Bloody Love- Ein Biss-chen wie Sterben

GeschichteAbenteuer, Romanze / P18
Harry Potter
15.03.2012
27.04.2015
42
200131
19
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Auch wenn keiner mehr daran geglaubt hat, aber mich gibt es noch und heute nun stelle ich etwas Neues, meinen jüngsten Versuch mich als Autor einer Fanfiktion zu probieren, online. Es wird übrigens ein Crossover zwischen HP und Twillight. Mehr verrate ich aber mal noch nicht.



Bevor es jedoch losgeht gleich noch zwei Dinge. Das Eine wäre der obligatorisch Disclaimer, sprich nichts von dem, was ihr aus den Büchern von JKR und SM kennt, gehört mir. Ich habe mir dies alles nur zum Spielen geborgt und verdiene damit kein Geld etc.



Und eine zweite Sache wäre meine noch unvollendete Story „Wie Phönix aus der Asche“. Nein, ich habe sie nicht aufgegeben und schreibe noch an ihr. Allerdings bin ich beruflich in den letzten Monaten sehr viel mehr eingebunden als früher und das Schreiben muss daher hinten anstehen. Hinzu kommt, dass mein Kopf im Moment voll von Ideen für diese Geschichte hier ist und ich euch jetzt bitte, mir zu sagen, wie ihr es haben wollt. Soll ich die beiden fertig Kaps online stellen, mit der Option, dass ein weiteres wieder eine Weile dauert. Oder wollt ihr warten bis ich die Story beendet habe und sie dann fertig lesen. Es liegt bei euch.





So nun viel Spaß beim Lesen



Euer Mister Figgs





*-*-*-*-*-*-*-*-*








Bloody Love  … Ein Biss-chen wie Sterben




by  Mister Figgs












Kapitel 1






Gefühle ... Stimmungen ... wie sollte man sie beschreiben, wenn man in seinem kurzen, gerade einmal sechzehn Jahre zählendem Leben, schon mehr Leid erfahren hatte, als manch anderer Mensch in über hundert Jahren? Nun eines konnte man schon mit Bestimmtheit sagen, wenn man den schwarzhaarigen Jungen hinter dem äußersten Fenster des oberen Geschosses des Ligusterwegs Nummer vier  beobachtete. Dieser Junge war traurig, wenn nicht gar am Boden zerstört.



Und Harry Potter, so hieß der Teenager mit der hageren Statur, den unordentlichen schwarzen Haaren und der ihn in der magischen Welt unverwechselbar machenden blitzförmigen Narbe, war es auch. Gerade mal drei Wochen war es her, dass er seinen Paten Sirius Black verloren hatte. Wieder ein Mensch, welcher seinetwegen gestorben war. Ja, genau dieser Gedanke brannte sich wie ein Geschwür in Harrys Gedanken und ließ die Tränen erneut aus den smaragdgrünen Augen fließen.



Es war ein Wunder, dass Harry überhaupt noch Tränen hatte. Doch es interessierte ihn auch nicht wirklich, was mit seinem Körper geschah. Zwar hatte er seiner besten Freundin Hermine in kurzen Briefen versichert, dass er es schaffen würde, doch langsam war Harry da nicht mehr so sicher. Zu viel war auf ihn in der letzten Zeit eingestürzt. Zuerst Sirius Tod, der ihn getroffen hatte wie ein Blitz, dann diese verdammte Prophezeiung, welche über ihn und Voldemort gemacht wurde, und dann immer wieder die Versuche des Ministeriums für Zauberei und die des Tagespropheten seiner habhaft zu werden. Die einen wollten ihn als Aushängeschild und die anderen ein Interview, von dem Harry wusste, dass nicht einmal die Hälfte von dem, was er sagen würde, auch so und nur so abgedruckt werden würde.



Zu guter Letzt war dann auch noch Albus Dumbledore vor drei Tagen hier bei den Dursleys erschienen und hatte ihn kurz mit zu Gringotts genommen. Im Nachhinein war Harry klar geworden, dass der alte Zauberer, den er gern als seinen Mentor betrachtete, nur das Beste im Sinn hatte und eine Menge erledigen musste, nachdem Voldemort wieder öffentlich Angst und Schrecken verbreitete.



