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♡ Nσbσdy ℓσvєs mє? ♡

von Coriinna
GeschichteHorror, Tragödie / P16 / Gen
Benjamin Barker Johanna Barker Mrs. Lovett Richter Turpin
26.03.2012
12.05.2012
24
25.091
 
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26.03.2012 1.308
 
Was für eine Nacht! dachte sich Sweeney wie er sich am nächsten Morgen umzog. Er entschied sich für ein schlichtes weißes Hemd und einer schwarzen Hose. Gematert wanderte er in die neue gelb ausgestrichene Küche, wo Johanna und Nellie schon kräftig am frühstücken waren.

„Morgen Mr T.“ sagte die Bäckerin freundlich wie immer. Todd setzte sich neben Johanna zu Tisch sodass er Mrs Lovett genau gegenüber saß.
..die letzte Nacht ist also so gut wie vergessen in ihren Augen, wie? stellte er bedauernd fest.
„Was machen wir heute?“ fragte Johanna neugierig. Sie merkte nicht die Anspannung ihres Vaters.
„Mal sehen Liebes, ich bin noch unentschlossen.“ sprach Nellie erheitert.
Letzte Nacht waren sie das aber nicht.. nahm Sweeney frech an.
„Okay.“ antworte Johanna und legte sich noch ein Brot vom Brotkörbchen auf ihr Teller.
„Waren Sie heute bereits einkaufen?“ wunderte sich Todd.
„Ja, es ist recht praktisch hier, die meisten Lebensmittelläden sind nur wenige Gassen von unserem Haus entfernt.“ plauderte Nellie fröhlich.
„Mhm..“ summte er darauf desinteressiert.
„Ach du liebe Güte, ich hab ganz auf die Milch vergessen!“ gestand die Frau abrupt.
Das Frühstück wurde plötzlich von einem lauten Klopfen der Eingangstür unterbrochen.
„Erwarten Sie jemanden?“ fragte Sweeney suspekt.
„Nein..Komisch, wer könnte das sein?“

Mrs Lovett schritt zur Tür, strich sich schnell ihr Kleid faltenfrei und öffnete sie. Die Frau stand angesichts eines gut aussehenden jungen Mannes. Höchstens 20 Jahre alt. Er hatte braunes kurzes Haar, Augen fast von einem schwarz so dunkel war dieser braun Ton, eine blaue Hose, ein braun-graues gestreiftes Hemd und schwarze Schuhe.
„Guten Morgen.“ trällerte die Bäckerin verwirrt.
„Morgen. Wohnt hier Mr Todd?“ wollte er wissen. Seine Stimme klang klar und unschuldig. Wie die von einem Engel, Nellie schmolz vor ihm dahin. Er war wirklich wunderschön. Der Fremde grinste ein schiefes Lächeln.
Sweeney kannte diese Stimme nicht. Wer war dieser Mann? Und was wollte er von ihm und woher wusste er dass er hier lebt?!
„Ja, der ist hier. Möchten Sie ihn sprechen?“ lispelte Mrs Lovett hypnotisiert von seinem Aussehen. „Kommen Sie doch herein.“
Soweit kommt es noch! Sie lädt einfach irgendeinen Typen in unser Haus, den ich nicht kenne und der etwas von mir will. Ich glaube sie hat endgültig den Verstand verloren! tschrie es in Sweeney.
„Danke Miss.“ antwortete der Mann und betrat interessiert die Küche. Schnell gab er dem Babier einen festen Händedruck.
Warum hat er so kalte Hände?grübelte dieser rasch, ließ es sich jedoch nicht anmerken.
„Oh wie unhöflich von mir. Mein Name ist James Kelling.“ sprach der Fremde.
„Ich bin Mrs Lovett und das ist Johanna, bitte setzen Sie sich.“ sagte Nellie nervös und gab dem Mann ein Handzeichen, sodass er sich setzen könnte. James wählte den Sessel neben Sweeney aus. Mr Kellings Stirn zog sich ruckartig in Falten als er weiterredete. „Ich muss mit Ihnen reden Mr Todd…über sehr privates.“ Er sah Johanna und Mrs Lovett bittend an, darauf verließen sie den Raum. „Ich muss sowieso noch Milch kaufen gehen für unser nächstes Frühstück, tschüss.“ hatte Nellie dabei ausgelassen gesprochen.

