Sie gehört nur mir

von Kathi
GeschichteKrimi, Freundschaft / P12
Konny von Brendorp
20.03.2012
20.03.2012
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20.03.2012 2.687
 
Konstantin von Brendorp, genannt Konny, war gerade auf dem Weg zur Bundeswehrzentrale für Verteidigungstechniken in Berlin.
Dort sollte er einen Vortrag über „Verhalten bei einem Einsatz in der Luft!“ halten.
Gegen 12:30 machte er sich auf den Rückweg zum Lagezentrum der GSG 9, seinem Arbeitsplatz.
Während er den Weg lief, denn als GSG 9-ner musste man sich ja immer fit halten, schloss ein weißer Kastenwagen zu Konny auf.
Jedoch schenkte dieser dem Wagen keine Beachtung.
Erst als ein maskierter Typ ausstieg und ihn mit einer Waffe bedrohte, nahm der blonde Mann von dem Ganzen Kenntnis.
Der Typ zwang Konny in den Kastenwagen einzusteigen. Ohne groß zu überlegen tat der 9-ner dann wie ihm geheißen.
Von den beiden Männern unbemerkt wurde das ganze Szenario von Steffanie Mertens beobachtet.
Steffi, wie sie nur von Allen genannt wurde,  war ein Mädchen in den 20-igern, mit braunen schulterlangen Haaren und grau-blauen Augen.
Am heutigen Tag, einem wunderschönen Sommertag, trug sie ein sportliches Outfit, bestehend aus Jeans, Sweatshirt und passenden Schuhen.
Da sie sich eingemischt hatte, wurde die junge Frau  kurzer Hand von dem Typen auch entführt, denn es sollten keine Zeugen hinterlassen werden.  So wollte es der Typ.
Im Wagen nahm der Typ dann seine Maske ab.
Als der blonde Adlige das Gesicht sah, erschrak er, denn er kannte es nur zu gut.
Es war Stephan Neumann, der Ex-Freund von seiner Ehefrau, Luzia.
Damals hatte sie ihn für Konny verlassen, weil sie schlicht und einfach in Ihm eher den Mann fürs Leben gesehen hatte. Stephan hatte ihr dass nie verziehen und war tierisch eifersüchtig auf Konny.
Warum jetzt diese Entführung?
Neben Stephan saß noch ein weiterer Komplize, den Konny aber nicht kannte. Dieser kam nun nach hinten an die Ladefläche und kam Stefanie etwas zu nah, wurde aber von Stephan zurück gehalten.
„Wir brauchen beide noch, also lass sie los.“
Das Ziel der Fahrt war ein alter Militärbunker aus der Kriegszeit, der etwas außerhalb von Berlin lag.
Dort ließen Stephan und sein Komplize die Geiseln wie ein Stück Fleisch liegen.
Sie sperrten die Beiden in einen separaten Raum und ließen sie dann alleine, denn die Beiden hatten ja auch noch was anderes zu tun.
Einige Momente später war es der blonde 9-ner, der als erstes wieder wach wurde.
Nachdem er hörte, wie die Tür ins Schloss fiel, sah sich Konny um.
Der Raum war dunkel und hatte keine Fenster. Die einzige Lichtquelle war eine kleine Lampe in der rechten Ecke.

Zur selben Zeit bekam Luzia von Brendorp auf ihrem Handy einen Anruf.
Sie hörte eine mechanische Stimme folgenden Text sagen:

„ICH HABE ETWAS; WAS DIR SEHR VIEL BEDEUTET! KOMM ZURÜCK ZU MIR UND ER WIRD AM LEBEN BLEIBEN!“

Dann hörte Luzia ein Klicken in der Leitung und legte auf.
Langsam ließ sie ihr Handy in der Hand sinken.
Luzia wusste sofort, wer das war und was dieser meinte.
Langsam fing sie an zu weinen. Sie fühlte sich so einsam und wollte ihren Konny wieder bei sich haben.

Auch in dem GSG 9 – Lagezentrum machte Alle, insbesondere das Set 50, allmählich Sorgen um Konny.
„Du weißt genau, dass es nicht die Art von Konny ist, einfach nicht mehr von dem Vortrag zurück zu kommen, ohne etwas zu sagen!“, war sich Gebhard „Geb“ Schurlau sicher und sah seinen Vorgesetzten an.
