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Everytime I close my eyes

KurzgeschichteLiebesgeschichte / P12 / Gen
Maria deLuca Michael Guerin
07.04.2012
07.04.2012
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Disclaimer: Roswell und deren Charaktere gehören The WB, Jason Katims und Melinda Metz!

Spoiler: "Der Zeitreisende"
Anmerkung: Lyrics von Vanessa Amorosi – "Everytime I close my eyes"

Erstveröffentlichung: 19. Jänner 2005



Everytime I close my eyes


Die Party war im vollen Gange und alle hatten mehr als nur Spaß dabei zur Music zu tanzen. Mitten unter den ganzen Partygästen war auch Maria und tanzte zu einem schnellen Song mit ihrem neuen Flirt, Jackson.

Schon seit Tagen flirteten sie was das Zeug hielt und kein anderer Junge wagte es sich an Maria heran zu machen. "Willst du etwas trinken?", fragte Jackson, als der Song zu Ende war.

Maria nickte außer Atem und folgte ihm zum Getränkestand. Jackson gab ihr ein Cola und setzte sich mit ihr auf eine der Couchen, die in dem riesigen Wohnzimmer seiner Eltern standen.

Er war der reichste Junge an der West Roswell High und schmiss fast jedes Wochenende eine Party, zu der jeder eingeladen war. Ob beliebt oder nicht, man konnte kommen und seinen Spaß haben.

Das mochte Maria sehr an ihm, er machte keinen Unterschied zwischen den Menschen, für ihn waren alle gleich. Er hatte Freude daran, wenn sich andere ebenfalls freuten.

Aber für ihn war sie nicht nur ein Mädchen aus der Schule, sondern Maria, die er schon seit dem Kindergarten kannte und immer schon mit ihr zusammen sein wollte.

"Also, erzähl mal was Neues", meinte Jackson lächelnd. "Es gibt nichts Neues bei mir, außer, dass ich meinen Mathetest verhaut habe", entgegnete Maria und nippte an ihrem Cola.

"Tut mir echt leid und deswegen gehen wir jetzt tanzen, da kommst du gleich auf andere Gedanken", sagte Jackson. Maria nickte und folgte ihm auf die riesige Tanzfläche, wo gerade ein langsamer Song gespielt wurde.

Jackson legte seine Arme um ihre schmalen Hüften und zog sie fest an sich. Maria legte ihren Kopf an seine Schulter und wippte leicht im Takt der Music mit.

Sie fühlte sich richtig wohl bei ihm.

*******

Michael betrat etwas lustlos die Party von Jackson und sah sich in der Menge um. Er wollte ja eigentlich gar nicht kommen, doch Isabel hatte ihn gezwungen.

Wäre er nicht gekommen hätte er sich ganz sicher eine Standpauke von ihr anhören können. Da die meist sehr lange und sehr laut waren, wollte er sie sich dieses Mal ersparen.

Michael hatte vor für eine halbe, höchstens für eine Stunde zu bleiben und wieder nach Hause zu fahren, damit er sich noch das Basketballspiel ansehen konnte.

"Michael, na endlich da bist du ja!", begrüßte Isabel ihn mit einem Kuss auf die Wange. "Was ist so los?", fragte Michael und nahm einen Schluck von seinem Cola, die sie ihm mitgebracht hat.

"Och, die halbe Schule ist hier und Alex weicht so ziemlich keine einzige Sekunde von meiner Seite", grinste Isabel. Michael verzog das Gesicht zu einer Grimasse.

"So genau wollte ich es nicht wissen. Das hätte ich mir auch denken können. Wo ist Max?", meinte Michael grimmig und sah sich in dem großen Wohnzimmer um.

"Der ist draußen mit Tess, ich würde lieber nicht stören. Also, noch viel Spaß! Wenn wir uns nicht mehr sehen dann halt morgen früh, wie immer", verabschiedete sich Isabel und verschwand in der Menge.

