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One For All - All For Love

von Miya
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P12
Aramis Athos Porthos
16.04.2012
11.04.2013
47
57.191
2
Alle Kapitel
75 Reviews
Dieses Kapitel
6 Reviews
 
 
16.04.2012 1.454
 
Hallo alle zusammen,
hier kommt meine allererste story zu den drei musketieren. auf die idee kam ich, als ich den disneyfilm von 1993 mit charlie sheen, kiefer sutherland und oliver platt gesehen habe (ich liebe diese verfilmung einfach ^^). wer den film kennt, dem wird einiges sicher bekannt vorkommen, da ich aus dem film so mehr oder weniger meine eigene version gemacht habe.

Genre: Abenteuer/Romanze
Alter: FSK 12 dürfte genügen ^^
Disclaimer. Die drei Musketiere gehören ganz Alexandre Dumas, die Zitate aus dem Film ganz Disney und deren Drehbuchautoren. Alles andere ist dann auf meinem Mist gewachsen. ^^

hope for some reviews. ^^" *kekse hinstell*

One for All ~ All for Love


Prolog

Frankreich 1616

Einst, als Maria de´Medici die Regentschaft für ihren zu jungen Sohn und Thronerben Ludwig XIII. übernahm, kämpften die Musketiere tapfer und königstreu ergeben für ihre Königin. Allen voran der Eine, welcher einer Tochter vor sechs Jahren das Leben schenkte, dem Todestag von Heinrich IV. von Frankreich.
„Danielle, Kind, wo versteckst du dich denn nun schon wieder?“, rief die Mutter über das stattliche Anwesen, welches ihr und ihrem Mann gehörte.
„Wenn du nicht gleich herkommst, bleibst du hier und hilfst bei der Hausarbeit.“, drohte sie nun, in der Hoffnung, dass es ihr kleines Mädchen endlich aus dessen Versteck locken würde.
Doch immernoch war weit und breit nichts zu sehen oder zu hören.
„Warum muss sie ausgerechnet das ungestüme Wesen ihres Vaters haben?“, seufzte die ältere Frau und war gerade wieder dabei ins Haus zu gehen, um dort erneut nach ihrer Tochter zu suchen.
„MAMA!!! MAMA!!!“, erklang dann doch noch die glockenhelle Stimme des zierlichen Kindes mit den langen, blonden Locken.
„MAMA, SIEH MAL!“, rief das Mädchen, ihr hellblaues Kleid zusammengerafft, damit sie nicht darüber stolpert und welches über und über mit Schlamm bedeckt war.
„Um Himmels Willen, wie siehst du denn nur wieder aus?“ Fassungslos schlug die Mutter ihre rauen Hände über dem Kopf zusammen, während ihre Tochter weiter auf sie zurannte.
„Mama, schau.“ Noch nicht einmal außer Atem vom Rennen, stand das kleine Mädchen nun vor seiner Mutter, die blonden Haare wüst in ihrem Gesicht hängend und etwas grün-braunes in der Hand.
„Was zum…AAAAAAAAAAAAAAAAAAHHHHHHHHHHH!“, schrie die Ältere und wich mehrere Schritte vor ihrem eigenen Kind zurück, als diese endlich erkannt, was ihr Tochter nun schon wieder mit nach Hause brachte.
„Ist der nicht toll?“, strahlte die Kleine stolz ihre Mutter an, gar nicht verstehend, warum ihre Mutter nun vor ihr zurückschreckte.
Da erklang aus dem Haus eine männliche Stimme. Die des Vaters, der sich sogleich auf den Weg machte, um nach Frau und Kind zu sehen, als auch er erkannte, in was für einem Zustand seine Tochter dieses Mal war.
„HAHAHAHAHAHAHA!“, brach der Vater in schallendes Gelächter aus, als sein Blick dann auch noch auf die große, mit Warzen übersäte Kröte fiel.
„Liebes, was hast du deiner Mutter denn jetzt wieder für einen Schrecken eingejagt?“, kicherte der ältere Mann und nahm seine leicht unter Schock stehende Frau liebevoll in die Arme.
„Es ist doch nur eine Kröte und sie ist soooooooooooooo hübsch. Darf ich sie behalten?“, fragte das Kind und riss ihre runden, hellblauen Augen besonders weit auf. Sie wusste, dass sie so fast alles bei ihrem Vater erreichen konnte. Doch dieses Mal sollte es ihr nicht gelingen, weshalb sie gleich darauf ihre Lippen zu einem Schmollmund verzog.
„Versteh doch, dass wir solche Tiere nicht im Haus behalten können. Sie gehören in die Freiheit.“ Und gemeint war damit der dreckige Tümpel, aus dem das Mädchen das Tier entwendet hatte.
„Jetzt müssen wir dich aber erst einmal fein herrichten. So kannst du unmöglich mit deinem Vater nach Paris reisen.“
Auch das missfiel dem Kind, da es nicht fiel davon hielt gewaschen zu werden.
„Oder dein Vater fährt allein mit der Kutsche und du hilfst mir im Haushalt.“, schlug die Mutter vor. Doch kaum waren diese Worte gesprochen, rannte das Mädchen, so schnell es ihre Füße zuließen, in Richtung des Hauses und zog sich noch während sie lief, ihr beschmutztes Kleid aus und war bald darauf nur in ihrem weißen Unterkleid und barfuß im Haus verschwunden, da sie auch ihre schmutzigen Schuhe achtlos auf der Wiese vor dem Haus auszog und wegwarf.
„Ich wünschte, sie würde sich mehr wie eine junge Dame benehmen.“
„Sie wird später sicher einmal eine wundervolle, junge Frau. Genau wie Ihr, meine Geliebte.“
„Ich hoffe, Gott erhört Eure Worte, D’Artagnan.“
Und mit diesen Worten folgten ihre Eltern Danielle ins Haus, ihre beschmutzten Sachen einsammelnd und die Mutter mit einem sauberen Kleid.