„Schnapp dir die Anderen und fahrt zu Konny nach Hause. Vielleicht weiß ja seine Frau mehr. Erstattet mir aber umgehend Bericht!“, sagte Kommandeur Anhoff.
Geb nickte und verließ auch schon das Büro. Er wollte die Anderen suchen und sie unterrichten. Was er aber nicht mehr mitbekam, war, dass Thomas Anhoff hörbar ausatmete. Innerlich machte er sich ebenfalls Sorgen um seinen Mann.
Geb fand Caspar, Frank und Demir in der Umkleide, klärte Sie kurz über die vorliegende Situation auf und dann fuhren die Vier gemeinsam zu Konny nach Hause.
Dort angekommen fanden sie eine völlig aufgelöste Luzia von Brendorp vor.
Als sich Geb vorstellte, bat Luzia die Gruppe sofort herein.
Gemeinsam ging sie ins Wohnzimmer.
Geb spürte sofort, dass mit Konnys Ehefrau etwas nicht stimmte.
Er sah sie fragend an.  
Luzia schluckte.
„Sie fragen sich sicher, warum Konny heute nicht nach dem Vortrag zum Dienst gekommen ist?“
Geb nickte leicht, denn er wollte Luzia auf keinen Fall jetzt bedrängen.
Wenn er jetzt zu viel Druck aufbaute, machte sie möglich komplett zu und dann würden sie nie erfahren wo Konny war.
Nach ein paar Minuten des Schweigens platzte es förmlich aus Luzia heraus und sie erzählte die ganze Geschichte.
Keiner wusste so recht, was er nun sagen sollte. Alle waren betroffen von der Situation.
Geb stand schließlich auf.
Daraufhin sahen ihn alle fragend an.
„Ich muss Anhoff Meldung machen.“, erklärte er.
Somit verließ Geb das Zimmer und telefonierte kurz und kam dann nach ein paar Minuten wieder.
„Wir sollen Frau von Brendorp unterstützen. Wenn er uns für andere Einsätze braucht, meldet er sich!“,  erklärte Geb den Befehl vom Alten, wie Kommandeur Anhoff auch genannt wurde.
„Danke!“, kam von Luzia und blickte in die Runde.
Alle vier GSG 9er lächelten sie an.
„Haben Sie irgendeine Vermutung, wo ihr Ex-Freund Konny hingebracht hatte. Irgendeinen Ort, wo sie früher mal waren?“
Luzia schüttelte den Kopf.
„Leider nicht.“
Nun blieb den Fünfen nichts anderes übrig als zu warten und zu hoffen, dass sich die Entführer bald wieder meldeten.
Im Bunker bemerkte Konny, dass Steffi immer noch total verstört war und am ganzen Körper zitterte.
„Hey, ganz ruhig!“, flüsterte Konny und ging langsam auf  Steffi zu.
Diese wich automatisch weiter zurück, sobald Konny immer mehr auf sie zukam. Konny blieb stehen, als er merkte, dass es so nicht viel brachte. Er wusste aber, was mit ihr passiert war, dass zeigte ihm allein das jetzige Misstrauen gegenüber einem Mann und der Zustand ihrer Klamotten.
„Ich will dir nicht nichts tun, sondern nur helfen. Du kannst mir vertrauen!“, sagte Konny mit ruhiger Stimme und hielt Steffi eine Hand hin.
Konny wusste, dass es nun wichtig war, Vertrauen aufzubauen. Steffi zögerte. Sie wusste einfach nicht, ob sie Konny wirklich vertrauen konnte.
„Ich bin Konstantin von Brendorp, aber alle nennen mich Konny. “, stellte sich Konny dann erst mal richtig vor.
„Konny? Ist das nicht eigentlich ein Mädchenname. Mein Name ist Steffanie Mertens“, kam es etwas zögerlich von Steffi.
„Hm, eigentlich schon, aber in diesem Fall ist es eher denke ich die Abkürzung von Konstantin! Stop Mertens hast du gesagt.“, sagte Konny mit einem Lächeln auf dem Gesicht, wo bei dem letzen Satz sein Lächeln versiegte.
