Geschichte: Freie Arbeiten / Prosa / Liebe / Paranormal / Kyle

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Kyle

GeschichteÜbernatürlich, Liebesgeschichte / P16 / Het
02.04.2012
24.06.2012
15
26.996
3
Alle Kapitel
23 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
02.04.2012 1.589
 
Hallo, meine lieben Leserinnen und Leser :D

Es ist soweit, ich habe eine neue Story in petto.
Zumindest den Anfang, ich kann euch ja nicht gleich alles auf einmal lesen lassen ;-)
Diese Vampir-Romanze (ja, ich weiß, es gibt schon genug Geschichten mit dem Genre, aber ich wollte selbst auch mal so eine schreiben xD) ist in Zusammenarbeit mit einer anderen Person entstanden. Da ich noch nicht weiß, ob ich ihren Namen erwähnen soll/darf etc., belasse ich es erst einmal bei einem anonymen Hinweis.
An der Idee hierzu haben wir Beide gearbeitet, die wörtliche Rede ist zu je 50% unter uns aufgeteilt, die Romanfassung (sprich: nicht in Chat-Drehbuch-Form) ist allerdings grundlegend von mir.

Und nun wünsche ich viel Spaß beim Reinschnuppern :D

Eure Strawberry  

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Das Adrenalin rauschte nur so durch meinen Körper. Noch immer konnte ich die Anwesenheit des Hunters spüren, der mir dicht auf den Fersen war. Ich wusste, dass er nur darauf wartete, dass ich einen Fehler beging oder mir die Schmerzen so sehr zusetzten, dass sie mich in die Knie zwangen. Und das würde definitiv mein Ende bedeuten.
Ich hatte ohnehin großes Glück, dass ich ihm entkommen konnte. Noch einmal würde mir das nicht gelingen, dessen war ich mir bewusst.
Mit übermenschlicher Geschwindigkeit bewegte ich mich durch das Geäst des Waldes, den Feind noch immer im Nacken.
Zu allem Überfluss machten sich meine Wunden nun auf äußerst schmerzvolle Art und Weise bemerkbar. Dennoch biss ich die Zähne zusammen und achtete nicht darauf. Ich durfte jetzt unter gar keinen Umständen stehen bleiben. Doch wie sollte ich diesen Hunter abschütteln?
Meine Kräfte neigten sich langsam dem Ende zu und ich brauchte dringendst ein gutes Versteck, wenn ich aus dieser Sache noch irgendwie heraus kommen wollte.

Während ich noch über den passenden Ort und Zeitpunkt nachdachte, konnte ich in der Ferne schon Lichter einer kleinen Stadt erblicken.
Mir war klar, dass sie meine einzige Chance war, daher überlegte ich nicht lange. Mit ein bisschen Glück würde ich meinen Verfolger dort bestimmt abschütteln können.
Also wendete ich meine letzten Kraftreserven auf und eilte zielstrebig auf die Stadt zu, um mir einen Vorsprung zu verschaffen. Ich wagte es nicht mich nach meinem Verfolger umzusehen. 
Selbst als ich die rettenden Stadtmauern erreicht hatte, drehte ich mich nicht um.
Erst als ich einige Straßen und Gassen passiert hatte, verlangsamte ich meinen Schritt und blieb dann schließlich ganz stehen.
Von dem Hunter war weit und breit keine Spur.
Erleichtert, dass ich es geschafft hatte, seufzte ich kurz, biss gleich darauf aber erneut die Zähne zusammen. Die Schmerzen, die ich eben noch eisern ignoriert hatte, machten sich nun mehr als deutlich bemerkbar.
Jetzt, wo ich vorerst in Sicherheit war, wurde mir das Ausmaß meiner Wunden erst richtig bewusst. Doch egal, wie sehr ich verletzt war, ich konnte nicht einfach dastehen und abwarten, bis der Hunter erneut meine Spur aufgenommen hatte.
Ich musste von hier verschwinden, am besten noch ehe mir jemand begegnete. Daher machte ich mich wieder auf den Weg.
Mühsam setzte ich einen Fuß vor den anderen, mich mit einer Hand immer an der Hauswand entlang tastend, um Halt zu haben.
Mir war schwindlig durch die Schmerzen und den hohen Blutverlust und ich hatte alle Mühe die Augen offen zu halten. Zu sehr hatte mich die Konfrontation mit dem Hunter erschöpft.

