Die Hoffnung stirbt zuletzt !

GeschichteAbenteuer, Romanze / P12
11.04.2012
29.04.2012
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So ... endlich habe ich es geschafft mein neues Kapitel Hochzuladen !
Entschuldigt das es so lange gedauert hat, aber die Schule hat mich voll in anspruch genommen ...!
Ich hoffe euch gefällt das nächste Kapitel !
Würde mich wie immer um Reviews freuen .
Ganz liebe Grüße
                                  Lady of Camelot

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=>> Nottingham Castle, Marians Gemächer <<=

Langsam schlug sie ihre Augenlieder auf, die noch so schwer waren. Ruhig setze sie sich auf und gähnte Genüsslich. Sie legte ihre lockigen, braunen Haare über ihre rechte Schulter und stand dann müde aus dem mächtigen Bett auf. Darauf ging sie gemächlich zum Fenster herüber, öffnete die Vorhänge und betrachtete die weite, noch im Morgengrauen liegende Landschaft, so wie sie es jeden Morgen tat. Sie schaute lange mit einem verträumten Blick hinaus bis sie aus ihren Gedanken aufwachte und sich dazu entschloss sich anzuziehen …

Als sie angekleidet war setze sie sich an eine Art Schminktisch und machte sich zurecht. Wie es sich für eine Dame gehörte. Mittendrin vernahm sie unerwartet ein zögerliches Klopfen an der Tür war. Sie bittete hinein und ein karger, schüchterner Diener betrat ihre
Gemächer. In seinen Händen hielt er einen großen Blumenstrauß der sein Gesicht fasst überdeckte. Es waren wunderschöne bunte Farben die den Strauß verzierten. Er übergab schnell das Präsent und sie nahm ihn mit einem zögerlichen Lächeln an. Der Diener machte kehrt und wollte schnell verschwinden, da es ihm anscheinend Unangenehm war eine Frau in dieser Frühe zu stören. Sie rief ihm nach und wollte wissen wer ihr diese Aufmerksamkeit schickte, erhielt allerdings nur ein zurückhaltendes Kopfschütteln
und ein darauf folgendes Schultern zucken.

Sie bedankte sich dennoch und ließ dem Mann seine Wege gehen. Sie schaute auf ihr Geschenk und fragte sich wer ihr so etwas schönes hinterlassen hatte. Ein wenig konnte sie es sich denken und freute sich über diese Nettigkeit. Sie stellte die Blumen in einen passenden Krug und verschwand dann ebenfalls, nun besser Gelaunt aus ihren Räumen. Sie schritt in die Richtung des Konferenzraumes, der für diesen Morgen ihr Aufenthaltsraum sein sollte. Zügig gelangte sie vor die großen Türen des Zimmers. Kurz richtete sie ihr Kleid und begab sich dann hinein.

Sie erspähte alle wichtigen Personen, die Sprecher der Dörfer und Leute die nur im geringsten irgendetwas zu sagen hatten. Ebenfalls setze sie sich auf einen der Stühle wie es schon die anderen vor ihr taten und tauschte dann einen hastigen Blickkontakt mit dem Sheriff und Gisborne, der wie immer in seinem schwarzen Leder gekleidet war . „Meine teuerste Marian… schön das ihr den Weg hierhergefunden habt. Ebenfalls grüße ich euch My Lords, Ladies und Edelleute …“ fing der Sheriff eher auf eine spöttische Art und Weise an zu reden. „ Ihr wisst alle warum ihr heute hier seid ? Das wisst ihr doch oder, oder Boundsdale ?“. Der angesprochene Lord hob sein Haupt und begann zu sprechen: „ Steuern, Mylord, die neue Baust….“ und noch ehe er seine seinen Satz beenden konnte sprang der Sheriff auf und plauderte ihm dazwischen: „ Richtig…Richtig. Jaja, die Steuern, so ein schönes Wort findet ihr nicht ? Fast zu wundervoll um es so oft zu wiederholen, oder nicht Gisborne ? “. Guy der ein wenig abwesend war zog nur seine Augenrauen hoch und antwortete mit einem bedeutungslosen „ Mhhhmmm !?! “. Dies reichte dem Sheriff und fuhr mit seinem Egoistischen Gespräch weiter. Er ließ Hauptsächlich die Steuern, die Debatte bestimmen. Marian sprach jedoch die Situation der anderen Dörfer an, was dem Sheriff gar nicht gefiel. Es gab viele Ungereimtheiten da Marian im Gegensatz zu den anderen das Wort für die Armen ergriff. Sie wurde belächelt und bekam kaum ernst, da sie die einzige war, die den Mut zusammen brachte gegen den Sheriff auszusagen. Sie war sich im Klaren darüber das sie für das richtige stand und kämpfte. Sie behielt die ganze Zeit ihre Meinung und konnte sich auch nicht davon abbringen lassen. Es war nicht so das Marian die Autorität nicht achtete, aber sie hatte auch keine Angst vor ihr. Die Gespräche dauerten daher nicht alt zu lange. Leider wurde in den Gunsten des Sheriffs beschlossen die Steuern zu erhöhen.