„Sie hat den gleichen Namen wie Stefan. Womöglich ist sie seine Schwester. Ich gebe mich am besten erst mal nicht als Bundespolizt zu erkennen.“, dachte der blonde Mann für sich.
Außerdem sah er, dass Steffi ein kleines Stück näher auf ihn zukam. Jetzt wollte er sie nicht einschüchtern.
„Warum hast du da eigentlich eingegriffen?“ wollte Konny wissen.  
Er wollte dieses „Eis“ zwischen Ihnen brechen.
Steffi schüttelte den Kopf.
Mittlerweile hatte sie sich neben Konny gesetzt.
Irgendwie hatte Steffi gespürt, dass sie Ihm doch vertrauen konnte, auch wenn das Erlebnis, welches sie auf der Ladefläche erlebt hatte, ziemlich einschneidend war.
„Ich weiß es einfach nicht. Aus Reflex.“
Steffis Augen füllten sich mit Tränen.
Konny zog sie vorsichtig an sich heran und nahm sie in die Arme.
Steffi fühlte ein gewisses Wohlbefinden in Konnys Armen und allein deswegen ließ sie auch die Umarmung zu.
„Es wird alles wieder gut. Ich bin da. Dir wird nicht noch mal so was passieren!“, sagte Konny und strich Stefanie über den Rücken.
Innerlich keimte gerade Wut und auch ein Hauch Verzweiflung in dem jungen GSG9-ner auf.
Eins stand für ihn sofort fest, er wollte Steffi beschützen, damit ihr nicht noch mal so was wieder fährt.  Er wusste auch, dass sie nun mit ihrem Sauerstoff aushalten mussten, denn der Raum hatte keine Fenster und somit auch keine Sauerstoffzufuhr.
In diesem Moment kam der Komplize rein und zog Konny mit sich.
Der wusste im ersten Moment nicht, wie ihm geschah. Steffi sah ihn verzweifelt an. Sie wollte nicht alleine bleiben. Tränen standen ihr in den Augen. Als Steffi dazwischen gehen wollte, wurde sie zurück gestoßen und blieb regungslos liegen. Konny zerriss es sichtlich das Herz, dass er jetzt Steffi alleine lassen musste. Weil sie auch wahrscheinlich zur Familie eines Kollegen gehörte und weil sie ihm jetzt auch vertraute.
Leider hatte der blonde Mann nun keine andere Wahl. Der Komplize schleifte ihn in einen anderen Raum. Dort wartete auch schon Stephan auf die Beiden.
„Hey von Brendorp, damit hättest du nicht gerechnet.“
„Was willst du Stephan?“, fuhr Konny seinem Gegenüber an.
In seinen Augen blitzte die Wut auf.
„Du fragst wirklich, was ich will? Verdammt noch mal, ich will einfach nur Luzia zurück. Ich habe nie verstanden, warum sie dich reichen Schnösel mir vorgezogen hat!“, sagte Stephan Neuman mit einem scharfen Ton in der Stimme und drückte dabei Konny gegen die Wand.
Als Stephan Konny losgelassen hatte, wurden dessen Beine wie Pudding und Konny sackte leicht zusammen. Stephan wartete kurz und dann brachte der Komplize Konny zurück in sein Gefängnis.
Dort lag Steffi immer noch auf dem Boden und regte sich kaum. Es dauerte ein paar Minuten, bis Konny wieder klarer im Kopf wurde und dann zog er sich zu Steffi heran.
„Steffi, kannst du mich hören?“, fragte Konny und tätschelte Steffi leicht die Wange.
Ein leichtes Stöhnen war zu hören.
„Konny bist du es?“
„Ja, wie fühlst du dich?“
„Kopfschmerzen.“, brachte Steffi unter Tränen raus.
Es waren Tränen der Angst, die in ihr aufkeimten.
„Ich bin bei dir. Es wird alles wieder gut, das verspreche ich dir.“
Erneut wurde die Tür aufgerissen und Stephan kam herein.
