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...pretend that airplanes in the night sky are like shooting stars? I can really use a wish right now...

GeschichteAllgemein / P12
Amerika England Preussen Russland Spanien Süd-Italien
24.04.2012
06.09.2013
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24.04.2012 1.697
 
Guten Morgen, Tag und Abend alle zusammen! Hier ist das Kapitel über ScotUk, das sich Nicii gewünscht hat.:)
Es ist wieder historisch und spielt im 16. Jahrhundert zur Herrschaft Elizabeth I..
Sie war eine der wenigen Königinnen dieser Zeit und sagt, um selbst regieren zu könne, dass sie mit England verheiratet sei. Unter ihrer Herrschaft stieg die Zahl der Kolonien, England wurde eine Welt- und Seemacht, gefürchtet, Freibeuter machten die Meere unsicher, England war gefürchtet, auch die spanische Armada ging unter, auch entwickelten sich Wissenschaft, Kultur, Politik und Wissen besonders gut, sodass es auch zu einem Konflikt zwischen Religion und Fortschritt kam. In Schottland  tobte in den 1560ern/70ern ein Bürgerkrieg, Maria Stuarts Armee aus Unterstützern des jungen Königs James wurde vernichtend geschlagen. Somit kam sie zu ihrer Cousine Elizabeth und bat um Unterstützung. Da sie aber katholisch war und Queen Elizabeth I. protestantisch, hatte Maria durch ihre Konfession großen Rückhalt im Volk, war eine Bedrohung für Elizabeth, sodass diese sie einsperren und  später enthauptet wurde.
(http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Schottlands   --> Mary Königin der Schotten)

Viel Spaß beim Lesen, das nächste wird RussEng sein:)

Lied: I'll Be Gone - Linkin Park
http://www.youtube.com/watch?v=P5d3MRcy-aM

Iain - Schottland
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Wie konnte er es wagen? Höhnisch lächelnd kniete er vor ihrer Majestät, vor Queen Elizabeth II., grinst, die Augen niedergeschlagen, zufrieden. Wie Arthur ihn in diesem Moment hasste, ihn, seinen Bruder, dessen Königin Maria seine Köigin Elizabeth um Unterstützung bat, weil sie Hilfe im Krieg benötigte – er fühlte sich einerseits geschmeichelt, andererseits wünschte er seinem Bruder die Niederlage, den Sturz von  Marias Sohn James, Marias Hinrichtung, der Person, die Elizabeths Position durch ihre katholische Konfession bedrohte.

Nie, nie würde Arthur diesen heidnischen Glauben annehmen, Schottland diese Genugtuung gönnen, selbst, wenn für diesen das Gespräch zum diesem Zeitpunkt gut aussah, er sich siegessicher fühlte! Arrogant, auf den Rotschopf hinunterblickend, rückte er seinen riesigen Federhut zurecht, reckte sein Kinn in die Höhe, errichtete eine Distanz und Kälte dem Schotten gegenüber, er sollte wissen, dass der Mann, den er “kleiner Bruder” nannte, der zur Linken der Queen in edle Kleider, in Pluderhosen, Wams und Strumpfhosen gehüllt, ihm übel gesonnen war, dass England nicht bereit war Schottland zu unterstützen.

Die Fackeln erfüllten mit knackendem, zischelndem Flüstern den Raum mit Goldgleichen Licht, das immer wieder einen Schein wie die Orangen aus den asiatischen Kolonien und südlichen Ländern hatte, Wärme breitete sich aus, ließ das rote Haar Schottlands noch intensiver, noch feuriger wirken. Der grüne Umhang umhüllte die Rüstung des schottischen Kriegers, verbarg  seine Körperhaltung fast vollständig, er erschien fast wie Robin Hood – wer wusste denn, was für Waffen er bei sich trug, welche Absichten er genau hegte?

Arthur hasste ihn, wie er den roten Teppich mit Schmutz besudelte, mit Blut und List, seine gespaltene Zunge säuselte süße, einlullende Worte, die er hinterrücks verdrehen würde, er würde die Völker gegen die englische Krone aufhetzen, das wusste Arthur.

