//Energetic//

GeschichteAbenteuer, Fantasy / P16
Lara Croft Winston Smith Zip
10.04.2012
09.05.2013
12
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10.04.2012 1.969
 
Hey!
Nach einigen Startschwierigkeiten, präsentiere ich nun
feierlich meine neuste Geschichte :)
Ich wünsche euch viel Spaß beim lesen =D
LG xxAsokaSanxx
PS: Einige Charaktere, die hier vorkommen habe ich Erfunden! :D






//KAPITEL 1//




Man hörte in den Gassen Londons nichts außer den Schritten der Menschen und quietschenden Reifen der Autos, die durch die Nassen Straßen hasteten bzw. fuhren. Das Wetter war ungemütlich, nass und grau.
Der Himmel war zwar sowieso schon verdunkelt, da es spät am Abend war, doch trotzdem hatte man das Gefühl, dass es heute Abend noch dunkler als sonst war. Wenn man von oben herab auch die Stadt blickte, sah man tatsächlich nur die Schwarzen Regenschirme, die sich hastig hin und her bewegten.
Jeder dieser Menschen hatte wohl dasselbe  Ziel: Schnell irgendwohin wo es trocken war. Wer blieb den auch gerne mitten in der Nacht im Regen stehen?
Selbst die große Archäologin Lara Croft hatte es eilig schnellstens wieder ins Croft Manor zu kommen.
Ein Vortrag an einer Uni hatte sie bis spät aufgehalten und als die Gute auch noch mit Ansehen musste, wie die neugierigen Studenten sie mit ihren Blicken durchlöcherten, musste sie einfach länger bleiben.
Jetzt bereute sie diese Entscheidung. Sie hätte es kurz und knapp machen müssen, denn jetzt stapfte sie mitten im Regen über die Straßen zu ihrem Auto, das sie etwas weiter weg geparkt hatte.
Regen war niemals ihr Favorit gewesen und doch fand sie, dass es einfach zu England passte.
Ein nicht verregnetes England war für die meisten Britten kaum vorzustellen.
Lara hatte ihre Hände tief in ihrer Schwarzen Engen Hose vergraben und hatte ihre dazu passende Schwarze Jacke bis oben hin zu geknöpft, allerdings half es sehr wenig, da sie trotzdem nass wurde.
Hoffnungsvoll schaute sie in den Himmel, senkte den Blick jedoch wieder als sie bemerkte, wie pechschwarz der Himmel geworden war. Der Mond schien wohl heute keine Chance zu haben.
Es war nun einige Monate her, seit Alisters Tod und seit den Geschehnissen zwischen Natla und ihr.
Auch das Croft Manor war so weites gehend wieder hergestellt. Lara hatte die Flammen jedoch immer noch vor sich und konnte die Wut in ihren Fingern beinahe nicht mehr kontrollieren.
Aber Natla hatte bekommen was sie verdiente, genauso wie Amanda, obwohl sie trotzdem noch sehr skeptisch war, was sie anging.
„Ach Quatsch,“ murmelte sie sich selbst zu. Sie dachte wieder zu viel nach. Die Sache war erledigt. Natla war tot und Amanda…wahrscheinlich auch.
Das dachte der Optimistische Teil in ihr. Der Andere Teil – und das war der, der schon gleichgestellt mit dem Paranoiden Teil war – dachte daran, dass Amanda wieder auftauchen könnte und sie umbringen wollte.
Lara war jedoch gefasst und allzeit bereit, gegen sie anzutreten. Das war sie Alister schuldig.
Denn nur durch Amandas dazutun, war er unschuldig ermordet worden. Es stimmte Lara immer einwenig traurig, wenn sie zu Hause ankam und es…so still war. Sie hatte selbst Zip die Wahl gelassen, weiter im Croft Manor zu Leben oder auszuziehen.
Egal wie renoviert das Croft Manor auch war, die Aura der Trauer hing immer noch darüber wie ein Damokles Schwert und würde so schnell nicht von dannen ziehen.
Die Abenteurerin erreichte ihren schwarzen Audi R8 und stieg in das Schnelle Gefährt ein. Endlich im Trockenen schaltete sie das Radio ein, obwohl sie nicht mal richtig zu hörte, was überhaupt gesagt wurde.
Erst hellhörig wurde sie als das Wort „Mord“ fiel. Eine Frau erzählte mit gelernter trauriger Stimme, wie viele junge Mädchen in den Letzten Wochen ums Leben gekommen waren. „Allem Anschein nach sind es Seriemorde, die die Polizei jedoch noch im Dunkeln tappen lässt. Die Mädchen werden meist völlig Blutleer gefunden, wobei sich die Polizei darauf schließen lässt, dass es sich wahrscheinlich um ein Tier handelt.“