Schließlich wurden die Schmerzen so stark, dass ich keinen Schritt weiter konnte.
Ich beugte mich vornüber und stützte mich mit dem linken Arm an der nächstbesten Hauswand ab. Meine rechte Hand presste ich auf die größte, klaffende Wunde kurz unter meinen Rippen.
Keuchend stand ich da und überlegte, wo ich einen guten Unterschlupf finden könnte, damit meine Wunden in Ruhe verheilen konnten.
Allzu weit kam ich mit meinen Gedanken jedoch nicht, denn plötzlich konnte ich in einiger Entfernung vage die Stimme einer Frau wahrnehmen. 
Klasse, genau das hatte mir noch gefehlt. Das ich von jemandem entdeckt werden würde.
Wer konnte auch ahnen, dass zu dieser frühen Morgenstunde schon jemand draußen unterwegs war?
Ich stieß mich von der Hauswand ab und machte mich zum Sprung bereit, doch durch die abrupte Bewegung ergriff der Schwindel erneut von mir Besitz. Meine Kraft versagte und statt zum rettenden Sprung anzusetzen, ging ich in die Knie. Die Schmerzen lähmten meinen Körper und zu allem Überfluss war ich kurz davor das Bewusstsein zu verlieren.
„Verflucht!“, knurrte ich, die Augen vor Schmerz zusammengekniffen.
Fieberhaft überlegte ich, wie ich aus diesem Schlamassel heraus kam, als erneut eine Frauenstimme an meine Ohren drang und dieses Mal ganz in der Nähe. „Entschuldigung? Hallo?“
Ich redete mir ein, dass sie nicht mich meinte, doch als ihre Schritte näher kamen, konnte ich es nicht mehr leugnen.
„Kann...kann ich Ihnen helfen? Ich bin Krankenschwester. Ist alles in Ordnung mit Ihnen?“, fragte sie vorsichtig.
Noch ehe ich etwas sagen konnte, hörte ich, wie sie scharf die Luft einsog und zu mir eilte, während sie ein entsetztes „Oh Gott!“ murmelte.
Vermutlich ließ sie sich neben mir auf die Knie sinken, denn plötzlich spürte ich ihre Hand auf meiner, die ich noch immer auf die Wunde kurz unter meinen Rippen presste.
Mühsam öffnete ich wieder die Augen, obwohl ich ohnehin alles nur verschwommen sah.
Wer war diese Frau und was wollte sie von mir? Konnte sie mich nicht ignorieren?
„Okay, alles wird gut. Können Sie mich hören? Ich bin Krankenschwester. Ich werde Sie ins Krankenhaus bringen.“, erklang es von der jungen Frau und auch wenn ich nur Bruchstücke verstand, schrillten sofort meine Alarmglocken.
Krankenhaus? Ich? Und dadurch meine Existenz aufs Spiel setzen? Nein, das war ausgeschlossen. Dieses Geheimnis musste unter allen Umständen bewahrt bleiben.
„Kein...Kranken...haus...“, kam es mir gerade noch über die Lippen, ehe mich meine Kraft verließ und ich wie betäubt nach vorn kippte.

Die Schmerzen waren nun so stark, dass sie meinen Körper vollends lähmten. Mein Bewusstsein jedoch war noch halbwegs vorhanden, weshalb ich noch am Rande mitbekam, was um mich herum geschah.
Ich hörte die Sirene des Krankenwagens - zumindest vermutete ich das - und spürte einige Hände, die mich berührten und hochhoben.
Als ich wieder zum Liegen kam, hatte auch mein Bewusstsein jegliche Kraft verloren und so wurde alles schwarz um mich herum.