Und dennoch tat es weh, als Dumbledore in sein Zimmer kam und Harry erklärte, dass sie schnell handeln mussten, ehe die dunkle Seite ihre Vorteile aus der Tragödie um Sirius Tod ziehen konnte. Alles hing damit zusammen, dass Harrys verstorbener Pate trotz seines kurzen Lebens als freier Mann dennoch den Pflichten als Nachkomme einer der ältesten und reichsten Zauberfamilien Englands nachgekommen war. Sirius mochte die Blacks, sprich seine Mutter, seinen Vater und all die anderen, die so sehr an die Reinheit des Blutes glaubten, gehasst haben, aber trotz allem hatte er sein Erbe angetreten und schließlich selbst ein Testament verfasst. Ein Testament, welches Harry nun als Alleinerben der Blacks vorsah, sollte er gewillt sein, dieses auch anzunehmen.



Der Briefumschlag mit Sirius letztem Willen war auf unerklärliche Weise bei Albus Dumbledore gelandet und der Direktor von Hogwarts hatte Harry versichert, dass er selbst überrascht gewesen sei, als eine pechschwarze Eule ihn überbracht habe. Nichtsdestotrotz hatte diese Wendung ein schnelles Handeln erfordert und Harrys Wunden erneut aufreißen lassen. Denn mit der Annahme der Erbschaft, welche verhinderte, dass eventuell Sirius Mörderin selbst, seine Cousine Bellatrix Lestranges, das Vermögen und das Wissen der Blacks bekam, machte es den Tod seines Paten für Harry so endgültig.



Bisher hatte er immer gehofft, Sirius würde eines Tages mit einem Lächeln auf den Lippen zurückkehren. Denn keiner wollte oder konnte ihm sagen, was das für ein Vorhang ist, durch den sein Pate gefallen war. Und da damals dann auch noch diese Stimmen hinter dem Schleier zu hören waren, hatte es in Harry die Vermutung, nein, Hoffnung genährt, dass der Torbogen nicht ins Reich der Toten führte.



Harry atmete erneut tief durch und zog die Nase hoch. Abermals ging sein Blick  starr durch das Fenster und den Ligusterweg entlang. Dies hatte er in den letzten Jahren in der Zeit, in der er in diesem Haus bleiben musste, häufig gemacht, in der Hoffnung, seine Freunde oder diejenigen, die ihn hier wegholen wollten, so früh wie möglich zu sehen.



Doch heute war es etwas anders als sonst. Heute wartete er nicht auf Tonks, Mad-Eye oder die Weasleys, denn er wusste, dass sie so früh in den Ferien nicht kommen würden. Professor Dumbledore hatte ihm erklärt, dass er für mindestens vier Wochen bei seinen Verwandten bleiben musste, um den Schutz, welchen seine Mutter mit ihrem Opfer auf ihn gelegt hatte, durch Tante Petunia´s Blut zu stärken. Nein, heute wartete Harry aus einem ihm unbegreiflichem Grunde darauf, dass Onkel Vernons Wagen vorfuhr.  Wenn Harry es am Morgen nämlich richtig verstanden hatte, war bei Grunnings etwas sehr wichtiges im Gange, was Vernon Dursley in den letzten Wochen  beschäftigt hatte und dessen Ergebnis heute bekannt gegeben werden sollte.



Natürlich interessierte es Harry nicht wirklich, was in der Bohrmaschinenfabrik seines Onkels von statten ging, aber Harry wusste auch, dass die Laune und das Gesicht, welches Onkel Vernon heute Abend nach Hause brachte, die nächsten Wochen beherrschen würden. Und dies war der einzige Grund für Harrys Neugier und das Kribbeln in seiner Magengegend. So starrte der Gryffindor erneut in Richtung Auffahrt des Ligusterwegs und bemerkte dabei Arabella Figg, wie sie eine ihrer Katzen vom Baum lockte und ihm vorsichtig zuwinkte. Unterbrochen wurde sie dabei allerdings durch das Quietschen einiger Reifen und kurz darauf donnerte der neue Mercedes von Onkel Vernon die Straße hoch.



´Ist das nun gut oder schlecht?`, fragte sich Harry, wenn man bedachte, dass sein Onkel beim Einparken sogar die kleine Zierhecke an der Garageneinfahrt fast platt machte.



Bevor Harry aber dazu kam, das Gesicht von Onkel Vernon zu mustern, erklang die Stimme seiner Tante.



„Harry, komm runter", rief sie streng und Harry beeilte sich lieber. Vorsorglich packte er aber noch seinen Zauberstab  ein. Er steckte ihn hinten in den Hosenbund und verdeckte seinen wertvollsten Besitz mit dem eh viel zu großen Pullover von Dudley.



„Petunia...", rief Vernon, kaum dass er seinen Mantel an die Garderobe gehängt hatte. „Petunia, wir müssen unseren geplanten Urlaub absagen."