“Maria, liebste Cousine, der Schutz, die Unterstützung, um die Ihr betet, ist nicht leicht zu erlangen, es verlangt viel innerhalb von zwei Tagen genug Männer aus ganz England zusammenzurufen, vor allem, um diese dann nach Schottland zu James' Hilfe zu schicken!”, verkündete Elizabeth ihre Zweifel, machte ihrer Unsicherheit, ihren Unwillen kund, sie wusste, dass die schöne Maria Thuart  eine Bedrohung war, sie hatte schon einen Entschluss gefasst, sie musste  nur ihre wahre Gesinnung verbergen, die Worte verbiegen und wie eine Spinne ihr Spinnennetz verwirren.

Möglicherweise erschien sie harmlos, ein Engel, der in schönen, prachtvollen Kleidern, in Schmuck, in Perlen, in aufgetürmte Frisuren gehüllt war, schön wie der Himmel selbst, aber die Schleifen und die Berge von Puder verbargen nur den klugen Kopf dieser Frau.Dem Blonden war bewusst, dass es nicht die feine, englische Art war einen so hinterhältigen Plan zu schmieden, den um Hilfe Bittenden zu umgehen, aber Schottland, der ihn gerade wütend mit seinen grünen Augen anfunkelte, wollte die Krone, da war er sich sicher.

Zornig erwiderte England den Blick seines Bruders, forderte ihn heraus, er wollte sehen, was in Iain vor sich ging, was ihn bewegte, was er dachte, denn dann war es ein leichtes Spiel. “Nun, ich bin mir sicher, dass Ihr meine Dankbarkeit und meinen Respekt besäßet, Elizabeth, jede andere Reaktion wäre mir zuwider, wie Ihr wisst. Ich bitte Euch inständig: Erhört unser Flehen!”

Maria war verzweifelt, sie war sich des Ernstes der Lage bewusst, ihre Armee von sechstausend Mann war gerade erst bei Glasgow zerschlagen worden, die Stücke  waren Sterben eines Spiegel ihrer Stärke, lagen zertrümmert auf dem Boden und kein Ende des Bürgerkrieges war nicht in Sicht – Schottland versank im Chaos unter der Regentschaft eines Kindes, unter James VI..  

“Eure Majestät, der Ernst der Lage ist unübersehbar, Ihr habt kein Recht die Hilfe zu verwei-...!”, begann Iain zu schreien, er schien dem Gehörten nicht zu vertrauen, dem was Queen Elizabeth I., die Welteroberin, seine Ehefrau gesagt hatte!

“Ich denke, sehr wohl, dass Ihre Majestät das Recht hat, diese zu verweigern,  Ihr meintet wohl, einen Rat zu geben, dass sie dies nicht sollte! Ihr seid nicht in der Position der Herrscherin Englands einen Befehl, geschweige denn einen Rat zu erteilen, Sir”, empörte sich der Engländer, nachdem er aufgesprungen war, um sich dem Schotten entgegen zu werfen, woran er aber gehindert wurde, die Wachen hielten ihn zurück, während seine Stimme an Volumen gewann, immer kraftvoller brüllte.

Er fühlte sich wie ein Löwe, sein Körper zitterte vor Wut, das Blut schoss in seine Wangen, raste durch seine Adern, verteilte Hitze in seinem ganzen Körper – es war pure, rasende Wut, denn er liebte jeden in England, vor allem seine Königin. Auch Schottland verhielt sich nicht rücksichtsvoller,  man sah förmlich wie sich die Wut in ihm staute, ein Ventil suchte. Eine Wutader pulsierte an seinen Schläfen, das Gesicht so schön es auch immer war, war zu einer grausamen Fratze verzogen, die den Wasserspeiern außerhalb ähnelte.


Auch Stunden später hallte noch das Gebrüll durch die leeren Gänge des Palastes, obwohl es längst verstummt war, man hätte meinen können, dass man auf einem Friedhof im Winter wandeln würde, dass der fallende Schnee alles verschlucken würde, nur das knarzende Geräusch des Schnees unter den Füßen.

Aber dort war nichts. Als ob selbst die Vögel, die Bienen, die Menschen ihren Spaß an der Sommerluft verloren hätten, still da säßen, um niemanden zu verärgern. Totenstille, in der Ferne waren Schwerter schon zu hören, Ketten rasselten, als sie Maria anketteten, von der Umwelt abschotteten, das Blut würde fließen und Schottland im Krieg versinken.  