Wenige Zeit später befand sich Danielle mit einem fliederfarbenen Kleid und sauberen Schuhen mit ihrem Vater in der Kutsche nach Paris.
Sie liebte diese Ausflüge und genoss es vor allem, wenn sie von den vielen Freunden ihres Vaters bestaunt und gelobt wurde, wie groß und schön und klug sie doch für ihr Alter schon sei.
„Können wir auch den jungen König besuchen?“, wollte seine Tochter wissen, doch ihr Vater musste sie enttäuschen. So sehr sie sonst gern mit dem Königssohn spielte, so waren die Zeiten zu gefährlich für das Königshaus. Gerade durch die Ermordung des Königs am 14. Mai 1610 hat sich die Lage gravierend verändert und die Musketiere waren mehr und mehr darauf bedacht, dass die Königin und ihr Sohn in Sicherheit waren.
„Vielleicht ein andermal, meine Liebe.“, vertröstete er sie und lockte sie stattdessen mit einer neuen Puppe zum Spielen, wenn sie schön lieb sein würde.

Die Stunden verrannen und am Himmel neigte sich die Sonne allmähnlich dem Horizont, als der ältere Musketier D’Artagnon mit seiner Tochter wieder auf dem Weg war, die Kutsche zu betreten, als hinter ihnen Schüsse fielen.
„Danielle, rein mit dir in die Kutsche und dort bleibst du auch.“, befahl ihr Vater und stieß sie etwas unsanft von sich. Ihre neue Puppe fest umklammernd, wollte sie erst widersprechen, doch ein Blick in die ernsten, ebenso hellblauen Augen und sie wusste, dass sie besser zu gehorchen hatte.
„Passt auf Euch auf, Papa.“, sagte sie noch, als er die Tür der Kutsche schon schloss und sie nur noch warten konnte, bis er zurück kommen würde.
Während Danielle auf dem Boden der Kutsche saß und ihr neues Spielzeug begutachtete, waren unweit von der Kutsche erneut Schüsse zu hören. Degen trafen aufeinander und Hufgetrappel hallte durch die Gassen der Stadt.
Unsanft stieß etwas gegen die Kutsche, was Danielle aufschrecken ließ und sie ihre Puppe nun ganz eng an sich presste. Angst war etwas nicht Übliches für das junge Mädchen, doch in diesem Moment wusste sie nicht, was sie tun sollte. Zu gern wäre sie ihrem Vater zu Hilfe geeilt, doch er hatte ihr befohlen in der Kutsche zu bleiben, wo sie in Sicherheit war.
Er würde aber sicher nichts dagegen haben, wenn ich kurz einen Blick hinauswerfe, dachte das Kind, erhob sich langsam und späte zögernd über den Rand der Öffnung der Kutschentür.
Dort sah sie dann auch sogleich, was die Kutsche für wenige Sekunden zum Erbeben brachte.
Ein Pferd lag direkt vor der Tür und Blut rann aus dessen Maul.
Die hellblauen Augen des Mädchens weiteten sich vor Entsetzen, als sie ihren Blick von dem leblosen Tier nahm und vorsichtig die Gasse entlangblickte, wo sich mehrere Männer in königsblauen Gewändern, Kleidung der Musketiere, mit anderen bekämpften. Unter ihnen auch ihr Vater.
Es sah so aus, als würden die Musketiere über die vermeintlichen Feinde siegen können und Danielle jubelte in Gedanken ihrem Vater zu, wie mutig und tapfer er kämpfte, als dessen Gegner zu Boden ging.
Gespannt blieb ihr Blick auf D’Artagnan haften, als dieser seinem Gegner den Degen in die Brust stoßen wollte, als ein ohrenbetäubender Knall über ihnen ertönte. Er schien von einem der Dächer gekommen zu sein und das Mädchen sah sich kurz um, konnte jedoch nichts erkennen. Als sie dann wieder zu ihrem Vater sah, konnte sie einen spitzen Schrei jedoch nicht unterdrücken.
Ihr Vater lag leblos auf dem Boden. Aus seinem Rücken sickerte Blut durch die Kleidung. Ohne weiter darüber nachzudenken, stürmte sie aus der Kutsche, nicht bemerkend, dass sie ihre Puppe direkt neben dem toten Pferd fallen ließ und stürmte auf ihren Vater zu.
„PAPA!“, rief sie und ließ sich neben ihn fallen.
Auch die anderen Musketiere traten nun näher, nachdem sich die Angreifer davon gemacht hatten. Scheinbar aufgeschreckt von dem lauten Knall.
„Papa, jetzt sag doch was.“, flehte das junge Mädchen, beugte sich über den reglosen Körper, sodass ihre blonden Locken sein ausdrucksloses Gesicht berührten.
Tränen rannen über das Gesicht des Mädchens.
Sie wusste, dass ihr Vater sie nicht mehr erhören würde und dennoch näherte sie sich mit ihrem Mund seinem Ohr und flüsterte ihm noch ein paar letzte Worte zu, bevor sie von einigen Männern sanft in die Arme geschlossen wurde, während andere ihren Vater hochhoben und wegtrugen.
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