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♡ Nσbσdy ℓσvєs mє? ♡

von Coriinna
GeschichteHorror, Tragödie / P16 / Gen
Benjamin Barker Johanna Barker Mrs. Lovett Richter Turpin
26.03.2012
12.05.2012
24
25.091
 
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26.03.2012 1.009
 
Mrs Lovett, Sweeney und Johanna stiegen in ein Schiff Richtung Amerika-Washington ein. Die Zeit am Transportmittel erschien dem Babier wie Jahre. Der Teufel hatte ihn in diesen Tagen zwar nicht besucht,..jedoch würde er es bestimmt bald nachholen, da war sich Todd sicher.
Diese Flucht ist nur Zeitverschwendung… nahm der Mann nach wie vor entschlossen an.
Ewig segelten sie in die Weiten des tiefen Ozeans als sie endlich angekommen waren verlief alles recht flink.
Nellie und Todd hatten genug Geld gespart sodass sie sich ein Haus am Rande eines dichten Waldes leisten konnten. Die Fassade von ihrem neuen Zuhause war hellblau, innen war es im ländlichen Stil eingerichtet. Liebevoll dekoriert und sofort einzieh paar möbliert. Es gab 2 Schlafzimmer, eine Küche, 1 Toilette und eine Terrasse. Kein Obergeschoss! Kein drittes Bett!
Sweeney musste sich zu seinen Ungunsten ein Zimmer mit Mrs Lovett teilen, er war durchaus nicht erfreut darüber. Johanna bekam einen eigenen Raum. Das Zimmer der Erwachsenen war ebenso wie alles andere hier ländlich eingerichtet, das Betttuch war rot-weiß kariert und neben dem Doppelbett standen Nachtischchen mit jeweils einer Lampe darauf. Johannas Gemach war so ähnlich möbliert.

Todd fühlte sich hier nicht geborgen,..wo war sein altes schauriges Zimmer?
Er wollte wieder zurück in das dreckige London!
Obwohl er es gehasst hatte liebte er es zugleich. Hier war alles so anders, alleine die Bettwäsche!
Grässlich..! dachte sich Sweeney und verzog sein Gesicht als er mit Nellie im Schlafzimmer stand.
„Nun Mr T. dann werden wir wohl oder übel nebeneinander schlafen müssen..“ sagte Mrs Lovett bestimmend als sie ihre Kleidung vom Koffer hinaushob und in einem der 2 Holzkästen stopfte. „Es bleibt uns nicht anderes übrig,..jetzt gucken Sie nicht so..“ schmollte sie.
„Sehen Sie sich die Bettlaken an! Rot-kariert?! Wir sind doch keine Bauern!“
„…wir werden nie wieder in meinem Pastetenladen arbeiten, stimmts?“ murmelte Nellie nach wenigen Sekunden traurig.
Sweeney hatte in den letzten Tagen vollkommen verdrängt dass er niemals wieder zurück in seinem Babierladen konnte. Das alles war nun alles Vergangenheit. Der Mann seufzte laut. „Nein…es ist viel zu gefährlich..“
„Schade..jetzt wo ich nicht mehr dort bin, finde ich dass die Zeit in England eigentlich gar nicht so schlecht war..“
„Da bin ich gleicher Meinung…“
Mrs Lovett lächelte Sweeney vertraut an.
„…Er wird mich bestimmt trotz unseres Umzuges finden Mrs Lovett..“ lenkte er ernst ihre Zuneigung ab.
„Warten wir doch erst mal ab….Schade das wir nicht an die See gezogen sind..“ sprach Nellie nachdenklich. Sie waren nicht an die See gezogen, ja, aber es könnte  hier doch trotzdem schön werden. Mit Sweeney … „Denken Sie wir haben genug Geld für die Kosten hier gespart?“
„Ich glaube schon.“ antwortete er ihr konzentriert.
„Okay…“ hauchte Nellie und verstaute den Rest der Kleidung in den Schrank. Todd schritt behutsam hinaus und wollte nach draußen gehen um frische Luft zu schnappen..
Johanna saß auf dem Bett ihres Zimmers. Sie war gerade dabei sich einen Zopf zu flechten als Sweeney bei der offenen Tür vorbei ging.

