Schatten und Licht

GeschichteFamilie, Fantasy / P16
Jim Clancy Melinda Gordon
21.04.2012
29.07.2013
18
42335
3
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Aiden ist fast acht und kennt seine Gaben, beim Spaziergang im Park entdeckt er so eine völlig verstörte und traurige Jugendliche. Mit seinem Vater bringt er das Mädchen ins Krankenhaus. Wo, Aiden und Melinda hinter ihr Geheimnis kommen. Die Jugendliche hat alles verloren, nur ihre tote Schwester ist Alexandra geblieben, mit der sie spricht. Der Geist, Cassandra, indessen bringt es nicht über sich, die jüngere zu verlassen, da ihre Umwelt die noch lebende Schwester unter Psychopharmaka stellt. Zudem werden beide Schwestern von Alpträumen geplagt und sehen wir Aiden die Schatten. Steckt mehr dahinter? Sind es gar keine Träume, sondern Visionen, oder gar... Erinnerungen?

Ich kenne Ghost Whisperer noch nicht so lange, daher entschuldigt wenn ich etwas anders, als in der Serie beschreibe.

Lg Dani

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Alle Charas gehören den Autoren und Erfindern der Serie, ich verdiene hiermit nichts.

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1. Begegnungen

„He! He, Aiden! Warte!“
Er rannte seinem Sohn besorgt nach und holte ihn auf, doch der Junge ging rasch weiter und blieb erst vor einer Parkbank stehen auf dem eine zusammengekauerte Jugendliche saß. „Aiden! Halt! Geh, da nicht hin!“

Er ging vor seinem Sohn in die Knie, die Jugendliche schien sie noch gar nicht bemerkt zu haben. Argwöhnisch und besorgt hob er den Blick. Sie war blass, die Augen gerötet und dunkle Ringe lagen unter ihren Augen. Ein Junkie? „Aiden, du kannst nicht einfach so zu Fremden gehen, vielleicht... ist sie krank, oder...“
„Nein...ist sie nicht... sie ist traurig. Sie ist allein und Angst und... ihr ist ganz kalt Dad.“
„Woher...woher weißt du...,“ er seufzte und rollte die Augen, „Lass mich raten, du... spürst es?“
Sein Sohn nickte und sah traurig zu dem Mädchen. Jim seufzte, er wusste Melinda würde ihn umbringen. „Okay, du wartest hier, geh nicht näher, ich seh nach ihr, okay?“
Der kleine Junge riss an seinem Arm und schaute ihn aus großen besorgten Augen an. „Sie hat Angst vorm Doktor, Daddy.“
„Okay, dann...bleibst das unser Geheimnis?“ Er zwinkerte seinem Sohn zu und Aiden nickte ihm erleichtert zu, schon lagen die Kinderaugen wieder auf der Jugendlichen. Er seufzte, stand auf und ging auf die Bank zu, er setzte sich und berührte das Mädchen am Arm. Ihre Jacke war furchtbar nass und kalt. Die kleine zuckte zusammen und starrte ihn erschrocken an, sie wollte aufspringen, doch er reagierte schnell und hielt sie zurück, sie schrie und wollte sich losreißen, doch sie strauchelte und er fing sie auf. Er schob sie zurück auf die Bank und reichte seinem Sohn, das Handy. „Wähle den Notruf!“

~*~

Aiden saß auf der Bank vor dem Ambulanzraum, in dem die Ärzte und Schwestern sich um das Mädchen kümmerten. Sein Vater war draußen, um seine Mutter anzurufen. In dem Moment in dem ein Schrei ertönte sprang der Junge auf, er schrie.
Die Tür krachte auf, das Mädchen aus dem Park rannte aus dem Raum, den Gang hinunter. Aiden verzog das Gesicht, er begann zu weinen. Dann lief er dem Mädchen nach. Das der Vater ihm gesagt hatte sitzen zu bleiben, hatte er in diesem Moment vergessen.

*

Jim sah gerade noch wie sein Sohn hinter der nächsten Kurve verschwand, er stöhnte auf und setzte dem Jungen nach. Eine der Schwestern schaute sich fragend um, er deutete den Gang hinunter, hielt die Frau aber kopfschüttelnd zurück. „Lassen Sie mich gehen.“ Sie nickte und er lief los.

