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...pretend that airplanes in the night sky are like shooting stars? I can really use a wish right now...

GeschichteAllgemein / P12
Amerika England Preussen Russland Spanien Süd-Italien
24.04.2012
06.09.2013
17
23.590
 
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21 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
24.04.2012 1.917
 
Hello again, wieder ein neues (geschichtliches) Kapitel für die liebe Alphrad Malkowitsch und natürlich euch, auch meine anderen Leute!:3 Ich hatte das Lied "Daybreak" von Kokia bekommen, es war gar nicht so leicht herauszufinden, ob das Lied wirklich richtig war und auch noch den englischen Text zu finden, diese Version erschien mir sehr plausibel, als bitte ich um Verzeihung, wenn es das falsche Lied gewesen ist! *verbeug* Nach der kleinen Geschichtslektion werde ich ich euch auch entlassen und viel Spaß beim Lesen wünschen!:)

Historischer Kontext:
Nach ende des zweiten Weltkrieges wurde Deutschland unter den Alliierten in letztlich durch vier geteilt, sodass jedem Sieger ein Gebiet zugesprochen wurde, doch während dieser Verhandlungen und auch danach zeigten sich immer deutlicher eine Entzweiung der Verbündeten. Man verhandelte über das System in Deutschland, russischer Kommunismus und Planwirtschaft gegen westlichen Kapitalismus, und soziale Marktwirtschaft, es prallten vollkommen verschiedene ideologische Werte aufeinander, wenn man auch bedenkt, dass Amerika immer für die Demokratie und Freiheit eingestanden hatte, Russland bzw. die UdSSR  vor allem eine Art Diktatur pflegte. nach und nach entzweite sich Deutschland, da Amerika und England den westlichen Teil nach ihren Vorstellungen beeinflusste,  es kam zur Westernisierung und Amerikanisierung, der Osten Deutschlands wurde in den Osten, die UdSSR integriert. Der Kalte Krieg begann, ein Atomkrieg, ein Krieg über der ganzen Welt, in dem die beiden Großmächte nie wirklich direkt aufeinander trafen, aber immer kämpften, um ihre Werte, Vorstellungen und Systeme durchzusetzen und den anderen auszuschalten. Natürlich wurde dieser Krieg in Deutschland am deutlichsten gezeigt, vor allem als die Mauer 1961 errichtet wurde, aber  auch in anderen Ländern gab es  Konflikte in den 40ern/50ern, die sich auch weiterhin fortsetzen: U.a. der Afghanistankrieg, die Kubakrise und der Vietnamkrieg, der auch in diesem Kapitel angepsrochen wird.
Er startete 1945 mit kommunistischen Widerstand im Vietnam gegen die französische Kolonialhmacht. Russland und China als kommunistische Staaten unterstützten den kommunistischen Norden des Landes, die USA, als sie intervenierten, und Frankreich den kapitalistischen Süden, es wurde ein Stellungskrieg, ein Krieg mit bleibenden Fronten, der sich bis in die 70er zog, mit der Wiedervereinigung beider Staaten und der Niederlage der USA endete. Hier fanden auch neue Waffen Anwendung, biologische Waffen wie "Agent Orange". Der Urwald war zu dicht, als das man etwas hätte sehen können, um das Problem zu lösen, fand dieses Gift seinen Einsatz, alle Pflanzen starben praktisch, verloren ihre Blätter. Es hatte fatale Ausmaße.
http://de.wikipedia.org/wiki/Vietnamkrieg

Oh, das ist ziemlich viel geworden xD Viel Spaß bei der eigentlichen Geschichte *Kekse hinstell*

Liebe Grüße <3

http://www.youtube.com/watch?v=_ZcT9u80ZY0      Das war es glaube ich O:

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Trümmern lagen überall, der Regenwald zerstört, kahl durch Gift, die Überreste ihres Landes, Leid. Bomben, Kommunismus, Kapitalismus, USA, UdSSR, West, Ost,Norden des Vietnam, Süden des Vietnam, Krieg.
 
I won't throw it away, because dawn is coming.
There's a new tomorrow being born that watches over someone's rebirth
Every day.
[Ich werde es nicht wegwerfen, weil die Mordendämmerung kommt. Da ist ein neuer Morgen, der geboren  wird, der bei jemandes Wiedergeburt aufpasst, jeden Tag.]



Immer noch gab sie nicht auf, der Morgen kam allmählich, drang durch die dunkle Nacht, die Geburt von Hoffnung, als der Lärm des Kampfes verstummt, der Schmerz rann wie Sand durch ihre Hände. Tapfer blickte Vietnam auf, ihr goldfarbenen Augen Tränen verschleiert, blickte dem Mann, der gerade den unbefestigten Weg zu dem Hügel, auf dem sie stand,  emporschritt, stolz, erleichtert entgegen. Der Wind fuhr durch ihre langen, schwarzen Haare, versuchte sie mitzureißen, ließ ihr Áo dài aufleben und vor Freude dem Morgen entgegen tanzen, bald schien es zu enden, wenn es nicht schon geendet hatte.