Es dauerte eine ganze Weile, bis mein Bewusstsein allmählich zurückkehrte und damit auch die Schmerzen, deren Ausmaß ich nun wieder zu spüren bekam.
Auch konnte ich spüren, dass ich auf etwas Weichem lag. Ein Bett, nahm ich an.
Ich fragte mich, wo ich war. Wurde ich etwa doch in ein Krankenhaus verfrachtet?
Irgendwo, weit entfernt, konnte ich ein leises Tropfen und eine Art Piepen wahrnehmen, was mich in meinem Verdacht bestärkte. Außerdem roch es nach Medizin und Desinfektionsmittel.
Dann drang die Stimme eines Mannes an meine Ohren, doch es war mir unmöglich auch nur eines seiner Worte zu verstehen.
Noch während ich rätselte, wer dieser Mann war und was er von mir wollte, erklang eine weitere, etwas höhere Stimme.
Eine Stimme, deren Klang mir irgendwie vertraut vorkam und es dauerte nicht lange, bis mir klar wurde, woher ich diese Stimme kannte. Sie gehörte zu der Frau, die mich gefunden und vermutlich sogar hierher gebracht hatte.
Doch auch ihren Worten konnte ich nicht folgen; das Denken fiel mir schwer, geschweige denn mich auf irgendetwas zu konzentrieren.
Mir fehlte jegliche Kraft. Ich konnte nicht einmal die Augen öffnen. Und so lag ich da und versuchte meiner Umgebung zu lauschen.
Die Männerstimme verstummte zuerst, kurz darauf auch die der jungen Frau. Schritte entfernten sich und ich hörte eine Tür ins Schloss fallen.
Sie hatten das Zimmer verlassen, doch nur kurze Zeit später - sofern ich die Zeit überhaupt einschätzen konnte - hörte ich erneut die Tür und herannahende Schritte.
Wieder berührten Hände meinen Körper, sanft und prüfend zugleich. Dennoch bemerkte ich, dass es nicht die selben Hände waren, die ich in der Gasse gespürt hatte.
Ich fragte mich, wer all diese Leute waren und was sie mit mir vorhatten. Wollten sie mich ausliefern, jetzt wo sie wussten, dass ich ein Vampir war? Immerhin war es recht offensichtlich, dass ich medizinisch gesehen bereits tot war. Das müssten sie doch inzwischen gemerkt haben.
Instinktiv spannte ich bei dem Gedanken daran jeden einzelnen Muskel an. 
War ich diesem Hunter nur entkommen, um letztendlich doch an ihn ausgeliefert zu werden?
Noch während ich mich mit dieser Frage auseinandersetzte, hörte ich erneut die Tür und eine vertraute Stimme drang an meine Ohren. Die Frau von eben war zurück.
Zwar verstand ich ihre Worte noch immer nicht, doch ihre Stimme hatte eine beruhigende Wirkung auf mich. Augenblicklich entspannte sich mein Körper wieder.
Nun war mein Interesse geweckt. Ich wollte wissen, wer diese Frau war und warum sie so eine Wirkung auf mich hatte, daher lauschte ich gespannt.
Zwischen den beiden Frauen kam es zu einem kurzen Wortwechsel, anschließend entfernte sich jemand und die Tür wurde geschlossen.
Das die Frau, über die ich so gerne Bescheid wüsste, noch immer im Raum war, dessen war ich mir bewusst, wenn ich auch nicht sagen konnte, woher ich diese Gewissheit hatte.
Vielleicht war es ihre Anwesenheit, die mich plötzlich mit dieser inneren Ruhe erfüllte und die den Schmerz in weite Ferne rücken ließ.
Oder hatten mir diese Leute etwa Beruhigungsmittel verabreicht?
Ich wusste es nicht, aber es war mir auch egal. Ich war müde, wollte nicht mehr nachdenken.
Entfernt konnte ich das Kratzen von Stuhlbeinen wahrnehmen, ehe ich erschöpft in einen langen, traumlosen Schlaf sank.
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So, das war Kapitel Eins.
Aber da ich ja kein Unmensch bin, lade ich gleich noch das zweite Kapitel hoch, damit ihr euch ein besseres Bild machen könnt ;-)

Über Kommentare und Anregungen würde ich mich sehr freuen :D
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