James fing beängstigend zu Lachen an wie die beiden Männer alleine waren. Sweeneys Nackenhaare stellten sich vor Schauer von diesem Geräusch auf.
„Es ist so leicht euch Menschen zu täuschen.“ sagte James amüsiert.
„Sie heißen nicht James Kelling, oder?“ wollte Sweeney wissen, als er sich vom Stuhl erhob. Der Fremde tat es ihm gleich. Jetzt standen sie sich Aug in Aug gegenüber.
„Gut erkannt.“ lächelte er noch immer. Kleine Grübchen bildeten sich in seinem Gesicht. Todd verstand nun warum Mrs Lovett vorhin so hin und weg von diesem Mann war. Äußerlich war er einfach perfekt, es gab nichts an seinem Aussehen auszusetzen. Aber es war nicht dieser sogenannte James Kelling der sich über ihn lustig machte. Zu gut kannte er dieses Verhalten.
„Sie sind es…“ stockte es dem Babier der Atem.
Der Teufel!
Er hatte sich in einem anderen Körper gewandelt um ihn zu besuchten!
Auf so etwas wäre er nie gekommen..und nun saß er in der Falle.
„Ja, mein Freund ich bin es. Dein Herrscher..hast du eine Ahnung warum ich hier sein könnte?“ fragte der Teufel fordernd.
„Wegen meines Ungehorsams.“ murmelte Sweeney schroff.
„Wegen deines Ungehorsams! Genau!“ plärrte der braunhaarige wütend und klatschte Todd eine mitten ins Gesicht. Sweeney schloss schmerzverzerrt seine Augen.
„Was fällt dir eigentlich ein dich gegen mich zu stellen?!“ brüllte er weiter. Todd sah ihn zögernd leidend an. „Du hast nicht das Recht meine Familie zu töten.“ antwortete er indes mutig.
„Deine Familie?! Das ich nicht lache! Dieser Junge war nicht mal dein Sohn und ich habe dir nur gelehrt dass man sich mir nicht widersetzt, ist das klar! Natürlich habe ich das Recht das zu tun. Schon vergessen wir haben einen Vertrag!“ kreischte der Teufel aufgebracht.
„Ich möchte diesen Vertrag rückgängig machen. Ich möchte unser Geschäft beenden.“ sagte Sweeney zitternd und biss sich angespannt auf seine Lippe.
„Ich möchte ich möchte ich möchte… kannst du auch etwas anderes als wollen? Achja! Nicht gehorchen! Dieser Vertrag ist nicht rückgängig zu machen!“
„Was tun Sie wenn ich mich trotzdem Ihnen verweigere?“
„Was ich dann tue?!“ prustete er. „Johanna kommst du mal bitte?!“ brüllte sein Herr durchs Haus. Das Mädchen lief nichtsahnend zu den beiden Männern.
„Nein.. das werden Sie nicht tun..“ sagte Sweeney stutzig.
Der Teufel entnahm das Rasiermesser aus Todds Gürtel, klappte es flink auf. Er drückte Johanna gegen seine Brust und legte ihr die Klinge an ihrer Kehle an. Johanna wusste nicht wie ihr geschieht und sah ihren Vater geschockt an. Warum half er ihr denn bloß nicht?! Warum war dieser James auf einmal böse? Er war doch vorhin so nett, oder war das eine Masche gewesen?
„Möchtest du wahrlich wissen was ich dann tue?“ knurrte der Teufel erregt von seiner Macht.
„Lassen Sie meine Tochter in Ruhe!“ schrie Sweeney und machte einen Schritt nach vorn. Desto gleich wanderte das Messer noch fester gegen dem Mädchens Hals.
„Ah.Ah.Ah.“ bekrittelte er sein Verhalten. „ Noch ein Schritt und du kannst versuchen dein Kind wieder zusammen zu flicken.“
Johanna röchelte aufgeregt nach Luft. Sweeney sah mit großem Mitleid in ihre blauen Augen. Was soll er nur tun?
„Was willst du?“ fragte der Babier anschließend.
„Ich will dass du mir wieder gehorchst und mir nichts verweigerst. Ansonsten.“ Ein kleiner Kratzer entstand durch den aufgewandten Druck des Messers auf Johannas Kehle. Ein winziger Blutstropfen quoll daraus.
„Schon gut ich gehorche Ihnen wieder!“ kreischte Sweeney überfordert.
Der Teufel ließ die blonde Schönheit aus und sie fiel nach Atem ragend mit ihren Knien hart zu Boden. Hustend sah sie auf zu ihren Vater. Der traurige Blick seines Kindes brachte den Mann fast um. Todd streckte seine Hand nach seinem Messer aus und sein Herr legte es behutsam in seine Hände.
Der erfahrene Mörder nutzte seine Chance! Als das Werkzeug wieder sein war stach er sofort zu. Exakt in das Herz des Teufels! Mit aller Gewalt drückte er das Metall immer tiefer in seinen Körper. Sein Herrscher versuchte sich zu wehren doch die Überraschung war zu groß. Sein Körper fiel neben Johanna, Sweeney bearbeitete noch immer sein Herz über ihn gebeugt. Es kam Mr Todd so vor als ob sich das Messer gegen ihn wandte und versuchte aus dem Teufel hinauszugeleiten. Das ließ er aber nicht zu, so fest er konnte drückte er auf das Rasiermesser ein. Bei seiner Tat spritzte nicht ein einzelner Blutstropfen aus dem Körper..
Was nun geschah war wie ein Wunder. Wie ein Märchen..
Der tote Körper des Teufels zerbröckelte in tausend kleine Staubteilchen. Das Küchenfenster wurde durch einen kräftigen Windzug aufgestoßen und blies den Staub des Leichnams in die Natur. Hinaus aus der Küche…
Habe ich ihn nun wirklich umgebracht? dachte Sweeney verblüfft. Johanna krabbelte zu ihm und umarmte Todd innig. Benebelt von dem Geschehen streichelte er ihr schönes Haar.
„Er ist weg. Er ist weg. Er ist weg.“ Flüsterte er dabei außer Atem.
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