Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

♡ Nσbσdy ℓσvєs mє? ♡

von Coriinna
GeschichteHorror, Tragödie / P16 / Gen
Benjamin Barker Johanna Barker Mrs. Lovett Richter Turpin
26.03.2012
12.05.2012
24
25.091
 
Alle Kapitel
87 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
26.03.2012 901
 
Eine Halbestunde verweilten die beiden Arm in Arm auf dem kalten Küchenboden. Nichts sagend, sie waren noch immer sprachlos nach all dieser Zeit. Mrs Lovett kam mit zwei Päckchen Milch belanglos in die Küche und erschrak als sie ihre Mitbewohner so zerstreut vorfand.

„Wo ist James?“ piepste sie aufgeregt und stellte die Milch an der Theke neben ihr ab. Sweeney sah ausdruckslos zu ihr auf.
„Er war der Teufel.“ keuchte Todd fassungslos.
„Bitte was?! Sie wollen mir ernsthaft erzählen dass dieser Mann eigentlich der Teufel war?! Warum haben Sie denn nichts gesagt!? Dann hätte ich ihn nicht hineingebeten!“ kreischte Nellie abrupt aufgebracht.
„Weil ich es nicht gewusst habe,..er hatte sein Aussehen verändert..“ flüsterte er.
„So etwas funktioniert?“ fragte die Bäckerin verwirrt und kratzte sich am Kopf.
„Ja…er konnte es..“
„Konnte?? Ist er..ist..ist er tot? Haben Sie es geschafft?!“
„Ja..“
„Warum freuen Sie sich dann nicht und sitzen so bedrückt am Boden?“ wollte Nellie neugierig erfahren.
Sweeney stand auf und sah Mrs Lovett zielsicher an.
„Sie können sich gar nicht vorstellen was dieses Monster mir alles angetan hat und dann fragen Sie mich so eine rücksichtslose Frage!“ brüllte Sweeney wütend. Er schnaubte und seine Schultern bebten vor Zorn. Johanna rannte zu ihm und legte ihre Hände darauf, so wie es einst Nellie getan hatte um ihn zu beruhigen.
„Vater, so etwas was wir erlebt haben kann man sich gar nicht vorstellen, gib ihr nicht die Schuld.“ sprach sein Mädchen liebevoll.
Sweeney seuftzte ernüchternd und verschwand ins Schlafzimmer.
„Es tut mir leid das ich so un einfühlsam war…“ entschuldigte sich Nellie.
„Macht nichts,..wir leben ja noch.“ Entgegnete ihr Johanna wagemutig.

Sweeney legte sich ins Bett und starrte die weiße Tapete ober sich an.
War das mäglich? Kontte man den Teufel wirklich nur mit einem Stich durchs Herz töten? Was wird sein Tod nun für die Menschheit bedeuten? Es würde ein Ungleichgewicht herrschen. Denn es gibt nicht mehr den Himmel UND die Hölle. Oder? Alle Schwerverbrecher würden trotz ihrer Taten in den Himmel kommen. Ob das gut oder schlecht ist, war er sich nicht sicher. Ein zaghaftes Klopfen erhellte das Zimmer.
„Was?!“ fragte Sweeney genervt durch die Tür.
„Es tut mir Leid Mr T., dass ich so rücksichtslos mit Ihnen war…“sagte Nellie traurig am anderen Ende der Tür.
„Kommen Sie herrein.“ Seuftzte er und die Bäckerin schlich sich langsam an die freie Seite des Bettes. Sie legte sich neben Sweeney und betrachtete nun ebenfalls die Zimmertheke.

„Was denken Sie Mr T….?“ wollte sie nach einigen verstrichenen Minuten wissen.
„Geht Sie das was an? Nein!“ widersprach er ausdruckslos.
„Doch es geht mich was an, da ich mir noch immer Sorgen um Sie mache…“
„Das müssen Sie nicht!“
„Ich mache es trotzdem!“
Todd griff sich frustriert auf seine Stirn. Warum in aller Welt konnte sie ihn nicht seine Ruhe lassen?
Nellie beugte sich auf, stütze sich mit ihrem rechten Ellbogen ab und sah Sweeney eindringlich an. „Ich liebe Sie Mr T. und ich möchte Nichts mehr als Sie glücklich zu sehen also was denken Sie?“ sagte Mrs Lovett selbstbewusst.
Der Babier tat ihre Geste gleich und die beiden betrachteten sich gegenseitig.
Nellie begutachtete akkurat seine Lippen.
„Ich liebe Sie aber nicht und mein Wohlbefinden geht Sie einen feuchten Dreck an!“ knurrte der Mann zornig.
„Sie fühlen auch etwas für mich Mr T., Sie wollen es sich nur nicht zugeben!“ kreischte Nellie enttäuscht.
Sie stieg vom Bett auf, war schon dabei den Raum zu verlassen als Sweeney sie plötzlich bei ihren Arm zurück zog.
„Mrs Lovett,…ich weiß ich bin kein einfühlsamer Mensch..aber Sie verstehen nicht richtig meine Vorgangsweise…Ich werde niemals wieder eine Frau so lieben wie Lucy..“ stotterte er.
„Sie tuen es aber bereits..“ antwortete Nellie kalt und ließ ihm alleine im Schlafzimmer zurück.

Was meinte sie damit? grübelte Sweeney verwirrt. Ich liebe sie kein Stück! Oder meinte sie damit Johanna? Meine kleine Tochter vergöttere ich, da hätte sie recht…Das muss sie gemeint haben..
„Mrs Lovett..Kommen Sie zurück!“ schrie Todd ihr nach.
Nellie blieb stehen, drehte sich jedoch nicht um. „Was wollen Sie mir jetzt noch sagen? Sie haben doch schon all meine Hoffnungen zerstört!“ fragte sie schniefend.
„Was meinten Sie damit, dass ich es bereits tue?“ Todd näherte sich Mrs Lovett langsam von hinten.
„Finden Sie es doch selbst raus..“ murmelte sie kläglich und konnte ihre Tränen nicht mehr aufhalten. Sweeney drehte sie zu sich um und begutachtete die Bäckerin bis ins kleinste Detail.
Ihre Locken sahen in diesem Licht dicht und saftig braun aus, waren sie schon immer so perfekt gewesen? Ihre Lippen waren plötzlich voll und rosa. Sie war ohne Fehler.
Warum war ihm das nie früher aufgefallen?
Mrs Lovett fühlte sich unwohl unter seinem Blick und wollte verschwinden, er zerrte sie aber zurück zu sich.  Der Mann legte seine Hände um ihren Kopf und sah ihr tief in ihre brauen Augen.
„Sie sind wunderschön…“ sagte er mit großer Verwunderung.
„Mr T. hören sie auf, wir wissen doch nun schon beide dass Sie mich hassen.“ schluchzte Nellie.
Sweeney wischte eine Träne von ihrem Engelsgesicht, ihre Trauer verstummte alle mal.
Was war mit ihrer großen unereichbaren Liebe auf einmal los?
Sweeney war von seinen neuen reinen Gefühlen überwältigt.
Sie hatte recht gehabt, er liebt sie bereits! Er hatte es verdrängt!
„Mr T. was…?“ ihre Frage wurde nie ausgesprochen denn in diesem Moment presste er seine Lippen auf ihre.


_______________________
Sind sie nicht süß ;)
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast