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Ich gehöre nicht hierher

von Karin1232
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Familie / P16 / Gen
Kirsten Cohen Ryan Atwood Sandy Cohen Seth Cohen
04.04.2012
11.05.2012
3
2.870
 
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15 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
04.04.2012 1.199
 
Hallo ihr Lieben!

Da ich vor einiger Zeit zum ersten Mal OC geschaut habe und sofort begeistert davon war, habe ich mir gedacht, dass ich nun einfach mal eine Fanfiktion darüber schreibe. Es geht darum wie Ryans Rückkehr nach New Port anders gelaufen sein könnte, falls seine Mutter und AJ doch zu Hause gewesen wären, als Sandy ihn nach Hause brachte.

Ich hoffe euch gefällt die Story und freue mich über Reviews.

Glg Karin
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Als Kirsten die Küche betrat, stand Ryan beim Fenster und blickte auf den Pool hinaus. Natürlich tat es ihr leid, dieses Kind vor die Tür zu setzen, aber er konnte unmöglich bleiben.

„Ryan ich will nicht den bösen Polizisten spielen es ist nicht persönlich gemeint. Ist das Bacon?"

Der Teenager war zum Herd gegangen und hatte Speck aus der Pfanne geholt. Innerlich brach es Kirsten das Herz, denn ein Teil von ihr sagte ihr, dass es falsch war den Jungen wieder nach Hause zu schicken.

„Zu Hause mache ich immer das Frühstück. Meine Mom kocht nicht besonders gut und…"

Ryan schien bereits auf eine Erklärung von ihr zu warten, als er den Teller mit Speck auf den Tisch stellte.

„Tut mir leid, du scheinst wirklich ganz nett zu sein.."

„Schon gut.. Schon klar.. " Ryan verstand Kirsten mehr als gut.

Er war fremd, ein Schläger und Autodieb, aus schlechten Verhältnissen und sie sah in ihm einfach eine Gefahr. Allerdings hatte er gehofft, dass Sandy sie überreden konnte, denn er wollte nicht nach Hause in sein altes Leben zurück.

„Sie haben eine echt nette Familie", sagte er, ehe er seinen Rucksack nahm und das Haus verließ.

Die Fahrt nach Chino verlief still. Er merkte die traurigen, entschuldigenden Blicke, die ihm Sandy während der Fahrt zuwarf, aber er reagierte nicht darauf. Ryan sah einfach aus dem Fenster und blickte auf das Meer, den Strand und die Villen, die an ihm vorbeizogen.

Als sie New Port verlassen hatten, kam er seiner gewohnten Umgebung immer näher. Die Häuser waren nicht mehr so prunkvoll, sondern klein und alt. Ryan fragte sich, wie die Leute aus New Port damit leben konnten, dass einige Kilometer von ihrer Haustür entfernt so etwas wie Armut herrschte.

„Hör zu Ryan es tut mir leid, dass ich dir nicht helfen konnte", sagte Sandy schließlich und unterbrach die Stille.

Der Jugendliche sah seinen Anwalt an und erkannte den entschuldigenden Blick und die Wahrheit dieser Worte.

Auch Sandy erschrak, als er in Ryans Augen sah. So viele Gefühle spiegelten sich darin. Da war Trauer und Schmerz, Angst, aber auch ein klein bisschen Dankbarkeit. Es tat ihm in der Seele weh, dieses Kind wieder nach Hause zu schicken, denn immerhin war sein zu Hause nicht wirklich ein Ort, an dem er sein wollte.

Sandy erinnerte sich zurück, als Dawn ihren Sohn vom Gefängnis abgeholt hatte. Sie hatte ihn angeschrien und gemeint, dass es besser gewesen wäre, wenn er im Gefängnis verrottet wäre. Er wusste nicht, was wirklich bei den Atwoods zu Hause passierte, denn Ryan hatte nicht einmal über seine Familie gesprochen. Als er ihn angerufen hatte, hatte er nur gesagt, dass seine Mutter ihn rausgeworfen hatte.

"Es ist in Ordnung", war Ryans einzige Antwort darauf.

Als Sandy vor dem Haus hielt erschrak er über den Zustand. Es war ein kleines Haus, mit einem schmutzigen Garten. Vom Inneren konnte er den Fernseher hören. Nachdem er das Fahrrad von Ryan aus dem Kofferraum genommen hatte, begleitete er ihn bis zur Tür.

