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The Path between hatred and love of a God

von Sethereth
GeschichteDrama, Fantasy / P18
Ares Gabrielle Xena
19.03.2012
05.08.2014
5
8.672
 
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4 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
19.03.2012 1.807
 
Ich dachte ich tu euch einen Gefallen und poste auch schon Teil Nummer 5. War gestern extrem in Tipperlaune! ^^

Viel Spaß damit!

Lg

Sethereth


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Es dämmerte bereits, als Xena aufstand, ihren Körper dehnte und damit ihre schmerzenden Knochen knacken ließ. Ares folgte schweigend ihrem Beispiel und streckte sich daraufhin ebenfalls.

Sie hatten die Nacht über beide geschwiegen, jeder war seinen eigenen Gedanken nachgehangen. Dennoch wurde Xena gerade klar, dass sie noch nie so lange alleine UND zusammen gewesen waren, ohne sich gegenseitig zu bekämpfen oder sich zumindest zu ärgern. Das war ein ganz klarer Fortschritt!

Jetzt sah sie den Gott neben sich wieder an. Eisblau versenkte sich in dunkle Schokolade, weder Xena noch Ares konnten den Blick voneinander lösen. Langsam machte Xena einen Schritt auf ihn zu. Ares blieb wo er war, doch er ließ sie keine Sekunde aus den Augen. Erneut machte Xena noch einen Schritt, ihr Blick schwanke zwischen Sehnsucht und Ablehnung hin und her. Ares wartete und sah ihr dabei zu, wie sie den Kampf gegen ihre Sehnsucht verlor.

Dann stand sie vor ihm, nahm wieder mal sein Gesicht in beide Hände und küsste ihn. Doch dieses Mal war der Kuss sehr viel entspannter, Xena nahm sich Zeit. Ares erwiderte den Kuss ebenso langsam, legte beide Arme locker um ihre Hüfte und zog sie sanft an sich.

„Wir sollten zu Gabrielle zurück!“ noch immer standen sie ganz nah beieinander, ihre Nasen berührten sich schon fast, doch weder Ares noch Xena schienen in der Lage zu sein, sich gegenseitig loslassen zu können. Es war wie verhext!

„Ich weiss!“ stimmte ihr Ares zu und zwang dann seine Hände mit ganz erheblicher Willensanstrengung sich von ihr zu lösen. Xena tat dasselbe und beide machten dann vorsichtshalber noch einen Schritt voneinander weg. Sicher war sicher!

„Was passiert hier Ares?“ wollte Xena wissen, sie sah ihn dabei allerdings nicht an, sondern starrte über seine Schulter hinweg auf die Ebene.

„Ich weiss es nicht!“ auch Ares redete lieber mit Xenas Brustpanzer.

„Vielleicht treibt hier irgendjemand seinen Scherz mit uns!“ wehe dem, der das war. Ares würde ihn oder sie höchstpersönlich rösten, allerdings erst wenn er dem- oder derjenigen Blumen geschickt hatte. Immerhin hatten er und Xena dadurch zueinander gefunden!

Xena holte tief Luft und schüttelte sich dann wie ein Hund. Dieses ganze Gefühlschaos wurde ihr langsam zu viel. Sie machte ihr Pferd los und stieg dann in den Sattel, Ares stand nun vor ihr und sah zu ihr auf.

„Sehen wir uns bei Gabrielle?“ fragte sie leise nach, doch Ares schüttelte den Kopf und grinste sie breit an.

„Ich warte doch keine vollen 3 Tage, bis du wieder bei eurer Scheune/Behausung angekommen bist. Wir machen das jetzt auf meine Art, das geht sehr viel schneller!“ mit diesen Worten legte er eine Hand auf ihren Schenkel, die andere an den Hals des Pferdes und von einer Sekunde auf die andere waren die 3 in einem Nebel aus Licht verschwunden.


~*~


Gabrielle war schon früh zu Bett gegangen und dementsprechend auch zeitig wieder aufgewacht. Sie hatte die Tiere versorgt, hatte frisches Brot gebacken und war gerade dabei Obst für ein Frühstück zu zerkleinern, als draußen direkt vor der Tür die Luft schimmerte und kurz darauf Ares, Xena samt Pferd aus dem Nichts auftauchten.

„Xena!“ rief Gabrielle, ließ alles stehen und liegen und rannte der besten Freundin schon entgegen, die lächelnd bereits ihre Arme ausgestreckt hatte. Gabrielle und Xena umarmten sich herzlich, dann strahlte Gabrielle Ares an und auch der Gott musste eine Umarmung über sich ergehen lassen.