Zur Bekräftigung zuckte ein Blitz am Himmel und das anschließende Donnergrollen unterstrich dies nur.
Lara hatte dem Bericht zu gehört und runzelte nun die Stirn. „Blutleer.“ Wiederholte sie nachdenklich und fuhr einwenig schneller über die berühmte Tower Bridge entlang. Nicht dass sie das Gesagte fürchtete – ganz im Gegenteil, einwenig Interesse war geweckt – aber sie wollte einfach nur nach Hause, sich auf ihr Bett legen und vielleicht noch ein Buch lesen.
Würde sie jedoch dazu kommen? Das wusste sie nicht, denn der Gedanken mit den Morden, hielt sie fest. Blutleere Menschen, was machte sie blutleer?!
Minutenlang zermarterte sich die Archäologin das Hirn, fand jedoch keine logische Erklärung, außer der, die der Polizei auch glaubte.
Dass es ein Tier war. Aber welches Tier trank den Menschen das gesamte Blut aus? Fledermäuse könnten das niemals schaffen, sie würden als schwere Brocken durch die Gegend fliegend.
Laras Mundwinkel zuckte bei der Vorstellung und sie stellte das Radio aus, als sie Endlich die Tore ihres zu Hauses erreicht hatte.
Als diese sich öffneten, erkannte die Brünette, dass sich im riesigen Vorgarten schon ein Auto befand.
Ein silberner Porsche, dessen Kennzeichen sich nur schwer erkennen ließ. Lara runzelte heute wohl zum Zweiten Mal die Stirn.
Sie hatte doch gerade ein Vorlesung gegeben und jetzt war sie es der Tausend Fragen im Kopf schwirrten.
Allerdings würde sie eine Antwort gleich bekommen. Geduldig parkte sie ihre Audi R8 in der riesigen Equipmenthalle/Garage und stieg aus.
Sie ging an ihren vielen anderen und sportlichen Wagen vorbei, so wie an ihrem Tresor, der ihre Waffen beherbergte.
Im Foyer angekommen erwartete sie bereits Winston, der ein Tablett mit Tee in der Hand hielt.
„Sie haben Besuch Lady Croft.“ Lara schaute rüber zum Kamin und erkannte jemanden, der auf dem gemütlichen Sofa saß, seinen Blick aber zum Kamin gewidmet hatte. Lara zog ihre Jacke aus, lies absichtlich ihren Waffenholster mitsamt Waffen an und schlenderte auf die Sitzmöglichkeiten zu.
Je näher sie kam, desto mehr erkannte sie, dass es sich um eine junge Frau handelte. Ihr Langes Braunes Haar ließ sie als…Inna Savic erkennen.
Laras Miene erhellte sich und als sie vor der Couch zum Stehen kam, stemmte sie die Fäuste in ihre Hüften.
„Na, was verschlägt Inna Savic denn zu mir?“ fragte Lara amüsiert und die angesprochene drehte sich sofort um.
„Lara!“ sie war ebenfalls erfreut stand auf und umarmte die Archäologin. Inna Savic war eine der jüngsten Freundinnen von Lara.
Sie interessierte sich ebenfalls für Archäologie, studierte diese in Belgrad, da ihr Vater geborener Serbe war.
Ihre Mutter war Bosnierin und doch konnte die junge Inna niemals sagen, was sie wirklich war.
Sie bekräftigte immer, sie sei bloß ein Mädchen, das aus dem Ehemaligem Jugoslawien kam, mehr nicht.
Kennen gelernt hatten sich die Beiden in Peru. Inna war mit ihrer Studentengruppe, zu einem Ausgrabungsort gefahren, fand es jedoch spannender selbst die Gegend zu erkunden, statt einem langweiligen Besserwisser zuzuhören.
Allerdings war sie damals direkt in die Arme von ihr unbekannten Kerlen gelaufen, die sich als Pierre DuPont und Larson Connway, entpuppten. Laras Feinde, die schon wieder hinter demselben Artefakt her waren, wie Lara.
Für Lara kam Inna gerade zur Rechten Zeit und durch die passende Ablenkung hatte es die Archäologin geschafft, den beiden Dieben das Handwerk zu legen, Inna zu retten und eine neue Freundschaft zu gewinnen.
Inna war nun 25 Jahre alt und nicht mehr die unerfahrene 20-Jährige von Damals. Unglaublich, dass fünf Jahre so schnell vergangen waren.
Doch es musste einen Grund für ihre Anreise geben, als bloße Wiedersehensfreude.
„Lara ich muss mit dir sprechen. Es ist sehr wichtig.“
Innas Gesichtsausdruck wurde ernst und machte besorgter Miene Platz. Lara setzte sich ihr gegenüber auf die Couch und erwiderte: „Ich bin ganz Ohr, Inna.“ Die junge Frau senkte ihren Blick und überlegte, wie sie wohl am Besten Anfangen konnte, ohne, dass es verrückt klang. „Lara, kennst du die Legenden und Sagen über…Vampire?“

Stille.

