The Path between hatred and love of a God

von Sethereth
GeschichteDrama, Fantasy / P18
Ares Gabrielle Xena
19.03.2012
05.08.2014
5
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SO, das hier ist über Nacht vor ca. 1 Monat entstanden. Ich konnte einfach nicht aufhören zu schreiben! ^^

Ich werde versuchen zeitnah zu posten.

Ich wünsche viel Spaß!


Xena saß mit Gabrielle in einem kleinen Haus abseits der Stadt und reinigte ihre Waffen. Leder musste neu gefettet, Schwerter neu geschliffen, Inventar gekauft und Lebensmittel neu aufgefüllt werden. Dafür waren sie in die kleine Stadt gekommen.

„... kaum glauben!“ Xena hob irritiert den Kopf.

„Was hast du gesagt, ich war in Gedanken“ Gabrielle sah sie an und legte den Kopf schief.

„Was ist los mit dir Xena? Du bist in letzter Zeit so schweigsam und still, du hörst mir nicht zu..“

„Jetzt höre ich dir doch zu“ doch Gabrielle wedelte nur ungeduldig mit der Hand

„Hör auf, Ausflüchte ziehen nicht. Was ist los?“ sie kam zu Xena herüber und setzte sich ihrer besten Freundin gegenüber.

„Rede mit mir, bitte“ Xena sah in Gabriells so vertraute Augen und seufzte schwer.

„Nichts. Ich habe in letzter Zeit nur öffner mit Alpträumen zu kämpfen, das ist alles“ Gabrielle sah ihr besorgt in die Augen

„Was für Träume?“ Xena wollte nicht über das Thema sprechen, doch sie kannte Gabrielle zu gut. Sie würde ihr ab jetzt keine Ruhe mehr lassen. Und bevor sie sich tagelang von ihr Fragen über Fragen anhören musste, konnte sie es ihr genauso gut auch jetzt sagen.

„Also gut du Nervensäge. Aber sag nicht, ich hätte dich nicht gewarnt!“ Gabrielle grinste sie an.

„Ich bin ganz Ohr“ Xena holte tief Luft.

„Es geht um Ares. Er tauchte jedes Mal in meinen Träumen auf und ruft nach mir. Aber er ruft nicht nur meinen Namen, sondern er ruft auch nach der Kriegerprinzessin. Nach der, die ich war, bevor ich dich traf Gabrielle. Ich kann nicht anders, ich muss zu ihm, muss dieser Stimme folgen. Und dann...stehe ich plötzlich an an einem Abgrund, unter mir Feuer über mir Rauch. Ich weiss nicht wo ich bin, ich weiss nicht wo Ares ist, nur dass ich eine Entscheidung treffen muss. Ich bin hier, weil es an diesem Punkt nicht mehr vorwärts oder rückwärts geht!" sie machte eine kurze Pause. Alleine darüber zu sprechen machte ihr zu schaffen. Mehr als sie wollte und nach ihrem Geschmack deutlich mehr als es sollte!

"Dann taucht er auf, so wie wir ihn kennen, er ist einfach plötzlich da. Er kommt auf mich zu, versucht mir jedes Mal etwas zu sagen, aber bevor er es schafft lodert plötzlich ein Feuer hoch. Er geht aber nicht weg, ich versuche ihn immer wieder zu warnen, aber er bleibt einfach wo er ist und eine gewaltige Feuerseule verschlingt ihn dann. Ich kann überhaupt nichts tun, bin total machtlos und muss dann mitansehen, wie er stirbt. Er stirbt Gabrielle, er stirbt wirklich!“ Xena wollte nicht mehr daran denken und schloss ihre Augen. Sie wollte am liebsten nie wieder auch nur einen Gedanken an diese Träume verschwenden, denn das was sie Gabrielle erzählt hatte, war nicht die ganze Wahrheit. Der Traum ging noch weiter.

Ja Ares starb, aber nicht nur er. Jedes Mal wenn er in diesem Feuer war, wenn er lichterloh brannte, konnte sie seine Schreie hören und seinen Schmerz spüren. Sie erlebte jede Sekunde seines Todeskampes mit, als wäre es ihr eigener, vom Anfang bis zum Ende. Wenn Ares dann tot war, dann war sie es auch. Wenn es dann vorbei war, dann spürte sie gar nichts mehr, nur noch eine einzige Leere in ihr und dann wurde sie wach. Und DAS konnte und wollte sie Gabrielle nicht erzählen. Das war zu viel, tat zu weh - sie verstand es ja selbst nicht. Konnte sich weder diese Gefühle, noch diese Verbindung zu ihm erklären.

Sie seufzte laut. Dieser Traum laugte sie jede Nacht mehr und mehr aus.

„Ich hab alles versucht, aber er stirbt immer wieder!“ Gabrielle hatte nach Xenas Hand gegriffen und hielt sie nun ganz fest.

„Das muss furchtbar sein. Ich meine dass er wirklich stirbt. Ich weiss, dass er dir nicht egal ist!“ Xenas Kopf fuhr erwartungsgemäß hoch.

„Was soll das heißen?“ doch die Freundin lachte nur leise, zog Xenas Hand hoch zu ihrem Mund und küsste sie.