„Kommt doch rein, ich wollte gerade Frühstück machen!“ die junge Frau wartete die Antwort ihrer beiden Besucher gar nicht mehr ab, sondern zog beide an den Armen einfach mit sich mit. Xena und Ares tauschten einen kurzen Blick und grinsten dann beide. So war sie eben!

Sie ließen sich Seite an Seite am Tisch nieder, was Xena eine hochgezogene Augenbraue von Gabrielle einbrachte. Doch die Freundin sagte vorerst nichts zu dem Thema. Sie füllte 3 Schalen mit kleingeschnittenem Obst, Haferflocken und Körnern, gab Honig und Mich dazu und stellte dann jeden eine Schale hin. Sie aßen schweigend, Xena konnte die bohrenden Blicke von Gabrielle regelrecht spüren, doch jetzt musste Gabrielle warten.

Auch Ares war mehr als nur amüsiert, wie offensichtlich die junge Frau versuchte ihre Neugierde in den Griff zu bekommen. Nachdem alle aufgegessen hatte, räumte Gabrielle den Tisch ab, während Ares aufstand und Xena andeutete mit vor dir Tür zu kommen. Xena nickte und folgte ihm nach draußen.

„Ich muss jetzt fort, aber ich bin in ein paar Stunden wieder da. Solange hast du Zeit mit Gabrielle zu sprechen, bevor sie noch vor Neugierde platzt. Außerdem brauchen wir denke ich beide etwas Abstand, bevor wir uns wieder mit dem Träumen beschäftigen müssen!“ Xena nickte sofort bestätigend.

„Ja, das wird das Beste sein. Ich muss selbst noch ein paar Dinge erledigen, ich würde sagen, wir treffen uns heute Abend zu Sonnenuntergang wieder!?“ Ares neigte den Kopf und als Xena sich schon umgedreht hatte um wieder ins Haus zu gehen, hielt er sie noch einmal zurück.

„Ach und Xena…“ sie drehte sich wieder um und fand sich in seinen Armen wieder. Er küsste sie, noch ehe sie nur ein Wort sagen konnte.

„mach dir nicht zu viele Gedanken. Wie ich es schon sagte, wir werden eine Lösung für unser Traumproblem finden. Wir haben bis jetzt immer Lösungen für alles gefunden!“ Xena blieb in seiner Umarmung stehen, doch sie nahm den Kopf nach hinten um ihn ansehen zu können.

„Dasselbe gilt für dich Ares. Wir stecken da beide tief drin, wahrscheinlich sogar sehr viel tiefer als du wohl zugeben willst!“ Ares ließ sie los und lächelte sie als Antwort nur an. Xena akzeptierte es. Keine Antwort war in diesem Fall durchaus eine Antwort!

„Bis heut Abend!“ und damit verschwand er.

Typisch Gott, typisch Ares! Sein Gegenüber ausreden lassen, wurde offensichtlich überbewertet.

Kaum hatte Xena auch nur einen Fuß in das Haus gesetzt, da erschlug Gabrielle sie beinahe schon mit Fragen.

Was zwischen ihnen passiert sei. Sie würden sich total wie ein Paar benehmen. Sie hätten sich immer wieder angestarrt, und und und. Xena hob schließlich die Hand um die Freundin zu bremsen.

„Halt! Zu viele Fragen auf einmal Gabrielle, alles schön der Reihe nach.“ die Freundin lachte mit ihr und stellte dann gleich die wichtigste Frage überhaupt.

„Seid ihr jetzt zusammen oder nicht?“

Gute Frage, nächste Frage!

Xena runzelte die Stirn und wusste nicht, was sie jetzt sagen sollte.

„Ehrlich gesagt… ich weiss es nicht. Wir haben heute Nacht nicht darüber gesprochen, aber zumindest fühlt es sich für mich so an!“ dass Gabrielle vor Freude nicht einen Sprung in die Luft machte war wirklich alles. Aber sie strahlte Xena an, nahm sie erst fest in die Arme und drückte ihr dann einen Kuss auf die Wange.

„Oh Xena, ich freu mich so für dich!“ doch die winkte ab.

„Schön langsam mit den jungen Pferden. Ich habe gesagt, dass es sich so anfühlt, nicht dass es auch so ist! Wir reden hier immerhin von Ares, dem manipulativsten Gott nach Hera überhaupt. Er tut immer nur das, woraus er einen Vorteil schlagen kann!“ Gabrielle neigte kurz zustimmend den Kopf, doch ihr Blick wurde sehr intensiv.

