Noch einmal

von Xanokah
GeschichteMystery, Angst / P12
13.04.2012
13.04.2012
10
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VORWORT


Dies ist ein kleines Experiment, eine Kurzgeschichte, deren Enden man über mehrere Wege erreichen kann.

Am Ende jedes Kapitels müsst ihr euch einer Entscheidung stellen, die euch dann zum nächsten Kapitel führt. Es ist kein großes Projekt, es gibt daher nur vier Enden.

Viel Spaß beim Erkunden der Geschichte!


NOCH EINMAL
Was würdest du tun?


Du wachst auf.

Die Augenlider noch schwer vom Schlaf siehst du dich in dem Raum um, in dem du liegst.

Wie lange du geschlafen hast, weißt du nicht.

Wo du dich hier befindest, weißt du nicht.

Du drehst dich um und dein Blick gleitet schlaftrunken von einer Ecke in die andere. Bis auf eine Tür, einer fahlen Glühbirne an der Decke und dem rostigen Gitterbett, auf dem du aufgewacht bist, erfassen deine Augen nichts.

Kein Fenster. Nichts.

Du richtest dich auf, dein Körper schmerzt, viele Wunden, Schrammen und Verletzungen deuten darauf hin, dass du nicht aus freien Stücken hier festgehalten wirst.
Das Gestell des Bettes kreischt, als du dich erhebst, und vermittelt den Eindruck, als würde es jeden Moment zu Staub zerfallen.
Du gehst ein paar Schritte, deine Füße hinterlassen ein dumpfes Hallen in dem Raum zurück, und steuerst auf die Tür zu, umfasst den eisigen Griff mit deinen Fingern und drückst die Klinke herunter.
Ein weiteres Krächzen von altem Metall erfüllt den Raum und die Tür fällt wie von Geisterhand gezogen auf. Vor dir breitet sich ein unbeleuchteter Gang aus und nur ein schwaches Flackern in eben diesem verriet, dass an dessen Ende eine Treppe hinab führte.

Dein Herz pocht merklich in deiner Brust. Du betrittst den Gang und eine beklemmende Dunkelheit erfasst dich, sie erdrückt dich und schneidet dir die Luft ab.

Stille.

Absolute Stille.

Du schließt die Augen und atmest tief ein. Als du die Augen wieder öffnest, fängst du an, einen Schritt nach dem anderen zu gehen, zu laufen, immer schneller und immer schneller.

Das Ende des Ganges wird immer deutlicher, das Licht, welches vom unteren Ende der Treppe herauf dringt, wird stärker. Ein fauliger Geruch steigt dir in die Nase und du zögerst, als du den ersten Fuß auf die Treppe setzt. Jede einzelne Stufe gibt ein unheimliches Knarzen von sich, als du langsam und vorsichtig hinab steigst.

Unten angekommen erstreckt sich ein weiterer kahler Raum vor dir, es macht den Anschein, als befändest du dich in einer Art Wohnzimmer. Du siehst dich erneut um und hoffst, irgendetwas Bekanntes, Vertrautes zu fassen zu bekommen. Dein Blick wandert von links nach rechts, von oben nach... unten.

Dort liegt etwas. Du gehst näher heran und als du es erkennst, weiten sich deine Augen und ein flaues Gefühl breitet sich um dich herum, in dir, aus. Ein vermeintlicher Teppich aus dunkelstem Rot umgab dieses Etwas, getrocknetes Blut. Um dieses Etwas herum lagen kleine, fleischartige Klumpen, diese jedoch von einem zarten rosa überzogen.

Vor dir lag eine Person, eine Leiche, ein Toter.

Geschockt stolperst du ein, zwei Schritte zurück, verlierst fast das Gleichgewicht. Das flaue Gefühl in deinem Magen wird stärker, Übelkeit kommt in dir auf. Tausend Fragen hallen in deinem Kopf wieder, wer war diese Person,  warum wurde sie so zugerichtet und was hat das alles mit dir zu tun?
Du kneifst die Augen zusammen, um keine genaueren Blicke auf die Person riskieren zu müssen, jedoch weckt diese ebenso deine Neugierde. Die Leiche liegt auf dem Rücken, den Kopf völlig verdreht, als hätte man ihn falsch herum aufgesetzt.

Um die Person zu identifizieren, müsstest du die Leiche anfassen, sie in die richtige Position bringen, dir die Hände schmutzig... dich verdächtig machen. Allerdings könntest du auch nach einem Ausgang suchen und beten, dass hinsichtlich dieser toten Person kein einziges Wort mehr an dich gerichtet wird.

Was machst du?


>>Du verlässt die Wohnung

>>Du untersuchst die Leiche
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