*

Er streckte seine Hand aus und streichelte ihr über den Arm, sie zog den Arm weg, zitternd drückte sie sich unter der Treppe fest an die Wand. „Geh! Geh weg! Ich will nicht mehr! Ich...“
„Ich nimm dich nicht mit. Das kann ich ja gar nicht,“ antwortete Aiden und kniete sich hinter das Mädchen. Ganz langsam drehte sie den Kopf und starrte ihn an. „Wer bist du?“
„Aiden.“
„Warum bist du hier? Was machst du hier?“
„Ich hab dich im Park gefunden. Weil...du so traurig bist,“ sagte er leise und streichelte ihr wieder über den Arm, „es...tut dir weh? Was tut dir weh? Warum bist du so traurig?“
Das Mächen zuckte zusammen und starrte ihn ängstlich an, Aiden zog die Hand zurück und schaute auf seine Knie. „Ich....ich will dir keine Angst machen.“
„Was bist du? Ein Geist? Warum...weißt du das?“
„Ich bin kein Geist,“ er zuckte die Achseln, „ich bin ein Junge.“
„Aber warum weißt du das es...hier weh tut, das... ich traurig bin?“
Aiden zuckte die Achseln.

*

Er lauschte nach der Stimme seines Sohnes und folgte ihr unter die Treppe zum OP und entdeckte dort die beiden abgetauchten. Er bekam deutlich das Gespräch der beiden mit und ging hinter seinem Sohn in die Hocke, der gerade die Achseln zuckte. Er strich dem Jungen übers Haar. „Aiden... hat ein Gespür dafür wie es anderen geht, er...“ Jim hielt inne und beobachtete das Mädchen das die Wand gegenüber anstarrte, wohin nun auch sein Sohn sah. Er beugte sich näher zu Aiden. „Was ist da?“
„Ein Mädchen, sie sind gleich.“

*

>Vertrau ihm. Schau! Er sieht mich!<
Sie blickte zu dem Jungen und bekam mit, was er dem Mann erzählte. Sie hatte Angst und sie wollte nicht mehr zurück in die Klinik und sie wollte nicht mehr alleine sein. Sie spürte wie ihr wieder die Tränen kamen. Der Junge kam näher und drückte sie.
„Du bist nicht allein. Sie hat Recht.“
>Siehst du, er weiß von mir. Sein Vater glaubt ihm.<

*

„Die andere sagt, das wir ihr nichts tun,“ flüsterte Aiden leise und drückte seine Hand. „Daddy, sie ist alleine.“
Er schaute das Mädchen ernst an und schüttelte den Kopf. „Aiden hat Recht, wir tuen dir nichts und er kann...Geister sehen, wie meine Frau.“
„Sie...sie denken nicht das er... verrückt ist?“ Sie starrte ihn an, ein Hoffnungsschimmer im Blick. Er nickte ihr zu und beobachtete sie genau. Das Mädchen entspannte sich, schloss die Arme um ihre Knie und begann zu weinen. „Aber...das....ändert nichts...keiner glaubt mir...die Führsorge bringt mich wieder in die Klinik...und dann sehe ich Cassy wieder nicht und...“
„Wie heißt du?“ Fragte er und legte ihr nun selber eine Hand auf die Schulter, rutschte langsam näher. „Alexandra,“ schluchzte sie und vergrub ihr Gesicht.
„Alexandra, ein...schöner Name. Ich bin Jim. Ich... verspreche dir, das dich heute Abend keiner mehr irgendwohin bringt, wo du nicht hin willst, aber... vorher solltest du dich untersuchen lassen.“
„Nein! Ich will keine Spritzen mehr.“
„Und wenn ich dir verspreche, das du keine bekommst?“
„Das können Sie ja, doch nicht!“
„Oh, ich denke das bekomme ich hin, ich bin auch Arzt hier. Also, wie sieht es aus, kommst du mit?“
„Kommt...kommt er auch mit und...Sie?“
Jim nickte und half der Jugendlichen erleichtert auf die Füße.