Das Ende der Besprechung war eher eine Qual, da es nur noch um Hinrichtung ging und alle waren froh ihre Wege gehen zu können. In der Zeit des alten Sheriffs: Sir Edward von Knighton wäre so etwas nie vorgekommen ! Der Vater von Marian handelte immer mit bedacht, Gerechtigkeit und Vergebung. Allerdings wurde er vor einigen Jahren durch den jetzigen Sheriff ausgetauscht. Was aber gewiss ein großer Fehler war. Der neue Sheriff der immer verbittert und grausam anzublicken war begab sich nun in die Richtung der stämmigen Tür und schenkte dabei seinem Neffen einen Vielsagenden Blick und dieser wusste sofort was zu tuhen war. Gisborne nickte und der Sheriff verließ den Raum. Als alle verschwunden waren ging er zu der noch letzen anwesenden Dame. Marian enddeckte ihn und drehte sich sogleich in seine Richtung. Es dauerte eine Weile bis Guy endlich begann die ersten Worte zu sprechen.

Seine Stimme klang rau, laut und bestimmt: „Marian…“. „Sir Guy“ und ihr Tonfall klang so Gegenteilig dem seinem. „Was sollte das gerade, ihr wisst ganz genau, dass man den Sheriff nicht verärgern sollte… Er bereut es jetzt schon euch als Vertretung für euern Vater ausgewählt zu haben“ fuhr er fort. „Ich verärgere ihn damit das ich mich für die Armen einsetze ? Dafür das nicht jede kleine Straftat mit dem Tot bestraft wird und ich dafür kämpfe das dieses Land Gerechter wird ?“ konterte sie ihm. Gisborne griff nach ihrem Arm, zog sie an sich und starrte glasig in ihre Augen. „ Eure Meinung ist für den Sheriff nur eine unbedeutende Stimme ! Und wenn ihr nicht bald am Galgen hängen wollt, dann solltet ihr langsam damit anfangen euer loses Mundwerk zu zügeln“ beendete er seinen Satz und wurde ernster. Marian riss sich aus seinem festen Griff los, trat zurück und wurde ein wenig energischer: „ Das würde er nicht wagen… und wenn ihr einmal ehrlich zu euch seit dann würden das viele hier nicht dulden…inbegriffen euch selber !“. Er drehte seinen Kopf zur Seite, schaute dann aber wieder unter Protest zu Marian. „Es ist nicht mein Wille, vergesst das nicht, es liegt an euch !“ . Das waren seine letzen Worte bevor er die verdutzte Marian alleine ließ.

Sie war verwirrt, blieb jedoch nicht lang an diesem Gedanken hängen. Sie tat dasselbe wie Gisborne und verschwand dann ebenfalls aus dem so mächtigen Saal. Die lief durch die kalten Gänge der Burg, sah dabei ein paar Wachen die Karten spielten und welche, die die ihre Aufgabe wichtiger nahmen und dafür sorgten das alles so blieb wie es jetzt war und es keinen Aufruhr gäbe. Aus den Fenstern an denen sie Vorbeilief sah sie den großen, bepflasterten Vorplatz der Burg. Auf diesen befanden sich einige Pagen, die von Ort zu Ort huschten um ihren Herren das Leben zu versüßen und ihnen so gut wie es ging alles Recht zu machen. Sie schritt schnell voran und war kurz davor ihre Gemächer zu erreichen. Jedoch hielt sie ein großer, pompöser und angsteinflößender Typ zurück weiterzugehen. „Wo wollt ihr denn so schnell hin, Mylady ?“ sprach er sie mit einer brummigen, tiefen Stimme an. Marian antwortete sogleich wenn auch ein wenig angespannt: „Ich wüsste nicht was euch das angeht, ihr habt nicht das Recht dazu, zu erfahren was meine nächsten Aufenthaltsorte sind !“. Er verzog sein Gesicht und stand ihr gehässig Rede und Antwort : „ Ich nicht, allerdings hat Sir Guy das Recht es zu erfahren ! Er beauftragte mich, ihn immer im klaren darüber zu halten wo ihr euch befindet, Mylady !“. Marian verdrehte die Augen und sprach genervt: „Wenn er das unbedingt wissen will, dann sagt ihm das ich mich für die Ankunft des Grafen bereit machen werde “.

