♡ Nσbσdy ℓσvєs mє? ♡

von Coriinna
GeschichteHorror, Tragödie / P16
Benjamin Barker Johanna Barker Mrs. Lovett Richter Turpin
26.03.2012
12.05.2012
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Klick. Das war das Türschloss, was Johanna gerade gehört hatte. Richter Turpin schloss wie immer die Tür ihres Gemachs ab, dass sie ja nicht auf dumme Gedanken kommen konnte oder gar floh.

Ich hasse ihn, warum tut er mir das an? Wenn ich doch nur flüchten könnte…weit weg von diesem törichten Mann..dachte die Schönheit als sie träumend aus dem alten großen Fenster blickte.

All die Menschen die dort draußen herumirrten, sie waren frei und Johanna nicht!
Zirp, Zirp. Das Vöglein im Käfig ihr gegenüber meldete sich zu Wort. Es hüpfte vergnügt auf seinem Ast und sang ihr ein Lied. Das Lied der Freiheit, der Sorglosigkeit, der Güte.
Wie gerne wäre ich so wie du,…ich könnte in die große weite Welt fliehen
Sie stupste dem Vögelchen zögernd mit einem Finger durch den Käfig auf seinen Schnabel und es verstummte.
Wir beide sind hier gefangen und haben keinen Ausweg.. Das arme Mädchen schluchtzte.
Richter Turpin ist nicht mein Vater, …ach du kleines Vöglein, wie gerne würde ich meine wahren Eltern kennen lernen.. Eine Träne floss ihr langsam über ihre Wange, noch mehr davon bildeten sich in ihren, nun wassriegen, blauen Augen.
ich glaube ihn nicht das sie tot sind! Sie können unmöglich von dieser Welt gegangen sein…das kann ich fühlen..
Der Vogel setzte sein Lied fort nachdem Johanna ihre Hand ihm entzogen hatte, es war als ob er glauben würde ihre Sorgen würden damit verschwinden.
Ein dumpfes Geräusch lenkte die Aufmerksamkeit des Mündels zu der Tür des Raumes. Ein Laut, wie wenn etwas schweres zu Boden fiel. Merkwürdig. Johanna erhob sich von ihrem Stuhl und ging zur Tür. Desto näher sie kam, umso besser konnte sie das kleine Loch in der Tür erkennen. Schauer überkam sie. Jemand beobachtete die Blondine. Schritte,..diese Person entfernte sich von ihrem Zimmer. Johanna nahm all ihren Mut zusammen und spickte durch das Loch in dem harten Holz, das sie von der Freiheit trennte. Das was sie dort sah, konnte sie überhaupt nicht fassen.
Er hat mich beobachtet! Turpin hat mich wie ein Perverser ausspioniert!
Sie ekelte sich. Wie geisteskrank war dieser Mensch eigentlich?

Noch an diesem Tag beim Abendessen. Das Mündel und ihr Vorsitzender saßen an dem langem gedekten Esstisch.
Johanna an der einen und Turpin an der anderen Seite.
Dieser Raum war einfach nur protzig fand das Mädchen. Alle paar Meter hing ein teures Gemälde an der Wand, ein rießiger Luster hing über den Tisch und ein großer Samtteppich lag darunter.
Richter Turpin stopfte sich förmlich das Essen in seinen Mund., wie ein Schwein, das 5 Tage lang nichts zu essen bekommen hatte. Johanna nahm sich einen Apfel, der neben ihrem Teller lag. Zögernd bis sie in ihm. Sie hatte keinen Apetitt, dieser verging ihr jedesmal wenn sie ihren Herrn so essen sah, und das kam des öfteren vor.
Dieser Mann ist ein Rätsel für sich.. dachte sie sich.
„Johanna Liebes, hast du schon wieder keinen Hunger?“ fragte er schmatzend.
„Nein Sir..“ antwortete sie eingeschüchtert. Das Mädchen hatte obwohl sie ihn abgrundtief hasste den größten Respekt vor ihren Herrscher. Denn wenn sie ihm auch nur ein einziges Mal wiedersprechen würde, folgten Schläge für sie. Gewalttätige Schläge von denen das Blondinchen schon ein paar Blutergüsse erhalten hatte. Nein, immer gehorchte sie nicht, aber sie ist 16 Jahre alt! Jugendliche wiedersprechen hier und da, das ist für die meisten ganz normal, jedoch nicht für Richter Turpin. Bei ihm musste jeder IMMER gehorchen.
„Beadle, richten sie mein Bett im Untergeschoss romantisch her,..ich möchte es heute noch benutzen!“ Ein dreckiges Grinsen zierte Beadle Bamfords Gesicht als er den schroffen Befehl seines Chefs hörte.
„Wie sie wünschen, my Lord.“ Waren seine Worte als er den Saal verließ.
Johanna war nun alleine mit ihm in diesem großen Raum.
Romantisch das Bett richten? Was hatte er vor? Die unschuldige 16jährige war ratlos..
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