Der Mann war derjenige, der ihren Urwald, ihr Land mit biologischen Waffen zerstört hasste, der sie vor den Kommunisten hatte bewahren wollen, doch ihr Volk schien es nicht zu verstehen, sie konnte es nicht verstehen, denn sie trug den  das Band, das sie mit dem Geist des Volkes verband, das Land war in zwei teile gespalten gewesen, von Krieg und Verderben zerfressen. Dennoch hasste sie ihn nicht, nicht alle schienen die Amerikaner zu verfluchen, sie zu verteufeln, sie liebte ihn noch immer, trotz all der Schmerzen, die Ivan, Yao und er ihr bereitet hatten


flies away, a quiet dawn visits everyone,
flies away, smiling, walking towards my future.



Ein Lächeln zierte ihr Gesicht, ihre Erleichterung beim Anblick der Morgendämmerung, beim Anblick seiner größtenteils währenden Unversehrtheit , alle Tage des Grauens schienen wegzufliegen, wurden von ihrem Freund, dem Wind, davongetragen und ihre Gedanken, ihre Worte, ihre Musik wurden auf leichten Schwingen zum Himmel getragen.

“Alfred...!”, rief sie leise, überrascht , rannte in seine Richtung, um ihn um den Hals zu fallen. In diesem Moment, in dem sie sich gegen seine Brust lehnte, in sich zusammensank, war sie nicht mehr in der Lage zu gehen, ihm in die Himmel gleichen,  freien Augen zu blicken, ihre Beine, ihr ganzer Körper zitterten, er gab nach, als er sie hielt – Krieg zehrte vor allem an den Kräften kleinerer Länder, wie sie es war.

„Mai! Mai Thanh!“ , flüsterte er erleichtert, aber gespielt fröhlich, seinen Ärger  der Niederlage wegen  unterdrückend, sie merkte es dennoch, als er sie an sich drückte. Sie konnte verstehen, dass er es hasste gegen seinen Erzfeind Russland und ihren großen Bruder China zu verlieren, diejenigen, die seine Überzeugung, seine ideologischen Werte verabscheuten, doch sie war glücklich das Ende der Gewalt zu sehen, nicht mehr hin und hergerissen zu sein, Freiheit und Hoffnung zu sehen, auch wenn sie es noch unbehaglich fand  Russland als Sieger zu sehen und nicht Alfred, er wäre ihr noch lieber gewesen.

„Es ist vorbei, Ivan und Yao haben gesiegt, aber... du hast deine Einheit wieder... Es tut mit Leid, dass ich dich nicht vor ihrem System  bewahren konnte“, murmelte er in ihr Haar und küsste kurz ihre Stirn. Sie würde ihm nicht sagen, dass es vielleicht nicht einmal schlecht würde, er würde sie nur tadeln und das wollte sie nicht, genauso wenig wie die Diktatur, die mit dem neuen System verbunden war. Sie kannte die beiden Großmächte und ihre Tricks und keiner wollte seine Rechte, Freiheiten und die Demokratie abgeben, sie stellte jetzt eine Bedrohung für Alfred dar, da er hatte seine Truppen abziehen, aufgeben müssen und somit die Ausbreitung des Kommunismus nicht hatte stoppen können, neuer russischer und chinesischer Einfluss im Vietnam, sie war das Reiskorn, das die Waage kippen konnte.


Even if I suddenly lose the will to survive,
I am reborn, now,
Like the quietness of night leads a gentle morning.



Sanft fuhr der Wind durch seine dunkelblonden Haare, flüsterte ihn das Ende des Krieges zu, was aber einen bitteren Nachgeschmack bei ihm hinterließ.  Er hatte sie vermisst, sich gesorgt, er sah sie nur noch jetzt, danach würde er sie für eine sehr lange Zeit nicht mehr wiedersehen, der Krieg war umsonst gewesen, schließlich hatte er ihn nicht besiegen und vertreiben können. Natürlich hatte er sich Vorwürfe gemacht, da er ihr solch große Schmerzen bereitet hatte, dass er unerbittlich gekämpft hatte, mir allen Mitteln, aber er hatte Ivan und dessen Wahn stoppen müssen, dieses gefährliche, feindliche System, die Diktatur und die falschen Werte bevor sie sich ausbreiteten  und die Welt zu einem schlimmeren Ort gemacht hätten, egal wie weh es ihm getan hatte. Vergeblich...
Wenn sie nicht infiltriert worden wäre, wenn er gewonnen hätte, hätte sie ihm gedankt, dessen war er sich sicher.