Der Wachmann nickte, salutierte darauf hin und ging dann seines Weges, genau in die Richtung der Räumlichkeiten seines Herren. Er überbrachte die Nachricht die für Gisborne nicht gerade erfreulich war, da er diesen Tag fast vergessen hatte. Er konnte den Grafen nicht leiden !. Dauernd verschwand er und kam nach einiger Zeit wieder zurück um eine ganz bestimmte Person zu besuchen. Gerade DIE, die Guy so am Herzen lag. Ihm gefiel das gar nicht, konnte jedoch auch nichts dagegen machen, da Friedrich ein Adliger war und sich eigentlich alles erlauben konnte. Er entschloss sich erstmal dafür abzuwarten, ehe er handelte und nicht mehr darüber nachzudenken, was aber nicht sehr leicht war.


Währenddessen war Marian an ihrem Ziel angelangt und tat jetzt das was sie zuvor der Wache gesagt hatte. Sie zog mithilfe einer Dienerin ein prachtvolles, langes, rotes Kleid an was mit reichlich Verzierungen geschmückt war. Es dauerte einige Zeit bis sie zurecht gemacht war, doch für sie lohnte es sich. Sie hatte schon ein breites Grinsen aufgelegt obwohl es noch ein wenig dauern sollte.
Sie ging für den Rest der Zeit auf den Markt um sich die Zeit noch ein wenig zu vertreiben. Er war sehr überfüllt da alle schon auf den Grafen warteten. Und dann als die Sonne am höchsten stand, ertönten mit einem Mal die Trompeten. Alle wussten was das hieß und versammelten sich rund um den Marktplatz und bildeten eine Schneise. Von hinten erklang Hufgetrappel und über die schwere Zugbrücke gelangte eine meisterhafte, große, deutsche Kutsche. Die Leute staunten immer nicht schlecht wenn sie das 4er Gespann heran rollen sahen. Denn es war immer wieder ein Schauspiel wenn reiche Leute nach Nottingham kamen. Die Kutsche gelangte über den gepflasterten Weg zum Vorplatz der Burg und blieb dann mit einem lauten „Brrrrr“ des Kutschers auf der Stelle stehen. Marian hatte sich mittlerweile zu dem Sheriff, Gisborne und den anderen Adligen gesellt, strich nun ihr Kleid glatt, pustete sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht und atmete noch einmal tief durch. Ein Sprecher begann damit den Besuch anzukündigen und Marian tippelte nun nervös auf der Stelle hin und her.

Dann wurde die schwere Tür des Fuhrwagens langsam von einem trotteligen Diener geöffnet, der dies allerdings nicht direkt schaffte. Dieser nahm dann nochmal seine Kraft zusammen und bekam es dann endlich gebacken. Ein markantes und trotzdem weich gezeichnetes Gesicht kam zum Vorschein. Ein Mann mit verträumtem, Gold - braunen Augen und wuscheligen, kurzen, braunen, lockigen Haaren kam zum Vorschein. Über seinem
schmalen Mund trug er einen spitzen Bart. Er trat stolz und bestimmt aus seinem Gefährt heraus, indem er die 3 kleinen Treppenstufen hinunter ging. Der Graf trug einen teuren, ockerbraunen Anzug der seinen Stand nur untermahlte. Er schaute noch einmal kurz hinter sich bevor er dann schnellen Schrittes in die Richtung der ebenfalls Adligen ging. Dann trat Marian hervor die sich immer noch unruhig auf der Lippe herum biss. Dies änderte sich allerdings Schlagartig als sie Friedrich erblickte. Sie drängte sich an den anderen vorbei und lief in die Richtung des Grafen.

Er sah sie gleichermaßen und breite seine Arme aus, in die Marian sogleich rannte. Sie schmiegte sich an ihn, er erwiderte dies, schloss seine Arme um sie und drückte ihr einen Kuss auf die Haare. Marian löste sich leicht aus seinem Griff und schaute dann tief in sein Gesicht bevor sie ihn gefühlvoll und zärtlich auf den Mund küsste. Er ließ sie nach hinten sinken, so dass sie nur noch halt in seinen Armen fand. Beide schlossen ihre Augen und schalteten für einige Sekunden ab. Allerdings wurde dieser Moment durch ein lautes Räuspern des Sheriffs unterbrochen.