„Du telefonierst jetzt, von Brendorp. Sag deiner Göttergattin, das sie heute Abend um 19 Uhr auf dem Parkplatz am Lichtenbergener Forrest  sein soll und keine Mätzchen, sonst stirbt die Kleine!“, sagte Stephan in einem scharfen Ton und zielte mit einer Waffe auf Steffi, die vor Angst zusammenzuckte. 1
Das Handy in der anderen Hand haltend, drückte er Konny in die Hand. Der wählte auch sofort Luzias Nummer.
Diese saß immer noch mit Konnys Kollegen im Wohnzimmer ihres Hauses, als plötzlich Luzias Handy klingelte, welches auf dem Wohnzimmertisch vor ihnen lag.
Luzia schaut zu Geb rüber.
„Bleiben Sie ruhig, Frau von Brendorp. Stellen Sie bitte den Lautsprecher an, damit wir mithören können!“, sagte Geb mit einem ruhigen Ton in der Stimme.
Luzia nickte und tat wie ihr geheißen. Dann nahm sie ab.
„Von Brendorp!“, meldete sie sich zögerlich.
„Luzia, ich bin es Konny.“
„Konny, Schatz, wie geht es dir?“
„Gut, aber sag hast du Besuch?“
„Ja.“
Luzia war verwundert. Worauf wollte ihr Mann hinaus?
„Hör mir jetzt zu, du sollst heute Abend um 19:00 auf dem Parkplatz am Lichtenbergener Forrest kommen. Denkst du noch daran, die teuflische Überraschung aus dem waldigen Fuchsbau zu holen.“
Dann machte es auf einmal Klick in der Leitung, denn Stephan hatte Konny das Handy aus der Hand geschlagen und ihm einen Schlag in die Magengrube verpasst.
Danach wurden Konny und Steffi wieder alleine gelassen.
Irgendwann schliefen die Beiden ein. Die Erschöpfung hatte sie „ausgeknockt“.
Bei von Brendorps Zuhause herrschte fast erdrückende Stille.
„Ist euch nicht aufgefallen, dass uns Konny gerade seinen Aufenthaltsort verraten hat?“, fand Geb als erstes seine Sprache wieder.
„Teuflisch..Wald…Fuchsbau..Er kann eigentlich nur den alten Bunker am Teufelsberg meinen!“, war Caspar überzeugt.
„Den kennt Stephan wie seine Westentasche.“, gab Luzia von Brendorp kleinlaut zu.
Alle Augenpaare der GSG9-ner sahen sie an.
Dann musste Luzia die Geschichte erzählen.
„Das ist der Ort!“, war sich jetzt auch Demir sicher.
Das war das Zeichen.
„Frau von Brendorp, wir werden uns jetzt verabschieden. Ich verspreche Ihnen eins, dass wir alles daran setzen, Konny da heil rauszuholen.“
Mit diesen Worten verabschiedete sich Geb und die Anderen folgten ihm.
Ihnen war sofort klar, was sie jetzt zu tun hatten. Sie wollten ihren Kollegen da so schnell wie möglich rausholen.
Am Lagezentrum in Berlin Weißensee angekommen, gingen die Vier gleich in die Umkleide, um sich für den Einsatz fertig zu machen.
Das Ganze wurde beobachtet von Kommandeur Anhoff, der Leiter der GSG9. Er konnte eigentlich nur 1 und 1 zusammen zählen.
Schließlich machte auch er sich auf den Weg in die Waffenkammer, wo sich auch gerade seine 50 fertig machten. Für einen kurzen Moment beobachtete er die Szene.
Geb war es, der als Erstes seinen Vorgesetzten bemerkte.
„Thomas, ich kann das erklären.“
Thomas Anhoff schüttelte den Kopf.
„Ich kann doch 1 und 1 zusammen zählen. Ich komme mit!“, sagte Kommandeur Anhoff und trat auch schon an die Theke heran.
Der Mitarbeiter der Waffenkammer war im ersten Moment zwar etwas verdutzt, jedoch händigte er dann Thomas Anhoff seine Ausrüstung aus.
„Ich hab dem 70 und den 80igern  auch schon Bescheid gegeben, sie unterstützen uns.“
Nach 1 ½ Stunden Fahrt waren Anhoff und die Sets an ihrem Ziel angekommen.
„Set 80 sichert hier draußen die Umgebung. Set 70 und 50 gehen rein!“, entschied Anhoff.
Alle nickten.
