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Gewitter

GeschichteAllgemein / P6 / Gen
Maria deLuca Michael Guerin
24.04.2012
24.04.2012
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2.124
 
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24.04.2012 2.124
 
Leise knisterte das Kaminfeuer in dem kleinen Holzhaus am See.
Maria und ihre beste Freundin Liz saßen zusammen auf der Couch im Wohnzimmer und waren beide vertieft in ihr Buch.
Draußen wurde es immer dunkler, und in der Ferne hörte man ein Gewitter aufziehen.
Liz stand ohne ein Wort auf und ging durch das kleine Wohnzimmer in die daneben liegende Küche, es klapperte kurz und raschelte kurz danach. Dann hörte man das leise piepen der angestellten Microwelle und das anschließende poppen.
Nachdem das letzte ploppen erklungen war, und nochmals ein rascheln folgte kam Liz auch schon wieder in das so wunderbar kuschelig eingerichtete Wohnzimmer.
Sie stellte zwei Tassen mit Kräutertee und die riesen Schüssel Popcorn auf den Couchtisch, dann nahm sie einen Schluck und vertiefte sich wieder in ihr Buch.
Maria nahm ebenfalls die Tasse legte jedoch ihr Buch ab und nahm das Popcorn, doch aus sie brach das so angenehme Schweigen was beide zutiefst genossen nicht.
Der Donner wurde lauter und kündigte den baldigen Regen an.
Maria verfiel in Gedanken, wie so oft wenn Liz und sie mal für sich waren.
Sie fragte sich immer wieder ob Liz und Sie vor 7 Jahren die Richtige Entscheidung getroffen hatten, war es richtig gewesen, die drei doch nach Antar zurück kehren zu lassen. Nachdem Max und Liz so plötzlich geheiratet hatten und sie alle geflüchtet waren, verlief alles etwas seltsam. Sie waren jeden Tag, jede Stunde auf der Flucht und das zwei ganze Jahre, doch dann rief Kyles Vater an und gab Entwarnung. Wir kehrten Glücklich vereint nach Roswell zurück und nachdem wir unseren Eltern den Rest erzählt hatten, war es wieder wie früher, nur einfach besser. Liz und Max wollten Studieren, Michael fing eine Ausbildung zum Automechatroniker an, Kyle wurde Polizist und ich wollte Alternative Medizin Studieren. Doch dann kam alles anders. Eine Nachricht von Antar erreichte Max, sein Onkel schrieb, sie müssten zurück, sonst würden Millionen „ Menschen „ auf Antar leiden, durch die Herrschaft von Kivar. Doch der Satz den ihm am Härtesten traf war, das er nur so seinen Sohn retten könne, denn Kivar wolle auch die Erde vernichten. Nachdem diese Nachricht in der Gruppe besprochen wurde, entschied man fast einstimmig,  dass die drei zurück mussten.
Max bat Liz auf seinen Sohn Zan aufzupassen und ihn als ihren Sohn zu erziehen,  sie stimmte natürlich zu und die beiden verbrachten die letzte Nacht zusammen.
Michael wollte nicht gehen, er hatte als  einziges dagegen gestimmt zu gehen. Nachdem Max und Liz geheiratet hatten, hatte er mir ein Versprechen gegeben, es versprach, mich nie wieder zu verlassen.
An diesem Abend hatten wir ein langes tiefgehendes Gespräch und er zeigte mir erneut wie sehr er mich liebte und wie sehr er dieses Alienzeug hasste.  
Wir verbrachten ebenfalls die Nacht zu zweit und verabschiedeten uns auf unsere Weise, nur diesmal wusste ich, er würde fliegen egal was komme. Ich ging mit Liz und Kyle mit zur Höhle und wir verabschiedeten uns Tränenreich, auch Izzy und Kyle fiel der Abschied nicht leicht, denn die beiden hatten eine tiefe Freundschaft aufgebaut. Doch das alles half nichts wir mussten sie ziehen lassen.
Michael kam auf mich zu und wir küssten und lange, doch auch diese Kuss endete, er versprach wieder zu kommen, egal wie, und ich versprach auf ihn zu warten. Nun saß ich hier 7 Jahre später, mitten in Kanada in einem kleinem Holzhaus mitten im Nirgendwo an der Seite Liz und die vier Rabauken.
Maria wurde aus ihren Gedanken gerissen als der es nun stark anfing zu regnen und es unnachgiebig Donnerte und Blitze. Liz war schon ans Fenster getreten und suchte den See und die Umgebung mit ihren Augen ab. Sie trat zu ihr und legte ihr die Hand auf die Schulter, “ mach dir keine Sorgen Zan ist clever und vorsichtig, sie werden jeden Moment angelaufen kommen.“
„ Ich weiß Maria, er ist mittlerweile fast zehn und für sein alter viel zu vernünftig, er ist eben der Sohn seines Vaters.“ Liz schaute traurig in den düsteren Himmel.
