah ihn zornig und doch... bittend an, während Schweiß über sein Gesicht rann und in seinen Augen brannte.

„ Lovi, ich bitte dich, das muss alles nicht sein! Wir können alles beenden und in Ruhe verhandeln, ich will dich schließlich nicht verletzen! Bitte“, flehte er, appellierte an Lovinos Gewissen, aber er konnte nicht aufhören, er wollte ihm zeigen, was es hieß sich aufzulehnen, schließlich hatte Feliciano es verdient, selbst, wenn er ihn mehr liebte, als er durfte.

In dem Moment jedoch war dies nur trivial, ein Mann konnte darüber entscheiden, wer gewann. Immer und immer wieder versuchte Feliciano Romanos Denken anzustoßen und ihn zu überzeugen, aber er hörte nicht auf, er hörte ihn nicht, er schwang sein Schwert immer und immer wieder, trieb sich selbst zur Spitze der Erschöpfung, aber sein Wille war stärker.

Von Verzweiflung getrieben focht sein kleiner Bruder zurück, parierte die Hiebe bis Funken sprühten, beide waren von Schnitten übersät, bluteten, waren von Asche und Dreck befleckt. Lovino liebte seinen kleinen Bruder, es schmerzte ihn ihn so sehen zu müssen, so durch sein eigenes Schwert, als er wieder klar denken konnte.

„Fratello? Wenn Gott alle Menschen liebt, ist es dann schlimm seinen Bruder zu lieben?“, brachte Feliciano schwach grinsend, aber erschöpft hervor und blickte seinen großen Bruder an, der geschockt das Gesicht des Jüngeren betrachtete.

„Vielleicht....“

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