Michael nickte, lehnte am Türstock, nippte an seiner Cola und blickte sich weiterhin in dem riesigen Haus um. Er war schon ein paar Mal hier gewesen, doch immer wieder war etwas Neues dazugekommen.

Heute war es genauso, einige neue wunderschöne chinesische Vasen standen neben dem Kamin, eine neue Couch war dazu gekommen und der Kronleuchter war auch ein anderer.

Michael sah weiter durch das riesige Wohnzimmer, um vielleicht noch etwas Neues zu sehen und er fand etwas. Seine Laune wurde mit einem Mal noch schlechter.

Maria tanzte eng umschlungen mit dem Gastgeber inmitten von den anderen Leuten zu einem richtig, richtig, richtig, aber auch wirklich richtig schnulzigen Song.

Eifersucht stieg in ihm hoch und er spürte, dass seine Kräfte gleich Außerkontrolle geraten könnten. Er wollte sich von dem Bild abwenden, doch er konnte seinen Blick einfach nicht von ihnen lassen.

Maria sah glücklich aus, glücklicher als sie es bei ihm wahrscheinlich jemals sein würde. Sie hatte vor etwa zwei Wochen mit ihm Schluss gemacht, nachdem sie ihn bei Courtney erwischt hatte.

Alle Versuche ihr zu erklären, dass absolut nichts mit Courtney gewesen war schlugen mehr als nur fehl. Maria blieb stur und ignorierte ihn die ganze Zeit über.

Er versuchte es zu überspielen, doch es ging nicht, seine Gefühle für sie waren noch immer sehr stark. Auch wenn er es immer leugnete, in seinem Herzen wusste er ganz genau, dass er Maria DeLuca liebte.

Ihre ganze Art war einfach berauschend und er wollte sie nie wieder in seinem Leben missen. Aber vielleicht war es auch gut so, dass sie nicht mehr zusammen waren.

Denn er war ein Alien, einer der Königlichen vier von Antar. In seinem früheren Leben war er Soldat und er war immer alleine gewesen. Das musste er jetzt auch bleiben, er durfte sich nicht binden.

Eines Tages würde er schließlich nach Antar zurückkehren.

Er nahm einen großen Schluck von seinem Cola und blickte wieder zu Maria und Jackson. Jackson hatte sich ein Stück von ihr gelöst und nahm ihr kleines Gesicht in seine Hände.

Michael sah, wie Jackson etwas sagte und sich langsam nach vorne beugte. Maria lächelte und war absolut nicht abgeneigt, gegen das was nun kommen würde.

Das ging Michael ganz eindeutig zu weit!

Die Eifersucht übernahm in nur einem Bruchteil einer Sekunden die Kontrolle über seinen Körper und er stürzte aufgebracht durch die Menge, auf die beiden zu.

Was er vor ein paar Sekunden noch gedacht hatte, schob er ganz nach hinten in seinem Kopf, es war ihm völlig egal. Ihre Lippen waren nur noch einige Millimeter voneinander entfernt.

Michael packte Maria an der Hand und zog sie von Jackson weg. Maria blickte zu ihm auf und funkelte ihn böse an. Er sagte nichts, er zog sie einfach von der Tanzfläche.

Jackson sah den beiden irritiert nach.

*******

"Guerin, lass mich sofort los!", rief Maria wütend über die Music hinweg. Doch Michael dachte nicht im Traum daran sie los zu lassen. Er zerrte sie hinter sich in den oberen Stock.

Maria zappelte und rüttelte an seinem Arm, doch er ließ nicht los. Etwas sanfter stupste er sie in eines der Zimmer, sperrte ab und steckte den Schlüssel in die Hosentasche.

Maria funkelte ihn aus ihren grünen Augen wütend an und stand kurz vor einem Anfall. Wer glaubte er eigentlich wer er war? Sie einfach so hinter sich herziehen und in ein Zimmer sperren.