„Sagen wir es doch wie es ist, du liebst ihn! Auf irgendeine Weise liebst du ihn und er dich auch. Und gleichzeitig hasst ihr euch auch. Ihr tut beides zu gleichen Zeit, was die Sache nicht gerade einfach macht. Ich weiss nicht genau wie es beschreiben soll, vielleicht ist es auch einfach nur eure gemeinsame Vergangenheit. Ihr seid einfach schon so lange zusammen, wo ihr immer wieder mit- und gegeneinander kämpft. Naja...“ sie zuckte mit den Schultern und ließ Xenas Hand los

„so sehr du ihn auch hasst, du liebst ihn zu sehr, als dass du es jemals zulassen könntest, dass ihm etwas passiert.“ Xena starrte sie an.

„Bei den Göttern, wie kommst du nur auf das alles?“ Gabrielle winkte lächelnd ab.

„Ich kenne dich Xena. Und ich habe Augen im Kopf. Wenn du auf Ares triffst, dann ist es fast so, als würde der Rest der Welt dem Atmen anhalten. Es existiert dann nichts mehr auf der Welt außer dir und ihm. Es ist schon fast episch, wenn ihr zusammen seid, eben weil ihr euch liebt!“ Xena brauchte ein paar Sekunden um das Gesagte zu verdauen.

„Du bist mir auch nicht unwichtig und dich liebe ich auch!“ Gabrielle lachte laut.

„Das weiss ich doch! Und ich liebe dich auch, aber ich liebe dich als meine Familie. Du bist die wichtigste Person in meinem Leben und außer meiner Tochter und wenigen Ausnahmen wirst du das auch immer bleiben! Aber die Sache mit dir und Ares... er sieht nur dich, keine andere. Er verehrt dich regelrecht, wenn du ihn lassen würdest würde er für dich wahrscheinlich sogar seiner Göttlichkeit entsagen. Wenn er dich dafür haben kann…“ sie beendete den Satz nicht, sondern sah die beste Freundin nur mit einem folgenschweren Blick an. Xena kämpfte noch immer mit den Worten.

„Xena, was ich damit sagen will ist, wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich fast sagen, dass ihr beide es hasst, dass ihr euch liebt. Aber anders herum könnt ihr auch absolut nichts dagegen machen. Ihr seid wie zwei Magnete, wenn einer von beiden in der Nähe ist, zieht ihr euch an. Und ihr schafft es ja nicht mal, es länger als 3 Wochen ohneeinander auszuhalten. Ihr trefft euch in schöner gleichbleibender Manier immer wieder und wieder, geht euch entweder an die Gurgel oder arbeitet miteinander. Aber so oder so, die beiden Magnete Ares und Xena prallen wieder aufeinander - das ist euer Schicksal!“

Xena hatte endlich ihre Stimme wieder gefunden.

„Ich weiss nicht, wie du auf all das kommst, aber da ich dich kenne, lasse es lieber dir zu widersprechen!“ Gabrielle grinste sie breit an und nickte zustimmend.

„Musst du auch gar nicht, denn ich habe Recht. Und als deine beste Freundin ist es nicht nur meine Aufgabe sowas zu wissen, sondern dir auch mit Rat und Tat zur Seite zu stehen!“ Xena stand auf, griff nach Gabriells Arm und zog die Freundin in eine feste Umarmung

„Manchmal frage ich mich, ob ich dich überhaupt verdient habe!“ Gabrielle erwiderte die Umarmung und lehnte sich vertrauensvoll an sie.

„Das hast du!“ dann schob sie Xena auf Armslänge von sich

„Und jetzt packen wir unsere Sachen und suchen Ares. Denn wenn Träume immer wiederkehren, besonders solche wie dein Traum, sowas ist nie gut! Ich habe von Hope geträumt und schon war sie da!“ Xena schüttelte den Kopf.

„Nein Gabrielle, ICH werde Ares suchen. Ich hab dich schon einmal verloren, ich dulde nicht dass du dich erneut in Gefahr bringst!“

„Aber...“

„NEIN! Kein Aber, du bleibst hier. Du tust in der Zeit das wozu wir hergekommen sind. Du kauft Vorräte ein, kümmerst dich um die Waffen und passt vorallem auf, dass noch alles da ist, wenn ich wiederkomme!“ Gabrielle machte ein störrisches Gesicht, doch Xena gab ihr keine Chanche zu Wort zu kommen

„Wenn du es schon nicht für dich tust, dann tus für mich, okay!“ sie strich ihr eine blonde Strähne aus dem Gesicht und lächelte sie an

„Du würdest mir damit einiges abnehmen und es leichter machen. Das willst du doch immer, oder?“ Gabrielle gab auf und Xena unterdrückte ein Lächeln. Das funktionierte fast immer.

„Ich muss das hier alleine machen. Mal abgesehen davon, weiss ich noch nicht mal wo Ares momentan ist. Ich werde losziehen und ihn suchen müssen und ich werde nur das allernötigste mitnehmen.“

„Okay, aber sei ja vorsichtig. Wenn es diese... Feuerseule nämlich tatsächlich gibt, dann könnte nicht nur Ares in Gefahr sein. Denk daran, er ist ein Gott, du bist nur ein Mensch!“ nun verzogen sich Xenas Lippen doch zu einem kurzen Lächeln.

Alleine dafür liebe sie Gabrielle einfach von Herzen. Diese Frau wusste wie man Leute sogar nur mit Fakten aufmunterte, sie war ein Gottesgeschenk! Und dieses Mal hatte Xena vor, gut darauf aufzupassen!

„Ich werde vorsichtig sein!“
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