Er hielt sie fest, während sie weinte, sich an ihn klammerte und die Sonne kurz davor war aufzugehen, um sie mit warmen Strahlen zu streicheln und in ihr Glück ihrer Hoffnung und ja sogar noch einen Funken Verzweiflung als Samenkorn aufkeimen zu lassen.

Auch wenn sie plötzlich den Willen verlor, den Willen zu überleben beim Anblick der zerstörten Wälder, Äcker, Landschaften, war sie neu geboren worden, ein Phoenix der aus der Asche steigt und mit Feuer singend über den Himmel zieht, denn aus dem Tod und der Angst erwuchs ein Morgen, ein schöner Morgen aus der Stille für ihre Bewohner, das vietnamesische Volk.

Es war hart gewesen, für alle Beteiligten. Der Tod war ein alltäglicher Begleiter geworden, doch plötzlich war er nur noch ein Schatten, der an Amerikas Seite schwebte, jedoch wurde er durch das strahlende Licht, das sie ausstrahlte vertrieben, zumindest für diesen Moment.  


flies away, I feel like I could fly, right now,
flies away, with the dawn, that can always reset



Mai fühlte sich, als könnte sie fliegen, als ob sie glasähnliche Flügel besäße, die ihr erlaubten mit dem Zweilicht, dem Morgen zu fliegen, sodass all das Leid vergessen war. Ihre Tränen waren getrocknet, versiegt, hatten nur salzige Spuren auf ihrem Antlitz hinterlassen, als Alfred ihr lächelnd mit klaren Augen in die ihren blickte und ihr somit ein Lächeln entlockte – er war es ihr schuldig, er wollte sie nicht weinen sehen.

Er war von Dreck, Schweiß und Blut befleckt, seine zerfetzte Bomberjacke hatte er auf den Boden geworfen, stand mit seinem Blut getränkten Hemd vor ihr – ihm ging es dennoch gut, er konnte nicht sterben, nur sein Volk.

„ Al... verdammt, ich bin so froh...froh, dass... alles vorbei ist, so viel Tod... so viel... dir geht es gut...“, wisperte sie erstickt, das sie nicht viel sagen konnte. Sie war auch gerade nicht einmal sauer auf ihn.


In the pale dawn. . .
flies away, there's nothing to lose
flies away, I feel like I could fly, right now



Im Angesicht des Morgens war sie bereit zu fliegen, sie war sich sicher, dass es nichts zu verlieren gab, dass sie trotz der Wunden, der Dunkelheit aus dem Käfig ausbrechen, den bleichen Todesklauen entrinnen und alles aufbauen konnte – vor allem wenn er da war, denn sie war neu geboren.

Vorsichtig nahm er ihre Hand, zog sie mit in die Richtung des nächsten Dorfes, in dem das Lachen der Kinder, Freude, Lebensfreude  widerhallte . Es würde schwer werden, aber vielleicht würde der Urwald bald wieder wachsen, Nahrung würde beschafft, sie Zerstörung beseitigt. „Ich werde versuchen dir zu helfen, dich zu unterstützen, egal was passiert.“

Sie wusste, dass sein Chef es verhindern würde.“ Es war nur nötig, es ist zwar keine Rechtfertigung, die du verstehen wirst, Honey,  das weiß ich, aber es war zu eurer Sicherheit“, er antwortete ungewohnt erwachsen auf ihre unsicheren Blicke, die ihm verrieten, dass sie nicht wusste, wie all die Menschen in Zukunft überleben würden, ohne lebendige Pflanzen im Regenwald, dort war noch der Atem des Todes zu spüren.

„ Danke.“ Überrascht blickte er sie an. Als er darüber nachgedacht hatte, wie er ihr das sagen sollte, ohne sie zu verlieren, hatte er damit gerechnet, dass sie weinen, ihn anschreien, schlagen würde, ihn beleidigen, verstoßen würde, dass er sie mit Schande besudelt hatte, aber nicht, dass sie sich bedankte. Natürlich  war er froh, dass sie es tat, dennoch war er verwundert, da er mit allen Mitteln Ivan hatte besiegen wollen; sie brachte ihn doch immer zur Vernunft, tadelte ihn, falls es nicht richtig war.

I am reborn with the dawn.



Es war nur ein Flüstern gewesen, doch er wusste, dass sie ihn anblickte, dass es aufrichtig gemeint war, das kleine „Danke“, das als großes Wort in seine Hand gelegt wurde, das er festhielt, sodass es in Ewigkeit schwang.  Kurzerhand umarmte sie ihn, fest, sodass er ihr ganz nah war und er wünschte sich, dass sie nie aufhören würde ihn so festzuhalten, dass  sie nie wieder gehen würde und dafür würde er kämpfen.


Reborn...
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