Oreimo: Die Lippen meiner kleinen Schwester können unmöglich so sanft sein.

GeschichteRomanze / P12
16.03.2012
16.03.2012
5
13007
 
Alle Kapitel
3 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
Prolog

„Nii-chan, warum bricht die Burg nicht in sich zusammen? Sand ist doch so weich, aber trotzdem fällt sie nicht um.“
„Das ist weil… du einfach magische Hände hast und du dir ein Schloss ganz für dich selbst eben verdient hast!“
Ich kannte die wirkliche Antwort auf ihre Frage, doch aus einem Grund den ich nicht verstehe, war es mir nicht möglich ehrlich zu sein.
„Onii-chan, wie kommt es, dass Seifenblasen fliegen können? Sind sie verzaubert?“
„Das ist weil… ja, du hast recht. Es sind magische Seifenblasen, die nur schweben weil du sie verzaubert hast!“
Ich kannte die wirkliche Antwort auf ihre Frage, doch aus einem Grund den ich nicht verstehe, war es mir nicht möglich ehrlich zu sein.
„Aniki… was genau… bin ich für dich?“
„Was du… für mich bist? Du bist natürlich meine kleine Schwester!“
Ich kannte die wirkliche Antwort auf ihre Frage, doch aus einem Grund den ich nicht verstehe, war es mir nicht möglich ehrlich zu sein.

Computerspiele. Fernsehen. Radfahren. Baden im Hauseigenen Swimmingpool, der in Wirklichkeit aber nicht mehr als ein Planschbecken war. Doch mit wem? Mit Freunden? Kyousuke erinnerte sich damals eine Menge Jungen in seinem Alter gekannt zu haben. Das Anwesen der Kousakas lag mitten in der Stadt, selbst wenn er noch nicht die Schule besuchte, wäre es ein leichtes gewesen, Spielkameraden aufzustöbern. Also warum war er dann hier? Vater hatte ihm erst vor wenigen Wochen beigebracht sie man schwamm, also weshalb spielte er sich als großartiger Lehrer auf?
„Es ist… das was ich möchte…
Ich will derjenige sein, der ihr die Freuden dieser Welt zeigt, diese kleine Person, die ich erst seit kurzem kenne, die ich aber nie mehr loslassen will.
Wenn ich sie loslasse, wird sie ihren Halt verlieren und das Wasser wird sich über sie zusammendrücken. Nein, ich muss für sie da sein und sie festhalten, sie braucht mich. Oder brauche ich sie? Ich bin derjenige, der ihre Hände ergreift und sie anfeuert immer schneller mit ihren Füßen auf und abzutreten. Das Becken wird immer kleiner, so viel Wasser spritzt der kleine Trampel ins ohnehin noch nasse Gras, vom Regen heute Morgen. Ich will derjenige sein, der ihr sagt, dass sie es schaffen kann, derjenige der an ihrer Seite ist wenn sie über den kleinen Erfolg glücklich lächelt. Ich will derjenige sein, der ihren Dank in sich aufnimmt und somit dasselbe Glück spürt wie sie. Ich möchte der Mensch für sie sein, der ihr am nächsten steht, derjenige dem sie alles sagen kann. Aber müsste das nicht Mama sein? Oder Papa? Wer bin ich denn schon? Ich bin niemand besonderes. Ich bin nur jemand der dieses Mädchen glücklich sehen will, es ist nichts Verwerfliches dabei. Aber was… wenn dieses Glück verlangt etwas Falsches zu tun? Etwas was sie belasten oder gar zum Weinen bringen würde? Etwas, das ihr Leben prägt und nicht gut für sie wäre? Wäre dieses Glück dann nicht falsch? Und ich wäre derjenige der es ihr aufbirgt. Wäre ein Lächeln seitens dieses Mädchens das wirklich alles wert? Und was wird dann mit mir? Dieses Mädchen wurde ein Teil meines Lebens als ich es nicht erwartet habe. Ich bin für sie verantwortlich, muss sie beschützen. Lieber bin ich unglücklich, als sie auch nur eine Träne vergießen zu sehen. Jeder Atemzug und jedes Anzeichen eines Lächelns erwärmen mich mehr, als es das Wasser das durch die Sonne so schön aufgeheizt wurde je schaffen könnte. Diese Wärme ist ein trügerisches Gefühl. Wie ein Feuer, das zwar Wärme und Geborgenheit spendet, doch wenn man zu fahrlässig ist ausbreitet und einen ganzen Menschen einhüllt. Ich bin dieser Mensch, und jede Sekunde meines Lebens ist mir bewusst, dass ich dieses Feuer zu löschen habe, andernfalls würde es mich vollends verschlingen und nicht mehr als einen Haufen Asche zurücklassen. Aber ich unternehme nichts dagegen. Ich lasse es zu, dass mich dieses Feuer Häutchen für Häutchen, Zelle für Zelle verbrennt. Zu was genau macht mich das? Mich selbst für ein Gefühl aufzugeben, das nicht einmal richtig ist? Aber für mich fühlt es sich richtig an, egal wie sehr ich es mit Logik oder Verstand bekämpfe. Ist dieses Feuer wirklich Liebe? Kämpfe ich also gegen die Liebe, die versucht mich zu verbrennen? Wenn das der Fall ist… sollte ich mich wirklich dagegen wehren? Oder sollte ich mich ihr hingeben, egal welche Konsequenzen dies auch hätte? Für mich… aber auch für dieses Mädchen, dessen Lächeln wärmer ist, als es unendlich viele Sonnen je sein könnten?“
Review schreiben