Harry sank das Herz in die Hose und er hörte wie seine Tante entsetzt aufstöhnte und im nächsten Moment etwas auf dem Boden zerschellte. Es klang wie ein Glas und unwillkürlich verlangsamte Harry seine Schritte. Der Kurs für die Ferien stand also fest. Vernon war das Glück nicht hold gewesen und nun konnte man die nächsten Wochen seine Laune spüren. Verstärkt wurde das Gefühl in Harrys Bauch dann auch noch, als er seinen Onkel fragen hörte: „Wo ist er?"



Natürlich meinte Vernon ihn und Harry schätzte ab, ob Flucht nicht doch der bessere Weg wäre. Allerdings war er nun an der Wohnzimmertür angekommen und seine Verwandten bemerkten ihn.



„Potter, komm rein", sagte Vernon streng und Harry betrat das Zimmer, seine Hand vorsorglich hinter seinem Rücken in Reichweite seines Zauberstabes.



„Ich bin hier Onkel Vernon", begrüßte Harry ihn und wurde im nächsten Moment überrascht, da Vernon ihn zum ersten Mal, seit Harry sich in diesem Hause aufhielt, auf die magische Welt ansprach. Das Wort mit „Z" war immer ein Tabu gewesen und dementsprechend musste auch Harrys Gesichtsausdruck gewesen sein.



„Potter, der alte Mann, dieser Direktor deiner komischen, Gott weiß wie abnormalen Schule, wie mächtig ist er? Was kann er? Kann er in die Zukunft sehen?"



Harry war mehr als nur verwirrt und musste erst einmal verdauen, was sein Onkel ihn da fragte.



„Ähm nein ... oder ähm ... ich weiß nicht Onkel Vernon. Professor Dumbledore ist schon sehr mächtig, doch ob er die Zukunft voraussagen kann ..."



„Vernon, was ist los?", mischte sich nun Tante Petunia ein und auch Dudley ließ mal kurz von seinem Pudding ab, den es eigentlich zum Nachtisch geben sollte. Harry ahnte aber jetzt schon, dass er seinen nachher wohl abschreiben konnte.



„Was los ist Petunia? Was los ist?" Vernon wurde regelrecht laut und seine Augen begannen plötzlich zu funkeln. „Petunia, wir haben den Auftrag. Wir haben den Großauftrag in Alaska."



Und dann tat Onkel Vernon etwas, das Harry noch nie bei ihm gesehen hatte. Er zog seine Frau plötzlich an sich, hob sie ohne Probleme hoch und noch während er seinen riesigen Körper um die eigene Achse wuchtete, küsste er das pferdegesichtige Antlitz von Harrys Tante. Und dies musste etwas sein, was selbst Dudley noch nicht zu Gesicht bekommen hatte. Oder aber es war eine längere Zeit her und das fettummantelte, ohnehin schon winzige Hirn seines Cousins konnte sich nicht daran erinnern.



„Ja, aber Vernon, was hat das mit unserem Urlaub oder den Fähigkeiten von Harrys Direktor zu tun?"



Diese Frage, obwohl von seiner Tante gestellt, beschäftigte nun auch Harry. Er sah fragend zu seinem Onkel und dieser räusperte sich, nachdem er seine Frau wieder abgesetzt und seinen Anzug gestrafft hatte.



„Nun es bedeutet, dass ich eine Geschäftsreise tätigen muss. Mister Grunnings möchte mich persönlich bei der Vertragsunterzeichnung dabei haben und hat mir sogar gestattet, dass wir alle zusammen nach Alaska fliegen und nach dem Geschäft noch zwei Wochen auf Firmenkosten in den USA bleiben können. Ich soll es als Bonus ansehen, denn durch diesen Auftrag hat Grunnings die nächsten Jahre noch viel zu tun. Denn Folgeaufträge kommen oh ja, da bin ich mir sicher."



„Aber was hat das Ganze mit Professor Dumbledore zu tun?", fragte Harry dazwischen. Egal wie Vernon reagieren würde, er musste es einfach wissen.



Harrys Onkel wandte sich seinem Neffen zu, musterte ihn eindringlich und sagte: „Ganz einfach Bursche. Der alte Narr war vor einigen Tagen bei mir in der Firma und wollte mich unbedingt sprechen. Hast du eine Ahnung wie die Leute mich angestarrt haben, Potter? Nun gut, er hat mich jedoch überzeugt und legte mir ans Herz, dich mit in den Urlaub zu nehmen."