Hatte er es noch immer nicht begriffen, dass sie nichts mehr von ihm wollte?! "Was sollte das?", fragte Maria wütend und ging auf ihn zu. Michael sagte noch immer nichts er sah sie nur an.

Sie wurde immer wütender und ging zur Tür. Obwohl sie wusste das abgesperrt war, rüttelte sie am Knauf und fluchte vor sich hin. Maria drehte sich wieder zu Michael und funkelte ihn an.

Wenn ihre Blicke hätten töten können wäre er jetzt auf der Stelle tot umgeflogen. "Lass mich hier sofort raus oder ich schreie so laut ich kann, damit alle wissen, dass ich hier oben bin! MACH SCHON, GUERIN!"

Michael ging einige Schritte auf sie zu, Maria wich zurück und blieb mit dem Rücken an der Tür stehen. Er stemmte seine Hände neben ihrem Kopf ab und beugte sich zu ihr hinunter.

Ihre großen, grünen Augen drückten noch immer ihre Wut aus, aber Michael sah darin auch, jenes was er immer sah, wenn er in sie hineinblickte. Ihre wahren Gefühle für ihn, Marias Augen waren der Eingang in ihre Seele.

Das konnte er vom ersten Tag an erkennen. Er wusste, dass auch sie immer versuchte in seinen Augen zu lesen, doch er ließ es nie zu, dass sie ihn sehen konnte.

Michael hatte Angst davor.

*******

Maria wartete auf eine Antwort, doch sie würde keine bekommen. Wie sonst auch, er sprach nie über seine Gefühle und das machte ihr mehr zu schaffen als sie jemals zu geben würde.

Wieso konnte Michael das nicht?

Er brauchte nur sagen was er gerade dachte, dass würde ihr reichen. Doch er tat es nie. Noch nie hatte sie von Michael Guerin gehört, was er dachte oder gar fühlte.

Das schmerzte sie so sehr und die aufgestauten Tränen liefen nun lautlos über ihre roten Wangen. Michael sah die Tränen und musste schlucken, denn er wusste sie weinte wegen ihm.

Sanft nahm er ihr kleines Gesicht in seine Hände und strich mit den Daumen die Tränen weg. Maria schluchzte leise und blickte in seine braunen, treuherzigen Augen.

Michael konnte sich nicht länger zurückhalten, er musste es jetzt tun, sonst würde er womöglich explodieren. Er wollte sie wieder spüren und ihr zeigen, wie sehr er sie brauchte.

Denn in dem Moment, als er ihre Tränen sah wurde ihm klar, dass er ohne sie nicht mehr Leben konnte und wollte. Sie war sein Sinn im Leben und diesen wollte er nicht aufgeben.

Dafür gab er seinen Planeten auf! Er wollte nicht nach Antar zurück und wenn er doch musste, dann würde er Maria mitnehmen. Sie war die Liebe seines Lebens!

Er beugte sich noch ein Stück nach vorne und spürte ihren Atem in seinem Gesicht. Maria blickte ihn aus großen Augen an und in ihrem Bauch fing es mächtig an zu kribbeln.

Er würde sie jetzt küssen, das wusste sie und wollte es auch. Nichts Sehnlicheres hatte sie sich die letzten Wochen gewünscht. Auch wenn sie Schluss gemacht hatte, sie liebte ihn mehr als alles andere.

Michael überbrückte die letzten Millimeter und legte seine Lippen auf ihre. Sanft küsste er sie, fuhr mit seiner Zunge über ihre vollen Lippen und bat um Einlass.

Maria gewährte ihm diesen, als sich ihre Zungen auf halben Weg trafen, passierte das von den Maria immer schon geträumt hatte. Sie bekam eine Vision von Michael.

