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Shadow on the Wall

GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P16
Brave Starr J.B. McBride Shaman Stampede Tex Hex Vipra
21.03.2012
02.06.2012
15
17.441
1
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21.03.2012 1.143
 
Sarah Steam:

Wie schnell doch die Zeit vergeht: nun sind mein Dark Knight und ich schon seit einem Jahr superglücklich zusammen und nach anfänglichen Schwierigkeiten haben sich auch die restlichen Siedler an unsere Beziehung gewöhnt und freuen sich sogar für uns...bis auf Deringer, der dicke alte Geizkragen! Aber wenn der glaubt, er könnte Tex und mich mit seinem Geschimpfe - von wegen "Gefahr für die Allgemeinheit" und "unverantwortliche Beziehung", bla bla bla - auseinanderbringen, dann bringt er die gesamte Carrinon Bunch und meine Freunde gegen sich auf. Tex und ich sind füreinander bestimmt, das ist nunmal so...der Einzige, der seit dem Sommerfest vor einem Jahr nicht mehr mit mir redet ist Angus McBride, J.B.´s Vater: wer in engeren Kontakt zu meinem Lieblingsdesperado steht existiert für ihn nicht mehr, so einfach ist das.
Stampede, das alte Knochengerippe habe ich gleich bei meinem ersten privaten Besuch im Hexagon kennen gelernt: sein Ruf war durch das ganze Gemäuer zu hören, als Tex aufstand und zu ihm ging kam ich mit um ihm beizustehn...er sagte zwar, dass ich es nicht sehen sollte was mit ihm passiert, aber seit wann lasse ich mir schon etwas verbieten? Die zu groß geratene Eidechse war wohl etwas irritiert als ich neben seinem Untergebenen seine Höhle betrat, doch er befasste sich schnell mit Tex...ich habe einen Menschen noch nie so vor Angst zittern sehen wie meinen Dark Knight als Stampede ihn zur Schnecke machte und gewaltsam in seinen Geist eindrang. Als ich die Qual auf Tex´s Gesicht sah, erwachten in mir meine negativen Zauberkräfte: ich ließ Stampede meine Macht spüren und drehte den Spieß einfach um: ich tat das Gleiche mit ihm was er gerade mit Tex veranstaltete...kurz und knapp: am Ende war Stampede fertig mit den Nerven und konnte sich nur noch in seinen Lavasee zurückziehen, während ich Tex auf den Weg aus der Höhle hinaus stützte und beruhigend auf ihn einredete.

Ich liege momentan auf der großen Couch im Hexagon, an meinen Lieblingsdesperado geschmiegt während Sandsturm, Vipra, Thunderstick, Skuzz und Cactus-Head auf den restlichen Sofas sitzen, bzw liegen und Popcorn knabbern: der Film, den wir uns gerade ansehen ist wirklich spannend und auch fesselnd...aber so richtig konzentrieren kann ich mich trotzdem nicht...woran das wohl liegt?
"Jetzt seht euch mal diese zwei Turteltäubchen da an: sie kleben schon wieder aneinander."
"Was dagegen"; Tex´s Hand streicht mir sanft über die Haare, ich liebe seine tiefe Stimme. " ihr hättet euch ja einfach aus der Verkuppelei raushalten können."
"Dann hätten wir aber einen totalen Trauerkloss zu Hause gehabt."
"Du bist verliebt besser zu ertragen."
"Reg´ dich nicht auf Texie", schnurre ich, als ich merke, dass er nahe daran ist wieder einen berühmten Tobsuchtsanfälle zu kriegen, "lass´ sie doch reden."
Sofort entspannt er sich:"Du hast wie immer Recht, mein Schatz."
Wir wissen natürlich beide, dass die Gang nur Spaß macht...aber manchmal hat Tex eben auch seine reizbaren Tage.
Vipra, die mittlerweile meine zweite beste Freundin geworden ist zwinkert mir freundlich zu und streitet sich scherzhaft mit Skuzz um das letzte Bier, ich hingegen kuschele mich enger an meinen Dark Knight und genieße seine kleinen Zärtlichkeiten: das Leben kann ja so schön sein!
"Ich weiß ja nicht wie´s dir geht, aber ich bin ziemlich MÜDE..."
Wenn dieser leicht knurrende Unterton in seiner Stimme ist, dann ist er BEREIT, sagen wir´s mal so...aber es macht mir ganz und gar nichts aus, im Gegenteil: über meinen Rücken läuft immer ein schöner, kalter Schauer wenn er diesen sexy Ton hat...ich kneife nur ganz leicht in seinen Oberschenkel als Zeichen, dass er uns gerne auf sein...nein, UNSER Zimmer teleportieren kann...brrrr.

