Die etwas andere zweite Staffel (erneuter Versuch)

GeschichteRomanze / P18 Slash
Aoi Nagisa Tamao Suzumi Yaya Nanto
27.03.2012
28.03.2012
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Ich lehnte an der Tür und umklammerte den Türgriff. Ich wusste, dass Nagisa das Selbe tat.
Ich konnte ihre Präsenz hinter der Tür deutlich spüren.
Stille erfüllte den Raum und den Flur hinter der Tür.
Wir Beide warteten darauf, dass einer von uns die Stille durchbrach.
Ich hatte das Licht ausgelassen. Ich atmete tief durch und öffnete die Tür.
Nagisa, die dagegen gelehnt hatte, fiel in den Raum direkt vor meine Füße.
Ich sah auf sie herab und kämpfte erneut mit den Tränen.
Nagisa stand schnell auf und musterte mich mit trauriger Miene.
Nach einer Welle der Stille durchbrach Nagisa schließlich das Schweigen.
Sie sagte: „Tamao-chan ich... ich... Ich weiß nicht... .“
Sie brach ab. Tränen sammelten sich bereits in ihren Augen.
„Nein Nagisa“, sagte ich. „Ich will es nicht hören. Ich habe dich in ihre Richtung gestoßen, also ist es in Ordnung und selbst wenn ich es nicht getan hätte, hätte ich trotzdem niemals eine Chance gegen sie gehabt.“
Ich lachte kurz bitter auf.
Nagisa schüttelte wild den Kopf. Tränen flogen durch den Raum.
Sie schloss die Tür hinter sich, lehnte sich dagegen und sah mich an.
„Es tut mir so unheimlich Leid Tamao-chan. Ich... wollte wirklich mit dir zusammen Etoile werden und mit Shizuma abschließen, aber...“
Unwillkürlich lächelte Nagisa nun. Sie schien es nicht mal zu merken.
„Aber wie Shizuma die Kirche hat und mir vor versammelter Schülerschaft ihre Liebe gestanden hat... Ich war zu Anfang völlig überfordert. Mein Herz stritt mit meinem Verstand. Mein Herz wollte nur in ihre Arme und für immer mit ihr glücklich sein, doch mein Verstand hing im Raum in der Gegenwart, hing bei all unserer Vorbereitung, all unseren Anstrengungen.“
Nagisas Stimme bebte und geriet stark ins Wanken. Es dauerte einen Moment, bis sie weiter sprechen konnte.
Ich wollte das Alles nicht hören. Es tat mir nur noch mehr weh.
Ich sah an Nagisa vorbei und wollte nur noch raus aus der Tür.
Ich wollte weg hier. Weg von diesem Ort. Einfach weg von Nagisa.
Ich wünschte mir nichts sehnlichster als Abstand und Freiraum.
Sie folgte meinem Blick.
„Tamao-chan“, flüsterte sie und ging zur Seite. „Ich hoffe wir können irgendwann wieder Freunde sein. Ganz so wie zu der Zeit, bevor das Alles mit der Etoilesache angefangen hat.“
Sie sah mich hoffnungsvoll an. Ich sah von ihr zu der Tür und wieder zu ihr.
Ich antwortete knapp: „Ich bin dir nicht böse. Ich bin sicher, dass wir wieder Freunde sein können nur...“
Ich ging langsam zur Tür und umklammerte den Türgriff mit der rechten Hand.
„Lass mir Zeit.“, sagte ich noch, dann hielt ich es nicht mehr aus und stürmte aus dem Raum.
Ich wollte nicht mehr weinen, doch ich spürte bereits die Tränen in Strömen fließen und mir drohten meine Sicht zu nehmen.
Nagisa sah mir nach. Sie wollte mir kurz entschlossen nachlaufen, doch ich erkannte dass jemand mit silbernem Haar sie zurückhielt.
Ich ballte die Fäuste und rannte nur noch schneller den Gang entlang.
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