„ Nun dann frag ich mich doch glatt woher sein Bruder dann diesen Hang zur Gefahr hat, muss ja dann von dir kommen.“ Kicherte Maria um ihre Freundin aus der depressiven Stimmung zu holen.
„ Ich glaube ja eher, dass deine Sprösslinge ihn angesteckt haben, bei so viel Temperament kann man ja keine innere Ruhe aufbauen, da wird man förmlich mitgerissen.“ Liz grinste Maria an die sie leicht empört dann aber doch lächelnd ansah.
„ Ja die beiden sind auch ganz die Kinder ihrer Eltern, es konnte ja nur eine explosive Mischung werde, bei Michael und mir.“ Maria rannte genau in dem Moment eine Träne die Wange hinunter.
Liz sah es und auch ihr liefen die Tränen.“ Süße bitte nicht du weißt wie das endet und die Kinder sind gleich da.“Augenblicklich riss sich die junge Mutter zusammen.
Sie hatte allen Grund glücklich zu sein, denn trotz allem Temperament ihre Kinder genau wie die von Liz beherrschten ihr Kräfte und das hieß  sie konnten bald aus dem Exil zurück kehren.
Kira und Josh würden endlich ihre Oma sehen und konnten dann auch auf eine richtige Schule, Liz gab sich zwar alle Mühe und die Kinder waren alle mit ihrem Wissensstand auf dem Stand ihres Alters aber sie mussten in die Schule. Doch bisher hätten die vier zu viel Aufsehen erweckt.
Die Tür wurde aufgerissen und vier bis auf die Knochen durchnässte Kinder standen im Flur und tropften den Boden voll.
Kira und Zan rannten umgehend in ihre Zimmer und schälten sich aus den Klamotten nur unsere kleinen Söhne, die wussten nichts mit sich anzufangen. Josh schaute mir so bittend in die Augen, wie es nur sein Vater gekonnt hatte. Es war als wäre ich wieder 16 und Michael würde nach diesem schlimmen Streit mit Hank vor meinem Fenster stehen und mich flehend ansehen.
Und so wiederholte ich meine Worte nur durch eine Kleinigkeit verändert, „ Schatz, du musst aus den Nassen Sachen raus, sonst wirst du krank.“ Nur schwer verkniff ich mir ein Schluchzen. Denn noch etwas  war so schwer und doch so schön zu ertragen, denn  Josh glich Michael bis aufs Haar.
Er war Michaels komplettes Ebenbild, Liz dagegen hatte dafür Zan, ihr kleiner Sohn Sam, war eine gute Mischung, wobei ich fand er sah ihr eher ähnlich.
Und so zogen sich beide bis auf ihr Unterwäsche aus, und Liz und ich rubbelten sie trocken.
Josh guckte mich dabei ganz seltsam an und erst als er dick eingepackt im Bett lag und ich meinen anderen kleinen Wirbelwind auch ins Bett gebracht hatte, fing er an zu sprechen.
„ Mommy, warum siehst du mich immer so an.“ Josh schaute ganz verzweifelt und ich fühlte mich so schlecht.
Ich zitterte leicht doch versprach den beiden gleich wieder da zu sein, ich ging in mein Zimmer schloss die kleine Truhe auf und ging zurück ins Kinderzimmer. Dann entschloss ich mich den beiden mehr als nur das übliche von ihrem Vater zu erzählen, ich wollte ihnen zeigen wie er aussah. Doch selbst ich hatte das Foto seit 6 Jahren nicht heraus geholt.
Kira stand aus ihrem Bett auf und kam zu mir und ihrem nur 2 Minuten jüngeren Bruder. Ich nahm auch sie in den Arm und öffnete das Kuvert mit den Fotos. Meine kleine Tochter sah das erste Foto und gluckste, “ Mama bist das etwa du, du siehst ja fast so aus wie ich.“
Es war keine Überraschung für mich denn Kira war mir sehr ähnlich, nicht nur vom aussehen, doch die Augen und die Sturheit kamen von ihrem Vater.
Dann nahm ich das wichtigste Foto heraus, es war ein Bild von Michael und mir, es war in Disneyland gemacht wurde, und wir waren damals sehr glücklich. Die Kinder sagte kein Wort, doch irgendwann brach meine Tochter das Schweigen, „ deshalb schaust du Josh so traurig an, er sieht genau aus wie Papa.“ Josh fing an zu weinen, das tat er selten, schon als Baby, er war auch da wie sein Vater nur keine Gefühle zeigen. Wir lagen lange so zusammen und ich erzählte den Kindern viel mehr als ich es je zuvor getan hatte. Dann trug ich sie rüber in mein Bett und wir schliefen alle drei sofort ein.
Tage vergingen und unsere Abreise rückte immer näher, bald würde dieser Ort nur noch unser Urlaubsort sein, nicht mehr unsere Heimat. Liz und ich hofften, dass den Kindern Roswell gefallen würde und dass sie das Klima dort vertrugen.