„Er wusste, dass wir wegfliegen wollten?", fuhr Petunia auf und sah Harry tadelnd an, als hätte er ein Geheimnis verraten. Allerdings vergaß sie dabei den kleinen Fakt, dass Harry selbst erst bei seiner Ankunft hier erfahren hatte, wo die Dursleys dieses Jahr hinwollten und dass es überhaupt einen Urlaub gab.



„Ja Petunia, er wusste es. Doch das ist nicht der Punkt. Der alte Narr schien zu wissen, was wir davon halten, deinen Neffen mitzunehmen und er hat mir Geld gegeben, falls es an den Kosten liegen sollte."



Harry schaute seinen Onkel überrascht an und fragte sich, ob dieser auf das Geschäft eingegangen war. Ein weiterer Gedanke war, warum Dumbledore dies getan  und woher er das Geld hatte? Bevor sich der Gryffindor allerdings weitere Gedanken darüber machen konnte, klingelte es in der Küche und informierte Petunia, dass der Braten fertig war.



Die nächsten Minuten wurden etwas hektisch und dann wurde feierlich gegessen. Sogar Harry durfte sich zweimal vom Roastbeef nehmen und vergaß darüber für einige Zeit mal seine Trauer. Es keimte sogar etwas Freude über den bevorstehenden Urlaub auf und er beschloss, noch am Abend einen Brief an Hermine und einen zu seinem besten Freund Ron zu schicken.





Natürlich kam die Antwort von Harrys bester Freundin keine zwei Tage später. Der Brief war voller Hinweise und Tipps, was Harry im Urlaub unbedingt machen sollte. Auch schien die Gryffindor schon einiges an Erfahrungen, was das Reisen anging, zu haben. Sie gab Harry Ratschläge wie Nimm genug Sonnencreme mit oder aber, dass Harry den langen Flug nutzen solle, die Bücher des letzten Schuljahr noch mal zu verinnerlichen.



Harry musste einfach schmunzeln und bedankte sich mit einem letzten Brief, bevor er sich auf die beiden anstrengenden Tage vor dem Flug über den großen Teich konzentrieren wollte. Heute stand eine Fahrt nach London an, da Vernon es sich nicht nachsagen lassen wollte, dass seine Familie nicht standesgemäß gekleidet war. Was eigentlich bedeutete, dass Dudley zum Zeltbauer musste und auch Harry neue Klamotten bekam.



Natürlich machte Harry einen kurzen Abstecher in die Winkelgasse, wo Remus ihn schon erwartete und sie einige Dinge wie Muggelgeld oder aber Harrys ersten Reisepass besorgten. Die beiden nutzen die Zeit für sich, um  ein wenig die Trauer zu verarbeiten. Schließlich litt nicht nur Harry selbst unter dem Tod seines Paten. Sirius war der beste Freund von Remus gewesen und damit eine Verbindung zu dessen gemeinsamer Vergangenheit beziehungsweise zu Harrys Eltern. Dementsprechend waren auch die Gespräche zwischen ihnen, als sie sich bei Florean Fortescues Eissalon die neusten Kreationen schmecken ließen.



Gegen vier Uhr verabschiedete sich Harry schließlich von Remus und beeilte sich, wieder ins Muggellondon zu gelangen. Er wollte Onkel Vernon nicht unbedingt warten lassen. Die Fahrt nach Hause war etwas unbequem, da Dudley wirklich komplett neu eingekleidet worden zu sein schien und der Wagen randvoll mit Tüten und Paketen vollgepackt war.



Harry überstand die Fahrt letztendlich und kümmerte sich darum, seinen Koffer zu packen. Hedwig schickte er dann noch mit einem kurzen Brief zu Ron und wünschte seinem besten Freund noch schöne Ferien, bis sie sich wiedersehen würden.



*-*-*-*-*-*-*




Alaska war für seine Vorstellungen von einem schönen Sommer zu kalt, so viel stand für Harry schon mal fest. Denn auch wenn es laut Kalender die warme Jahreszeit auf der nördlichen Halbkugel war, schien sich die Sonne nicht wirklich gern zeigen zu wollen. Einzig die Landschaft, das satte Grün der Wälder und die vielen blauen Seen oder aber die wenigen, aber  freundlichen Menschen, die Harry bei seinem kurzen Besuch gesehen und getroffen hatte, entschädigten ihn für das raue Klima. Und natürlich die Aussicht, die nächsten beiden Wochen die Sonne von Kalifornien genießen zu dürfen.