Zurück vor den Behandlungszimmern trafen sie auf Melinda. Er schickte die beiden ins Zimmer, küsste Melinda auf die Stirn. „Gleich, vertrau mir, das... hat mit deinen Geistern zu tun.“ Flüsterte er und verschwand hinter den Kindern im Behandlungszimmer.

*

>Bist du seine Mutter<
„Was?“ Fragte sie leise und starrte den jungen Geist vor sich verwirrt an. >Aiden, bist du seine Mutter? Sein Vater sagte, ihr könnt beide Geister sehen?<
Sie lächelte überrascht und nickte dann. „Ja, sind wir. Wer bist du?“
>Cassandra, ihre Schwester.<
„Was ist passiert?“
Sie schüttelte traurig den Kopf und trat an die Tür, schaute von dort zu ihrer Schwester. >Das muss sie dir sagen. Aber...sie hat Angst.... nach dem Unfall... ich konnte sie nicht alleine lassen, nicht als die Ärzte und Führsorge sie nach St. Bastian gebracht haben...helft ihr, bitte. Versprecht es. Ich will ins Licht gehen. Sie darf nicht mehr trauern.<
„Wir werden ihr helfen, versprochen.“

„Wie geht es ihr?“
„Sie...ist ruhiger. Körperlich fehlt ihr nichts, nur eine vernünftige Mahlzeit und ein warmes Bett.“
„Wie und wo habt ihr sie gefunden?“
Er schüttelte den Kopf. „Nicht wir, es war Aiden, ich glaube er hat sie gespürt, ihre Trauer und Verzweiflung und... Angst. Sie redet immer zu von einer Klinik. Ich hab ihr versprochen, das sie nirgends hingeht wo sie nicht hin will. Jetzt... jetzt hab ich ein Problem.“
Melinda strich ihrem Mann über den Arm und sah ihn liebevoll an. „Sie will nicht das du gehst?“
Er seufzte und nickte. „Tut mir Leid.“
Sie schüttelte den Kopf und schaute an ihm vorbei. Aiden saß auf dem Bett des Mädchens und streichelte ihren Arm. Melinda seufzte und bedeutete ihm sich umzudrehen. „Sie ihn dir an, süß, nicht?“

Er nickte und sah sie dann ernst an. „Würdest...du mit Aiden morgen noch mal kommen?“
„Warum?“
„Er wollte eigentlich nicht heim und...ich glaube sie... würde auch lieber bei ihm sein.“
„Du hoffst das sie dir morgen was erzählt, wenn wir sie besuchen?“
„Vielleicht. ja.“ Nachdenklich beobachtete er seinen Sohn und das Mädchen. Melinda nahm seine Hand. „Ein wenig kann ich dir sagen. Die Klinik, das ist St. Bastian und ihre Schwester, ich...denke es waren Zwillinge, hieß Cassandra. Sie...sie will das wir ihrer Schwester helfen, damit sie ins Licht gehen kann.“ Melinda schloss kurz die Augen und seufzte. „Vielleicht...vielleicht sollten wir sie mitnehmen?“
„Hältst du das wirklich für eine gute Idee? Wir kennen die Kleine nicht und nach ihrem Blutbild hat sie wirklich starke Medikamente...“
„Ich weiß es nicht. Aber Cassandra ist wieder bei ihr und sie hat eindeutig Angst, es...scheinen die Geräte, aber auch alles andere hier zu sein. Und schau dir Alexandra an, sie wird auch wieder unruhiger. Wenn stimmt was du sagst, dann spürt sie ihre tote Schwester nicht nur, sondern sieht sie auch. Sie wird hier keine Ruhe finden.“
„Und Aiden?“ Fragte er skeptisch, und legte den Kopf schief. „Immerhin haben ihre Gefühle gereicht, um ihn aufmerksam zu machen. Du weißt selbst wie viel er in seinen Träumen hört und sieht.“
„Die Garage, vielleicht.“
„Also gut, ich sehe mir die Werte noch mal an und spreche mit meinem Boss.“
Sie nickte. „Ich warte hier.“

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Bitte lasst mir ein Review da! Vielen lieben Dank!

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