Er zog Marian wieder nach oben, richtete sich und drehte sich geschwind in die Richtung des Sheriffs der ihn zynisch Begrüßte: „ Willkommen zurück in Nottingham, mein Bester, schön euch zu sehen !“ und machte seine allbekannte Handbewegung. Friedrich nickte und ging dann Selbstsicher zu seinem Gastgeber. „Das beruht auf Gegenseitigkeit ! Danke für euern Empfang, jedoch wäre das nicht nötig gewesen !“ antwortete er und blickte zurück um sich zu vergewissern das Marian ihm folgte. Sie gelangte zu ihm und ergriff sogleich seine Hand, die er ihr reichte. Guy rollte genervt mit den Augen und drehte sich dann schmollend rum um zu verschwinden. „ Aber Selbstverständlich… Lasst und jetzt in den Festsaal gehen, es ist schon alles vorbereit“ fügte der Sheriff hinzu und folgte dann gemächlich Gisborne der das gleiche Vorhatte. Der Graf schaute zu Marian und folgte dann den anderen die sich schon auf den Weg gemacht hatten. Dicht auf ihm, folgten seine Diener die den Wagen entluden. Er unterhielt sich weiterhin mit dem Sheriff der ihn gerade gefragt hatte wie denn die Reise Verlaufen wäre. Außer dass sie einmal eine kleine Panne mit der Kutsche hatten gab es keine größeren Vorkommnisse. Auch Marian ergriff einige male das Wort um neue Dinge über ihren Geliebten zu erfahren. Sie gingen einige verwinkelte Gänge durch die Bastion, im Sinne endlich den Saal zu erreichen. Nachdem sie einige Schritte gelaufen, Treppen hinauf und hinuntergegangen waren sie endlich am Ziel.

Die riesigen Eingangstüren wurden von 2 Stämmigen Wachen geöffnet. Jeder betrat den Raum und setzte sich an den für ihn vorgesehenen Platz. Der Sheriff erhielt den Ehrenplatz, links von ihm Guy, rechts von ihm nahm der Deutsche seinen Platz ein. Neben ihn setze sich Marian und auf ihr folgte der Rest der blaublütigen Personen. Als alle saßen, tischten ein paar Bedienstete das große Mahl auf. Als alles auf den Tafeln stand, wurde ein guter Appetit gewünscht und es wurde nach und nach begannen zu essen. Einige Gespräche entstanden und allen schienen die Speisen zu schmecken. Das Geturtel von Friedrich und seiner Marian war kaum übersehbar. Gisborne hatte die ganze Zeit einen: Wenn das nicht gleich aufhört, bringe ich mich um Blick aufgesetzt und war merklich darüber Pikiert. Es dauerte einige Stunden bis das Fest sein Ende fand und mit der Zeit verschwanden immer mehr Leute. Mit als letztes Verschwanden Gisborne der ihnen nur ein gefälliges Tschüss gab und Vaisey der mit einem schmunzeln einen guten Abend wünschte aus dem Saal .

Auch Marian und ihr Begleiter traten den Weg zu ihren Gemächern an und Friedrich begleite mit Selbstverständlichkeit Marian zu ihren Räumen. An der Tür zu ihrem Zimmer blieb Marian stehen und schaute müde ihrem Grafen in die Augen. Er war Gegensatz zu ihr noch Hellwach, wahrscheinlich wegen der Vorfreude auf die nächsten Tage. Sie konnte ihren Augen noch kaum offen halten und verabschiedete sich schüchtern von ihm. Er ganz Gentleman, drückte ihr einen sanften Kuss auf den Handrücken und wünschte ihr ein Gute Nacht. Auch er suchte dann seine Gemächer auf, um zu nächtigen. Sie lächelte sanft, schloss dann die Tür hinter sich und viel Todmüde in ihr Bett. Sogleich schlief sie ein mit den wundervollsten Gedanken über diesen schönen Tag …

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Fortsetzung Folgt:
Marian genießt die Zeit mir ihrem Freund,
doch dann trifft sie nach vielen Jahren wieder
auf Robin ...
wie es ausgeht, könnt ihr im nächsten Kapitel
lesen !
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