Der Abend danach

von Desii
GeschichteRomanze / P16
05.04.2012
23.08.2012
12
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Hallo liebe Countdown-Fans,

das ist meine allererste FanFic überhaupt und ich war mir anfangs nicht sicher, ob ich sie überhaupt hier posten soll. Ich habe noch nie so etwas geschrieben, freue mich aber immer so über die anderen FanFics hier zu „Countdown“, dass ich jetzt den anderen Autoren und natürlich allen Leserinnen und Lesern mit meiner Geschichte etwas zurück geben möchte. Seid also bitte nicht allzu streng mit mir. :-)

Der Titel „Der Abend danach“ ist natürlich ganz bewusst gewählt und wird allen „Countdown“-Fans sicherlich etwas sagen… ;-)

Und jetzt wünsche ich Euch viel Spaß beim Lesen!


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„Wenn Du Ritter jetzt erschießt, dann kannst du heute Abend nicht mit mir essen gehen“ – die Worte Leos hallten in Brenners Kopf nach. Hatte sie ihn wirklich zum Essen eingeladen? Sie hatte – und ihn dabei verlegen und gleichzeitig mit einem leichten Funkeln in den Augen angesehen. Was bedeutete dieser Blick? Manchmal wurde er einfach nicht schlau aus ihr. Und aus sich selber auch nicht. Sein Herz klopfte, wenn er an diesen Augenblick zurück dachte.

Sie wollte mit ihm reden. Er wusste genau, worüber, zumindest hatte er eine Ahnung. Ihre Beziehung war in den vergangenen Wochen immer intensiver geworden – hatte sich von der kollegialen Vertrautheit in eine persönliche gewandelt. Stück für Stück hatten sie sich einander angenähert – Tag für Tag ein bisschen mehr. Wenn er an sie dachte, durchströmte ihn ein Glückgefühl; wenn er sie sah, hätte er sie am liebsten in den Arm genommen und nie wieder los gelassen. Andere Frauen interessierten ihn schon lange nicht mehr.

Aber dennoch: Er wollte ihr nicht weh tun. Er wusste, dass sie Erwartungen an ihn hatte. Keine Erwartungen, um ihn unter Druck zu setzen. Erwartungen, die aus ihrem Herzen kamen. Wenn er sich auf eine Beziehung mit ihr einließ, dann entweder ganz oder gar nicht. Halbe Sachen waren nicht Leos Ding.

Diesen Gedanken hing Brenner nach, als er zusammen mit Leo zu ihrer Wohnung fuhr, wo er derzeit vorübergehend wohnte. Er ließ den aufwühlenden Tag, der hinter ihm und seiner Partnerin lag, noch einmal Revue passieren: Kettler hatten sie im Wohnheim überwältigen können, als er gerade mit Lola fliehen wollte.

Kettler. Brenner schüttelte den Kopf. Während seiner Anfangszeit bei der Polizei war der damalige Ausbilder ein Vorbild für ihn und viele weitere junge Menschen gewesen. Jetzt hatte er einem anderen jungen Menschen grausam das Leben genommen, indem er ihn einfach vor die U-Bahn gestoßen hatte, um eine Straftat zu vereiteln. Brenner versuchte, die aufkommenden Bilder zu verdrängen. Wie hatte er sich nur so in einem Menschen täuschen können?

Er blickte Leo von der Seite aus an. Er war ihr dankbar, dass sie die meiste Zeit der Fahrt über geschwiegen und ihn seinen Gedanken hatte nachgehen lassen. Er brauchte diese Ruhe jetzt. Die menschliche Enttäuschung über Kettler nagte an ihm. Doch trotz der dramatischen Ereignisse musste Brenner lächeln, als er Leo ansah. Sie kannte ihn so gut wie kein anderer und wusste, dass er jetzt nicht reden wollte, nicht reden konnte.

Leo. Sie würde ihn niemals enttäuschen, da war er sich sicher. Er erinnerte sich an den Augenblick, in dem sie sich zum ersten Mal begegnet waren, damals in der Soko. Ritter hatte ihm einige Tage zuvor mitgeteilt, dass er eine neue Partnerin bekommen würde, nachdem sein damaliger Partner aus persönlichen Gründen die Dienststelle gewechselt hatte. Brenner war damals gar nicht begeistert gewesen. Aber als er Leo zum ersten Mal sah und der selbstbewussten Kommissarin die Hand schüttelte, wusste er direkt, dass er gewonnen hatte. Was er damals aber noch nicht wusste – ja, noch nicht einmal ahnte - war, dass diese Frau einmal sein absoluter Hauptgewinn werden würde.

Dieser Abend. Er würde alles verändern. Brenner lächelte immer noch…
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