„Das mag alles stimmen Xena. Bei jedem anderen ist Ares wahrscheinlich exakt so, wie du ihn gerade beschrieben hast. Aber nicht bei dir, zumindest nicht in dem Maße! DU bist seine große Ausnahme, Xena. Für dich würde er wahrscheinlich sogar die Welt aus den Angeln heben, wenn du ihn darum bitten würdest!“ Xena konnte nur mit dem Kopf schütteln, doch das breite Grinsen wollte und wollte einfach nicht mehr aus ihrem Gesicht verschwinden.

„Um sowas würde ich ihn niemals bitten!“ Gabrielle lachte auf.

„Aber er würde es tun, oder etwa nicht?“ Xena schüttelte erst wieder den Kopf, doch dann nickte sie und ihr Lächeln wurde weicher.

„Doch, würde er!“


~*~


Ares war in seine Privatgemächer zurückgekehrt. Bald wurde es Zeit für eine Audienz in seinen Tempeln. Er war nicht irgendwer, er war ein Gott. Und als Gott hatte er Aufgaben und Pflichten, die es zu erfüllen galt. Es gab immer mehr Menschen auf der Welt, die tagtäglich zu ihm beteten. Ergo, er war mächtiger als jemals zuvor. Einige seiner Brüder neideten ihm diese Macht, doch sie waren leider nicht so dumm, sich in seiner Gegenwart darüber zu beschweren.

Er wusch sich, kleidete sich dann um und erschien kurz darauf in seinem größten Tempel, wo seine Gemeinde ihn schon erwartete. Es gab wie immer eine bunt gemischte Truppe. Viele wollten seinen Segen für irgendeine Schlacht, einige waren Bittsteller, ein paar wollten ihn als Schlichter für interne Familienstreitigkeiten und wieder ein paar Andere erflehten seine Gabe aus ihnen einen anständigen Krieger zu machen. Allem in allem, es lag ein sehr anstrengender und langer Tag vor dem Gott.


~*~


„Herr?“

„Was ist?“

„Ich wollte euch nur mitteilen, ein Teil der Prophezeiung ist heute Nacht eingetreten!“

„Bist du sicher?“

„Ja Herr!“

„Und welcher?“

„Sie haben sich vereint Herr. Ihr hattet Recht mit Eurer Annahme, dass die Träume sie vereinen würden!“

„Natürlich hatte ich Recht!“ pure Genugtuung breitete sich in ihm aus.

„Sehr gut! Ist alles ansonsten bereit?“

„Ja Herr, alle Vorbereitungen wurden getroffen!“

„Hmm… was sagen die Lemuren?“

„Noch immer das gleiche Herr. Die Zukunft ist im Wandel, die Vergangenheit behindert die Gegenwart, alles wäre noch immer offen und nicht festgelegt!“

„Warum denn nicht?" brauste er auf.

"Wie lange soll das denn noch so weiter gehen? Sie lieben sich doch schon lange genug!“

„Ja Herr, aber laut ihnen fehlt noch der Beweis!“

„Es gibt inzwischen mehr als genug Beweise für meine Annahme!" knurrte er seinen Diener an und dieser sank auf die Knie. Das beruhigte ihn wieder etwas.

"Schon gut, steh wieder auf! Schick die Lemuren zu mir, ich werde sie selbst noch einmal befragen!“ erleichtert erhob sich der Diener wieder.

„Ja Herr. Wie Ihr wünscht Herr!“

„Ach und noch was!“ der Diener hielt inne

„Herr?“

„Sorg dafür, dass ihre Widersacher weiterhin mit sich selbst beschäftigt sind und gar nicht erst auf die Idee kommen, mein Paar anzugreifen. Ich erwarte, dass du diese Aufgabe fehlerlos erledigst!“

„Ich habe bereits alles was nötig ist in die Wege geleitet Herr. Ares und die Kriegerin sind absolut sicher!“

„Sehr gut, das muss auch so bleiben! Du kannst jetzt gehen!“ der Diener verneigte sich und verschwand.

Mit sich, seinem Diener und auch dessen Aufgabe zufrieden, lehnte er sich entspannt in seinem Sessel zurück und legte die Finger aufeinander. Sie waren schon sehr weit gekommen, jetzt durfte sich keiner mehr einen Fehler erlauben.

Wenn alles so lief, wie er es seit Jahren geplant hatte, dann würde sich die Prophezeiung sehr bald komplett erfüllen.

Und wenn passierte, was er hoffte dass passierte, dann würden die beiden ihm grenzenlose Macht verschaffen.



Tbc.
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