Vernon war wirklich sehr umgänglich in den letzten Tagen und ihr Ziel, Los Angeles, stand fest. Harry ließ sich sogar von Dudleys Eifer, die vielen Sehenswürdigkeiten der Stadt zu besuchen, anstecken. Wobei dem Gryffindor klar war, dass Dudley weniger die kulturellen Bauten meinte, sondern eher die Villen von Sylvester Stallone oder Bruce Willis. Von den Filmstudios in Hollywood ganz zu schweigen, obwohl die ja nun mal zu einer Tour dazu gehörten.



Mit der Vorfreude im Gesicht und einem, wie sollte man es nennen, vielleicht Dritte-Klasse-Menü, bestehend aus einem harten Stück Fleisch, einer Gemüsevariation, sprich Brei, und labberigen Pommes, auf dem Schoss, schaute Harry aus seinem kleinen Fenster und beobachtete, wie die Landschaft ganz weit unter ihnen vorüber zog. Sofort wurde er an das Fliegen auf seinem Besen erinnert, auch wenn der lebenslange Bann von Dolores Umbridge noch einen faden Beigeschmack hinterließ. Innerlich hoffte Harry, dass Dumbledore sich darum auch noch kümmern würde. Fliegen und Quidditch waren nun einmal seine Leidenschaft.



„Möchten sie noch etwas, Sir?", fragte die Stewardess, während sie ihren Servierwagen langsam in Richtung Küche schob. Harry schaute zu ihr auf und schüttelte den Kopf: „Nein. Danke, Ma'am, ich bin zufrieden. Aber könnten Sie mir sagen, wo wir uns ungefähr befinden?"



Die junge, hübsche Frau in ihrer blauen Flugbegleiteruniform lächelte und schaute kurz auf ihre Uhr. Dann blickte sie kurz aus dem Fenster und erwiderte: „Nun, das da unten dürfte Seattle sein, Sir. Der Kapitän musste etwas weiter östlich fliegen, um einem Unwetter, das sich gerade an der Westküste der USA austobt, zu entkommen ..."



Plötzlich schien das Flugzeug ein Luftloch erwischt zu haben, denn es ruckelte gewaltig und die junge Frau meinte: „Oops, scheint doch näher zu sein, als wir dachten." Dann versuchte sie Harry mit einem Lächeln zu beruhigen und machte sich daran, ihren Servierwagen in die Küche zu befördern.



Kurz darauf erklang ihre Stimme über die Lautsprecher und nachdem sie alle Fluggäste gebeten hatte, sich zu ihren Plätzen zu begeben, konnte Harry das angstvolle Jammern seines Cousins Dudley hören. Wie ein Kleinkind verlangte er von seiner Mutter, dass es aufhören sollte so zu ruckeln und Harry musste grinsen.



`Tja´, dachte der Gryffindor, `vor der Natur schützt auch keine erste Klasse.´



Natürlich konnte Vernon es nicht zulassen, dass Harry mit bei ihnen saß. Wo käme man denn da hin? Und so hatte Harry einen Sitz in der Touristenklasse bekommen. Obwohl, wirklich stören tat es den Schwarzhaarigen nicht. Vielmehr sorgte er sich, als plötzlich das Licht im Flugzeug ausfiel und die Menschen begannen aufzuschreien. Ein Blitz hatte die Maschine getroffen und zwischen den Schreien und den Versuchen der Flugbegleiter die Passagiere zu beruhigen, kam es Harry so vor, als würde das Flugzeuge langsam aber stetig nach vorne kippen und sich in Richtung Erde bewegen.



Und Harry war nicht der Einzige in der Maschine, der dies merkte und immer öfter hörte der Gryffindor Schreie von Passagieren, die meinten, das Flugzeug würde abstürzen. Das war dann der Punkt, wo Harry wirklich Schiss bekam und nach seinem Zauberstab griff. Die Menschen um ihn herum versanken in schiere Panik und das Ruckeln des Flugzeuges wurde immer stärker. Dann gab es plötzlich ein Knacken und ein ohrenbetäubendes reißendes Geräusch, gefolgt von einer extremen Böe, welche Harry ins Gesicht schlug. Offenbar hatte sich der Rumpf der Maschine geöffnet und das Dach riss wenige Sekunden später ab. Danach folgte nur noch Feuer, Lärm und Wind und Harry fluchte, dass er noch nicht apparieren konnte. Doch er entkam den Flammen und dem Schmerz nicht und so dachte Harry nur noch daran, dass er in Kürze Sirius wieder sehen würde.
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