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♡ Nσbσdy ℓσvєs mє? ♡

von Coriinna
GeschichteHorror, Tragödie / P16 / Gen
Benjamin Barker Johanna Barker Mrs. Lovett Richter Turpin
26.03.2012
12.05.2012
24
25.091
 
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26.03.2012 722
 
Als Johanna gedankenverloren durch die Straßen wanderte bemerkte sie keinesfalls wohin ihre Füße sie trugen…
Mein Vater ist ein Mörder.. schoss es ihr andauernd durch den Kopf.
Sie blickte unsicher um sich. Wo war sie angekommen? Es stockte ihr der Atem. Sie stand vor ihrem früheren Verließ, Richter Turpins Haus.
Wieso?
Johanna setzte sich auf die Bank gegenüber der gigantischen Villa und ließ sich ganz ihren Gedanken über..

Sweeney war sich nicht sicher ob er mit Mrs Lovett noch einmal über den Teufel reden sollte, da er ja nun schon gesehen hatte was dieser in seinen Zorn alles anrichten konnte. Riskierte es jedoch trotzdem.
„Es muss irgendetwas geben wovon er geschwächt wird,..oder kann so etwas wie er nicht sterben?“ fragte Nellie neugierig dem Babier.
„Ich habe keine Ahnung..“ murmelte Todd und machte eine Runde um die Küchentheke. Sein Blick blieb an einem Kästchen, das einen kleinen Spalt offen war, hängen. Er öffnete es und fand darin einige Fleischpasteten. „Er sagte er wolle nur unschuldiges Blut…“ Sweeney nahm eine der Pasteten und betrachtete sie genau. „unschuldiges Blut..“ wiederholte er leise. Der Mann grübelte und grübelte aber kam einfach auf keine Antwort.
„Es gibt einen Teufel…vielleicht gibt es dann ja auch wirklich einen Gott..“ lispelte die Bäckerin.
„Einen Gott?! Ich bitte Sie! Werden Sie jetzt wirklich so religiös?“ ungläubig schüttelte Sweeney seinen Kopf.
„Nun ja es gibt einen Teufel alsoo….“ Nellie ließ die Frage im Raum stehen. „Wenn doch nur Toby noch hier wäre…“ seufzte sie nach einigen Minuten.
„Ich habs!“ brüllte Todd wie durch einen Blitz getroffen.
„Und wie wollen Sie ihn nun unterdrücken?“ Mrs Lovett war nicht überzeugt von seiner spontanen Euphorie.
„Er sagte er bräuchte unschuldiges Blut…was ist wenn ich ab jetzt nur noch schuldiges Blut für ihn vergieße? Vielleicht würde es ihm Schaden zufügen!“ brüllte der Babier in die Welt hinaus.
„Wie wäre es wenn Sie gar kein Blut vergießen?“ kollidierte die Bäckerin.
„….ich weiß es nicht…aber ich gehe besser auf Nummer sicher und töte von nun an nur noch Schuldige!“ sprach Sweeney enthusiastisch. „….Andererseits..meine Tochter weiß das ich ein Mörder bin..es wäre doch besser wenn ich gar nicht mehr töte..“ gab sich der Mann zurückhaltend zu.
„Jetzt werden Sie ja nicht weich.“ grinste Mrs Lovett und stupste Sweeney leicht an seine Schulter.
Todd lächelte die Frau spitzbübisch an. „So etwas entspricht nicht meinen Still, habe ich recht?“
„Nicht wirklich.“ schmunzelte Nellie über seinen Sinneswandel.

Der Tag verstrich und als es am Himmel schon dämmerte kam Johanna zu Hause an.
„Ich habe mich entschieden….ich werde dich akzeptieren so wie du bist Vater, den ich bin dein Fleisch und Blut und werde nicht all deine Handlungen in Frage stellen. So wie früher. Das bin ich dir schuldig da du mir ein viel besseres Leben trotz diesen Umständen als Richter Turpin gibst.“ Redete Johanna selbstbewusst auf Todd ein, der mit Mrs Lovett wie einst in der Früh am Tisch saß.
„Dankeschön..“ antwortete ihr Vater erleichtert.
Seine Tochter liebte ihn noch!
Sie hat so viel Güte in sich…das verdiene ich doch überhaupt nicht… dachte der Mann obgleich.

Mittlerweile war es stockdunkel in den Straßen Londons.
Sweeney schwenkte den weißen Lacken über eine seiner strammen Schultern.
„Denken Sie nicht dass das auffällt?“ fragte Mrs Lovett nervös.
„Wir können nur hoffen dass es das nicht tut.“ Sagte Sweeney.
Sie schlichen gemeinsam in einem kleinen Wald der in ihrer Nähe lag. Höchstens 20 Häuser entfernt von Mrs Lovetts Laden. Johanna gab ihrem Vater die Schaufel die sie mitgeschleppt hatte. Dieser grub ein 5 Meter tiefes Loch, platzierte Tobys Körper darin und schaufelte es wieder zu. Nellie und Johanna knieten sich vor das provisorische Grab und hielten eine Schweige Minute. Sweeney fühlte sich unwohl neben ihnen. Toby hatte er nie in sein Herz geschlossen gehabt jedoch tat es ihm jetzt trotz alledem Leid das er von ihnen gegangen war. Wahrscheinlich da seine Tochter an dem Tod des Jungens so litt.
Diese Zeremonie dauerte ungefähr eineinhalb Stunden.
Danach wanderten sie schweigend wieder in Nellies Geschäft, Johanna legte sich schlafen, Sweeney und Mrs Lovett tranken noch ein paar Gläser Wein, den die Bäckerin von einem zufriedenen Kunden geschenkt bekommen hatte.
„Sie werden nun keine Menschen mehr töten, ist das fix?“
„Ja, sie haben mein Wort.“ antwortete er grimmig.
„Na das wird eine spannende Wendung in unseren Leben.“ lachte Nellie vergnügt.
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