“Schottland.” Stille folgte, nur ein Grunzen seitens des Schotten. Eine Pfeife hielt er in der Hand, als er auf dem Bett lag, das in seinem Gästezimmer stand,  der linke  Arm über seinen Augen. “Du weißt, warum ich es getan habe”, fuhr Arthur fort, als er die Tür schloss und langsam ins Zimmer schritt.

Obwohl es draußen sehr warm war, prasselte ein Feuer im Kamin, die Vorhänge bis auf einen Spalt zugezogen, sodass man durch den einfallenden Lichtstrahl einen Rauchwolke entdeckte, die schwer über  dem Boden hing und sich an alles klammerte. Klack. Klack. Klack.  Er trug seine Stiefel, da er sich darauf vorbereitete in See zu stechen – wie Elizabeth es verlangte.  

“Warum du es getan hast?”, knurrte er. Der Rothaarige richtete sich blitzschnell auf, schaute ihn mit stechendem Blick an, als seine Pfeife auf dem Boden zerschellte und den glühenden Tabak verteilte.

“England, ich verstehe es nicht, es ist eine einfache Bitte, aber natürlich kümmert es dich nicht, was mit Schottland geschieht, hauptsächlich soll es England gut gehen, nicht? Du widerst mich an und ich sage dir“, flüsterte er mit bedrohlich leiser Stimme, in der der tiefe schottische Akzent mitschwang, und war bei jedem Wort näher gekommen, sodass sie direkt an der Wand hinter der Tür standen, „du wirst irgendwann Reue verspüren, wenn du bemerkst, dass England Macht verliert und unbedeutend wird.“

Er spuckte ihm ins Gesicht, woraufhin der Blonde den Kopf angewidert zur Seite drehte. Iain roch nach Whiskey und Rauch, er war nicht ganz der Herr seiner selbst und Arthur hatte sogar das Gefühl, dass er auch Opium geraucht hatte, um eine Lösung zu finden.

Langsam,ganz langsam kam er ihm näher, als er noch eine Flasche ergriff und einige große Schlucke nahm, woraufhin er sie gegen die nächste Wand warf, mittlerweile hing auch ein süßlich schwerer Duft in der Luft – Arthur hasste dieses Verhalten, er hasste, die Schottenröcke, die er trug, die roten Haare und grünen Augen, er hasste seine Angewohnheit zu rauchen und Whiskey in Fässern zu verdrücken, er hasste diesen schottischen Akzent, mit dem er immer sprach, er hasste – und liebte ihn. Egal wie sehr er es verdrängen wollte, diese Zuneigung blieb, immer und immer wieder kehrte sie zurück, in diesen Momenten, in denen sie sich so nah und ungestört waren.

Dennoch blieb der Engländer steif, versuchte das falsche Gesicht zu bewahren und keine Regung zuzulassen, er hatte genug erlitten, als er ein Kind gewesen war. „Arthur. Arthur“, schnurrte Iain und hauchte leicht gegen Arthurs Hals.

Sein Atem war heiß, ein warmer Nordwind, der sein Innerstes aufwühlte, ihm einen Gänsehaut bescherte, da sich seine Haare sträubten. Ob der Schotte wusste, was er tat? „Tha gra dh agam ort... Lass das in diesem Raum für immer sein, lass es hier , wenn du es begehrst, Arsch“, knurrte er leise und küsste ihn.

Er konnte sich nicht mehr rühren, er war überwältigt, Arthur wusste nicht mehr, was er tun, was er sagen sollte, sollte er seine Gefühle kund tun oder ihn beschimpfen und schlagen? Er war immerhin verheiratet, sodass sie regieren konnte, ohne einen anderen Mann an ihrer Seite, der dann das Ruder übernahm, aber andererseits, egal wie sehr er den Schotten auch verabscheute seitdem er ein Kind war, liebte er ihn. Nein, er durfte sein Würde und Glaubhaftigkeit nicht auf das Spiel setzen, er war Pirat und der Mann, der Elizabeth unterstützte...

„... love thee too...“, flüsterte er ungehalten.

Wie lange sie so verweilten, wusste er nicht, es war eine sehr lange Zeit gewesen, aber wie lang war ihm nicht klar. So lange bis die Dämmerung kam und sogar noch länger.


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Tha gra dh agam ort. = Ich liebe Dich.
[I] love thee too= Ich liebe Dich auch.

Verwirrend? :D Ich hoffe, dass es euch gefallen hat;)
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