Dammit its my Life

von Meitschi
GeschichteAllgemein / P18
16.03.2012
18.04.2012
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Ich wurde 1978 in eine Welt geboren, in der ich mich bis ca 5 Jahren auch richtig wohl fühlte. Ich hatte zwar keinen Daddy aber das war nicht so schlimm. Denn ich hatte Renzo. Ein guter Freund meiner Mutter. Er war Italiener und wohnte in der gleichen Strasse wie wir. Gleich neben uns. Er machte alle was ein Vater tut. Er war für mich da, nahm mich mit. Ging sogar mit uns nach Italien in die Ferien. Er war geschieden und konnte seine Tochter nicht oft sehen. Aber ich wusste er liebte mich wie eine.

Meine Mutter war ledig und gerade mal 21 Jahre alt als sie mich bekam.
Wir lebten in einer 5000 Seelen Gemeinde. Die war und ist erzkonservativ. Wa für ein Schreck das da eine Schwanger wurde bevor sie geheiratet hatte. Dann noch von einem Ausländer. Das Staatsdrama Nummer eins. Er war Italiener. Meine Mutter war im Tessin um die Sprach zu lernen und machte dort auch ein Kochpraktikum. Sie war zwar schon ausgelernt. Aber ein wenig Erfahrung konnte nicht schaden. Vorallem weg von meinen Grosseltern.
Mein Grossvater war ein Säufer. Er wuchs in einer Bauernfamilie auf. Es war so wie bei Heidi. Er konnte nur im Winter in die Schule. Im Sommer musste er viel auf der Alm helfen. Er war nicht ungebildet oder so. Aber man merkte, dass er viel nicht verstand. Er kam nach Zürich und arbeitet als Kranführer. Denn zuhause war der Teufel los. Soviele Kinder und kein Geld. In Zürich lernte er auch meine Oma kennen. Sie kam aus Deutschland und hatte dort den Krieg hautnah miterlebt. Sie "diente" bei einer reichen Familie als Hausmädchen. Aber der Mann der Familie nahm sich viel heraus. Er betatschte und begrapste sie oft. Da lernte sie meinen Opa kennen und verliebte sich in ihn. So kam sie vom Regen in die Traufe.