Als Ryan die Tür öffnete und eintrat, sah er einen Mann am Sofa sitzen und Dawn, die gerade ein Glas Alkohol trank.

Dawn, die gerade zu schreien beginnen wollte schloss den Mund wieder, als sie den Anwalt sah, der hinter ihren Sohn getreten war.

„Ryan mein Junge, da bist du ja! Ich hatte solche Angst um dich", süßelte sie und gab ihrem Sohn eine kurze Umarmung. Auch AJ erhob sich vom Sofa und begrüßte seinen Stiefsohn freundlich.

Allerdings fiel Ryan der wütende Blick hinter der braven Fassade auf.

„Mrs. Atwood ich habe ihren Sohn über das Wochenende bei mir aufgenommen, nachdem er mich angerufen hat und meinte, dass sie ihn rausgeworfen haben."

Dawn Atwood hielt ihre Fassade aufrecht und erwiderte mit einem kleinen Lächeln:„ Ich bin Ihnen sehr dankbar dafür. Ich würde Ry doch nicht hinauswerfen. Ich war an diesen Tag einfach nur so wütend, dass ich diese Worte gesagt habe. Ich habe es bereut und wollte mich entschuldigen, doch er war schon weg. Vielen Dank, dass sie ihn aufgenommen und mir wieder gebracht haben."

Die Erwachsenen unterhielten sich noch kurz miteinander darüber, dass alles ein großes Missverständnis gewesen war und schließlich verließ Sandy Cohen das Haus. Alle warteten still, bis sie das Auto wegfahren hörten.

„Du verdammter Bastard! Hat deine Mutter nicht gesagt, dass du nie wieder kommen sollst?", schrie AJ und kam gefährlich nahe auf den Jugendlichen zu. Ryan zuckte zurück und fürchtete sich davor, wieder geschlagen zu werden, so wie es immer passierte.

Er sah seine Mutter an, die ihn ebenfalls nur wütend anblickte. Kein Ausdruck von Entschuldigung oder Liebe war auf ihrem Gesicht zu sehen.

„Es.. es.. tut mir leid", sagte er zaghaft. Plötzlich sah er AJ, der seine Faust hob und ihm direkt ins Gesicht schlug. Er traf seinen bereits vorhanden blauen Fleck auf seiner Wange, von der Schlägerei am Vortag am Strand von New Port.

Der Jugendliche taumelte und ging durch die Wucht des Aufpralls zu Boden. „Es tut dir leid? Es tut dir leid?", schrie AJ, der sich über ihn kniete und auf ihn einschlug.

„AJ nicht!", schrie nun auch Dawn, die mit Furcht sah, was ihr Freund ihrem Sohn antat, doch als sie AJs wütenden Blick sah, verstummte sie und wandte sich ab.

Ryan spürte die Schläge, die ihn trafen. Jeder einzelne schmerzte schrecklich. Er spürte die Tritte in seine Seite, genau dorthin, wo auch Luke hingetreten hatte und hörte ein Knacksen.

Er spürte die Übelkeit, als ihm sein Stiefvater in den Magen boxte. Ryan war dankbar, als sich die Dunkelheit um ihn hüllte und er das Bewusstsein verlor.
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Die Cohens saßen beim Mittagessen und keiner von ihnen sagte etwas, denn niemand wusste, was er sagen sollte. Sandy fühlte sich schlecht, Ryan in Chino gelassen zu haben, obwohl seine Familie offenbar nicht ganz so schlimm war, aber er hatte sich an den Jungen gewöhnt. Kirsten fühlte sich schlecht, weil sie Ryan aus dem Haus geworfen hatte und Seth fühlte sich mies, denn Ryan war sein einziger Freund gewesen und Ryan hatte sich wegen ihm geprügelt.

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Ryan wusste nicht wieviel Zeit vergangen war, als er wieder zu sich kam. Er lag immer noch auf dem Boden und schmeckte das Blut in seinem Mund. Stille umgab ihn, also nahm er an, dass niemand zu Hause war, denn sonst war es nie ruhig. Mühsam richtete er sich auf und Übelkeit überkam ihn.

Ryan erbrach direkt auf den alten Teppich. Nachdem das Gefühl der Übelkeit etwas verflogen war, stand er langsam auf, immer darauf bedacht nicht wieder ohnmächtig zu werden als Sterne vor seinen Augen tanzten.

Da er wusste, dass er nicht hierbleiben konnte, griff er nach seinem Rucksack und verließ das Haus. Er hatte nur ein Ziel : New Port
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