Tomb Raider: Too Close

von Hela
KurzgeschichteRomanze, Freundschaft / P16
Kurtis Trent Lara Croft
22.04.2012
24.04.2012
3
3.219
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Tomb Raider: Too Close

Before Midnight


Erschöpf schwang sich die braunhaarige auf das Sofa und ließ den Kopf auf das Polster sinken. Den ganzen Tag hatte sie geräumt und einsortiert. Sie war natürlich erleichtert, dass nach den Monaten das Croft Manor wieder aufgebaut war, doch dieses einräumen war wirklich nicht ihre Stärke. Etwas erkunden und entdecken war eher das ihre. Natürlich waren in einigen Räumen immer noch die Handwerker am Arbeiten, doch das wichtigste wurde wieder zusammen gestellt. Am meisten trauerte sie den Artefakten nach, die bei dem Brand auf das Unkenntliche nieder brannten. Gut, nicht alles. Denn vieles bestand schließlich nicht aus einem Material, dass sich so leicht verbrennen ließ, doch hinterließ die Hitze seine spuren. Lara Croft würde ihrer Doppelgängerin niemals verzeihen was sie ihr angetan hatte. Ihr zu Hause in die Luft sprengen war eine Sache, aber dann auch noch einen ihrer Freunde zu ermorden war das letzte. Alistair musste an diesem Tag erleben wie es war zu sterben und dann auch noch in ihren Armen.
Gerade begann sie darüber nach zu denken, wie viele Leute wegen ihr schon gestorben waren. Eigentlich hatte sie vor nach getaner Arbeit nun zu entspannen, doch dieser Gedanken hatte sich gerade in ihr festgesetzt. Da war ihr Vater, der nicht unbedingt wegen ihr starb. Werner von Croy, ehemaliger Freund, der ihr aber trotzdem wichtig gewesen war und für einen kurzen Moment fiel ihr auch wieder dieser eine Mann ein. Sie hatte ihn das erste mal in Paris gesehen. Wie war noch einmal sein Name?- Kurtis Trent. Von diesem konnte sie sich nicht einmal verabschieden. Im Gegensatz zu den anderen Morden, hatte sie ihn nicht wirklich gekannt. Sie wusste nur, dass er von einem Gegenspieler zu einem Verbündeten auf Distanz geworden war.
Die Archäologin seufzte und drehte sich auf die Seite.

Sie rieb sich einmal über die trägen Augen. Was machte sich darüber denn Gedanken. Das war vergangen. Sehr vergangen sogar. Ein leichtes Lächeln huschte auf ihr Gesicht. Wie viel sie doch wieder erlebt hatte. Ein langweiliges Leben führte sie garantiert nicht. Lara war sich sicher, dass wenn sie eines Tages zu alt für das alles werden sollte und nichts mehr tun könnte, würde sie garantiert daran eingehen. Ihr würde es so sehr fehlen. Plötzlich kam ihr die Idee auf einem Schiff irgendwo hin zu reisen, doch das schüttelte sie schnell wieder weg. Manchmal hatten ihre Gedanken ihre eigenen Gedanken. Huch, wie verwirrend. Aber so was passiert schnell, man denkt plötzlich über etwas nach, was man eigentlich nicht geplant hatte.
Die Frau mit dem Zopf wackelte mit den Füßen und setzte sich schnaubend wieder auf. Es war fast zwanzig Uhr und das einzige was sie heute getan hatte, war Kisten von A nach B zu schleppen und diese aus zuräumen. Wieder seufzte sie. Ihre schönen Bücher. Alle waren sie hin. Dabei waren doch Bücher die besten Waffen die sie hatte. Ohne diese hätte sie so vieles nicht geschafft.

Lara stand auf und schlenderte die breite Treppe hinauf, bog nach links und nahm die zweite Tür. Sie führte zu ihrem Großräumigen Schlafzimmer, welches zusammen mit der Eingangshalle als erstes erneuert wurde. Ihr Trainingsraum hingegen war immer noch nicht mal angefangen. Aber dafür hatte sie ja noch ihren Garten und irgendetwas würde sich in den kommenden Tagen sicherlich für sie finden. Schließlich blieb Miss Croft doch niemals Arbeitslos. Nachdem sie gefühlte zehn Minuten durch den großen Flur geschlendert war öffnete sie die Tür zu ihrem Schlafzimmer und zog sich sofort das Hemd über den Kopf weg. Achtlos war sie es über den weißen Sessel und ihre relativ enge Jeans tat es dem Oberteil gleich. Auf dem säuberlich gemachten Bett erwartete sie schon ein feiner Schlafanzug. Lara wartete nicht lange und schlüpfte in diesen hinein um darauf sich in das Bett zu kuscheln. Sie hatte das Gefühl, dass es immer noch nach Rauch und Feuer stank, aber es half ja nichts. Vielleicht stellte sie morgen einfach ein paar Duftkerzen auf. Oder solche Stäbchen die langsam vor sich hin glimmen und dabei einen intensiven Geruch in dem Raum hinterließen. Mit leicht trägen Lidern rutschte die Abenteuerlustige tiefer unter die Decke und verstaute ihre Arme darunter. Noch war die Decke kalt und wärmte sie nicht wirklich, aber das würde sich schon noch ändern. Kurz warf sie einen Blick auf das Buch zu ihrer linken, welches sie vor einigen Tage angefangen hatte. Es war ein normaler Krimi. Nichts, unbedingt, wissenswertes. Einfach irgendein ‘Bestseller’ aus einem Laden. So etwas sollte schließlich auch mal gelesen werden. Doch Lara war gerade zu müde um darin auch nur ansatzweise weiter zu lesen. Ihre Lider sanken und in binnen von Sekunden war sie eingeschlafen.
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