Langsam pirschten sich die beiden Sets an den Eingang des Bunkers.
Nach und nach durchkämmten sie Raum für Raum.
Dann hatten sie schließlich den Raum gefunden,  wo sie Konny und Steffi vermuteten.
„SET 70 nimmt die beiden Kerle fest und Set 50 kümmert sich um die Geiseln.“
Alle nickten.
Geb gab seinen Jungs ein Zeichen und sie stürmten den Raum. Sie sahen, dass Konny und Steffi bewusstlos waren.
„Hey Frau Gräfin, mach keinen Scheiss!“, kam es von Geb und hockte sich zu seinem Kollegen hinunter.
„Wir müssen die Beiden hier raus bringen, und zwar schnell.“
Also stützten Geb und Demir Konny und Frank brachte zusammen mit Caspar, Steffi nach draußen.
Dort lagen schon Decken bereit.
„Hey Konny, komm wieder zu dir!“, sagte Geb und tätschelte Konny die Wange.
Auf einmal hörte man ein leichtes Stöhnen und langsam schlug Konny die Augen auf.
„Ich bin noch nie so froh gewesen, euch zu sehen.“
„Wie fühlst du dich?“
„Kopfschmerzen, aber ich denke sonst geht es mir gut.“
Plötzlich durchfuhr ein spitzer Schrei den Wald rund um den Teufelsberg.
„Steffi!“, entfuhr es Konny.
Geb sah seinen Stellvertreter fragend an.
„Sie ist … “.
Geb nickte, denn er wusste sofort, worauf Konny hinaus wollte.
Dieser ging zu seinen beiden Kollegen hinüber, die vergeblich versuchten Stefanie zu beruhigen.
„Lasst mich. Sie vertraut mir!“, sagte Konny bittend zu seinen Kollegen.
Caspar und Frank nickten.
Nun konnte sich Konny Steffi zuwenden.
„Hey Steffi, sieh mich an!“, bat Konny mit eindringlicher Stimme.
Nur zögerlich fand sich Steffi Konny ihren Blickes zu.
„Vertraust du mir noch?“
Steffi nickte.
„Du kannst diesen anderen Menschen auch vertrauen, denn es sind Kollegen und auch Freunde von mir. Ich vertraue ihnen mein Leben an, wenn es sein muss. Sie werden dir mit Sicherheit nichts tun. Das verspreche ich dir.“
Mit diesen Worten sah Konny Steffi mit festen und doch mitfühlenden Blick an. Er reichte ihr die Hand. Für einen kurzen Moment konnte man meinen, dass die Zeit stehen geblieben war.
Konny sah Steffi immer noch an.
„Du kannst mir vertrauen!“, sagte Konny nochmals in einem halblauten Ton.
Er sah, dass eine zögerliche Hand sich auf dem Weg zu seiner machte. Langsam zog er Steffi an sich heran.
„Danke!“, hauchte Steffi.
Konny lächelte.
Er sah zu seinen Kollegen und nickte.
„Du wirst jetzt kurz durchgecheckt und dann bringt dich einer meiner Kollegen nach Hause!“, erklärte Konny kurz Steffi.
„Danke.“
„Hier ist außerdem meine Handynummer. Wenn du mal jemanden zum reden brauchst oder sonst irgendwann mal ein Problem hast, kannst du mich gerne anrufen.“, sagte Konny und gab Steffi dabei eine Karte von ihm.
Steffi lächelte und folgte zwei Krankenpflegern. Dann wurde sie, von einem Polizeiwagen nach Hause gebracht.
Konny konnte sich nun zu seinen Kollegen gehen.
„Hey Frau Gräfin, zu Hause wartet noch jemand auf dich!“, sagte Geb und klopfte seinem Stellvertreter auf die Schulter.
Konny lächelte.
„Ein Auto steht schon bereit. Hau schon ab!“, befahl Geb lächelnd.
„Danke, ich bin morgen wieder da“, sagte Konny zu seinem Chef und rannte los.
Geb lächelte.
Dann machten sich auch die anderen SET zurück zum Lagerzentrum.
Dort musste nun der Papierkram erledigt werden. Dann konnten sich Geb und die anderen duschen und Feierabend machen. Den hatten sie sich redlich verdient.