*******

Do you remember
The time we used to spend
Doing what, we used to do back then
But the only thing
That's different no
You won't admit your love
That's if you love me again

Everytime I close my eyes
The visions reappear
And when I wake up you're not near
Could you fall in love with me again
Cause all I see is you
Every time I close my eyes

When you look at me
I wish that you were mine once again
Cause now I love you
More than I did then
And I'm hoping
That we can mend it all back
Cause when we're together
The spark is there and the flame comes back

Should I say this to you
And just let it go
Tell you what I feel
And just let it show
No matter how hard
That I think this through
My feelings are the same
I'm in love with you

Cause all I see is you
Everytime I close my eyes
Everytime I close my eyes
Everytime I close my eyes


*******

Michael löste sich ein Stück von Maria und blickte in ihre grünen Augen, die ihn nur so anstrahlten. Er wusste, dass sie eine Vision hatte, denn er wollte es so, nie wieder sollte sie jemand trennen.

Maria war sprachlos und ihre Augen füllten sich erneut mit Tränen, doch dieses Mal vor lauter Glück. Er hatte es wirklich zugelassen und das machte sie mehr als nur glücklich.

"Ich liebe dich, Maria und ich werde dich nie wieder gehen lassen. Ich brauche dich, mehr als alles andere im Universum!", flüsterte Michael in ihr Ohr.

Maria bekam bei diesen Worten eine Gänsehaut und blickte in seine Augen. Er meinte es total ehrlich und dafür liebte sie ihn noch mehr als zuvor. Ein Lächeln bildete sich in ihrem Gesicht.

Michael wischte die Tränen weg und drückte ihr einen Kuss auf die Stirn.

"Ich liebe dich, Spaceboy!", flüsterte Maria und kuschelte sich an seine Brust. Michael umarmte sie fest, nie wieder würde er sie los lassen, dafür war sie ihm viel zu wertvoll.

Maria schloss glücklich die Augen und wollte nur noch in seinen Armen bleiben, sie wusste, dass sie niemand mehr trennen konnte. Zufrieden seufzte sie und lächelte.

*******

Die ersten Sonnenstrahlen schienen in Michaels und Marias Schlafzimmer und erhellten es ein wenig. Verschlafen öffnete Maria die Augen und sog Michaels natürlichen Duft nach Mann ein.

Es war schön, jeden Tag neben ihm aufzuwachen.

Auch, wenn ihre Mom, vor rund einem Jahr, dagegen war durfte Maria ab und zu bei Michael übernachten. Nach zwei Monaten war es zur Regelmäßigkeit geworden und Amy gewöhnte sich langsam daran.

Maria lächelte und war überglücklich, dass sie ihn hatte.

Obwohl sie noch immer sehr oft stritten und er sich mehr als nur oft verschloss, liebten sie sich sehr und dieses gewaltige Feuer würde auch nie aufhören.

Michael öffnete langsam die Augen und blickte in die wundervollsten, größten und grünsten Augen im ganzen Universum - in die von seiner geliebten Maria.

Er lächelte sie glücklich an, zog sie fest an sich und drückte ihr einen sanften Kuss auf die Nase. "Guten Morgen", flüsterte Michael mit seiner tiefen Brummstimme, die er morgens immer hatte.

"Guten Morgen, Spaceboy", lächelte Maria und gab ihm einen Kuss. Michael erwiderte diesen und zog sie noch fest an seinen Körper. Maria löste sich wieder von ihm und blickte in seine braunen Augen.

"Ich liebe dich so sehr, Spaceboy", sagte Maria und fuhr mit dem Finger seine Gesichtszüge nach. Michael strich durch ihre langen, blonden Haare und lächelte.

Er antwortete nicht gleich und sah sie nur an. Maria wusste, dass es ihm noch immer schwer viel diese drei Worte zu sagen und obwohl sie ihm Zeit lassen wollte, konnte sie es nicht immer.

"Lass uns heute nur im Bett bleiben und den Tag genießen", schlug Michael vor. Maria sah ihn aus großen Augen an und nickte schließlich. Er küsste sie sanft und lächelte.

"Ich liebe dich, Maria!"


-The End-
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