„Vater! Warte kurz!“ kreischte das Mädchen. Todd ging langsam in ihren Raum. Bei dem wunderschönen Anblick von ihr musste er kurz Lächeln und setzte sich neben sie auf das Bett.
„Was ist den?“ fragte er bemüht ruhig.
„Ich wollte dich etwas fragen…über meine Mutter.“ Johanna knotete ihr Haar am Ende des Zopfes zusammen und blickte in das bleiche Gesicht ihres Vaters. Er sah in diesem Moment sehr reserviert aus, sie sprach jedoch mutig weiter. „Wie war sie so?“
Sweeney fuhr mit seinen Händen über sein Gesicht. „Deine Mutter war die hübscheste Frau die ich je in meinem Leben gesehen hatte. So rein und unschuldig. Es ist eine Schande dass sie nicht mehr unter uns ist…“
Johanna umarmte ihren Vater.
„Aber ich bin wirklich froh dass du nun wieder bei mir bist.“ sagte Sweeney glücklich in den zarten Armen seines Kindes.
„Ich hab dich lieb..“ sprach sie und entfernte sich wieder von ihm.
„Danke.“ strahlte der Babier seine Tochter an, Johanna erwiderte seine Freude und grinste ebenso.
„Na ihr zwei?“ fragte Mrs Lovett vergnügt durch den offenen Türspalt. Es freute sie Mr Todd wieder so erheitert zu sehen. „Was gibt’s bei euch so zu lachen?“
„Nichts, nichts..“ sagte Johanna leicht peinlich berührt davon dass sie beobachtet wurde und lächelte Nellie an. Sweeneys Gesichtsausdruck veränderte sich wieder zum ursprünglichen bedrückten als er die Bäckerin sah. Immer muss sie sich einmischen.. war Sweeney auf Anhieb wütend.
„Kommt gehen wir schlafen, heute war ein langer Tag.“ Sagte Mrs Lovett wie sie den Raum wieder verließ. Sweeney erhob sich von dem Bett seiner Tochter wünschte ihr eine gute Nacht und folgte Nellie in ihr gemeinsames Gemach. Der Gedanke neben ihr zu schlafen widerte ihn an.

Mit flüchtigen Schritten stellte er sich neben das Bett. Mrs Lovett schmieß sich gleich mit ihrem Gewand, was sie den ganzen Tag getragen hatte, in die weiche Matratze. Todd fühlte sich ganz und gar nicht wohl in diesem Augenblick. Die Bäckerin kuschelte sich in die karierte Decke und guckte den Babier unschuldig mit ihren großen braunen Augen an.
„Mr T. jetzt kommen Sie, ich werde sie in der Nacht schon nicht auffressen..“ murmelte die Frau verschlafen in die Decke. Warum ist er denn so zimperlich? grübelte sie neugierig.
Er würde sich bestimmt nicht vor ihr umziehen also beschloss er auch in dieser Kleidung zu schlafen. Abwesend legte er sich ins Bett neben Mrs Lovett. Er drehte sich weg von ihr sodass er die Holzkästen anstatt die Frau vor seinen Augen hatte.
„Also wirklich Mr T. ich bin nicht giftig!“ schnauzte sie gereizt. Nellie kuschelte sich zögerlich an Sweeneys harten Rücken. Sie legte ihre Hand um seine Taille und vergrub ihr Gesicht in seinem Haar.
„Was bilden Sie sich ein?!“ kreischte der Babier nervös und sprang vom Bett auf. Vor ihm lag eine ziemlich enttäuschte Frau die nicht auf seine Frage antwortete. Sie rutschte wieder retour auf ihre Seite des Bettes und versuchte krampfhaft einzuschlafen. Todd kletterte zurück in die Decke und sah ebenfalls weg von ihr.
Wenn dass nun jede Nacht so abläuft, na super! dachte er genervt....
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