Die Geschichte einer Wölfin

von Faenwen
GeschichteAbenteuer, Familie / P12
Moro San
17.03.2012
28.06.2012
2
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Meine erste Geschichte zu Prinzessin Mononoke. Ich liebe diesen Film einfach und die Idee zu dieser Geschichte spukt schon so lange in meinem Kopf herum, dass ich sie jetzt endlich schreiben musste. Viel Spaß. :)
Disclaimer: Kommt schon, ihr würdet mir doch eh nicht glauben, wenn ich jetzt sage, dass mir dieser wunderbare Film gehört. Aber naja, mir gehört Prinzessin Mononoke und seine Charaktere NICHT! Ich leih sie mir nur aus.^^

Prolog:

Mit gefletschten Zähnen beobachtete die große, weiße Wolfsgöttin, wie die Menschen schreiend und voller Furcht zwischen den Bäumen verschwanden. Sie könnte sie so leicht töten. Diese Kreaturen waren so schwach. Mit ein paar Sprüngen würde sie sie erreichen und mit einem Biss oder dem Schlag einer ihrer mächtigen Pranken wären diese jämmerlichen Wesen tot.
Doch Moros Aufmerksamkeit galt jetzt etwas anderem. Mit großen Schritten ging sie auf das laute Geräusch zu, das aus dem kleinen Zelt drang, in der vorher noch die Menschen gewesen waren. Die Wölfin stieß ihren Kopf in das Zelt und betrachtete den Verursacher des Krachs.
Vor ihr lag, in eine Decke gewickelt, ein kleines Mädchen von vielleicht zwei, höchstens drei Jahren. Das Kind schrie noch lauter, als es die große Gestalt vor sich erblickte. Tränen liefen ihr über das Gesicht und mit einer schwachen Bewegung hob sie ihre kleinen Arme vor sich.
Moro spürte wieder, wie der Zorn in ihr brodelte. Nicht einmal ihren eigenen Nachwuchs beschützten diese elendigen Kreaturen. Sie selbst hatte vor ein paar Monaten Junge bekommen. Die grausamen Jäger der Menschen hatten die hilflosen Kleinen wenige Wochen nach der Geburt angegriffen, als Moro selbst auf der Jagd war. Nur zwei Welpen hatten überlebt. Die Wölfin hatte ohne zu zögern die ruchlosen Kreaturen, die ihr das angetan hatten getötet.
Doch diese Menschen hier ließen ihre eigene Tochter im Stich, um ihr eigenes Leben zu retten.
Sanft stupste Moro das Kind mit der Schnauze an und leckte ihm über die Wange. Die Kleine beruhigte sich und umfasste mit einem Lachen die Schnauze der Wölfin.
„Deine Eltern sind schwache Feiglinge. Sie haben dich im Stich gelassen, denn sie sind Menschen und wie Menschen nur um ihr eigenes Leben besorgt. Ich jedoch werde dich als Wölfin erziehen, als mein eigen Fleisch und Blut. Meine Tochter. San.“
Mit diesen Worten nahm Moro das Kind, dessen Augen sich mittlerweile vor Erschöpfung geschlossen hatten, vorsichtig mit den Zähnen hoch und verschwand in der hereinbrechenden Dunkelheit im Wald.

Der Prolog war jetzt ein bisschen kurz aber die nächsten Kapitel werden länger. Versprochen.
Ich würde mich sehr über Reviews freuen. :)
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