Später in der Nacht:

>> Es ist wieder soweit: Betreuer James kommt zu uns um mit uns zu "spielen." Verena und noch ein paar andere Mädchen weinen, sie haben Angst vor ihm...ich habe auch Angst, aber ich habe mich unter Kontrolle...so gut man sich eben als Achtjährige unter Kontrolle haben kann. Schritte auf dem Flur, wir drängen uns an die Wand gegenüber der Tür, auf das Glasfenster der Tür fällt ein Schatten...er kommt.
"Hallo Kinderchen, Zeit zum Spielen."
Er steht in der Tür und grinst uns bösartig an, wir fangen an zu zittern, sein Grinsen wird noch breiter und bösartiger und zündet eine Zigarette an: er genießt die Macht, die er über uns hat...und niemand von uns hat den Mut seine Quälereien beim Heimleiter zu melden...er sagte uns, niemand würde uns glauben.
Sein Finger deutet auf Cecille, Barbara und mich, er winkt uns heran.
"Ihr ward aber nicht artig Kinder: ich muss euch wohl bestrafen..."
Mit diesen Worten schlägt er uns brutal die Hand ins Gesicht, es klatscht laut,  kaum haben wir uns wieder ein wenig aufgerappelt tritt er den anderen Mädchen in den Bauch, ihr Schreien und Weinen dröhnt in meinen Ohren...nun hat er mich im Visier, kommt auf mich zu...nein, nicht die Glasscherbe in seiner Tasche! Bitte nicht ins Gesicht, nein! NEIN!<<

Tex Hex:

Ein Schrei: ich fahre hoch und sehe wie Sarah sich neben mir hin und her wirft und panisch schreit...ich muss sie aufwecken!
"Hey Sarah, wach auf!"
Endlich reagiert sie: schwer atmend sitzt sie jetzt da und zittert wie das berühmte Espenlaub...sie muss etwas Entsetzliches geträumt haben.
"Mein armer Liebling, du zitterst ja...es ist alles ok, beruhige dich."
"Wann zum Teufel hören endlich diese verdammten Alpträume auf?"
Ich kann´s nicht ertragen sie so leiden zu sehen, nun schluchzt meine Königin der Nacht abgehackt und trocken an meiner Schulter und ich kann absolut nichts tun um ihr das Leiden zu nehmen oder es zu lindern.
"Wenn ich dir doch nur helfen könnte..."
Sarah lächelt leicht, das kann ich an meinem Oberkörper spüren, doch noch immer laufen Tränen ihr wunderschönes Gesicht hinunter, ich kann nichts mehr tun als sie im Arm zu halten und für sie da zu sein.

"Tut mir Leid, dass ich dich aufgeweckt hab...ist nur wegen dieser verfluchten Alpträume. Immer wieder träume ich von dem Alltag im Waisenhaus...und von James, der mit seiner blutverkrusteten Glasscherbe auf mich zukommt, ich kann nicht ausweichen, die Scherbe nähert sich meinem Gesicht, kratzt mir über die Haut..."

"Es ist doch nicht deine Schuld: du hast Schlimmes erlebt, da ist es wohl normal, dass man dadurch ein Trauma davonträgt. Du bist hier sicher, hab´ keine Angst. Versuch zu schlafen, in Ordnung?"

Sarah nickt, kuschelt sich an mich und macht die Augen zu, langsam entspannt sie sich wieder und schläft bald wieder ein...besser ich halte sie die ganze Nacht im Arm...wenn ich ihr doch nur irgendwie helfen könnte...
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