Inna schaute wieder zu Lara und suchte Anzeichen für ihre Reaktion. Lara atmete ruhig aus und schluckte.
Vampire. Inna fing tatsächlich an über Vampire zu reden. Wäre es jemand anderer, hätte ihn Lara schon längst aus dem Haus geschmissen, aber die Angst stand Inna ins Gesicht geschrieben.
„Natürlich kenne ich sie. Ursprünglich stammen die Vampire auch aus dem Balkan, nicht wahr?“
„Ja.“ Inna nickte, dann fuhr sie fort: „In letzter Zeit sind viele junge Mädchen verschwunden oder Tot aufgefunden worden. In Amerika schlimmer als hier in Europa, nur glaubt man daran, dass es bloß Tiere seien.“
Sie beendete ihre kurze Erzählung und Lara lehnte sich seufzend zurück. „Und du glaubst also, dass es Vampire waren?“
„Ich glaube es nicht nur. Ich weiß es.“ Innas Miene wurde finster und sie schaute erneut in das Feuer des Kamins, das als Dritter Gast kommentarlos zu hörte und vor sich hin flackerte.
„Ein Freund von mir war bei der Polizei. Er…“ Inna brach ab. Statt weiterzureden stand sie auf und machte Anstalten zu gehen.
„Tut mir leid, Lara. Ich labbere dich hier mit diesem Mist voll. Bestimmt ist es mir, durch seinen Tod zu viel geworden und ich sehe schon Gespenster.“ Entschuldigte sich Inna fügte dann noch hinzu: „Aber ich habe es direkt vor meinen Augen gesehen!“ Ihre Stimme war ein Wispern und Lara musste wieder aufstehen um sie besser verstehen zu können. „Standet ihr euch nah?“ fragte Lara mitfühlend und legte eine Hand auf ihre Schulter. Inna nickte stumm und schluckte den Kloß in ihrem Hals knallhart runter.
„Ich glaube dir.“ Antwortete Lara und lächelte ihr entschlossen zu.
Inna erwiderte es und es fühlte sich an, als wäre ihr ein ganzer Stein von Herzen gefallen. Sie wusste, auf Lara konnte man sich immer verlassen.
Es gab niemanden zu dem sie vor her gegangen wäre. Wahrscheinlich hätte man sie schließlich als verrückt erklärt. Aber Lara war anders. Ging es um ihre Freunde, so half Lara ihnen. So scharf wurde sie jedoch an Alister erinnert, der jetzt ebenfalls gern Innas Geschichte mitgehört hätte.
„Danke, Lara.“ Meinte Inna sichtlich erleichtert und holte Lara aus ihren Gedanken zurück. „Nichts zu danken. Wir gehen der Sache auf den Grund und ich werde mir deine Erfahrung sehr zu Herzen nehmen. Irgendwas scheint wirklich nicht zu stimmen. Allerdings wird das kein Leichtes Unterfangen werden.“
Lara schaute ihre Freundin an, diese schien zu verstehen und antwortete schnell: „Kein Problem. Wir schaffen das!“ Großer Optimismus.
Das bewunderte Lara an der jungen Frau. Sie schien wirklich in jeder Situation nach einem guten Ende zu sinnen. War es auch dieser Optimismus, der sie zu der Archäologin geführt hatte? Bestimmt schon.
„Du bist sicher müde. Ein Zimmer ist für dich frei. Geh schlafen und morgen kümmern wir uns sofort darum.“
„Und noch Mal bedanke ich mich bei dir, Lara. Ich wusste, dass ich mich auf dich verlassen kann.“ Innas Blick war aufrichtig und sie tat wie Lara es ihr gesagt hatte.
Lara selbst konnte es nicht erwarten in ihrem Bett zu liegen und das Geschehnisse erst einmal zu überschlafen auch wenn sie die Nacht damit verbringen würde, sich intensivst damit herum zuschlagen.
Also wurde aus ihrem wohlverdienten Schlaf doch nichts.
Sie sah dem etwas enttäuscht entgegen, als sie sich auf ihr Weiches Bett legte und die Bettdecke über sich warf.
Inzwischen hatte es aufgehört zu regnen und die Wolken verzogen sich um der Dunklen Nacht und dem hellleuchtenden Mond Vorrang zu gewähren.
Lara liebte solche klaren Nächte. Sie wirkten irgendwie beruhigend auf die Archäologin und sorgte für Ruhige Gedanken.
Die Müdigkeit in ihr wurde immer mehr und ihre Augenlider wurden schwer. Es war verlockend jetzt einfach die Augen zu zumachen und einzuschlafen. Trotzdem hielt sie die Geschichte mit den Vampiren wach.
Falls es wahr war, was Inna erzählte, dann schwebten die Menschen in Großer Gefahr und Lara zweifelte daran, dies wirklich alleine lösen zu können. „Quatsch“, sie schüttelte den Kopf und trat sich gedanklich in den Hintern.
Sie war Lara Croft und würde auch dieses Mal nicht aufgeben, seien es auch tatsächlich Vampire, die ihr ans Leder wollten.
Ihr  Blick hing immer noch am Fenster und gerade als sich ihre Augenlider schlossen, wurde sie durch ein lautes und splitterndes Geräusch wieder hellwach. Was war passiert?


~

FORTSETZUNG FOLGT...