Am Tag unserer Abreise kamen Jim und Kyle uns abholen, und die vier Kinder flippten regelrecht aus vor Freude.
Zuhause angekommen konnte ich es nicht fassen, Roswell hatte sich kaum verändert, nur eins war anders, neben dem Haus meiner Mutter stand ein neu gebautes Haus und am Briefkasten hing ein Schild. Hier wohnen Liz, Zan und Sam Avens und Maria, Kira und Josh DeLuca.
Liz und mir liefen die Tränen und auch die Kinder waren Glücklich, denn jeder  hatte nun sein eigenes Zimmer. Unsere Eltern und auch die von Max und Izzy hatten uns ein Haus bauen lassen, wo wir und die Kinder leben konnten.
So vergingen weiter fünf Monate, und es waren trotz der Tatsache das drei so wichtige Menschen fehlten, wunderbare Monate.
Zan war Klassenbester und gewann einen Wissenschaftswettbewerb  nach dem anderen, Sam und Josh wurden die Fußball Helden der Stadt und auch sie waren gut in der Schule auch wenn Josh und er oft ärger bekamen. Meine kleine Tochter wurde ganz im Gegensatz zu mit auch zu einer guten Schülerin, wobei sie auch nie die beste der Klassen werden würde. Doch mit ihren gerademal sieben Jahren war sie aber die hübscheste der ganzen Schule. Sie hatte angefangen Karate angefangen und war dort schnell eine gefürchtete Gegnerin. Liz hatte wieder bei ihren Eltern angefangen und half ab und an bei mir im Laden aus, denn ich hatte in Kanada mein Fernstudium zur Naturheilkunde mit Bravur bestanden und hatte ein Geschäft für diesen in Roswell eröffnet. Natürlich konnte der Laden davon alleine nicht überleben, daher bat ich auch online meine Produkte an.
Wir hatten uns also alles in allem wieder gut eingelebt.
Doch dann passierte das Unglaubliche, Zan kam mitten in der Nacht zu mir und weckte mich.
„ Tante Maria du musst mich sofort in die Wüste fahren, bitte beeil dich es ist wichtig.“ Zan hatte Tränen in den Augen und da der Junge sonst nicht zu Überreaktionen  neigte, zog ich mir schnell etwas über und fuhr mit ihm zu dem so alt bekannten Felsen. Bevor ich komplett zum halten kam war er auch schon aus dem Auto rauf auf die Felsen geklettert.
Ich verstand einfach nicht was auf einmal in ihn gefahren war und warum er um diese Uhrzeit nicht seine Mutter geweckt hatte. Aber nun stand ich hier, an dem Ort an den ich niemals zurück wollte, wo mich doch alles so schmerzhaft an den schlimmsten Tag in meinen Leben erinnerte.
Doch als ich wieder hoch schaute stellte ich mit entsetzten fest das Zan verschwunden war, also rannte ich ebenfalls die Felsformation hoch meinem Patenkind hinterher.
Als ich oben ankam hatte Zan es geschafft in die Höhle zu kommen und tippte irgendwas in eine Art Computer ein.
„ Zan, Schatz bitte geh da weg, ich weiß nicht was du damit alles zerstören kannst.“
„ Ich würde dich niemals in Gefahr bringen Tante Maria, aber bitte vertrau mir.“ Zan drehte sich nicht mal um, als er dies zu ihr sagte.
Doch sie entschied sich dem Jungen zu vertrauen, denn auch Max hatte sie immer vertraut.
Kurze Zeit später piepte der Computer und Zan nahm Maria bei der Hand und führte sie raus.
„ Nun müssen wir nur noch kurz warte.“
Und dann, ohne dass Maria auch nur etwas gesehen hatte, öffnete sich mitten in der Wüste eine Luke, oberhalb von ca drei Metern und in ihr standen Max, Isabelle und ihr Michael.
Michaelüberwand die paar Meter mit  einem kurzen Sprung, er landete weich im Sand und rannte auf die völlig erschütterte Maria zu. Max schaut etwas verblüfft, zu seinem mittlerweile so Erwachsen gewordenen Sohn.
„ Zan mein Sohn, wie geht es dir, ich habe dich so vermisst, doch sag wo ist deine Mutter.“ Zan grinste seinen Vater an, und wunderte sich über seine Aussprache.
„ Dad, du kennst doch Mom, sie wäre nie wie Maria einfach aufgesprungen ohne zu fragen und mit gekommen.“ Daraufhin lächelte er seinen Sohn an.
Izzy begrüßten ebenfalls ihren Neffen und freute sich endlich wieder zuhause zu sein.
Maria und Michael hatten sich aus der Umarmung gelöst und schauten sich tief in die Augen.
Keiner der beiden wusste was er sagen sollte und so sagten sie erst mal nichts und hielten sich einfach fest.
Zan und die beiden anderen waren bereits am Auto als Michael und Maria zu ihnen gingen. Auch Maria wurde von den beiden anderen Herzlich begrüßt.
 
 
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